Die Beyenburger Kruzifixe

Das eine ist eines der bekann­tes­ten Moti­ve Bey­en­burgs, das ande­re liegt zwar nicht ver­steckt, aber doch eher unbe­ach­tet hoch über der Wup­per, ein drit­tes ist schon lan­ge zer­stört. Zusam­men gehö­ren sie zu den ältes­ten Denk­mä­lern Wup­per­tals: Die Bey­en­bur­ger Kru­zi­fi­xe. Errich­tet wur­de sie nach 1760, in die­sem Jahr kamen drei Patres mit den Namen Bei­er, Kamp und Zim­mer­mann nach Bey­en­burg, um dort eine Mis­si­on abzu­hal­ten und zu pre­di­gen. Dies taten sie mit sol­chem Erfolg, dass die Bür­ger Bey­en­burgs die Erin­ne­rung dar­an bewah­ren woll­ten und drei Kru­zi­fi­xe auf­stell­ten.


Kru­zi­fix an der Stein­hau­ser Str. 48


Eines von ihnen wur­de rechts ober­halb des Fried­hofs an der Stein­hau­ser Stra­ße auf­ge­stellt und 1979 auf­grund der Bebau­ung 100 Meter nach oben ver­setzt, so dass es heu­te vor dem Haus Nr. 48 zu fin­den ist. Mit einem Eisen­git­ter ist der etwa neun Qua­drat­me­ter gro­ße Andachts­win­kel umschlos­sen, auf einem stei­ner­nen Sockel, der wie ein Altar geformt ist und sti­li­siert die Nach­bil­dung einer Kir­che zeigt, erhebt sich das Kru­zi­fix, die ers­te Sta­ti­on der all­jähr­li­chen Him­mel­fahrts­pro­zes­si­on.


Das Kru­zi­fix an der Bey­en­bur­ger Frei­heit 18.

Das ande­re erhal­te­ne Kru­zi­fix steht im Her­zen Bey­en­burgs, an der Bey­en­bur­ger Frei­heit Nr.18. Eine Legen­de besagt, dass ein Pater, der hier pre­dig­te, ver­sprach, dass kei­ne Feu­ers­brunst den Ort zer­stö­ren wür­de, solan­ge die­ses Kreuz ver­ehrt wer­de.

Das drit­te Kreuz stand an der Wup­per­brü­cke am Beginn der Kur­ven­stra­ße und wur­de 1829 durch star­ken Eis­gang zer­stört.  Die bei­den erhal­te­nen Denk­mä­lern fin­den sich auf der chro­no­lo­gi­schen Lis­te der erhal­te­nen Denk­mä­ler im heu­ti­gen Stadt­ge­biets Wup­per­tal auf Platz 5.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Beyenburger Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1866 und 1870/71

Das Denk­mal “an der Klip­pe”.

Es ist unklar, wann das Bey­en­bur­ger Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen der Krie­ge 1866 und 1870/71 “an der Klip­pe” errich­tet wur­de. Die Stra­ße “Am Krie­ger­mal” ist nach dem Denk­mal für den 1. und 2. Welt­krieg benannt, das älte­re Denk­mal steht heu­te an der “Bey­en­bur­ger Frei­heit”, zwi­schen der Hal­te-stel­le “Bey­en­burg Mit­te” und der Klos­ter­kir­che. Die Form des Denk­mals, dass der Bar­mer Stein­bild­hau­er F.H.Stang schuf, ist klas­sisch einem Obe­lis­ken nach- emp­fun­den. Das Denk­mal ist einst von einem Git­ter ein­ge­fasst wor­den, heu­te ist es zur Stra­ße hin offen. Die Inschrift war in Gold gefasst und wur­de nach dem Zwei­ten Welt­krieg in roter Far­be nach- gezo­gen. Die Vor­der­sei­te ist mit drei Reli­efs geschmückt:



Am Sockel des Obe­lis­ken fin­den sich eine Kro­ne, die an die alte Reichs­kro­ne erin­nert, ein Schwert und ein Stab mit dem Reichs­ad­ler auf einem “Blät­ter­bett. Ein Palm­we­del ziert den obe­ren Teil des Obe­lis­ken, wäh­rend dar­un­ter der Reichs­ad­ler abge­bil­det ist, der auch das eiser­ne Kreuz mit sich trägt.

Die Inschrift auf der Vor­der­sei­te lau­tet:

Den im Kamp­fe fürs
Vater­land  gefal­le­nen
Söh­nen Bey­en­burgs.

Die dank­ba­ren
Mit­bür­ger”


Ein Gefal­le­ner des Kriegs von 1866 ist auf der lin­ken Tafel ver­zeich­net, dazu kom­men sechs aus dem Krieg von 1870/71. Ruth Mey­er-Kahr­weg ver­mu­tet, dass der let­zet Name, Albert Luthe, an den Fol­gen des Krie­ges erst nach 1886 starb oder dass erst zu die­sem Zeit­punkt für tot erklärt wur­de, da die Bey­en­bur­ger Gefal­le­nen auch im in die­sem Jahr ein­ge­weih­ten Lüttring­hau­ser Krie­ger­denk­mal ver­zeich­net sind — bis auf eben jenen Albert Luthe. (Bey­en­burg gehör­te damals zu Lüttring­hau­sen.)1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kriegerdenkmal auf dem Langerfelder Markt

Auf dem Lang­er­fel­der Markt steht seit dem 27.Oktober 1872 ein Denk­mal für 13 gefal­le­ne Lang­er­fel­der Bür­ger der Krie­ge von 1864 (Deutsch-Däni­scher Krieg), 1866 (Deut­scher Krieg) und 1870/71 (Deutsch-Fran­zö­si­scher Krieg). Es war der 2.Jahrestag der Kapi­tu­la­ti­on der Fes­tung Metz, am glei­chen Tag wur­de auch das Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen des 8.Westfälischen Inf.Reg.57 auf der Hardt ein­ge­weiht.
Das Krie­ger­denk­mal auf dem Lang­er­fel­der Markt.

Das Lang­er­fel­der Denk­mal ist in neu­go­ti­schen Stil erschaf­fen wor­den, die Kos­ten wur­den durch den Erlös einer Lot­te­rie unter den Lang­er­fel­der Bür­gern erbracht. Auf sechs Sei­ten­flä­chen sind in ver­gol­de­ten Buch­sta­ben die Inschrif­ten ange­bracht. 1968 und 1990 wur­de das Denk­mal restau­riert.1 Die Inschrif­ten lau­ten:


Über die­ser Inschrift ist ein Eiser­nes Kreuz zu sehen.

Den für Deutsch-
lands Einig­keit
gefal­le­nen Hel­den
aus dem Amte
Lang­er­feld zum
ehren­den Gedächt
-nis”


“Möge Gott uns das erhal­ten, was die Tap­fe­ren erfoch­ten.” ver­kün­det die­se Inschrift.

1864 war ein glück­li­ches Jahr für Lang­er­fel­der Sol­da­ten

1870/1871

Die Tafel für 1870/71 ver­zeich­net zehn Gefal­le­ne, die für 1866 auf der sechs­ten Tafel drei Namen.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Barmer Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1864 und 1866

Es ist das ältes­te noch exis­tie­ren­de Krie­ger­denk­mal im Tal: Der Obe­lisk der Stadt Bar­men in den Bar­mer Anla­gen, ober­halb der unte­ren Lich­ten­plat­zer Stra­ße.


Krie­ger­denk­mal der Krieg 1864 und 1866

Errich­tet wur­de die­ses Denk­mal, das frü­her noch an zwei Sei­ten von einer Mau­er flan­kiert wur­de, im Juni 1869. Gewid­met ist den zwei Gefal­le­nen, die bei den Düp­pe­ler Schan­zen und Flens­burg wäh­rend des Deutsch-Däni­schen-Kriegs 1864 fie­len und den 19 Gefal­le­nen des Deut­schen Krie­ges 1866. 1

Am obe­ren Teil des Obe­lisk aus Sand­stein fin­den sich Sym­bo­le von Trau­er und Ehre, drei Mar­mor­ta­feln ver­zeich­nen die Namen der Gefal­le­nen, Todes­da­tum und -ort. Die Inschrift auf der vier­ten Tafel lau­tet:


Die Inschrift

“Zur
ehren­den Erin­ne­rung
an die tap­fe­ren
Söh­ne unse­rer Stadt,
wel­che in den
ruhm­vol­len Krie­gen
von1864 und 1866,
ihr Leben fürs
Vater­land gelas­sen.

Die Bür­ger Bar­mens.”


Eine von drei Namen­s­ta­feln

Nach­trag vom 04.Juli 2010:

Das Denk­mal wur­de in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren vom Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein wie­der auf Vor­der­mann gebracht. Viel Arbeit, Schweiß und Geld ste­cken Mit­glie­der und Spen­der in die Sanie­rung, um das Denk­mal wie­der so aus­se­hen zu las­sen, wie es auf den Bil­dern oben zu sehen ist.