Gedenktafel für eine britische Bomberbesatzung

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Die kleine Gedenktafel am Weg von Schöller Richtung Gruiten.

Im Juni 2016 wurde im Wald an der Düssel in Schöller, 150 Meter von der Stadtgrenze zu Mettmann entfernt, eine Gedenktafel aufgestellt, die einerseits gewöhnlich und anderseits eher ungewöhnlich ist. Gewöhnlich, weil sie sich in die Reihe der Kriegerdenkmäler einreiht, die seit Jahrzehnten errichtet werden, besonders für den Ersten und Zweiten Weltkrieg. Ungewöhnlich, weil sie feindliche Soldaten ehrt und nicht die Soldaten der eigenen Nation und dies zweisprachig.[1]

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Die Gedenktafel.

Urheber ist Marcel Leesar, der ehrenamtlich für das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege arbeitet und die Geschichte des hier abgestürzten britischen Bombers recherchiert hat. Nach einem Hinweis eines Augenzeugen hatten er und seine Mitstreiter den Absturzort untersucht, anhand von Trümmerteilen und darauf enthaltenen Nummern und Kennzeichen die Maschine identifiziert, in Archiven recherchiert, Augenzeugen befragt und Kontakt zu den Familien der Flieger aufgenommen. Die sieben Mann der Besatzung des Lancaster Bombers befanden sich am 22. Mai 1944 auf dem Rückweg von einem Angriff auf Dortmund und wurden von deutscher Flak oder Nachtjägern attackiert und getroffen. Die Maschine stürzte ab, der Fallschirm rettet zwei Mann, die in deutsche Kriegsgefangenschaft kamen, die anderen fünf starben.[2]

Weitere Informationen zum Projekt und zur Publikation: http://lancasterbomber.de


[1] Marcel Leesar, Gedenktafel an der Absturzstelle eines Lancaster-Bombers in Schöller, in: njuuz.de vom 16. August 2016.

[2] Manuel Praest, Auf den Spuren des Lancaster-Bombers auf Schöller, in: WZ online vom 16. Juli 2016.

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