Die Beyenburger Kruzifixe

Das eine ist eines der bekanntesten Motive Beyenburgs, das andere liegt zwar nicht versteckt, aber doch eher unbeachtet hoch über der Wupper, ein drittes ist schon lange zerstört. Zusammen gehören sie zu den ältesten Denkmälern Wuppertals: Die Beyenburger Kruzifixe. Errichtet wurde sie nach 1760, in diesem Jahr kamen drei Patres mit den Namen Beier, Kamp und Zimmermann nach Beyenburg, um dort eine Mission abzuhalten und zu predigen. Dies taten sie mit solchem Erfolg, dass die Bürger Beyenburgs die Erinnerung daran bewahren wollten und drei Kruzifixe aufstellten.
Kruzifix an der Steinhauser Str. 48
Eines von ihnen wurde rechts oberhalb des Friedhofs an der Steinhauser Straße aufgestellt und 1979 aufgrund der Bebauung 100 Meter nach oben versetzt, so dass es heute vor dem Haus Nr. 48 zu finden ist. Mit einem Eisengitter ist der etwa neun Quadratmeter große Andachtswinkel umschlossen, auf einem steinernen Sockel, der wie ein Altar geformt ist und stilisiert die Nachbildung einer Kirche zeigt, erhebt sich das Kruzifix, die erste Station der alljährlichen Himmelfahrtsprozession.

Das Kruzifix an der Beyenburger Freiheit 18.

 

Das andere erhaltene Kruzifix steht im Herzen Beyenburgs, an der Beyenburger Freiheit Nr.18. Eine Legende besagt, dass ein Pater, der hier predigte, versprach, dass keine Feuersbrunst den Ort zerstören würde, solange dieses Kreuz verehrt werde.

Das dritte Kreuz stand an der Wupperbrücke am Beginn der Kurvenstraße und wurde 1829 durch starken Eisgang zerstört.  Die beiden erhaltenen Denkmälern finden sich auf der chronologischen Liste der erhaltenen Denkmäler im heutigen Stadtgebiets Wuppertal auf Platz 5.


RMK, S.14f.

Das Kreuz Steinhauser Str.48 findet sich auf der Karte im Südwesten, das Kreuz Beyenburger Freiheit 18 kennzeichnet die östliche Nadel am Zugang zur Beyenburger Halbinsel.


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