Ehrentafel für die Gefallenen des Barmer Rathauses

Die Ehrentafel für die Gefallenen des Barmer Rathauses hängt im Eingangsbereich und wurde am 27.Februar 1927 durch Oberbürgermeister Dr. Hartmann eingeweiht. Sie trägt neben der Inschrift die Namen der 59 Soldaten (darunter 6 Langenfelder), die von den 519 ins Feld gezogenen nicht zurückkehrten. Die Ehrentafel aus Travertin wurde vom Architekten Julius Dicke entworfen und vom Barmer Bildhauer Friedrich Schluckebier ausgeführt. Sie zeigt an den Pfeiler an der Seiten senkrecht stehende Schwerter und wurde von der Ortsgruppe des Verbandes der Kommunalbeamten und Angestellten Preußens gestiftet.
 
Die Inschrift lautet:
„Zum
ehrenden
Gedächtnis
der im Weltkriege 1914-1918
für das Vaterland Gefallenen
Beamten und Angestellten
der Stadt Barmen.“

Unter den Namen folgt dann noch eine Beschwörung:

„Sie starben für uns!“

Es ist der Schrei der Hilflosen, die das Unglück des Krieges und seine Folgen für Leib und Leben, Kaiser und Vaterland beklagen und die mit dieser Tafel das Schicksal beschwören wollen, der Tod der Kamerad möge doch nicht unnütz gewesen sein. So viele sind Gefallen und haben den Fall des Reiches, des Kaisers nicht abwenden können, der zu einer umkämpften Republik geführt hatte, die mehr taumelnd als gehend die Zeit der Überlebenden bestimmte und mit ihr die Inflation, die „Schuld“, die den Deutschen im Versailler Vertrag als vermeintlich alleinigem Kriegsverursacher aufgebüdert wurde und die Demütigungen, die es zu durch leiden hatte. So viele Witwen in einer so schlechten Zeit. So viele tote Kameraden (Zwei Millionen), so viele umsonst?

RMK, S.251.


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