Gedenktafel für Eugen Langen im Schwebebahnhof Döppersberg

Wer sich bei der Über­schrift bereits gefragt hat: “Hä? Wo?”, der geht ver­mut­lich immer den glei­chen Abgang hin­ab (oder hin­auf), näm­lich jenen, der direkt auf die Alte Frei­heit mün­det. Doch wer vom Bahn­steig Rich­tung Ober­bar­men in das Schwe­be­bahn­bahn­hofs­ge­bäu­de hin­ein geht, der ent­deckt am Absatz der Trep­pe die Gedenk­ta­fel für Eugen Lan­gen, bestehend aus einer Inschrift und einem Reli­ef­bild­nis aus Bron­ze, ange­fer­tigt vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Harald Schmahl.


Gedenk­ta­fel für Eugen Lan­gen, den Erfin­der der Schwe­be­bahn.

Die Inschrift lau­tet:

Eugen Lan­gen
Geh.Kommerzienrat
dem Inge­nieur und
Erbau­er der
Schwe­be­bahn
zur Erinnerung/
erbaut 1898 bis 1903”


Ein­ge­weiht wur­de das Denk­mal am 19.Juli 1957. Die Inschrift ist aller­dings miss­ver­ständ­lich. Eugen Lan­gen, gebo­ren am 9.Oktober 1833, war zwar Erfin­der des Sys­tem Schwe­be­bahn, auch der Name stammt von ihm, doch erbaut hat er die Wup­per­ta­ler Schwe­be­bahn nicht. Er starb bereits am 2.Oktober 1895 an einer Fisch­ver­gif­tung in Köln.1 Bis heu­te trägt die Schwe­be­bahn nicht nur den Namen, den er ihr gab, son­dern offi­zi­ell auch sei­nen:

Ein­schie­ni­ge Hän­ge­bahn Sys­tem Eugen Lan­gen”


Gedenktafel für Minister August von der Heydt auf der Königshöhe

Im Burg­holz fin­det sich, ober­halb der Sam­ba­tras­se und “hin­ter” der ehe­ma­li­gen Som­mer­re­si­denz der Fami­lie von der Heydt ein klei­nes Denk­mal für August von der Heydt, das des­sen Enkel glei­chen Namens 1884 errich­te­te.
Denk­mal für Minis­ter August von der Heydt

August von der Heydt, der hier geehrt wur­de, war am 15.Februar 1801 in Elber­feld gebo­ren wor­den. Er mach­te eine Leh­re in der Bank sei­ners Vaters Dani­el und wur­de schließ­lich Mit­in­ha­ber des Bank­hau­ses von der Heydt, Kers­ten und Söh­ne. 1824 hei­ra­te­te er Julie Blank und wohn­te am Kers­ten­platz. 1848 über­nahm er ein Man­dat für den Wahl­kreis Elber­feld-Bar­men im preu­ßi­schen Land­tag und zog nach Ber­lin. Im glei­chen Jahr, im Dezem­ber, wur­de er Minis­ter für Han­del, Gewer­be und öffent­li­che Arbei­ten und küm­mer­te sich um den Aus­bau von Post, Tele­gra­fen­we­sen und der Eisen­bahn. 1862 wur­de er Finanz­mi­nis­ter, trat aber nach dem Amts­an­tritt Bis­marcks zurück. 1863 wur­de er in den Frei­her­ren­stand erho­ben. Von 1866–1869 war er unter Bis­marck dann erneut Finanz­mi­nis­ter. 1874 ver­starb er in Ber­lin.1


Gedenk­ta­fel

Die Gedenk­ta­fel zeigt oben links das Wap­pen des Frei­her­ren, dar­un­ter folgt die Inschrift:

“Dem Andenken
des Minis­ters Frei­herrn
August von der Heydt
gewid­met von sei­nem Enkel
1884”

Günther-Schmits-Gedenkstein

Es ist das ältes­te Wup­per­ta­ler Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs und es ist nur einem Sol­da­ten gewid­met: Der Gün­ther-Schmidts-Weg, der ober­halb der Sam­ba­tras­se vom Bol­ten­berg zur Sam­ba­tras­se führt, ist nach dem Sohn des ehe­ma­li­gen Elber­fel­der Stadt­ver­ord­ne­ten Juli­us Schmits benannt, der wohl am 11. Janu­ar 1915 in den Argon­nen fiel. Der Tod sei­nes Soh­nes ver­an­lass­te ihn nicht nur dazu, dem Wald­weg den Namen sei­nes Soh­nes zu geben und einen Gedenk­stein auf­zu­stel­len, son­dern er leg­te mit sei­ner Gat­tin die “Gün­ther-Schmits-Stif­tung” an, deren Kapi­tal aus 100.000 Mark bestand. Mit den Zin­sen wur­de in Not gera­te­nen Elber­fel­der Inva­li­den des Jah­res 1914/1915 gehol­fen. Juli­us Schmits starb noch vor dem Ende des Krie­ges im April 1916.1
Gedenk­stein Gün­ther-Schmits-Weg

Die Inschrift auf dem ein­fa­chen Feld­stein lau­tet:

Gün­ther Schmits
Weg
— —
1915
Dul­ce et deco­rum est
pro patria mori”

Die Latei­ner erken­nen das Zitat des Dich­ter Horaz:

Süß und ehren­voll ist es,
für’s Vater­land zu ster­ben”