Gedenktafel am Geburtshaus von Else Lasker-Schüler

Die Gedenktafel am Haus Herzogstr.29.
Am 20.März 1990 weihte Oberbürgermeisterin Ursula Kraus zusammen mit Kulturdezernent Heinz Theodor Jüchter und Vertetern aus Politik und Einzelhandel eine Gedenktafel für die Dichterin Else Lasker-Schüler ein. Sie hängt am Haus Herzogstr. 29, auf diesem Grundstück befand sich das Bankhaus Aaron Schüler, dass dem Vater der Dichterin gehörte, die in diesem Haus 1869 geboren wurde. Die Bronzetafel (75x88cm) wurde aus überschüssigen Mitteln des Fonds für das Denkmal „Meinwärts“ finanziert, das 1989 unweit des Hauses errichtet worden war. Bereits seit 1967 erinnert eine Gedenktafel am Haus Sadowastr.7 an  die Jugend der Dichterin im Wuppertal.
Die zweigeteilte Inschrift lautet auf der linken Spalte:

„Vormals stand hier das Geburtshaus
der bedeutenden expressionistischen
Lyrikerin

      Else Lasker-SchülerGeboren am 11.Februar 1869,
verbrachte Kindheit und
Jugend in der Sadowastr.7.

Als Jüdin bekam sie frühzeitig die
Verfolgung durch den National-
sozialismus zu spüren.

Sie emigrierte 1933 in die Schweiz
und starb am 22.Januar 1945 in
Jerusalem.“

Auf der rechen Spalte steht:

„‚Ich will in das Grenzenlose
zu mir zurück,
Schon blüht die Herbstzeitlose,
meiner Seele
Vielleicht ist’s schon zu spät zurück
O, ich sterbe unter euch!
Da ihr mich erstickt mit euch
Fäden möchte ich um mich ziehn –
wirrwarr endend
beirrend,
Euch verwirrend
um zu entfliehen
Meinwärts!‘

Dieses Gedicht Else Lasker-Schülers
nahm der Bildhauer Stephan Huber
zum Thema seines Denkmals,
das wenige Schritte westlich
von hier zu finden ist.“

Ebenfalls an Else Lasker-Schüler erinnert Das zerbrochene Herz


RMK, S.538.


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