Kaiserlinden für Alfred Howad und Emil Zátopek

Die Lin­den in den Rons­dor­fer Anla­gen am Mon­hofs­feld.

Am 18. März 2003 ehr­te der Freun­des­krei­ses Kosi­ce sei­nen lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den und jet­zi­gen Ehren­vor­sit­zen­den Alfred Howad zu des­sen 75. Geburts­tag mit der Pflan­zung von zwei Kai­ser­lin­den in den Rons­dor­fer Anla­gen, von denen eine ihm gewid­met ist und die ande­re Emil Zátop­kes Namen trägt. Emil Zát­o­pek war bis zu sei­nem Tode im Jahr 2000 ein Freund von Howad und hat­te 1988 groß­ten Anteil dar­an, dass der ers­te Freund­schafts­lauf — noch mit­ten im Kal­ten Krieg — von Wup­per­tal nach Kosi­ce durch­ge­führt wer­den konn­te.1


Klaus-Gün­ther Con­rads schrieb 2005 über ihn:

Alfred Howad und „sein“ Freun­des­kreis (Ehren­mit­glie­der: Bun­des­prä­si­dent Johan­nes Rau, slo­wa­ki­scher Staats­prä­si­dent Rudolf Schus­ter), den er 1980 mit aus der Tau­fe geho­ben hat und dem er von 1992 bis 2005 vor­saß, haben die­se ers­te deutsch-(tschecho-)slowakische Städ­te­ver­bin­dung in der Tat mit Leben erfüllt – durch attrak­ti­ve Bür­ger­rei­sen und zahl­rei­che Begeg­nun­gen der Men­schen in bei­den Städ­ten über die offi­zi­el­len Kon­tak­te von Rat­haus zu Rat­haus hin­aus. Her­aus­ra­gen­de Ereig­nis­se waren die bei­den Freund­schafts­läu­fe 1988, 1990 und 1998 nach Kosi­ce und umge­kehrt. Als bewähr­ter Chef des Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tees lie­fen damals die Fäden bei Alfred Howad zusam­men.”


Baum und Gedenk­ta­fel

1987 erhielt Howad das Bun­des­ver­dienst­kreuz, 1989 war er “Wup­per­ta­ler des Jah­res, und 2003 ver­lieh Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Hans Kre­men­dahl ihm im Wup­per­ta­ler Rat­haus im Namen des Brun­des­prä­si­den­ten das Ver­dienst­kreuz Ers­ter Klas­se des Ver­dienst­or­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land für die Ver­diens­te um die deutsch-slo­wa­ki­sche Völ­ker­ver­stän­di­gung.2
Emil Zát­o­pek wur­de durch den Gewinn vier olym­pi­sche Gold­me­dail­len in Lon­don 1948 und Hel­sin­ki 1952 berühmt und erhielt auf­grund sei­nes Lauf­stils den Bei­na­men “Die Loko­mo­ti­ve aus Prag”. Sei­ne Frau Dana gewann als Speer­wer­fe­rin eben­falls olym­pi­sches Gold. Er war Offi­zier der tsche­chi­schen Armee, wur­de aber wegen sei­nes Ein­sat­zes für Demo­kra­tie beim Pra­ger Früh­ling 1968  gezwun­gen in einem Uran­berg­werk und als Müll­mann zu arbei­ten und wur­de erst 1974 wie­der reha­bi­li­tiert.3


Die Inschrift für Emil Zat­o­pek

Kai­ser Lin­de
Gepflanzt für Emil Zat­o­pek
* 19.9.1922  + 21.11.2000
Welt­be­rühm­ter Lang­stre­cken­läu­fer aus Prag
vier­fa­cher Olym­pia­sie­ger 1948 und 1952
und ein beson­de­rer Freund Wup­per­tals”


Die Inschrift für Alfred Howard

Kai­ser Lin­de
Gepflanzt am 18. März 2003
Zum 75. Geburts­tag von Alfred Howad
Lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der des Wup­per­ta­ler Freun­des­krei­ses Kosi­ce
und ver­dienst­vol­ler För­de­rer für gut nach­bar­schaft­li­che Bezie­hun­gen
zu Deutsch­lands Nach­bar­staa­ten in Ost- und West­eu­ro­pa.”


Am 18. Janu­ar 2017 ver­starb Alfred Howad im Alter von 88 Jah­ren in Wup­per­tal. 4



Fußnoten:

  1. Aus­kunft Klaus Brausch, Freun­des­kreis Kosi­ce, vom 23.12.2014.
  2. Klaus-Gün­ther Kon­rads, Alle Gren­zen über­schrei­ten­de Freund­schaf­ten als Lebens­ziel, in: Rons­dor­fer Sonn­tags­blatt vom 22. März 1998, in der Ver­si­on vom 7. Sep­tem­ber 2005.
  3. Sei­te „Emil Zát­o­pek“. In: Wiki­pe­dia, Die freie Enzy­klo­pä­die. Bear­bei­tungs­stand: 8. Febru­ar 2015, 08:10 UTC. URLhttp://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Emil_Z%C3%A1topek&oldid=138605168 (Abge­ru­fen: 15. Febru­ar 2015, 15:39 UTC)
  4. Klaus-Gün­ther Con­rads, Ein ech­ter Völ­ker­ver­stän­di­ger, in: Wup­per­ta­ler Rund­schau online vom 9. Febru­ar 2017.