Mahnmal für die Kriegsgefangenen von Barmen-Rott

An einem Sonn­tag im Okto­ber 1952 wur­de im Schö­ne­be­cker Wald auf dem Rott gegen­über des Krie­ger­denk­mal des Bezirks Rott ein Gedenk­stein auf­ge­stellt. Stif­ter war der Ver­band der Heim­keh­rer, Kriegs­ge­fan­ge­nen und Ver­miss­ten-Ange­hö­ri­gen Deutsch­lands, genau­er: die Orts­grup­pe Wup­per­tal-Rott.


Mahn­mal für die Kriegs­ge­fan­ge­nen des Bezirks Rott

Der schmuck­lo­se Gedenk­stein trägt eine Gedenk­ta­fel mit fol­gen­der Inschrift.

“Es mah­nen
die
Kriegs­ge­fan­ge­nen
von
Bar­men-Rott.
Ver­gesst uns nicht!”

Das Schick­sal der Kriegs­ge­fan­ge­nen sym­bo­li­sie­ren drei Wach­tür­me und zwei ver­mut­lich Sta­chel­draht bewehr­te Zäu­ne.


Gedenk­ta­fel

Im Jahr 1952 waren noch 7 000 Wup­per­ta­ler Bür­ger ver­misst, nur zu 104 Kriegs­ge­fan­ge­nen bestan­den Kon­tak­te. Erst 1955 ende­te — 10 Jah­re nach Kriegs­en­de — für die deut­schen Kriegs­ge­fan­ge­nen in der Sowjet­uni­on die Zeit der Gefan­gen­schaft und die Ange­hö­ri­gen erhiel­ten end­lich Nach­rich­ten über Leben oder Tod ihrer Brü­der, Söh­ne und Väter, Kame­ra­den und Freun­den.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Mahnmal “Nie wieder Krieg”

Im Park am Stadt­bahn­hof in Rons­dorf steht ein klei­nes, recht unschein­ba­res Mahn­mal mit einer ein­fa­chen Bot­schaft. In Sicht­wei­te der Denk­mä­ler für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs und die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs ist es am 14.November 1981 errich­tet wor­den. Anlass war die Rons­dor­fer Frie­dens­wo­che, die von den Jusos Rons­dorf initi­iert wor­den war. Es betei­lig­ten sich neben die­sen auch die Rons­dor­fer Zei­tung, der Ver­band der Ver­folg­ten des Nazi­re­gimes (VVN), die Jugend der refor­mier­ten und katho­li­schen Gemein­de, die Natur­freun­de und Amnes­ty Inter­na­tio­nal. Die ein­fa­che Bot­schaft lau­tet:

Nie wie­der Krieg”



Der andert­halb Meter hohe Gedenk­stein aus Sand­stein wur­de von der Rons­dor­fer Zei­tung gespen­det und die Inschrift von einem Rons­dor­fer Stein­metz [Gre­gor Rasch, sie­he Kom­men­ta­re, JNK] kos­ten­los ange­bracht. Der Stand­ort in der Nähe des Krie­ger­denk­mals (das Denk­mal für die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs exis­tiert erst seit 1995) war bewusst gewählt wor­den. Pfar­rer Wil­helm Flen­der erin­ner­te bei der Ein­wei­hung mit den Wor­ten des ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten John F. Ken­ne­dy dar­an, dass “der Frie­de nicht kom­men [wird], ohne daß wir etwas dafür tun.” Die Bevöl­ke­rung sol­le von ihrem Fata­lis­mus auf­ge­weckt und zum Aktio­nis­mus gebracht wer­den, das Wett­rüs­ten des Kal­ten Krie­ges müs­se gestoppt wer­den.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation jüdischer Mitbürger vom Bahnhof Steinbeck

Am 6. Novem­ber 1988 errich­te­ten Bun­des­bahn und die Stadt Wup­per­tal auf dem (ver­blie­be­nen) Bahn­steig des Bahn­hofs Stein­beck ein Mahn­mal, das dar­an erin­nern soll, dass von die­sem Bahn­hof im Zwei­ten Welt­krieg über tau­send Wup­per­ta­ler Juden depor­tiert wur­den. Weni­ge Tage spä­ter jähr­te sich Reichs­pro­grom­nacht zum 50. Mal.



Der Obe­lisk ist zwei Meter hoch, misst an der Basis 50x50cm und wur­de von Hans Jür­gen Jun­ge, Gra­fi­ker der Bun­des­bahn Regio­nal­ab­tei­lung Düs­sel­dorf, ent­wor­fen. Geschaf­fen wur­de er von Aus­zu­bil­den­den des Gleis­bau­hofs Opla­den, die Tafeln wur­den in der Glo­cken­gie­ße­rei Petit & Gebr. Edel­b­rock in Gescher im Auf­trag der Stadt gegos­sen. Die vier Tafeln, die von Jun­ge nach einer Text­vor­ga­be der Stadt Wup­per­tal ent­wor­fen wur­den, tra­gen fol­gen­de Inschrif­ten:

Den Opfern zum Geden­ken”
“Den Leben­den zur Mah­nung”



Vom Bahn­hof
Wup­per­tal-Stein­beck
wur­den in den Jah­ren
1941 und 1942
über 1000
jüdi­sche Mit­bür­ger
depor­tiert
und damit
in den siche­ren
Tod geschickt”


Die vier­te Tafel lis­tet die Zie­le der Trans­port auf, aller­dings weiß man heu­te, dass nach Riga wohl kei­ne Wup­per­ta­ler Juden depor­tiert wur­den. Die Namen kün­den von einem grau­si­gem Ver­bre­chen, dass in Wup­per­tal sei­nen Anfang nahm.


Izbi­ca
Litz­mann­stadt
Minsk
Riga
The­re­si­en­stadt”


In den Gedenk­re­den vom Prä­si­den­ten der Bun­des­bahn­di­rek­ti­on Köln, Dr. Hanns Beck und der Wup­per­ta­ler Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Schulz wur­de der Hoff­nung Aus­druck ver­lie­hen, dass nie wie­der ähn­li­ches gesche­hen wer­de, dass nie wie­der Min­der­hei­ten dem Ter­ror und der Dis­kri­mi­nie­rung aus­ge­setzt sein wer­den. Lan­des­rab­bi­ner Abra­ham Hoch­wald erin­ner­te an die Uner­bitt­lich­keit der Juden­ver­fol­gung und beschloss die Ein­wei­hungs­fei­er mit einem deut­schen und jüdi­schem Gebet für alle Opfer der Gewalt. Vom Trio Pajke­le der Wup­per­ta­ler Musik­hoch­schu­le wur­de die Fei­er musi­ka­lisch gestal­tet. Unter ande­rem spiel­ten sie das Lied “Ss brent, Bri­der, ’ss brent”, dass Mord­c­hai Gebir­tig im Kra­kau­er Ghet­to schrieb, wo er am 4.Juli 1942 von deut­schen Sol­da­ten erschos­sen wur­de.1

Kriegerdenkmal für die Opfer der Weltkriege in Beyenburg

Da das Krie­ger­denk­mal für die Gefal­len des Ers­ten Welt­krie­ges in Bey­en­burg nach dem Zwei­ten Welt­krieg repa­ra­tur­be­dürf­tig war, ent­schloss man sich 1955, ein neu­es Denk­mal auf­zu­stel­len, um auch die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs zu ehren. Es dau­er­te bis in das Jahr 1959, bis sich die Ver­tre­ter des Bür­ger- und Hei­mat­ver­eins Bey­en­burg und die Stadt Wup­per­tal über die neue Aus­füh­rung des Denk­mals einig waren.


Das 1962 errich­te­te Denk­mal für die Opfer und Gefal­le­nen der Welt­krie­ge.

Am Abend des 22.Mai 1962 wur­de das Denk­mal ein­ge­weiht. Aus einer Natur­stein­plat­te ste­hen zehn Kreu­ze her­vor, außer­dem sind die Jah­res­zah­len der Krie­ge ver­zeich­net. Wie an vie­len Orten hat sich das Denk­mal auch in Bey­en­burg im Stra­ßen­na­men nie­der­ge­schla­gen, denn es steht “Am Krie­ger­mal”. Der Vor­sit­zen­de der Bezirks­ver­tre­tung, Voogt, berich­te anläss­lich der Ein­wei­hung über die lan­ge Zeit der Vor­be­rei­tung, der Vor­sit­zen­de des Bür­ger- und Hei­mat­ver­eins, Hel­mut Hein­richs, hielt die Gedenk­re­de und der Stadt­ver­ord­ne­te Eugen Huth sprach als Ver­tre­ter des Ober­bür­ger­meis­ters.1

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Ehrentafel des ATV 1860 Elberfeld für die Opfer des Zweiten Weltkriegs

Am 20. Novem­ber 1955 weih­te der All­ge­mei­ne Turn­ver­ein 1860 e.V. in der Turn­hal­le der Real­schu­le Neue Fried­rich­stra­ße die Gedenk­ta­fel für die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs ein. Gefer­tigt wur­de sie von den Mit­glie­dern der Jugend­ab­tei­lung des ATV. Lei­der ist die­se Tafel wohl beim Umbau der Empo­re der Real­schu­le Neue Fried­rich­stra­ße ver­lo­ren gegan­gen. In der Obhut des Ver­eins befin­det sich heu­te nur noch die Mes­sing­ta­fel mit den Namen der 30 Gefal­len und Opfer des Krie­ges, dar­un­ter 2 Tur­ne­rin­nen.1


In der Fest­schrift zum 100jährigen Bestehen des ATV fin­det sich die obi­ge Abbil­dung der Gedenk­ta­fel.

Die Inschrift der Gedenk­ta­fel lau­tet:

ATV 1860
Zum Geden­ken an
unse­re im Krie­ge
1939/1945 gefal­le­nen
Turn­schwes­tern
und Turn­brü­dern”


Die Mes­sing­ta­fel mit den 30 Namen, dar­un­ter zwei Frau­en.

Eine Turn­ka­me­ra­din des ATV 1860 Elber­feld hat ein Bild zur Ver­fü­gung gestellt, dass die Toten­eh­rung des Ver­eins im Jahr 1960 zeigt. Hier ist auch die Tafel für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs zu sehen.


Links im Bild die Tafel für die Gefallenen des 2.Weltkrieges, rechts im Bild die Tafel für die Gefallenen des 1.Weltkriegs.
Links im Bild die Tafel für die Gefal­le­nen des 2.Weltkrieges, rechts im Bild die Tafel für die Gefal­le­nen des 1.Weltkriegs.

An die­ser Stel­le bedan­ke ich mich bei der Ober­turn­war­tin des Ver­eins, Frau Pfef­fer­ku­chen, für ihre Hil­fe und die Geneh­mi­gung, die Fotos der Tafeln hier zu ver­öf­fent­li­chen.


Da die Tafel zur Zeit pri­vat hin­ter­stellt ist, gibt es an die­ser Stel­le kei­ne Kar­te.


Gedenktafel von “Tura” Wuppertal

Turn und Rasen­sport betrieb der Ver­ein Tura Wup­per­tal, der aus ande­ren Ver­ei­nen her­vor­ge­gan­gen war, am Sport­platz am Höfen in Ober­bar­men in den 1930er Jah­ren. Dort stell­te man auch Ende der 30er einen Gedenk­stein auf. Die Inschrift auf einer Kup­fer­ta­fel lau­te­te:


Wir star­ben
damit Deu­sch­land lebe.
Unse­ren Hel­den
1914–1918
‘Tura’ Wup­per­tal”


Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­de aus “Tura” der TSV Grün-Weiß Wup­per­tal. In den 70er Jah­ren wur­de die Tafel erneu­ert. Auf der neu­en schwar­zen Gra­nit­ta­fel lau­tet nun die Inschrift:


Den Ver­stor­be­nen
und Gefal­le­nen
des Ver­eins ein
ehren­des Geden­ken
TSV GWW
Wup­per­tal”



Der Gedenk­stein steht direkt neben der Trep­pe zum Club­haus am Sport­platz.1