Kriegerdenkmal auf dem ev. Friedhof Kohlenstraße (Langerfeld)

Die­ses Denk­mal auf dem Fried­hof Koh­len­stra­ße wur­de am 1929 ein­ge­weiht und im Zwei­ten Welt­krieg beschä­digt. Es besteht aus eini­gen Grab­mä­lern in Laza­ret­ten Ver­stor­be­ner, sowie vier gro­ßen Stein­ta­feln, die unter einem Kreuz die Namen aller 537 Gefal­le­nen Lang­er­fel­der Bür­ger tra­gen.


Das Krie­ger­denk­mal in der Form, in der es 1949 wie­der errich­tet wur­de.

In der ursprüng­li­chen Aus­füh­rung des Bild­hau­ers Ernst Mül­ler-Blens­dorf befand sich in der Mit­te der Stein­ta­feln aus Anröch­ter Dolo­mit ein etwa fünf Meter hohes Stein­kreuz. Dort war fol­gen­de Inschrift ein­ge­tra­gen:

“Für uns” (Im Kreuz)
“Gefal­len
1914–1918” (am Fuß)
“Die Ev. Gemein­de

Lang­er­feld” (am Sockel)


Eine Zeich­nung des Bild­hau­ers vom ursprüng­li­chen Denk­mal fin­det sich im Gene­ral-Anzei­ger vom 06.10.1928. In der Mit­te des Bil­des ver­fälscht die Falz das Bild ein wenig. (Das Bild ersetz­te am 05.04.2012 das vor­he­ri­ger schlech­te­rer Qua­li­tät.)

Am 28.April 1929 wur­de das 18.000 Mark teu­re Denk­mal mit einer gro­ßen Fei­er ein­ge­weiht. 1000 Men­schen waren gekom­men, um Pas­tor Sy, den Posau­nen­chor des Män­ner- und Jüng­lings­ver­eins und den Kir­chen­chor zu hören. Am 20.November 1949, Toten­sonn­tag wur­de das Denk­mal  in der heu­te anzu­fin­den­den Form erneut ein­ge­weiht.1


Bil­der vom Mai 2010.

Ergän­zung vom 23. Mai 2012:

Am 13.April 1999 beschloss die Bezirks­ver­tre­tung Lang­er­feld-Bey­en­burg auf Antrag der SPD-Frak­ti­on mit 5.000 DM aus den eige­nen Mit­tel der BV die Schrift des Denk­mals zu Sanie­rung. Eine zunächst ange­dach­te Bema­lung der Buch­sta­ben, die vom Res­sort nicht befür­wor­tet wur­de, wur­de nach der Rei­ni­gung des Denk­mals ver­wor­fen. Statt­des­sen ent­schied man sich am 16.Mai 2000 eine Bron­ze­ta­fel auf­zu­stel­len und mit den übri­gen Mit­teln aus der Sum­me von 5.000 DM eine Gedenk­ta­fel für die in Lang­er­feld ver­stor­be­nen Zwangs­ar­bei­ter zu errich­ten. Im April oder Mai 2001 wur­de dann die unten ste­hen­de Tafel vor dem Denk­mal auf­ge­stellt.

Im Früh­jahr 2005 wur­de das Denk­mal saniert. Das Denk­mal wur­de abge­baut, ein neu­es Fun­da­ment erstellt und beim Abbau beschä­dig­te Stei­ne wur­den ersetzt. 2


Die ergän­zen­de Bron­ze­ta­fel wur­de im Früh­jahr 2001 vor dem Denk­mal auf­ge­stellt.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Fußnoten:

  1. RMK, S. 265.
  2. Aus­kunft Res­sort 103.37 vom 20. und 21. Febru­ar 2012.