Altes bewahren, Neues entdecken.


Sonntag, 30. Mai 2010

Alte Wache Langerfeld

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In der Kohlenstr. in Langerfeld steht die "Alte Wache". Im Ortskern der östlichsten Gemeinde der Stadt stolperte ich am Freitag über dieses Gebäude, ein altmodische Vehikel und sein Schild. "Polizei-Bureau", steht drauf und eines von diesen vielen tollen blauen Hinweis-Schildern des Bergischen Geschichtsvereins. Erbaut wurde das Gebäude, so erfährt man dort, im Jahre 1838 als Bürgermeisterei und "Arrest-, Wach- und Sprützenlokal". Bis 1922 wurde das Gebäude als Polizeistation genutzt, seitdem ist ein normales Wohnhaus. 
Alte Wache in Langerfeld



Freitag, 28. Mai 2010

Mahnmal "Nie wieder Krieg"

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Im Park am Stadtbahnhof in Ronsdorf steht ein kleines, recht unscheinbares Mahnmal mit einer einfachen Botschaft. In Sichtweite der Denkmäler für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und die Opfer des Zweiten Weltkriegs ist es am 14.November 1981 errichtet worden. Anlass war die Ronsdorfer Friedenswoche, die von den Jusos Ronsdorf initiiert worden war. Es beteiligten sich neben diesen auch die Ronsdorfer Zeitung, der Verband der Verfolgten des Naziregimes (VVN), die Jugend der reformierten und katholischen Gemeinde, die Naturfreunde und Amnesty International. Die einfache Botschaft lautet:
"Nie wieder Krieg"

Dienstag, 25. Mai 2010

WZ "Geschichtsstunde am Schleifstein des Manuelskotten"

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"Cronenberg. Dirk Fromm sitzt seelenruhig vor dem rotierenden Schleifstein. In seiner Hand hält er eine Eisenplatte, mit der später Schiefer geteilt werden kann. Dann drückt er seine Knie gegen die Eisenplatte, die nun kurzerhand von der Kraft des schweren Schleifsteins bearbeitet wird. Das kreischende Geräusch, das dabei entsteht, ist für den gelernten Nassknieschleifer-Meister nach 24 Jahren kein Problem mehr. 'Ich höre nur das, was ich hören will', lacht er."
Geschichtsstunde am Schleifstein des Manuelskotten

Montag, 24. Mai 2010

Neues Design

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Wie Ihr gemerkt habt, hat sich hier das ein oder andere verändert. Die Bilder sind größer, der Blog ist breiter, der Kopf ist verändert und das ein oder andere wird sich noch ändern.

Über Kommentare, Anregungen und Kritik freue ich mich.

Sonntag, 23. Mai 2010

Denksäule zur Erinnerung an die Befreiungskriege

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Am 19.Oktober 1913 jährte sich die Völkerschlacht bei Leipzig zum hundersten Mal. Es war für die Elberfelder Jugendvereine der Anlass, diesem Ereignis, der Befreiung des Vaterlandes, ein Denkmal zu setzen. Unterstützt wurden sie von August von der Heydt, der am Kiesberg ein Grundstück stiftete, auf dem die Gedenksäule errichtet wurde. Von dem Plateau, das heute leicht unterhalb des Eingangs zum Elberfelder Ehrenfriedhof liegt, hatte man vor bald ebenfalls hundert Jahren einen wundervollen Blick über die Stadt. Heute ist der Bereich zugewachsen.
Das Denkmal auf einer Fotografie unbekannten Datums. Der Adler auf der
Bronzekugel wurde 1987 gestohlen und zerstört. Das Denkmal wurde
offensichtlich auch als "Jugendwehr-Denkmal" bezeichnet.
Sammlung Historisches Zentrum, 010/19/15 (Bild hinzugefügt am 27.12.2011)

Montag, 17. Mai 2010

Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation jüdischer Mitbürger vom Bahnhof Steinbeck

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Am 6. November 1988 errichteten Bundesbahn und die Stadt Wuppertal auf dem (verbliebenen) Bahnsteig des Bahnhofs Steinbeck ein Mahnmal, das daran erinnern soll, dass von diesem Bahnhof im Zweiten Weltkrieg über tausend Wuppertaler Juden deportiert wurden. Wenige Tage später jährte sich Reichsprogromnacht zum 50. Mal.


Der Obelisk ist zwei Meter hoch, misst an der Basis 50x50cm und wurde von Hans Jürgen Junge, Grafiker der Bundesbahn Regionalabteilung Düsseldorf, entworfen. Geschaffen wurde er von Auszubildenden des Gleisbauhofs Opladen, die Tafeln wurden in der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher im Auftrag der Stadt gegossen. Die vier Tafeln, die von Junge nach einer Textvorgabe der Stadt Wuppertal entworfen wurden, tragen folgende Inschriften:
"Den Opfern zum Gedenken"
"Den Lebenden zur Mahnung"

Samstag, 15. Mai 2010

Die Burg Elverfelde und das Konjunkturprogramm 2

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Bei den Umbauarbeiten des Areals rund um das von-der-Heydt-Museum mit Mitteln des Konjunkturpakets 2, sind Archäologen vielleicht auf Überreste der alten Burg Elverfelde gestoßen, auf deren einstige Existenz heute nur noch die Straßennamen hinweisen. Wall, Schloßbleiche, Turmhof, Burgstr.

Sonderzüge in den Tod

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Zurzeit findet im Alten Wartesaal des Vohwinkler Bahnhofs eine Ausstellung statt, die vom Verein Bürgerbahnhof organisiert wurde. Es ist die Ausstellung "Sonderzüge in den Tod", die sich mit der Reichsbahn und ihrer Rolle bei der Deportation der Juden im Dritten Reich beschäftigt. Gestern hatte ich die Gelegenheit an einer Führung von Michael Okroy von der Begegnungsstätte Alte Synagoge teilzunehmen. 

Donnerstag, 13. Mai 2010

Ehrentafel der Oberrealschule Elberfeld

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Im Jahr 1932 wurden die beiden Oberrealschulen in Elberfeld, die bis dahin als Oberrealschule Nord und Süd in der Humboldtstraße und in der Weststraße getrennt existierten, zur Oberrealschule Elberfeld zusammengelegt. Am 30.April 1932 feierte man die Vereinigung im Schulgebäude an der damaligen Humboldtstraße, wo heute an der gleichnamigen Straße die Helmholtz-Realschule zu Hause ist. Aus Anlass der Vereinigung schuf man eine Gedenktafel aus Holz, die mit privaten Spenden finanzierte wurde, die in Schwarz und Gold  fast dreihundert Namen der gefallenen Lehrer und Schüler beider Schulen aufzählt. Oberstudiendirektor a.D. Prof. Hübler sprach die Weiherede und übergab die Tafel in die Obhut der Schule.
Die Ehrentafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Ehrentafel der Freiwilligen Feuerwehr Vohwinkel

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Es war ein Sonntag, der 2.August 1925 als man in Vohwinkel anlässlich des 11. Kreisfeuerwehrtages die Ehrentafel der Freiwilligen Feuerwehr Vohwinkel für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Kameraden enthüllte. Die Tafel aus Kupferblech wurde feierlich von Branddirektor Richter an den Bürgermeister Dr. Landwehr der damals noch selbstständigen Stadt Vohwinkel übergeben.

Ehrentafel der FFW Vohwinkel
Die Tafel, vermutlich geschaffen von Prof. Hans Fischer,  besteht aus Kupferblech und weist unter den drei Spitzen links und rechts zwei Helme auf, einen Stahlhelm mirt Eichenlaub und einen Feuerwehrhelm, die symbolisch die Verbindung der Feuerwehrmänner und der Soldaten darstellt.

Montag, 10. Mai 2010

Ehrentafel für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Kameraden der Männerbereitschaft Barmen des Deutschen Roten Kreuzes

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Am 14.August 1921 wurde die Ehrentafel  des "Samariter-Vereins und Freiwilliger Sanitätskolonne des Roten Kreuzes Barmen" im Friedensheim am Mühlenweg eingeweiht. Ob die Tafel hier verblieb oder im Vereinsheim in der Gaststätte "Zur Glocke" aufgestellt wurde, ist unklar. Entworfen und vermutlich ausgeführt wurde sie von Ernst Bornemann, Lehrer der Barmer Kunstgewerbeschule. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand sich das Bereitschaftsheim in der Bachstraße, heute hängt die Tafel in den Räumen der Bereitschaft in der Humboldtstraße.

Die Ehrentafel ist aus Kupfer und auf einer Eichentafel angebracht.
Ehrentafel der Barmer Männerbereitschaft des DRK

Samstag, 8. Mai 2010

"Die Erinnerung aufrecht erhalten"

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Inge Kuhlmann hat letztes Jahr ihren Vater auf dem Friedhof Bracken in Nächstebreck beerdigt. Das ungewöhnliche daran war, dass ihr Vater schon über 66 Jahre nicht mehr lebte. Er starb als Soldat im Zweiten Weltkrieg, wenige Kilometer südlich von St.Petersburg. Dort wurde er auch beerdigt. Doch als Frau Kuhlmann sich durch den Wehrpass ihres Vater mit seinem Tod beschäftigte, kam der Wunsch auf, die sterblichen Überreste ihres Vaters in seine Heimat zu überführen, was im vergangenen Winter geschehen ist. Sie hat ihren Vater beerdigt, obwohl sie ihn nicht kennen lernte, er starb vor ihrer Geburt.

Mittwoch, 5. Mai 2010

"Die Schatten von Bitburg", Kriegsgedenken 1985

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"Auf Kohls Rat hören wir nicht wieder
Das deutsch-amerikanische Trauerspiel um das Gedenken an den 8. Mai 1945
[...]
Schon vor zehn Jahren war die weise Selbsterkenntnis des vierten Präsidenten der Bundesrepublik eher Wunschdenken als Wirklichkeit. Dann, zum 40. Jahrestag des Alliierten-Sieges vom 8. Mai 1945, wurde der wohlfeile Selbstbetrug offenbar, mit dem die Deutschen sich so schnell nach der Niederlage aus ihrer unheilvollen Vergangenheit weg und an die Seite ihrer neuen Alliierten gestohlen hatten. Ein unweiser Kanzler, der sich Friedensgelöbnisse nur auf Soldatenfriedhöfen vorstellen kann, und ein täppischer Präsident, der sich ohne Spickzettel offenbar überhaupt nichts mehr vorstellen kann, haben geschafft, was Amerikaner und Deutsche sich in 30 Bündnisjahren nicht hatten träumen lassen: Statt gemeinsam des Sieges und der Befreiung vor 40 Jahren zu gedenken, liegen die Partner dies- und jenseits des Atlantiks im Streit.[...]"

Dienstag, 4. Mai 2010

Eine erschreckende Zahl

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"Erschreckende Zahlen" "geistern" immer wieder durch die Medienwelt, durch Bücher und tauchen auch im Sprachgebrauch auf. Dabei sind es oft Zahlen mit vielen Nullen, hohe Prozentzahlen und und und. Doch viele Zahlen kann man zwar aufnehmen, doch wirklich verstehen kann man sie nicht.

Ehrentafel für die Gefalllenen des Landgerichts Wuppertal

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Am 21. Januar 1923 wurde, ebenso wie im Amtsgericht, eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs eingeweiht. Im Landgericht wählte man den großen Schwurgerichtssaal als Rahmen der Gedenkfeier. Die Kosten der Gedenktafel waren von den Beamten, Anwälten und Richtern des Landgerichts aufgebracht wurden. Die Tafel aus Bronze, entworfen und begonnen von Ernst Bornemann, Professor an der Kunstgewerbeschule, wurde nach dessen Tod vom Kunstgewerbelehrer Otto Wirth vollendet. Sie besteht aus einem mit Blättern verzierten Rahmen, einem Eisernen Kreuz und der Inschrift:
"Im Weltkriege 1914-1918
starben den Heldentod:"
Darunter folgen 23 Namen, jeweils mit der Berufsbezeichnung, vom Landrichter bis zum Kanzleidiätar. 
Ehrentafel des Landgerichts für die Gefallenen der Ersten Weltkriegs

Sonntag, 2. Mai 2010

Ein Nachtrag zum Kriegerdenkmal des ATV 1860 Elberfeld

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Eine Turnkameradin des ATV 1860 Elberfeld hat mir noch ein Foto der Totenehrung des Jahres 1960 zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich bedanken und verweise auf den aktualisierten Eintrag.