Freiplastik “Schwingen”

Die “Schwin­gen” von Fritz Ber­nuth

Am 11. Febru­ar 1976 wur­de an der Georg-Abe­ler-Trep­pe am Hof­kamp die Frei­plas­tik “Schwin­gen” des Wup­per­ta­ler Bild­hau­ers Fritz Ber­nuth auf­ge­stellt. Den Sockel dazu hat­te der Stein­metz Man­fred Stöl­zel gefer­tigt. Den Guß der Plas­tik erle­dig­te die Kunst­gie­ße­rei Loti­to & Pol­zo­ni aus Köln. Der am Ende aus­ge­führ­te Ent­wurf war einer von vie­ren, die Ber­nuth der städ­ti­schen Kunst­kom­mis­si­on und der Grün­flä­chen­kom­mis­si­on vor­ge­stellt hat­te. Eine klei­ne­re Ver­si­on der “Schwin­gen” hat­te 1967 beim Wett­be­werb der künst­le­ri­schen Gestal­tung des Natur­wis­sen­schaft­li­chen Gym­na­si­ums in Rem­scheid den zwei­ten Platz erreicht und war nicht rea­li­siert wor­den. (Ein ers­ter Platz wur­de nicht ver­ge­ben). Das nun ver­wirk­lich­te Modell wur­de um zwei zusätz­li­che Schwin­gen erwei­tert und soll den Betrach­ter beim beschwer­li­chen Auf­stieg zur Hardt beflü­geln. Es war die letz­te Arbeit Ber­nuths, er ver­starb im Mai 1979.

Im August 1990 wur­den Ris­se an der Skulp­tur bemerkt und die­se dar­auf­hin restau­riert.1

Lichtsäule auf dem Kerstenplatz

Licht­säu­le auf dem Kers­ten­platz

Im Herbst 1975 wur­de der Kers­ten­platz in der Elber­fel­der Innen­stadt für 580.000 DM umge­baut. Am 8. Novem­ber 1975 fei­er­te man dies mit einem Volks­fest bei dem Ober­bür­ger­meis­ter Gur­land den Betei­lig­ten und Geschäfts­in­ha­bern für die Zusam­men­ar­beit dank­te. Eber­hard Schmidt-Sas­se, Vor­sit­zen­der der Wer­be­ge­mein­schaft Wup­per­tal, stell­te die 20.000 DM teu­re Licht­säu­le vor, die im Zen­trum des klei­nen Plat­zes auf­ge­stellt wor­den war. Geschaf­fen wur­de sie vom Licht­pla­ner Johan­nes Din­ne­bier, her­ge­stellt von einer fran­zö­si­schen Fir­ma. Sie besteht aus drei kon­ka­ven Edstahl­scha­len, die zu ein zwölf Meter hohen Säu­le zusam­men­ge­setzt sind. Am obe­ren Ende sor­gen drei Schein­wer­fer dafür, dass die gesam­te Säu­le durch Reflek­ti­on zur Licht­säu­le wird.1


Typisch Wup­per­tal. Strah­lend blau­er Him­mel.

Heu­te sieht die Säu­le im unte­ren Bereich eher aus wie eine Lit­fass­säu­le.


Brunnensäulen im Deweerthschen Garten

Die Brun­nen­säu­len im Deweerth­schen Gar­ten

Am 11. Sep­tem­ber 1974 wur­den im Deweerth­schen Gar­ten die fünf Brun­nen­säu­len des Unna­er Bild­hau­ers Car­lernst Kür­ten von Ober­bür­ger­meis­ter Gur­land ein­ge­weiht. Das Was­ser rinnt von den 4,50 m hohen Brun­nen­säu­len hin­ab in eine gepflas­ter­te Mul­de, sodass die Anla­ge begeh­bar ist.  Die Säu­len bestehen aus Edel­stahl und besit­zen an den Sei­ten lam­mel­len­ar­ti­ge Ein­schnit­te. 40 Kubik­me­ter Was­ser wer­den  pro Stun­de in Umlauf gebracht und erfreu­en so vor allem die Kin­der in dem klei­nen Park.1


Detail­auf­nah­me

Windspiel vor dem ehemaligen Hallenbad Vohwinkel

Das Wind­spiel

Wie in den 1970er Jah­ren üblich wur­den öffent­li­che Bau­ten mit “Kunst am Bau” aus­ge­stat­tet und so stan­den für das im Juni die­sen Jah­res abge­ris­se­ne Hal­len­bad in Voh­win­kel 35.000 DM zur Ver­fü­gung. Die städ­ti­sche Kunst­kom­mis­si­on ent­schied sich im Som­mer 1973 — das Bad selbst war schon am 30. Sep­tem­ber 1972 eröff­net wor­den — für den Ent­wurf des Ber­li­ner Bild­hau­ers Hein Sin­ken. Die­ser schuf ein Wind­spiel, das am 17. Janu­ar 1974 mon­tiert wur­de. Es besteht aus einem Beton­so­ckel, auf dem eine qua­dra­ti­sche Metall­kon­struk­ti­on mit einer Kan­ten­län­ge von 125 x 125 x 125 cm mon­tiert ist. Die­se wie­der­um trägt in fünf Ebe­nen dreh­ba­re Stä­be mit Edel­stahl­hau­ben, sodass sie wie über­di­men­sio­nier­te Löf­fel aus­se­hen. Die Ele­men­te sind so aus­ba­lan­ciert, dass es zu kei­ner Kol­li­si­on kommt, wenn der Wind die unter­schied­lich gro­ßen “Löf­fel” dreht.1


Im Gegen­satz zum Hal­len­bad steht das Wind­spiel noch an sei­nem Platz.

Update vom 27. März 2015:
Wie die Wup­per­ta­ler Rund­schau berich­tet, war das Wind­spiel zwi­schen­zeit­lich ent­fernt wor­den und wur­de nun wie­der auf­ge­stellt, nun­mehr vor der neu­en städ­ti­schen Kin­der­ta­ges­stät­te.2

Freiplastik “Start”

Start von Prof. Bea­te Schiff

Im Mai 1973 wur­de vor dem Haupt­ein­gang der Abtei­lung Maschi­nen­bau­we­sen (Zufahrt Fuhl­rott­stra­ße) an der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät die Frei­plas­tik der Düs­sel­dor­fer Künst­le­rin Prof. Bea­te Schiff auf­ge­stellt. In Auf­trag gege­ben wur­de sie vom Staats­hoch­bau­amt Wup­per­tal. Die Frei­plas­tik besteht aus Alu­mi­ni­um und besitzt einen sil­ber­nen Über­zug aus Acryl­harz­lack. Sie stellt orga­ni­sche Bewe­gun­gen dar und win­det sich zur Sei­te1, womit sie Auf­bruch und Auf­stieg sym­bo­li­sie­ren soll. 1998 wur­de sie auf­grund von Ris­sen abge­baut (laut Mey­er-Kahr­weg nutz­ten die Stu­den­ten sie ger­ne als Lie­ge­stuhl), 2009 mit Hil­fe einer 25.000 Euro Spen­de der Spar­kas­se restau­riert und nahe des Haupt­ein­gangs auf­ge­stellt.2


Pla­ket­te von 2009

Zweiteilige Plastik vor der Bau-Berufsgenossenschaft

Die Plas­tik

Am 11. Janu­ar 1973 wur­de vor dem Neu­bau der Bau-Berufs­ge­nos­sen­schaft an der Vik­to­ria­str. 21 einezwei­tei­li­ge Plas­tik des Kre­fel­der Künst­lers Pro­fes­sor Hans-Joa­chim Albrecht ein­ge­weiht. Die bei­den sechs Meter hohen Alu­mi­ni­um- Guß­säu­len dien­ten dem Neu­bau, an dem bis 1966 das impo­san­te Gebäu­de der Ver­ei­nig­ten Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft stand, als “opti­schen Kon­tra­punkt” und wur­den vom Gene­ral-Anzei­ger als “eine der aus­ge­reif­tes­ten Frei­plas­ti­ken” bezeich­net. Sie sind auf qua­dra­ti­schem Grund­riß auf­ge­baut und bestehen aus unre­gel­mä­ßig gro­ßen Teil­stü­cken mit sanf­ten geschwun­ge­nen Ein­ker­bun­gen.1

Wasserspiele auf dem Von der Heydt-Platz

Der Brun­nen

Am 24. Sep­tem­ber 1971 weih­te man auf dem umge­bau­ten Von der Heydt-Platz in der Elber­fel­der Fuß­gän­ger­zo­ne die­se Was­ser­spie­le ein. Die­se bestehen aus zwei im rech­ten Win­kel ver­setzt über­ein­an­der lie­gen­den Becken inner­halb einer “mul­den­ar­ti­gen Ver­weil­zo­ne”. Im obe­ren 6 x 6m gro­ßen Becken sor­gen Fon­tä­nen für Spaß vor allem bei den klei­nen Wup­per­ta­lern, ein Über­lauf sorgt dafür, dass das Was­ser auch in das unte­re Becken gelangt.1

Brunnen der Deutschen Bank

Der Brun­nen

Am 5. August 1971 wur­de vor dem Ein­gang der umge­bau­ten Deut­schen Bank-Filia­le an der Stre­se­mann­stra­ße in Bar­men ein Brun­nen in einem Kies­bett ein­ge­weiht. Geschaf­fen hat ihn der in Elber­feld gebo­re­ne und in Düs­sel­dorf leben­de Bild­hau­er Karl-Heinz Klein. Mit sei­ner 3,50 Meter hohen und 25 Zent­ner schwe­ren Skulp­tur aus Neu­sil­ber hat­te er den Wett­be­werb der Bank gewon­nen. In der Kunst­gie­ße­rei Schmä­ke in Düs­sel­dorf wur­de sie gegos­sen und erin­nert an eine tro­pi­sche Pflan­ze, bei der Was­ser von den obers­ten Blät­tern auf die dar­un­ter lie­gen­den fließt. Der Brun­nen dient auch als Gegen­pol zu dem sehr nüch­ter­nen Zweck­bau der Deut­schen Bank. Heu­te funk­tio­niert er nicht mehr.1


 

Fuchsbrunnen der Wäscherei Voss

1970 ent­warf und fer­tig­te der Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Hell­muth Grüt­te­fi­en für die Groß­wä­sche­rei Voss den Fuchs­brun­nen, der vor dem Fir­men­ge­bäu­de an der Rhein­str. 54/56 auf­ge­stellt wur­de. Der Brun­nen besteht aus einer fla­chen Beton­scha­le auf schma­lem Fuß, des­sen Rand mit blau­grau­en Kera­mik-Riem­chen besetzt ist. Die Scha­le ist mit Rhein­kie­seln gefüllt. In der Mit­te erhebt sich eine Brun­nen­säu­le, die ein rund­um Fuchs­re­li­ef zeigt, dass als Stein­zeug­brand mit Zink-Kobalt-Gla­sur aus­ge­führt wur­de. Aus zwei kup­fer­nen Was­ser­spei­ern fließt das Was­ser in die Scha­le.1


Der Fuchs­brun­nen Anfang 2012 an der Gas­stra­ße in Rons­dorf.

In der Nacht auf den 11. Okto­ber 2007 wur­de das Wäsche­rei­ge­bäu­de Opfer von Brand­stif­tung und brann­te zu gro­ßen Tei­len aus.2 Im Som­mer 2008 bezog die Wäsche­rei ein neu­es Domi­zil an der Gas­stra­ße in Rons­dorf, wohin der Brun­nen umge­setzt wur­de.3


Posi­ti­on des Brun­nens an der Rhein­str.


Posi­ti­on des Brun­nens an der Gas­str.