Jahn-Brunnen zum 50.Jubiläum der Ronsdorfer Turngemeinde

Der Jahn-Brun­nen an der Scheidt­stra­ße in Rons­dorf.

Am 25.September 1910 fei­er­te die Rons­dor­fer Turn­ge­mein­de (heu­te: Deut­sche Tur­ner­schaft Rons­dorf 1860 e.V.) ihr 50jähriges Bestehen und weih­te zu die­sem Jubel­tag ein Denk­mal in Form eines Brun­nes zur Erin­ne­rung an das Jubi­lä­um und an Turn­va­ter Fried­rich Lud­wig Jahn ein. Finan­ziert wur­de der Brun­nen durch Spen­den der Rons­dor­fer Bür­ger­schaft, geschaf­fen hat­te den Brun­nen der Düs­sel­dor­fer Bild­hau­er Franz Lin­den. Die Ein­wei­hungs­re­de wur­de von Ober­turn­leh­rer Schrö­der aus Bar­men gehal­ten.


Ansicht des Denk­mals

Der Brun­nen besteht aus einem halb­run­den Beclen, hin­ter dem sich ein oben gerun­de­ter Auf­bau aus Muschel­kalk erhebt. Zwei Tur­ner, im Reli­ef dar­ge­stellt, hal­ten ein von Eichen­gir­lan­den bekränz­tes Medail­lon mit dem Bild­nis des Turn­va­ters. Dar­un­ter befin­det sich ein Mäan­der­fries. Dar­un­ter wie­der­um ström­te einst das Was­ser aus fünf Mas­ken.


Das ver­wit­ter­te Bild­nis von “F.L.Jahn”, wie die Inschrift ver­rät.

Aus Anlass des 50jährigen Bestehens erhielt die Turn­ge­mein­de von der Stadt Rons­dorf für die “Ver­diens­te um die Hebung der Volks­kraft und Volks­ge­sund­heit und der För­de­rung der Erzie­hung zu edlen Bür­ger­tu­gen­den” die gol­de­ne Medail­le und die Benut­zung der Turn­hal­le wur­de kos­ten­frei gestellt. Neben die­ser 1887 errich­te­ten Turn­hal­le in der Hoch­stra­ße (heu­te Scheidt­stra­ße) wur­de auch der Jahn-Brun­nen auf­ge­stellt. Wäh­rend die Turn­hal­le dem Zwei­ten Welt­krieg zum Opfer viel, über­stand der Brun­nen den Krieg und steht bis heu­te neben der 1956 errich­te­ten zwei­ten Turn­hal­le.1


Die ver­wit­ter­te Inschrift.

Auf der Rück­sei­te befin­det sich unter dem bekränz­ten vier­fa­chen F der deut­schen Tur­ner­schaft die Inschrift mit fol­gen­den Wor­ten:

Zur Jubel­fei­er der
Rons­dor­fer Turn­ge-
mein­de am Fünfund-
zwan­zigs­ten Sep-
tem­ber neun­zehn-
hun­dert­und­zehn
1860 — 1910”

Fußnoten:

  1. RMK, S. 164 f.