Langerfelder Kugelbrunnen

Ende Okto­ber war der Brun­nen bereits abge­stellt.

Im Mai 1989 wur­de die Schwel­mer Stra­ße zwi­schen Koh­len­stra­ße und Am Tim­pen umge­baut (ver­mut­lich auf­grund der Auf­ga­be des Stra­ßen­bahn­ver­kehrs 1987). Da nun mehr Platz vor­han­den war, ent­schied man sich vor dem Ver­wal­tungs­haus an der Schwel­mer Stra­ße 13/15 einen klei­nen Brun­nen und Sitz­mau­ern ein­zu­rich­ten. Der Brun­nen besteht aus zwei hand­ge­stock­ten Lava­be­ton-Halb­ku­geln, aus einer zen­tra­len Boh­rung fließt das Was­ser um die Kugeln her­um. Die Kos­ten betru­gen nur 2.500 DM, da der Brun­nen aus einer Seri­en­an­fer­ti­gung des Beton­stein­werks Met­ten aus Over­ath stammt.1 Im Volks­mund erhielt er den Namen Trau­er­kloß.2

Hans-Knappertsbusch-Gedenktafel

Zum hun­derts­ten Geburts­tag von Hans Knap­perts­busch wur­de am 12. März 1988 an sei­nem Geburts­haus an der Funck-Stra­ße 55 (frü­her Rhei­ni­sche Stra­ße) von Bür­ger­meis­ter Kurt Drees und Ober­stadt­di­rek­tor Bodo Rich­ter eine Gedenk­ta­fel ein­ge­weiht. Mit­glie­der der Fami­lie und alte Freun­de von Hans Knap­perts­busch waren eben­falls ange­reist. Die von der Glo­cken- und Kunst­gie­ße­rei Petit & Gebr. Edel­b­rock in Gescher/Westfalen im Auf­trag der Stadt Wup­per­tal her­ge­stell­te Bron­ze­ta­fel ver­kün­det seit­dem:



Geburts­haus von Hans Knap­perts­busch
Geb. 12.3.1888 in Elber­feld, Gest. 25.10.1965, in Mün­chen
Berühm­ter Diri­gent, der als Wag­ner­in­ter­pret
Welt­ruf erlang­te”


Hans Knap­perts­busch wuchs im elter­li­chen Haus in der Katern­ber­ger Stra­ße 134 auf, er war das zwei­te Kind des Elber­fel­der Fabri­kan­ten Gus­tav Knap­perts­busch, der Am Schaffstall eine Schnaps­bren­ne­rei besaß. Nach inner­fa­mi­liä­ren Wider­stän­den konn­te der Sohn nach sei­nem Abitur am Real­gym­na­si­um Aue 1909 Schü­ler des Köl­ner Kon­ser­va­to­ri­ums und Stu­dent der Musik­ge­schich­te an der Uni­ver­si­tät Bonn wer­den. Bereits 1909 und 1912 assis­tier­te er Sieg­fried Wag­ner und Hans Rich­ter in Bay­reuth und begann sich mit Richard Wag­ners Musik aus­ein­an­der­zu­set­zen. Ab Sep­tem­ber 1913 war Knap­perst­busch unbe­sol­de­ter Diri­gent am Elber­fel­der Stadt­thea­ter, wäh­rend der Ver­tre­tung des erkrank­ten haupt­amt­li­chen Diri­gen­ten am 11. Janu­ar 1914 gelang ihm der Durch­bruch bei einer Par­si­fal-Auf­füh­rung und er erhielt eine fes­te Anstel­lung. 1918 wur­de er 1. Kapell­meis­ter in Leip­zig, von 1920–1922 war er Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor in Des­sau und ab 1922 arbei­te­te er in Mün­chen. 1936 wur­de er, dem eine ker­ni­ge und direk­te Spra­che nach­ge­sagt wur­de, von den Natio­nal­so­zia­lis­ten in den Ruhe­stand ver­setzt, wor­auf­hin er nach Wien zur Staats­oper ging. Nach dem 2. Welt­krieg arbei­te­te er bis zum sei­nem Tod 1965 am Fest­spiel­haus in Bay­reuth und brach­te 1951 mit Par­si­fal die ers­te Auf­füh­rung dort wie­der auf die Büh­ne.1

Bronzeplastik 4/1962 “Siegespose”

Links guckt die Skulp­tur aus dem Gebüsch.

Im Herbst 1987 stimm­te der Wup­per­ta­ler Kul­tur­aus­schuss einem Beschluss des Bau­aus­schus­ses zu, der vor­sah, dass der Bild­hau­er Prof. Gui­do Jen­dritz­ko ohne Wett­be­werb für 40.000 DM eine Bron­ze­plas­tik anfer­ti­gen soll­te, die vor der Sport­hal­le am Gym­na­si­um Kothen auf­ge­stellt wer­den soll­te. Jen­dritz­ko wähl­te die 1962 ent­stan­de­ne Plas­tik “4/1962”. Sie zeigt eine ste­hen­de weib­li­che Figur, die ihre Arme in die Höhe reckt, wes­we­gen Mey­er-Kahr­weg von einer “Sie­ges­po­se” spricht. Die Bron­ze­plas­tik wur­de 1988 auf­ge­stellt und misst zwei Meter in der Höhe, ist aber heu­te nahe­zu voll­kom­men zuge­wach­sen.1


Blick auf die Skulp­tur

Brunnen “Schöpfen und Schützen”

Auf dem Wich­ling­hau­ser Markt

1987 wur­de der Wich­ling­hau­ser Markt­platz umge­stal­tet und am 4. Sep­tem­ber 1987 von Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Kraus ein­ge­weiht. Im Zen­trum steht seit­dem der vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Hans-Jür­gen Hiby geschaf­fe­ne Brun­nen namens “Schöp­fen und Schüt­zen”. Er ist aus wei­ßem Mar­mor und hat ein Gewicht von vier­ein­halb Ton­nen. Er stellt zwei stei­ner­ne Hän­de da, die zugleich Was­ser schöp­fen, aber auch schüt­zen kön­nen. Er war der Sie­ger eines vor­aus­ge­gan­ge­nen beschränk­ten Wett­be­werbs, an dem neben Hiby auch Ulle und Her­bert Hees sowie Ernst Gerd Jent­gens teil­ge­nom­men hat­ten. Gestif­tet wur­de der Brun­nen, wie die bei­ge­füg­te Bron­ze­ta­fel ver­rät, vom Wich­ling­hau­ser Möbel­kauf­mann Bernd Hell­wig, dem Land und der Stadt. Nach der Auf­stel­lung des Brun­nens gab es eini­ge ent­täusch­te Leser­brie­fe, deren Ver­fas­ser den Brun­nen grö­ßer erwar­tet hat­ten.1


Die Tafel am Brun­nen

Berliner Pumpe

Die Ber­li­ner Pum­pe auf dem Ber­li­ner Platz.

Am 21. Juni 1987 weih­ten der Wup­per­ta­ler Bür­ger­meis­ter Kurt Drees und der Ber­li­ner Bezirks­bür­ger­meis­ter von Schö­ne­berg, Rüdi­ger Jakesch, auf dem Ber­li­ner Platz sowohl das Namens­schild des so benann­ten Schö­ne­ber­ger Ufers, als auch die soge­nann­te Ber­li­ner Pum­pe ein. Ber­lin-Schö­ne­berg ist seit 1964 Part­ner­stadt von Wup­per­tal. Stif­ter waren die Spar­kas­sen Ber­lin und Wup­per­tal. Die “Ber­li­ner Pum­pe” war zum Zeit­punkt der Auf­stel­lung voll funk­ti­ons­fä­hig und schöpf­te trink­ba­res Was­ser aus 30 Metern Tie­fe, das dann in ein fla­ches Sand­stein­be­cken floß. Die Pum­pe ist ein 1978 ange­fer­tig­ter Nach­guss einer der ca. 2000 erhal­ten geblie­be­nen Lauch­ham­mer Pum­pen, die im Ber­li­ner Stadt­ge­biet seit 1894 das Was­ser schöp­fen und nach der Kunst­gie­ße­rei in Ober­schle­si­en benannt sind. Auch wenn kein Schild vor­han­den ist, so macht die Kenn­zeich­nung an der Pum­pe und der Ort des Gesche­hens deut­lich, dass die Pum­pe die Ver­bun­den­heit der Wup­per­ta­ler mit der damals geteil­ten deut­schen Haupt­stadt bezeu­gen soll.1





Friedenspfahl an der Alten Reformierten Kirche


Am Volks­trau­er­tag im Jah­re 1986, es war der 16. Novem­ber, wur­de an der Alten Refor­mier­ten Kir­che — heu­te eher als City-Kir­che bekannt — auf dem Kirch­platz ein Frie­dens­pfahl auf­ge­stellt. Ange­regt hat­te dies der Stu­dent Hiro­ki Taka­ha­shi, der den Kon­takt zwi­schen der Super­in­ten­den­tur und der Gesell­schaft “Gebet für den Welt­frie­den” (Socie­ty of Pray­er for World Peace) her­ge­stell­te hat­te. Die Frie­dens­pfäh­le sind Sym­bol der Gesell­schaft, die vom Japa­ner Masa­hi­sa Goi gegrün­det wur­de und sich als eine unab­hän­gig von Poli­tik und Reli­gi­on bestehen­de spi­ri­tu­el­le Frie­dens­be­we­gung bezeich­net. Der Frie­dens­pfahl ist vier­eckig, zwei Meter hoch und besteht aus Glas­fa­ser. In japa­ni­scher, eng­li­scher, rus­si­scher und deut­scher Spra­che ver­kün­det er schlicht:



Möge Frie­den auf Erden sein”

Hiro­ki Taka­shi ver­las bei der Ein­wei­hung in Stell­ver­tre­tung der Gesell­schaft eine Bot­schaft, in der die Bestim­mung des Pfahls genannt wur­de, näm­lich eine bestän­di­ge Mah­nung zum Frie­den zu sein.1



Ein wei­te­rer Frie­dens­pfahl steht an der Alten Fär­be­rei in Ober­bar­men.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Brunnen auf dem Beyenburger Kirchplatz

Brun­nen auf dem Bey­en­bur­ger Kirch­platz

1984 fei­er­te man in Bey­en­burg end­lich das lang ersehn­te Ende der Restau­rie­rungs­ar­bei­ten am Klos­ter­kom­plex, nach 27 Jah­ren. Ein letz­ter Schritt war die Neu­ge­stal­tung des Kirch­plat­zes und des­sen Fina­le war wie­der­um die Ein­wei­hung des Brun­nens am 3. Novem­ber 1984. In einer gepflas­te­ren Mul­de steht eine vier Meter hohe stei­ner­ne Sechs­kant­säu­le, die von einer Nach­bil­dung eines Kie­fern­zap­fen gekrönt wird. Drei bron­ze­ne Was­ser­spei­er, Stein­bö­cken nach­emp­fun­den, las­sen das Was­ser in die Mul­de plät­schern. Sie sind Nach­bil­dun­gen von Ori­gi­na­len, die frü­her Regen­was­ser am Klos­ter ablei­te­ten.1


Stein­bock­spei­er.

Hermann-Herberts-und-Hans-Rauhaus-Brunnen

Der Her­mann-Her­berts-und-Hans-Rau­haus-Brun­nen.

Am 15. Juni 1983 wur­de am städ­ti­schen Alten­heim am Ehren­mal in Cro­nene­berg ein klei­ner Brun­nen im Gar­ten­hof ein­ge­weiht. Er besteht aus einer 2,60 m brei­ten Kup­fer­schwin­ge, die auf einem schwar­zen Mar­mor­so­ckel ruht und einem Becken­rand aus polier­tem schwar­zem Mar­mor. Aus fei­nen Düsen zwi­schen Sockel und Kup­fer­schwin­ge wird das Was­ser in das Brun­nen inne­re gesprüht. Gestal­tet wur­de der Brun­nen von Wil­fried Recke­witz.

Mit die­sem Brun­nen ehr­te die Gemein­nüt­zi­ge Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Wup­per­tal (GWG) zwei lang­jäh­ri­ge Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de und enga­gier­te Kom­mu­nal­po­li­ti­ker, Her­mann-Her­berts, ehe­mals Ober­bür­ger­meis­ter und Hans Rau­haus, lang­jäh­ri­ger Bezirks­bür­ger­meis­ter von Cro­nen­berg. Auf dem Becken­rand ver­kün­det ein Bron­ze­schrift­band:1


Gewid­met Her­mann Her­berts, Ober­bür­ger­meis­ter-Ehren­bür­ger, Hans Rau­haus, Bür­ger­meis­ter-Bezirks­vor­ste­her, Auf­sichts­rä­te der GWG.”


Seit 1997 trägt die Cro­nen­fel­der Schu­le den Namen Her­mann Her­berts’ und ein Gedenk­stein steht vor dem Gebäu­de.

Leuchtobjekt Gletscherkugel

Die Glet­scher­ku­gel.

Im Mai 1983 wur­de an der Rons­dor­fer Stra­ße neben dem Haupt­sitz der Bar­me­nia-Ver­si­che­rung auf einem Pfei­ler die vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Her­mann Ueber­holz  aus Acryl gegos­se­ne “Glet­scher­ku­gel” auf­ge­stellt. Die beim Guß ent­stan­de­nen Ris­se und Unre­gel­mä­ßig­kei­ten sor­gen nicht nur wenn die Kugel beleuch­tet ist für inter­es­san­te Ein­bli­cke. Aller­dings bekam man Beden­ken inwie­fern die Wup­per­ta­ler Wit­te­rung der Kugel Scha­den zufü­gen könn­te und so wech­sel­te sie bald nach der Eröff­nung der Wich­ling­hau­ser Spar­kas­sen­fi­na­le dort­hin und nahm auf einem Stahl­rohr im Schal­ter­raum­platz, wo sie sich auch heu­te noch befin­det.1

Der Spielbrunnen

Der Spiel­brun­nen

Am 7. Mai 1983 wur­de von Ober­bür­ger­meis­ter Gott­fried Gur­land der Spiel­brun­nen auf der neu­ge­bau­ten Tiefgaragen/Terassenanlage an der Kasi­no­stra­ße ein­ge­weiht. Die­ser besteht aus einem Rohr, das an einer Ter­ras­sen­stirn­sei­te her­vor kommt und das Was­ser in einen klei­nen Bach­lauf spru­deln lässt, der sich an eini­gen Stei­nen vor­bei­schlän­gelt um dann in der Brun­nen­stu­be zu ver­si­ckern. An der “Quel­le” steht eine Plas­tik, die ein Kind dar­stellt, das auf einem der Stei­ne ste­hend in das Rohr schaut. Die 110 cm gro­ße Plas­tik aus Bron­ze wur­de von der bekann­ten Wup­per­ta­ler Bild­haue­rin Ulle Hees geschaf­fen. Das Geld für den Brun­nen stamm­te von Gün­ter Aus­ter­man, Geschäfts­füh­rer der Fir­ma Max Aus­ter­mann und “Kind” der Nord­stadt.1


Heu­te sind Brun­nen und Figur von Graf­fi­ti gezeich­net, da die Flä­che am Haus der Jugend offi­zi­ell dafür frei­ge­ge­be­ne ist.