Kriegerdenkmal des 9. Lothringischen Regiments 173

Das Krie­ger­denk­mal des 9. Loth­rin­gi­schen Regi­ments 173 ist eines, das wohl schon zur Ein­wei­hung am 18. August 1929 Ver­wun­de­rung her­vor­rief. Das lag nicht dar­an, das am Freu­den­berg in unmit­tel­ba­rer Nähe zu der in den 30er Jah­ren errich­te­ten Kaser­ne (heu­te Cam­pus Freu­den­berg der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät) ein Denk­mal für ein loth­rin­gi­sches Regi­ment errich­tet wur­de, denn in die­sem Regi­ment hat­ten zahl­rei­che Elber­fel­der gedient. Die Ver­wun­de­rung galt der Aus­füh­rung des Denk­mals, des­sen Kos­ten aus Spen­den der Regi­ments­an­ge­hö­ri­gen errich­tet wur­de. Von den 8000 RM Gesamt­kos­ten fehl­ten zur Ein­wei­hung aller­dings noch 2500 RM. Über 4000 Sol­da­ten des Regi­ments waren im Ers­ten Welt­krieg gefal­len, dar­un­ter über 400 Elber­fel­der. Zur Ein­wei­hung des Denk­mals am 18.August 1929 erschien der ehe­ma­li­ge Kom­man­deur des Regi­ments, Gene­ral von Mudra, aus Schwe­rin.


Das Denk­mal des 9.Lothringischen Infan­te­rie Regi­ments 173 am Freu­den­berg

Das Denk­mal, das vom Elber­fel­der Bild­hau­er Fritz Lücken geschaf­fen wur­de, besteht aus einem Sockel und Pfei­ler aus Zie­gel­stei­nen und zwei Skulp­tu­ren aus Sand­stein. Die unte­re soll einen ster­ben­den Krie­ger dar­stel­len, die obe­re einen Löwen, der sich gera­de durch ein Auf­bäu­men von der “wel­schen” Schlan­ge befreit, die sich um sei­nen Hals gewi­ckelt hat. Ins­ge­samt hat das Denk­mal eine Höhe von sie­ben Metern.
Der Ent­wurf war bei den Stadt­ver­ord­ne­ten, die über den Antrag des Reichs­bun­des ehe­ma­li­ger 173er über die zur Ver­fü­gung­stel­lung eines Bau­plat­zes zu ent­schei­den hat­ten, sehr umstrit­ten gewe­sen. Wie der Gene­ral-Anzei­ger berich­te­te, lehn­ten die Lin­ken den Ent­wurf als ver­het­zend ab, wäh­rend die Rech­ten die Über­le­gen­heit der Schlan­ge kri­ti­sier­ten. Der Bild­hau­er Fritz Lücken erklär­te dazu, die Skulp­tur stel­le den Moment dar, in dem sich der Löwe gegen die Schlan­ge wehrt und auf­bäumt. Der gefal­le­ne Sol­dat hin­ge­gen ste­he für die Kame­rad­schaft.


Der Sol­dat

Der Löwe und die Schlan­ge

Die Inschrift am Pfei­ler lau­tet:

1914             1918

Zur
dank­ba­ren Erin­ne­rung
an sei­ne im Welt­krie­ge
gefal­le­nen
4237 Kame­ra­den
9.Lothr. Inf. Reg.173
1929”

Auf der Rück­sei­te des Pfei­lers fin­den sich fol­gen­de Wor­te, die einem Men­schen des 21. Jahr­hun­derts unver­ständ­lich blei­ben.


Rück­sei­te des Denk­mals

Lebe
Kaemp­fe
und stre­be
in unse­rem Geist!
Im Werk ist staer­ke
die uns dem Tod ent­reisst”

1977 stell­te der Offi­zier­ver­ein Wup­per­tal 3000 DM zur Sanie­rung des Denk­mals zur Ver­fü­gung.1

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Fußnoten:

  1. RMK, S. 271.