Themenpfad “Spuren der Barmer Bergbahn”

Von 2009 bis 2015 wur­den ent­lang der Tras­se der ehe­ma­li­gen Bar­mer Berg­bahn (1894–1959) vom Ver­ein Bar­mer Berg­bahn, dem Heid­ter Bür­ger­ver­ein und der Kol­ping­fa­mi­lie Bar­men rote Erin­ne­rungs­ta­feln für die Bar­mer Berg­bahn auf­ge­stellt, die mit Bil­dern und Tex­ten an das beson­de­re und noch lan­ge ver­miss­te Ver­kehrs­mit­tel erin­nern.1  Am 4. Juli 2009, dem 50. Tag der Still­le­gung wur­den die ers­ten fünf Tafeln auf­ge­stellt, am 18. April 2015 wur­de der fer­ti­ge The­men­pfad mit sei­nen 27 Gedenk­ta­feln vom Kraft­werk am Clef bis zum Toel­le­turm offi­zi­ell zum ers­ten Mal began­gen.2 Die Tafeln wur­den von Klaus-Gün­ther Con­rads und Jür­gen Eidam gestal­tet.3


Ein Bei­spiel für eine sol­che The­men­ta­fel am Fischer­tal.

Sie­he auch: Denk­mal zur Erin­ne­rung an die Berg­bahn­tras­se und Berg­bahn-Denk­mal.


Jürgen-Kuczynski-Gedenktafel


Die Gedenk­ta­fel ist lei­der unglück­lich ange­bracht, sodass den Text nur gro­ße Men­schen lesen kön­nen.

Im Novem­ber 2017 wur­de in der Jae­ger­stra­ße im Zoo-Vier­tel eine Gedenk­ta­fel für Prof. Dr. Jür­gen Kuc­zyn­ski ein­ge­weiht, der im Haus Nr. 17 am 17. Sep­tem­ber 1904 gebo­ren wur­de. Er wur­de geehrt als Uni­ver­sal­ge­lehr­ter der deut­schen Gesell­schafts­wis­sen­schaf­ten und Wider­stands­kämp­fer gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus. Sei­ne Ehrung hat­te Ober­bür­ger­meis­ter Mucke vor­ge­schla­gen. Zur Ein­wei­hung reis­ten auch sein Kuc­zynskis Sohn und ande­re Ver­wand­te an. Der Vater Kuz­cynskis war in Wup­per­tal als Direk­tor des sta­tis­ti­schen Amtes der Stadt Elber­feld tätig, 1906 ver­zog die Fami­lie nach Schö­ne­feld. Die Gäs­te der Ein­wei­hung wur­de anschlie­ßend im His­to­ri­schen Zen­trum begrüßt.1
Die Inschrift lau­tet:


Prof. Dr. Kuc­zyn­ski
In die­sem Haus leb­te von 1904 bis 1906 der Begrün­der der moder­nen Bevöl­ke­rungs­sta­tis­tik, Robert Rene Kuc­zyn­ski, mit sei­ner Ehe­frau Ber­tha. Er war seit Febru­ar 1904 Direk­tor des Sta­tis­ti­schen Amtes der damals noch selbst­stän­di­gen Stadt Elber­feld.
Sein Sohn, Jür­gen Kuc­zyn­ski, wur­de in die­sem Haus am 17. Sep­tem­ber 1904 gebo­ren.
Als letz­ter Uni­ver­sal­ge­lehr­ter der deut­schen Gesell­schafts­wis­sen­schaf­ten erlang­te der Mar­xist deutsch-jüdi­scher Her­kunft, der „hoff­nungs­lo­se Opti­mist und lini­en­treue Dis­si­dent“, natio­na­le und inter­na­tio­na­le Bedeu­tung.
Unver­ges­sen bleibt sein Wider­stands­kampf gegen die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Dik­ta­tur.“


Kuc­zyn­ski war nach sei­nem Stu­di­um der Phi­lo­so­phie, Sta­tis­tik und Polit­öko­no­mie seit 1930 Mit­glied der KPD. 1936 ging er auf­grund natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Ver­fol­gung ins Exil nach Eng­land und wur­de als Sta­tis­ti­ker vom ame­ri­ka­ni­schen Geheim­dienst Office of Stra­te­gic Ser­vices rekru­tiert. Im Dienst der Ame­ri­ka­ner kehr­te er auch nach dem Zwei­ten Welt­krieg nach Deutsch­land zurück und ver­haf­te­te per­sön­lich den Chef der I.G. Far­ben. Anschlie­ßend wech­sel­te er in die sowje­ti­sche Zone und lei­te­te an der Ber­li­ner Uni­ver­si­tät das Insti­tut für Wirt­schafts­ge­schich­te. Nach sei­ner Eme­ri­tie­rung wur­de er als Kri­ti­ker der Ver­hält­nis­se in der DDR bekannt und pfleg­te gleich­zei­tig eine per­sön­lich Bezie­hung zu Erich Hon­ne­cker. Er ver­starb am 6. August 1997 in Ber­lin.2


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Martin-Gauger-Gedenktafel

Die Gedenk­ta­fel am Land­ge­richt.

Im Sep­tem­ber 2017 wur­de unmit­tel­bar neben der Schwe­be­bahn-Hal­te­stel­le Land­ge­richt an der Brü­cke über die Wup­per eine Gedenk­ta­fel für den Juris­ten und Pazi­fis­ten Mar­tin Gau­ger ein­ge­weiht und gleich­zei­tig die Brü­cke zur Gerichts­in­sel nach ihm benannt. Unter den 50 Anwe­sen­den waren Bezirks­bür­ger­meis­ter Jür­gen Viteni­us, Sieg­fried Miel­ke, Vize­prä­si­dent des Land­ge­richts und  zwei Nich­ten Gau­gers. Initi­iert wur­de die Gedenk­ta­fel vom “Ver­ein zur Erfor­schung der sozia­len Bewe­gung”.

Mar­tin Gau­ger ver­wei­ger­te in sei­nem Dienst bei der Staats­an­walt­schaft in Wup­per­tal 1934 den Treue­eid auf Dik­ta­tor Adolf Hit­ler, nach­dem sein Vater, der Pfar­rer Joseph Gau­ger, ver­haf­tet wor­den war. Gau­ger wur­de aus dem Staats­dienst ent­las­sen und sei­ne Dis­ser­ta­ti­on 1936 beschlag­nahmt. Gau­ger war einer der weni­gen Juris­ten, die Wider­stand gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus leis­te­ten. 1939 ver­wei­ger­te er den Wehr­dienst trotz der für die­sen Fall vor­ge­se­he­nen Todes­stra­fe. Der dro­hen­den Ent­haup­tung ver­such­te er durch Sui­zid zu ent­ge­hen, was aber nicht gelang. Ein Flucht­ver­such nach Eng­land schei­ter­te im Mai 1940 in den Nie­der­lan­den, wo er ver­wun­det und ver­haf­tet wur­de. Im Juni 1941 wur­de er ins KZ Buchen­wald gebracht und am 14. Juli 1941 in der Tötungs­an­stalt Pir­na-Son­nen­stein ermor­det.1


Die Gedenk­ta­fel.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Gedenkstätte NS-Zwangsarbeiterkinder

Die Gedenk­stät­te am Ende des Fried­hofs.

Am 6. Okto­ber 2017 wur­de auf dem evan­ge­li­schen Fried­hof in Wich­ling­hau­sen an der Fried­hof­stra­ße ein Mahn­mal für die ver­stor­be­nen Kin­der von Zwangs­ar­bei­te­rin­nen ein­ge­weiht. Es besteht aus 26 Ste­len mit den Namen von Kin­dern.


Die Gedenk­stät­te besteht aus Ste­len, Namen und einer Gedenk­ta­fel.

Wie über­all in Deutsch­land wur­den auch in Wup­per­tal in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus Zwangs­ar­bei­te­rin­nen und Zwangs­ar­bei­ter unter zum Teil furcht­ba­ren Lebens­be­din­gun­gen aus­ge­beu­tet. Mut­ter­schutz wur­de vor allem für die Zwangs­ar­bei­te­rin­nen aus Ost­eu­ro­pa nicht gewährt. In Wich­ling­hau­sen wur­den auf dem Fried­hof 26 Säug­lin­ge und Klein­kin­der bestat­tet und ihr Schick­sal nun in Erin­ne­rung geru­fen.


Zwei Opfer haben nicht mal einen Namen. Sie star­ben am Tag des Ein­mar­sches des Ame­ri­ka­ner in Wup­per­tal.

Der Ver­ein “Spu­ren­su­che NS Geschich­te in Wup­per­tal e.V.” hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, an die­se Men­schen zu erin­nern und Kon­tak­te zu den noch leben­den ehe­ma­li­gen Zwangs­ar­bei­te­rin­nen und Zwangs­ar­bei­tern her­zu­stel­len. So war zur Ein­wei­hung des Mahn­mals durch Ober­bür­ger­meis­ter Mucke auch Lujs­ja Shaty­lo ein­ge­la­den, deren Bru­der mit 14 Mona­ten an den men­schen­un­wür­di­gen Lebens­be­din­gun­gen ver­stor­ben war. Durch einen ver­spä­te­ten Flug ver­pass­te sie die Ein­wei­hung, die durch Musik und Reden, sowie dem Ver­le­se­nen der Namen der ver­stor­be­nen Kin­der beglei­tet wur­de. Außer­dem wur­de im Okto­ber eine Aus­stel­lung in der Uni­bi­blio­thek gezeigt. 1
Der ent­schei­den­de Hin­weis auf die Grä­ber, die spä­ter vom Evan­ge­li­schen Fried­hofs­ver­band loka­li­siert wur­den, stamm­te von Cesa­re Bor­gia, der 2013 durch Wolf­gang Stocks Werk über “Wup­per­ta­ler Grä­ber: His­to­ri­scher Spa­zier­gang über alle Wup­per­ta­ler Fried­hö­fe” dar­auf auf­merk­sam wur­de. Dar­in wird die Bestat­tung von Kin­dern von Zwangs­ar­bei­te­rin­nen, die bei Metall­wa­ren­fa­brik Kolb GmbH in der Rathen­aus­tr. aus­ge­beu­tet wur­den, beschrie­ben.2


Die Gedenk­ta­fel.

Die Gedenk­ta­fel erklärt:

Hier ruhen 27 Kin­der aus­län­di­scher, über­wie­gend sowje­ti­scher Zwangs­ar­bei­te­rin­nen. Die­se Kin­der wur­den zwi­schen 1944 und 1945 hier beer­digt.
Auch Wup­per­ta­ler Fir­men beschäf­tig­ten wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs aus­län­di­sche Arbeits­kräf­te, zu einem gro­ßen Teil zwangs­wei­se depor­tiert. Sie wur­den in Lagern nahe den Unter­neh­men inter­niert. So arbei­te­ten z. B. im Novem­ber 1944 bei der Fir­ma Kolb & Co. in der Rathen­aus­trra­ße / W.-Wichlinghausen 272 Zwangs- und Fremd­ar­bei­ter, davon 196 Frau­en. Von den in Wup­per­tal gebo­re­nen Zwangs­ar­bei­ter­kin­dern star­ben etwa 175, vie­le davon in einer Säug­lings­ba­ra­cke in der Ger­ma­nen­str. Infor­ma­tio­nen über deren Schick­sa­le sind kaum doku­men­tiert, sicher ist aber: Den Müt­tern wur­de nach der Ent­bin­dung nur eine kur­ze Erho­lungs­zeit zuge­stan­den. Eine natür­li­che oder aus­rei­chen­de Ernäh­rung der Säug­ling war nicht mög­lich oder wur­de ihnen ver­wehrt. Dazu kamen man­geln­de Hygie­ne, schlech­te Unter­brin­gung und gene­rel­le Ver­nach­läs­si­gung. Eine extrem hohe Zahl starb schon im Säug­lings oder Klein­kind­al­ter. Als Todes­ur­sa­che wur­de oft­mals Ernäh­rungs­stö­rung, Darm­er­kran­kun­gen oder Lun­gen­krank­hei­ten genannt.
Im Lager oblag die Kin­der­be­treu­ung der deut­schen Mar­tha L. aus Bar­men: ihre Gehil­fin­nen waren die Rus­sin Kla­wa und Lida. Über­lie­fert ist der erschüt­tern­de Bericht der ukrai­ni­schen Mut­ter Tat­ja­na Bilyk (geb. Tito­wa), die 2004 wäh­rend eines Besuchs in Wup­per­tal die Gleich­gül­tig­keit der Betreue­rin­nen gegen­über den Kin­dern beschreibt. Sie schil­dert die men­schen­ver­ach­ten­den Umstän­de, unter denen ihr 14 Mona­te alter Sohn Vik­tor durch Ver­wahr­lo­sung ster­ben muss­te, ohne dass sie ihm hel­fen konn­te.”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Familie-Paßquali-Gedenktafel

Im April 2017 wur­de am Zaun der Chris­ti­an-Mor­gen­stern-Schu­le in Unt­er­bar­men eine Gedenk­ta­fel für die Sin­ti-Fami­lie Paß­qua­li ein­ge­weiht. Die 10köpfige Schau­stel­ler-Fami­lie wur­de von den Natio­nal­so­zia­lis­ten 1940 in einem Haus an der Ober­ber­gi­schen Stra­ße zwangs­an­ge­sie­delt. Im Febru­ar 1940 und im März 1943 wur­den Fami­li­en­mit­glie­der in die Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Sach­sen­hau­sen und Ausch­witz depor­tiert und bis auf weni­ge Aus­nah­men, ermor­det. Das Wohn­haus wur­de im Zwei­ten Welt­krieg zer­stört. Nur vier Fami­li­en­mit­glie­der, die am Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges von der Roten Armee und der US-ame­ri­ka­ni­schen Armee aus den Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern befreit wur­den, über­leb­ten den Geno­zid.


Die Gedenk­ta­fel zeigt Fotos der Ver­folg­ten des Natio­nal­so­zia­lis­mus und erklärt aus­führ­lich Leben und Ver­fol­gung der Fami­lie.

Der Ver­ein zur Erfor­schung der sozia­len Bewe­gung und die 12. Klas­se der Mor­gen­stern-Schu­le haben die Geschich­te, Leben und Ver­fol­gung der Fami­lie recher­chiert und die Gedenk­ta­fel gestif­tet. Zur Ein­wei­hung der Tafel mit einer Gedenk­fei­er in der alten Turn­hal­le kam auch Adria­no Paß­qua­li1, des­sen Vater das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger über­leb­te, sich aber nie davon erhol­te. 220.000 bis 500.000 Sin­ti und Roma wur­den durch die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ver­fol­gung ermor­det.2

Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen fin­den sich auf: http://www.gedenkbuch-wuppertal.de/de/sinti-und-roma-wuppertal


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Sussy-Dakaro-Gedenkstein

Am 24. Mai 2017 wur­de auf dem alten ev. Fried­hof in Sonn­born ein Gedenk­stein für die dort bestat­te­te Sus­sy Daka­ro errich­tet. Die Abori­gi­ne wur­de auf den Palm Islands im Nord­os­ten Aus­tra­li­ens gebo­ren und im Alter von 14 Jah­ren von Men­schen­händ­lern ver­schleppt. In soge­nann­ten Völ­ker­schau­en muss­te sie mit ande­ren Opfern des Kolo­nia­lis­mus in den USA und in Euro­pa für das dor­ti­ge Publi­kum eine „Neger­prin­zes­sin“ spie­len. Das Bild, das sie von der Kul­tur der Abori­gi­nes dar­stel­len muss­te, war frei erfun­den. Sol­che Völ­ker­schau­en waren damals beliebt. Beson­ders Robert Cun­ning­ham, der die Völ­ker­schau mit Sus­sy Daka­ro und ande­ren betrieb, beu­te­te sei­ne „Dar­stel­ler“ rück­sichts­los aus. Im Juni 1885 führ­te der Weg der Völ­ker­schau in den jun­gen Zoo im Wup­per­tal. Hier starb Sus­sy Daka­ro am 23. Juni 1885 im Alter von 17 Jah­ren an Tuber­ko­lo­se und wur­de auf dem Fried­hof bei­ge­setzt.1


Der Gedenk­stein für Sus­sy Daka­ro

Der Gedenk­stein geht auf eine Initia­ti­ve des Wup­per­ta­lers Cesa­re Laza­ros Bor­gia zurück, der das Schick­sal Sus­sy Daka­ros ent­deck­te und dar­auf auf­merk­sam mach­te. Der Jour­na­list Man­fred Gör­gens recher­chier­te und Det­lef West­phal vom Evan­ge­li­schen Fried­hofs­ver­band mach­te das Grab aus­fin­dig. Mit­hil­fe von Spen­den konn­te der Gedenk­stein errich­tet wer­den. Er ist mit zwei Abori­gi­ne-Sym­bo­len für „Frau“ und „Weg“ der Künst­le­rin Karo­la Krä­mer ver­ziert. Die Inschrift, ver­fasst von Man­fred Gör­gens, lau­tet:


1883 aus ihrer aus­tra­li­schen Hei­mat ver­schleppt, um die Schau­lust zu stil­len. Nach ent­wür­di­gen­der Rei­se durch ame­ri­ka­ni­sche und euro­päi­sche Zoos am 23. Juni 1885 im Alter von nur 17 Jah­ren in Sonn­born gestor­ben. Unter frem­den Namen im frem­den Land begra­ben. Unter die­sen Eiben ruht “Sus­sy Daka­ro”.”


Bei der Ein­wei­hung wur­den ver­schie­de­ne Lie­der der Abori­gi­nes vom Inter­na­tio­na­len Else Chor vor­ge­tra­gen und Mar­vin Dill­mann spiel­te auf einem Did­ge­ri­doo. Nicht nur die Erin­ne­rung an das Schick­sal Sus­sys sol­le der Gedenk­stein leis­ten, son­dern auch, zusam­men mit der Ein­wei­hungs­fei­er, durch mit­füh­len­des Geden­ken der Ver­schlepp­ten „zumin­dest einen Teil der Men­schen­wür­de“ zurück­ge­ben, erklär­te Bezirks­bür­ger­meis­te­rin Inge­lo­re Ockel.2


Die Zei­chen ste­hen für Frau und Weg.

Der Wup­per­ta­ler Gedenk­stein sorg­te auch für Bericht­erstat­tung in der aus­tra­li­schen Pres­se, nach­dem sich Bor­gia an Jacob Cas­sa­dy, den Lei­ter des Mun­gal­la Sta­ti­on Muse­ums gewandt hat­te. Dar­über kam auch ein Kon­takt zu den Nach­fah­ren Daka­ros zustan­de, die nun über­le­gen, die sterb­li­chen Über­res­te der Abori­gi­ne zu repa­tri­ie­ren und gemäß der Riten der Abori­gi­nes zu bestat­ten.3 Ihr Ehe­mann Tam­bo, der in den USA starb, wur­de bereits 1993 repa­tri­iert. Jacob Cas­sidy bezeich­ne­te den Gedenk­stein in Wup­per­tal als „a won­der­ful ges­tu­re“, eine wun­der­vol­le Ges­te. Man kön­ne die Ver­gan­gen­heit nicht ändern, aber die Zukunft, in dem man über die Schick­sa­le der Kolo­ni­al­po­li­tik infor­mie­re und auf­klä­re. 4


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

 

Gedenkstein Volkan Arslan

Der Gedenk­stein.

Am 16. April 2009 kam es am Sonn­bor­ner Ufer zu einem töd­li­chen Ver­kehrs­un­fall. Ein BMW geriet aus Rich­tung Fried­rich-Ebert-Stra­ße kom­mend auf der durch Regen und Blü­ten­staub rut­schi­gen Fahr­bahn ins Schleu­dern. Der Fahr­an­fän­ger ver­lor die Kon­trol­le über das Fahr­zeug, das sich über­schlug, die Böschung zur Wup­per hin­ab­stürz­te, und dort gegen zwei Bäu­me prall­te. Sein Freund und Bei­fah­rer war sofort tot, der Unfall­ver­ur­sa­cher wur­de nur leicht ver­letzt.1 Am Ort des Gesche­hens fin­det sich ein Gedenk­stein mit dem Namen des Getö­te­ten und sei­nen Lebens­da­ten.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Gedenktafel des Pickvereins “Grüne Eiche”

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Die Tafel an der Sam­ba­tras­se in Cro­nen­feld

Am 12. Dezem­ber 2015 wur­de im Cro­nen­ber­ger Orts­teil Von­keln an der gleich­na­mi­gen Stra­ße an der Sam­ba­tras­se durch den Pick-Ver­ein “Grü­ne Eiche” eine Kom­bi­na­ti­on aus Gedenk- und Infor­ma­ti­ons­ta­fel auf­ge­stellt, die zum einen an die Geschich­ten des “Pickens” erin­nert, aber gleich­zei­tig neue Inter­es­sen­ten zur ver­steck­ten Pick-Bahn locken soll. Der Ver­ein Grü­ne Eiche ist der letz­te, der in Cro­nen­berg noch dem “Picken” frönt, bei dem mit einem Wurf­holz auf acht Meter Ent­fer­nung neun Pin­ne zu tref­fen sind, die auf einem in der Erde ver­gra­be­nen Schleif­stein ste­hen. Hier liegt auch der his­to­ri­sche Ursprung des Pickens, als Frei­zeit­be­schäf­ti­gung der Schlei­fer und Ham­mer­schmie­de in den Pro­duk­ti­ons­pau­sen.1


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Die Infor­ma­ti­ons- und Gedenk­ta­fel.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Gedenktafeln der Deutschen Fussball Route

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Elf Tafeln müsst ihr sein. (frei nach dem Sepp Her­ber­ger zuge­spro­che­nem  Spruch) Dies ist eine davon.

Im Vor­feld der Fuss­ball-Welt­meis­ter­schaft 2006 in Deutsch­land ent­wi­ckel­te der West­deut­sche Fuss­ball­ver­band nach einer Idee sei­nes Geschäfts­füh­rers Gre­gor Gda­wi­etz die “Deut­sche Fuss­ball­rou­te NRW”, einen Erleb­nis-Rad­weg, der auf 825 km 15 Städ­te in NRW ver­bin­det und dort Schau­plät­ze der Fuss­ball­ge­schich­te anfährt. Auch Wup­per­tal ist Ort der Fuss­ball-Rou­te und ins­ge­samt 11 Gedenk­ta­feln erin­nern an Orte mit loka­ler und natio­na­ler fuss­ball­ge­schicht­li­cher Bedeu­tung. Am 1. Juli 2006 wur­de die am Rat­haus ange­brach­te Tafel stell­ver­tre­tend für alle ande­re von Ober­bür­ger­meis­ter Peter Jung, dem dama­li­gen Prä­si­den­ten des Wup­per­ta­ler SV Borus­sia, Fried­helm Run­ge, dem Prä­si­di­ums­mit­glied des WFLV, Die­ter Stäg­lich und dem Geschäfts­füh­rer des WFLV, Gre­gor Gda­wi­etz ein­ge­weiht. Als Bei­spiel sei hier aus­ge­wählt die Gedenk­ta­fel an der Bezirks­sport­an­la­ge Uel­len­dahl, auf der sich die Welt­meis­ter­mann­schaft von 1990 auf die Welt­meis­ter­schaft in Ita­li­en vor­be­rei­te­te. Erfolg, made in Wup­per­tal.1


Die ande­ren Sta­tio­nen fin­den sich am Sta­di­on am Zoo, an den Zoo-Gast­stät­ten, an der Uni-Hal­le, an der His­to­ri­sche Stadt­hal­le, am Ver­wal­tungs­haus Elber­feld, an der Wickü­ler City, am Haupt­bahn­hof Elber­feld, an der Schwe­be­bahn­sta­ti­on Ober­bar­men, und am Hotel Hora­ther Schan­ze. Die Bedeu­tung der ein­zel­nen Orte kann auf der Web­sei­te der Deut­schen Fuss­ball Rou­te NRW nach­ge­schaut wer­den.


Für das dezen­tra­le Denk­mal gibt es hier kei­ne Kar­te.


Gedenktafel für eine britische Bomberbesatzung

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Die klei­ne Gedenk­ta­fel am Weg von Schöl­ler Rich­tung Grui­ten.

Im Juni 2016 wur­de im Wald an der Düs­sel in Schöl­ler, 150 Meter von der Stadt­gren­ze zu Mett­mann ent­fernt, eine Gedenk­ta­fel auf­ge­stellt, die einer­seits gewöhn­lich und ander­seits eher unge­wöhn­lich ist. Gewöhn­lich, weil sie sich in die Rei­he der Krie­ger­denk­mä­ler ein­reiht, die seit Jahr­zehn­ten errich­tet wer­den, beson­ders für den Ers­ten und Zwei­ten Welt­krieg. Unge­wöhn­lich, weil sie feind­li­che Sol­da­ten ehrt und nicht die Sol­da­ten der eige­nen Nati­on und dies zwei­spra­chig.1


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Die Gedenk­ta­fel.

Urhe­ber ist Mar­cel Lee­sar, der ehren­amt­lich für das LVR-Amt für Boden­denk­mal­pfle­ge arbei­tet und die Geschich­te des hier abge­stürz­ten bri­ti­schen Bom­bers recher­chiert hat. Nach einem Hin­weis eines Augen­zeu­gen hat­ten er und sei­ne Mit­strei­ter den Absturz­ort unter­sucht, anhand von Trüm­mer­tei­len und dar­auf ent­hal­te­nen Num­mern und Kenn­zei­chen die Maschi­ne iden­ti­fi­ziert, in Archi­ven recher­chiert, Augen­zeu­gen befragt und Kon­takt zu den Fami­li­en der Flie­ger auf­ge­nom­men. Die sie­ben Mann der Besat­zung des Lan­cas­ter Bom­bers befan­den sich am 22. Mai 1944 auf dem Rück­weg von einem Angriff auf Dort­mund und wur­den von deut­scher Flak oder Nacht­jä­gern atta­ckiert und getrof­fen. Die Maschi­ne stürz­te ab, der Fall­schirm ret­tet zwei Mann, die in deut­sche Kriegs­ge­fan­gen­schaft kamen, die ande­ren fünf star­ben.2

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt und zur Publi­ka­ti­on: http://lancasterbomber.de


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te