Wasserspiele auf dem Berliner Platz

1968 beschloss die Stadt Wup­per­tal in Bar­men und Ober­bar­men zwei “Was­ser­spie­le” zu errich­ten. Die Anla­ge an der Kreu­zung Alter Markt, zwi­schen Fischer­tal und der Schwe­be­bahn­sta­ti­on wur­de aller­dings nie ver­wirk­licht. Am Ber­li­ner Platz wur­den die  “Was­ser­spie­le” aber gebaut. Sie bestan­den aus einem qua­dra­ti­schem, fünf Meter brei­ten Was­ser­be­cken mit unter­schied­li­chen Boden­hö­hen und sechs in zwei Rei­hen ange­ord­ne­ten Fon­tä­nen. Wahr­schein­lich Anfang 1970 wur­de die Anla­ge fer­tig­ge­stellt.1


Der Ber­li­ner Platz auf einer unda­tier­ten Foto­gra­fie. Auf­grund der O-Bus-Lei­tun­gen und des Andert­halb­de­ckers im Hin­ter­grund dürf­te die Auf­nah­me spä­tes­tens 1971 ent­stan­den sein. (Dank an Micha­el Schad (@wupperbild) für den Hin­weis) Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 13.3.4

1991 wur­de der Platz, der damals den Bus­bahn­hof und eine Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­le mit Unter­füh­rung beher­berg­te, bei der Umge­stal­tung der B7 zu einer bus­frei­en Zone. Die Bus­hal­te­stel­len wur­den vor den Bahn­hof ver­legt, die Schwe­be­bahn­sta­ti­on umge­baut (neue Auf­gän­ge) und die Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­le zurück­ge­baut. Im Zuge des Umbaus  ver­schwan­den höchst­wahr­schein­lich auch die Was­ser­spie­le.2

Autobahn-“Denkmal”

Das Autobahn-“Denkmal” an der A1.

Im Herbst 1967 sah Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Georg Leber (SPD) auf einer Aus­stel­lung in Bad Godes­berg ein Modell einer Plas­tik von Peter Brü­ning. Spon­tan kauf­te er das “Auto­bahn-Denk­mal” an, um es spä­ter auf einer Auto­bahn-Rast­stät­te auf­stel­len zu las­sen. Am 19. Sep­tem­ber 1969 konn­te er es dann ein­wei­hen — auf dem Rast­platz Ehren­berg (frü­her Staren­schloß) an der Bun­des­au­to­bahn A1 in Lang­er­feld.

Der Künst­ler beschrieb das Kunst­werk, das aus einem acht Meter hohen Pfei­ler und zwei bemal­ten Eisen­rei­fen besteht, wie folgt:

“Die Idee, die ich bei der Fin­dung die­ser bei­den For­men hat­te, ist so zu ver­ste­hen, als wenn man bei­de Bah­nen der Auto­bahn auf den Sockel hebt, sie auf­rollt und end­lich macht, auf jeden Fall auf eine Stel­le fixiert. Die Rin­ge sym­bo­li­sie­ren die unend­li­che Fort­set­zung des Ver­kehrs­ban­des. Die nach oben zei­gen­den Win­kel bedeu­ten in der Spra­che der Auto­kar­ten ein Anstei­gen der Stra­ße. Hier unter­strei­chen sie zei­chen­haft die Bewe­gung, die in der Form liegt. Die schwar­zen Recht­ecke, die auf dem roten Grund in der Mit­te der Rin­ge fort­lau­fen, wie­der­ho­len die wei­ßen Mar­kie­run­gen in der Mit­te der Fahr­bahn, die unter­bro­che­ne Mit­tel­li­nie.
Es kann so auch Zei­chen im dop­pel­ten Sin­ne sein: näm­lich bewei­sen, daß man mit der Zei­chen­spra­che, von der man gewohnt ist, prak­ti­sche Hin­wei­se zu bekom­men, auch die Mög­lich­keit hat, etwas zu bele­gen, das eher einem kon­tem­pla­ti­ven Cha­rak­ter nahe­kommt. Das befreit die Zei­chen­spra­che von ihrem unzwei­deu­ti­gen funk­tio­nel­len Cha­rak­ter und gibt ihr künst­le­ri­sche Dop­pel­deu­tig­keit.“1

Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Generaloberst-Hoepner-Gedenktafel

An rech­ten Tor­pfos­ten befin­det sich seit Dezem­ber 1990 eine Gedenk­ta­fel für Erich Hoep­ner.

Am 15. Dezem­ber 1990 wur­de an der Ein­fahrt zum Haus Adolf-Vor­werk-Stra­ße 29 im Süden Bar­mens in Anwe­sen­heit von Ver­tre­tern des Rates, der Ver­wal­tung, Mit­glie­dern der Bezirks­ver­tre­tung, Mit­glie­dern des Kame­rad­schafts­bunds der 6. Pan­zer­di­vi­si­on und der Bevöl­ke­rung eine Gedenk­ta­fel für Gene­ral­oberst Erich Hoep­ner ein­ge­weiht. Auf­trag­ge­ber war die Wup­per­ta­ler CDU, die Kos­ten trug Bür­ger­meis­ter Kurt Drees. Gegos­sen wur­de sie von der Glo­cken- und Kunst­gie­ße­rei Petit & Gebr. Edel­b­rock GmbH & Co in Gescher, West­fa­len.



Die Inschrift lau­tet:
“Gene­ral­oberst
Erich Hoep­ner
(14.9.1886 — 8.8.1944)
wohn­te hier 1937/38
Wider­stands­kämp­fer
betei­ligt an der Ver-
schwö­rung des
20. Juli 1944 gegen
Hit­ler.
Hin­ge­rich­tet in Ber­lin-
Plöt­zen­see.”

Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Kraus erin­ner­te bei ihrer Anspra­che an das Leben Hoep­ners, der Zeit sei­nes Erwach­se­nen­le­bens ein Mili­tär war. 1937 bis 1938 dien­te er in Wup­per­tal und traf dort auf Claus Graf Schenk von Stau­fen­berg, über den spä­ter der Kon­takt zum mili­tä­ri­schen Wider­stand zu Stan­de kam.1 Jedoch wird sie, eben­so wie die Gedenk­ta­fel, nicht auf die Rol­le Hoep­ners beim Über­fall auf die Sowjet­uni­on ein­ge­gan­gen sein, denn dann hät­te man an der Tafel noch “Kriegs­ver­bre­cher” ergän­zen müs­sen. Sie­he dazu den Ein­trag zum Gene­ral­oberst-Hoep­ner-Denk­mal am Freu­den­berg.

Generaloberst-Hoepner-Denkmal

Das Denk­mal für Gene­ral­oberst Hoep­ner am heu­ti­gen Stand­ort am W-Tec, der ehe­ma­li­gen Sagan-Kaser­ne.

Am 18. Okto­ber 1969 wur­de die Saar­burg-Kaser­ne am Freu­den­berg in einer Fei­er­stun­de in Gene­ral­oberst-Hoep­ner-Kaser­ne umbe­nannt und zu die­sem Anlass wur­de auch das Denk­mal für den neu­en Namens­ge­ber im Ein­gangs­be­reich der Kaser­ne ein­ge­weiht. Auf­trag­ge­ber war die Kame­rad­schaft der 6. Pan­zer­di­vi­si­on, die Kos­ten in Höhe von 9.280 DM über­nahm die Stadt Wup­per­tal. Hoep­ner dien­te vom 12. Okto­ber 1937 bis Dezem­ber 1938 in Wup­per­tal als Kom­man­deur der 1.leichten Divi­si­on, der spä­te­ren 6. Pan­zer­di­v­si­on, sein Stabs­quar­tier befand sich in der Vil­la Wal­des­ruh am Bol­ten­berg. Er selbst wohn­te er im Haus Adolf-Vor­werk-Stra­ße 29, wo 1990 eine wei­te­re Gedenk­ta­fel ange­bracht wur­de. In der Bun­des­re­pu­blik wur­de er vor allem wegen sei­ner Betei­li­gung am Wider­stand des 20. Juli 1944 geehrt. Im zwei­ten Halb­jahr 1938 war Claus Graf Schenk von Stauf­fen­berg, die zen­tra­le Figur des mili­tä­ri­schen Wider­stands, sein Ver­sor­gungs­of­fi­zier. Für ihn wur­de 1984 ein Gedenk­stein von der CDU Wup­per­tal gestif­tet.



Das vom Bild­hau­er Albert Maz­zot­ti geschaf­fe­ne Denk­mal besteht aus einer zwei Meter hohen und 90cm brei­ten Plat­te aus Ibben­bü­re­ner Sand­stein, die sich nach oben hin ver­jüngt, sodass dort die Brei­te nur noch 80cm beträgt. Die Tie­fe beträgt 30cm. An ihr befin­det sich eine 90x60cm gro­ße Bron­ze­plat­te mit einem Reli­ef­bild­nis Hoep­ners sowie dar­un­ter die Inschrift in Bron­ze­buchtsta­ben:1

Gene­ral­oberst
Hoep­ner
*14.9.1886 + 8.8.1944”

Spä­ter, Urhe­ber und Zeit­punkt konn­ten bis­lang nicht recher­chiert wer­den, wur­de zwi­schen Reli­ef und Inschrift eine Bron­ze­ta­fel ange­bracht, die die­se ergänzt. Ihr Text lau­tet:


Die Zusatz­ta­fel unbe­kann­ten Datums.

 “Gene­ral­oberst
Erich Hoep­ner

Gebo­ren am 14. Sep­tem­ber 1886 in Frankfurt/Oder
1937 stell­te er die 1.Leichte, spä­te­re 6.
Pan­zer­di­vi­si­on in Wup­per­tal auf. Am 8.Januar
1942 wur­de er wegen Befehls­ver­wei­ge­rung
aus der Wehr­macht aus­ge­stos­sen.
Er schloss sich dem Wider­stand gegen
Hit­ler an, und wur­de am 8. August 1944 in
Plöt­zen­see hin­ge­rich­tet.”

Das Denk­mal ver­schweigt die Rol­le Hoep­ners beim Ver­nich­tungs­feld­zug der Wehr­macht in Russ­land. Am 2. Mai 1941 erklär­te er in sei­ner „Auf­marsch- und Kampf­an­wei­sung” für den Über­fall auf die Sowjet­uni­on:


“Der Krieg gegen Ruß­land ist ein wesent­li­cher Abschnitt im Daseins­kampf des deut­schen Vol­kes. Es ist der Kampf der Ger­ma­nen gegen das Sla­wen­tum, die Abwehr des jüdi­schen Bol­sche­wis­mus.
Die­ser Kampf muß die Zer­trüm­me­rung des heu­ti­gen Ruß­land zum Zie­le haben und des­halb mit uner­hör­ter Här­te geführt wer­den. Jede Kampf­hand­lung muß in Anla­ge und Durch­füh­rung von dem eiser­nen Wil­len zur erbar­mungs­lo­sen, völ­li­gen Ver­nich­tung des Fein­des gelei­tet sein. Ins­be­son­de­re gibt es kei­ne Scho­nung für die Trä­ger des heu­ti­gen rus­sisch-bol­sche­wis­ti­schen Sys­tems.“2

Hoep­ner ging im sel­ben Jahr sogar noch über den sog. Kom­mis­sar­be­fehl hin­aus und ord­ne­te neben den Erschie­ßun­gen der poli­ti­schen Kom­mis­sa­re der Roten Armee die “glei­che Behand­lung von Zivil­kom­mis­sa­ren” an. Hoep­ner befahl somit nichts ande­res als tau­send­fa­che Kriegs­ver­bre­chen.3 Der Aus­stoß aus der Wehr­macht ging auf die Ent­schei­dung Hoep­ners zurück, im Janu­ar 1942 einem aus­drück­li­chen Füh­rer­be­fehl Hit­lers zu igno­rie­ren und sei­ner 4. Pan­zer­ar­mee den ret­ten­den Rück­zug auf vor­be­rei­te­te Stel­len zu befeh­len.4

Nach dem die Bun­des­wehr 1993 die Kaser­ne auf­gab, ging ihr Name auf die Dieden­ho­fen-Kaser­ne an der Park­stra­ße über, die wie­der­um 2004 auf­ge­ge­ben wur­de. Heu­te steht das Denk­mal zusam­men mit den ande­ren Bun­des­wehr-Denk­mä­lern  in der ehe­ma­li­gen Sagan-Kaser­ne, die als Tech­no­lo­gie­zen­trum W-Tec eine neue Nut­zung erfah­ren hat. Die ehe­ma­li­ge Gene­ral­oberst-Hoep­ner-Kaser­ne beher­bergt heu­te den Cam­pus Freu­den­berg der Uni­ver­si­tät.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Döppersberger Brunnen (1968)

Der Döp­pers­ber­ger Brun­nen von 1968, im Volks­mund auch Het­zelt-Dusche genannt.

Am 13. April 1968, dem Oster­sams­tag die­ses Jah­res, weih­te der Wup­per­ta­ler Bau­de­zer­nent Prof. Fried­rich Het­zelt den Döp­pers­ber­ger Brun­nen an der Ecke Hofaue und Alte Frei­heit ein, den er feder­füh­rend geplant hat­te. 150.000 DM kos­te­te der am 17. Juli 1967 vom Rat der Stadt beschlos­se­ne Brun­nen. Er bestand aus einem drei­stu­fi­gen Was­ser­be­cken. Das gro­ße Becken ver­füg­te über acht Fon­tä­nen, zudem besaß der Brun­nen 20 Unter­was­ser­gei­ser. Im Dun­keln wur­den die Was­ser­spie­le ange­strahlt. Die Aus­sen­ver­klei­dung bestand aus Tes­si­ner-Gra­nit, die Innen­ver­klei­dung aus geschlif­fe­nen Gani­ten. Der hel­le Mosa­ik­bo­den der Becken war aus spaltrau­hen Quar­zi­ten aus den Dolo­mi­ten.


Der Brun­nen von oben.

Als der Brun­nen in den 1980er Jah­ren zu einem belieb­ten Treff­punkt von Woh­nungs­lo­sen und der Dro­gen­sze­ne wur­de, ver­schmutz­te er zuse­hens und man ent­schied sich ihn zu ent­fer­nen, was im Som­mer 1988 aus­ge­führt wur­de. Er wur­de durch den neu­en Döp­pers­ber­ger Brun­nen ersetzt, wel­cher frei­lich beim Bau der City-Arca­den ent­fernt und ersetzt wur­de — durch einen Brun­nen der heu­te defekt und außer Funk­ti­on ist.1


Rai­ner Wermke / CC-BY-SA-3.0 (via Wiki­me­dia Com­mons)

Figuren-Relief: Menschen in der Stadt

Wil­ly Dirx Reli­ef zum The­ma “Men­schen in der Stadt” im Fuß­gän­ger­tun­nel am Alten Markt. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.8.1

Im Juni 1966 wur­de im süd­li­chen Fuß­gän­ger­tun­nel der Kreu­zung am Alten Markt das Figu­ren-Reli­ef des Wup­per­ta­ler Bild­hau­ers Wil­ly Dirx ange­bracht. Der Künst­ler schuf es zum The­ma “Men­schen in der Stadt” und die Kul­tur­kom­mis­si­on hat­te sich im Febru­ar 1965 für das Kunst­werk ent­schie­den. Hier­bei han­delt es sich um “Kunst am Bau” im Rah­men der auto­ge­rech­ten Umge­stal­tung der Kreu­zung. Das Reli­ef misst sie­ben Meter in der Brei­te, 2,40 Meter in der Höhe und wur­de aus Alu­mi­ni­um gefer­tigt. Als Ergän­zung wur­den zwei eben­falls aus Alu­mi­ni­um gegos­se­ne Stadt­plä­ne ange­fügt, die den Alten Markt 1939 und 1965 zei­gen. Sie wur­den im Juni 1967 ange­bracht.


Das Haupt­kunst­werk besteht aus 18 Alu­mi­ni­um­güs­sen, die in der Gie­ße­rei von Rudolf West­kott im Sand­guß­ver­fah­ren gefer­tigt wur­den, nach­dem der Bild­hau­er Ernst Kreetz, der mit Dirx befreun­det war, in Duis­burg 18 nega­ti­ve Hohl­for­men aus Gips erstellt hat­te. Zuvor hat­te Wil­ly Dirx das Reli­ef in Ton model­liert. Am Ende des Ver­fah­rens hat­te das Reli­ef 8 Tei­le, die im Febru­ar 1966 im Haus der Jugend der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt wur­den.1


Der lee­re Platz des Reli­efs im Febru­ar 2012.

1997 befand sich das Reli­ef wie­der im Haus der Jugend und war inzwi­schen restau­riert wor­den. Dafür gesorgt hat­ten Schü­le­rIn­nen der Gesamt­schu­le Bar­men, die im Rah­men eines Schul­pro­jekts 19962 Im Dezem­ber 1997 stimm­te die Bezirks­ver­tre­tung Bar­men dem Vor­ha­ben mit den Stim­men der Grü­nen und der SPD zu, die CDU lehn­te es ab, da man die 5. Gesamt­schu­le nicht mit noch mehr Pracht im Ver­gleich zu ande­ren Schu­len (und sicher auch Schul­for­men) aus­stat­ten wol­le. Statt­des­sen schlug man vor, das Reli­ef im Ein­gangs­be­reich des Haus der Jugend anzu­brin­gen.3


Wil­ly Dirx Reli­ef gegen­über der Men­sa in der Bar­mer Gesamt­schu­le.

Was aus den Stadt­plä­nen wur­de, ist unklar. Ein Bild fin­det sich bei RMK, S. 412.


Posi­ti­on des Kunst­werks am Alten Markt


Posi­ti­on des Kunst­werks in der Gesamt­schu­le Bar­men


Freiplastik Delfoss

Del­foss, 2011.

Am 3. Juni 1966 wur­de am Has­pel eine Mar­mor­plas­tik namens Del­foss ent­hüllt. Sie wur­de bereits 1963 von dem Ber­li­ner Bild­hau­er Prof. Karl Har­tung geschaf­fen und war 1964 auf der Docu­men­ta III in Kas­sel aus­ge­stellt. Sie wur­de von der Fir­ma Zeid­ler & Wim­mel aus Kirch­heim bei Würz­burg aus einem 3 x 1,5m hohen Mar­mor­block nach einem Modell des Bild­hau­ers her­aus­ge­ar­bei­tet. Der acht Ton­nen schwe­re Mono­lith ruht auf einem Sockel mit dem Maßen 1,20m x 1,20m und stand in einem Was­ser­be­cken aus zwei sich über­schnei­den­den Recht­ecken, wor­in sich die Plas­tik spie­gel­te. Eine Umwälz­pum­pe brach­te das Was­ser vom unte­ren ins obe­re Becken zurück.1 Im Rah­men der Regio­na­le 2006 wur­de der Bereich zwi­schen Berufs­schu­le Stadt­ar­chiv und Uni­ver­si­tät umge­stal­tet, die Was­ser­be­cken wur­den ent­fernt.


Als die Plas­tik in ihrem Was­ser­be­cken ein­ge­weiht wur­de, erklär­te der Bei­ge­ord­ne­te Prof. Het­zelt, dass sie ein Sym­bol für die Bün­de­lung und das “har­mo­ni­sche[..] Zusam­men­fas­sen der Kräf­te aus den noch immer leben­di­gen Gegen­sät­zen der alten Stadt­for­men” sei. Die Plas­tik sym­bo­li­sie­re auch die gleich­lau­ten­de Ten­denz der Hin­wen­dung an die Jugend durch die sie umge­ben­den Bau­ten. Die Gesamt­kos­ten betru­gen 65.000 — 70.000 DM, die Kunst­kom­mis­si­on der Stadt Wup­per­tal hat­te der Ver­ga­be des Auf­trags im  Janu­ar 1963 ein­stim­mig zuge­stimmt.2


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Berliner Bär

Das Ber­li­ner Wap­pen­tier, der Bär, ziert den Gedenk­stein auf dem Ber­li­ner Platz.

Am 30. April 1971 wur­de um 15 Uhr auf dem Ber­li­ner Platz in Ober­bar­men der Ber­li­ner Bär vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Fritz Ber­nuth ein­ge­weiht. Der “Ber­lin-Gedenk­stein” besteht aus hell­grau­em Gra­nit, ist 3,5 Meter hoch und 2,5 Ton­nen schwer. Zur Ein­wei­hung war eine Ber­li­ner Dele­ga­ti­on zu Gast, der Ber­li­ner Bezirks­bür­ger­meis­ter des Paten­stadt­teils Schö­ne­berg, Hans Kett­ler, nahm die Ein­wei­hung vor. Die Wup­per­ta­ler CDU war die­sem Akt fern­ge­blie­be­nen, das sie vier Tage zuvor in einer Abstim­mung über den Abriss das Mahn­mals zur Ber­li­ner Mau­er im Rat­haus unter­le­gen hat­te.

In sei­ner Ein­wei­hungs­re­de erklär­te Ober­bür­ger­meis­ter Gott­fried Gur­land, dass der Ber­li­ner Bär zwar eine künst­le­ri­sche Berei­che­rung des Plat­zes dar­stel­le, die­se aber hin­ter der poli­ti­schen Bedeu­tung zurück­tre­te, näm­lich der Tei­lung Ber­lins. Die Ber­li­ner wüss­ten bes­ser, was die Tei­lung bedeu­te und sie woll­ten kein Pathos, womit er Bezug zur Debat­te im Wup­per­ta­ler Rat­haus nahm.1

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Mahnmal Berliner Mauer

Ent­nom­men aus: Gene­ral-Anzei­ger der Stadt Wup­per­tal, vom 19. Juni 1962.

Wäh­rend einer Kund­ge­bung am 17. Juni 1962 (bis 1990 war der 17. Juni der Tag der deut­schen Ein­heit) wur­de vor der Stadt­hal­le in Elber­feld pro­vi­so­risch eine Mau­er errich­tet, die am 18. Juni 1962 im Foy­er des Bar­mer Rat­hau­ses einen fes­ten Platz fand. Die vier Meter lan­ge Mau­er mit der gemal­ten Auf­schrift “13. August 1961” erin­ner­te an die Errich­tung der Ber­li­ner Mau­er an jenem Datum durch die DDR. Als Mahn­mal und Sym­bol der deut­schen Tei­lung stand sie, durch­aus umstrit­ten, für neun Jah­re im Bar­mer Rat­haus. Die einen sahen in ihr eine Ver­nied­li­chung der Ber­li­ner Mau­er, die ande­ren ein Mahn­mal gegen Unmensch­lich­keit und die Spal­tung Deutsch­lands. Anfäng­li­che Plä­ne, die Mau­er an der “Ber­li­ner Allee” (heu­te nur Ber­li­ner Stra­ße) auf­zu­stel­len, wur­den nicht ver­wirk­licht.

Am 30. April 1971 wur­de auf dem Ber­li­ner Platz in Ober­bar­men der Ber­li­ner Bär ein­ge­weiht, gewis­ser­ma­ßen als neu­es Zei­chen der Ein­heit Deutsch­lands und der Soli­da­ri­tät der Wup­per­ta­ler mit den (West-)Berlinern. Am 26. April ent­schied bereits der Rat der Stadt Wup­per­tal mit den Stim­men von SPD und FDP gegen die CDU (29:23) den Abriss der Mau­er im Rat­haus. Die Wup­per­ta­ler CDU blieb dar­auf­hin der Ein­wei­hung des Ber­li­ner Bärs am 30.April 1971 um 15 Uhr fern. Zwei Stun­den spä­ter war im Bar­mer Rat­haus Dienst­schluss und die Ber­li­ner Mau­er wur­de zer­stört. Bis das Ori­gi­nal das glei­che Schick­sal ereil­te, soll­ten noch 18 Jah­re ver­ge­hen.1

Posi­ti­on des Denk­mals bei der Kar­te


Marienfigur an der Kirche St. Marien

In den Jah­ren 1965 oder 1966 wur­de eine Mari­en­fi­gur aus wei­ßem Kunst­stein an der Nord­west­ecke der Kir­che St. Mari­en auf­ge­stellt. Sie ersetz­te dort eine Madon­nen-Figur aus Sand­stein, der die Wit­te­rung stark zuge­setzt hat­te, nach dem sie ursprüng­lich in der Kir­che gestan­den hat­te. Die Figur ist eine Nach­bil­dung der “Jung­frau der Armen von Ban­neux N.D.”, die von Madame Ron­ca­ra­ti aus Lüt­tich geschaf­fen wor­den sein soll. Sie erin­nert an die Mari­en­er­schei­nung in Ban­neux bei Lüt­tich, die 1933 eine Bewoh­ne­rin des Ortes erlebt haben soll. Seit 1949 ist der Ort als Wall­fahrts­ort aner­kannt.


Mari­en­fi­gur an der Nord­west-Ecke von St. Mari­en.

St. Mari­en wur­de 1886 an der heu­ti­gen Wort­mann­stra­ße Ecke Hardt­stra­ße von den Archi­tek­ten Tüs­haus & v. Abbe­ma aus Düs­sel­dorf errich­tet. Beim Luft­an­griff auf Elber­feld in der Johan­nis­nacht 1943 wur­de sie zer­stört und von April 1947 bis Juli 1949 wie­der­auf­ge­baut. Ihr Name stammt von einem der Altä­re in der ers­ten katho­li­schen Kir­che Elber­felds, die einst an der Stel­le der heu­ti­gen City-Kir­che am Kirch­platz stand. Das Gelän­de an der Wort­mann­stra­ße kauf­te Wil­helm aus der Stein­beck, der Kaplan des Mari­en­al­tars und ver­mach­te es in sei­nem Tes­ta­ment 1528 der St. Mari­en Vika­rie.1

Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te