Gedenktafel für Prof. Dr. Wilhelm Crecelius (1891)

Der Bergische Geschichtsverein stiftete im Jahr 1891 für sein Gründungsmitglied und langjährigen Vorsitzenden Prof. Dr. Wilhelm Crecelius eine bronzene Gedenktafel, die in der Schlucht der alten Hardt rechts der Wasserfalls angebracht wurde.
Der Geehrte wurde 1828 in Hungen in der Wetterau (Hessen) geboren. Sein Vater, ein Steuereinnehmer, verstarb früh und sein Onkel in Marburg nahm sich des Jungen an. Crecelius besuchte das Marburger Gymnasium und bestand mit 17 Jahren mit sehr guten Noten sein Abitur in Gießen. Dort studierte er anschließend Theologie und Philologie und bestand 1848 die Prüfung für das höhere Lehramt. Er arbeitete dann ein Jahr als Lehrer am Großherzoglichen Gymnasium in Gießen und promovierte dort zum Doktor der Philologie. 1856 kam er nach einigen anderen Anstellungen an das humanistische Gymnasium in Elberfeld. Während er hier lehrte, verfasste er zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und Abhandlungen und bekam daraufhin den Professoren-Titel verliehen.
Am 13.Juni 1863 gründete er gemeinsam mit dem Pastor K.Krafft, dem Archivar Dr.Harleß aus Düsseldorf und dem Gymnasialdirektor Dr. W.Bouterwek den Bergischen Geschichtsverein, dessen Vorsitz er nach dem Tod Bouterweks 1868 übernahm. Er kümmerte sich um die Vervollständigung der Bibliothek des Vereins und machte sich um die Erforschung der Bergisch-Niederrheinischen Geschichte verdient. Seit 1958 vergibt der BGV die Crecelius-Medaille für besondere Verdienste um die Bergische Geschichtsforschung. Am 13.Dezember 1889 verstarb Prof. Dr. Crecelius.
Die Gedenktafel für Prof. Dr. Wilhelm Crecelius auf der alten Hardt.
Sammlung Untere Denkmalbehörde.
Die Inschrift der Tafel, die bei der Gießerei Lauchhammer gegossen wurde, lautete:

„Dem um die Erforschung
der Geschichte des bergischen Landes
hochverdienten
Prof. Dr. Wilhelm Crecelius
geb. den 18.Mai 1828, gest. den 13.Decbr. 1889
der Bergische Geschichtsverein.“

Im Zweiten Weltkrieg ging die Tafel verloren. 1951 widmete der BGV Crecelius eine neue Gedenktafel an seinem Grab auf dem luth. Friedhof Hochstraße.

RMK, S.74.


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