Kreuz zur Erinnerung an die russisch-orthodoxe Gemeinde

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Im Hin­ter­grund die Kapel­le

Vor der Kapel­le am ehe­ma­li­gen Kran­ken­haus St. Anna an der Vogel­s­angs­tr. weist ein 1,60 Meter hohes Kreuz auf das Got­tes­haus der rus­sisch-ortho­do­xen Gemein­de hin. Gemein­de­mit­glied Oga­nes Sar­kis­jan hol­te es im Sep­tem­ber 2012 per­sön­lich mit dem Auto aus Arme­ni­en, eine ein­fa­che Weg­stre­cke von über 4500 km. Nun ist es das Wahr­zei­chen der 150 Per­so­nen star­ken Gemein­de.1


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Zwei­spra­chi­ge Inschrift.

Gedenkstein für Volker Schultheiß

Der Gedenkstein im Farn.
Der Gedenk­stein im Farn.

Einen Halb­ma­ra­thon und einen Zehn-Kilo­me­ter-Lauf bie­tet die Lauf­ver­an­stal­tung “Zucker­spiel” im Burg­holz jedes Jahr im Früh­jahr an — und ist genau das nicht, ein Zucker­spiel. Am 6. April 2013 ver­starb Vol­ker Schult­heiß, ein erfah­re­ner Läu­fer auf der Distanz, im Kran­ken­haus am Arren­berg, nach­dem er wäh­rend des Halb­ma­ra­thons zusam­men­ge­bro­chen war.1 Dem 56jährigen Mann aus Ker­pen setz­ten die Ver­an­stal­ter am Unglücks­ort im April 2014 einen Gedenk­stein.2


Gedenkstein für Johan Bastiaan Benner

Den Gedenk­stein ziert ein Rosen­strauch, wie alle Grä­ber des Fried­hofs.

Am 25. Sep­tem­ber 2015 weih­te die nie­der­län­disch-refor­mier­te Gemein­de auf ihrem male­ri­schen Fried­hof am Katern­berg einen Gedenk­stein für den nie­der­län­di­schen Zwangs­ar­bei­ter Johan Bas­tia­an Ben­ner, genannt Bas, ein. Er wur­de 1907 in Rot­ter­dam gebo­ren, mach­te eine Schrei­ner-Leh­re, hei­ra­te­te 1935 sei­ne Frau Fien und bekam mit ihr 1942 ein lang­ersehn­tes Kind namens Hans. Am 10. und 11. Novem­ber 1944, in den letz­tem Kriegs­mo­na­ten, zwan­gen die Deut­schen in Rot­ter­dam 50.000 Män­ner zur Arbeit nach Deutsch­land. Meh­re­re nie­der­län­di­sche Zwangs­ar­bei­ter fan­den Hil­fe und auch Unter­schlupf im Haus von Pas­tor Bück­mann, der der nie­der­län­disch-refor­mier­ten Gemein­de in die­ser Zeit vor­stand. Bas Ben­ner hat­te schon in den Nie­der­lan­den mit einer Lun­gen­krank­heit zu kämp­fen und ver­lor den Kampf unter den Bedin­gun­gen der Zwangs­ar­beit am 22. Febru­ar 1945. Am 1. März 1945 wur­de er auf dem Fried­hof an der Katern­ber­ger Stra­ße bei­ge­setzt. Ver­mut­lich 1955 wur­den sei­ne Gebei­ne auf den Ehren­fried­hof für die nie­der­län­di­schen Kriegs­op­fer in Düs­sel­dorf-Ober­bilk über­führt.


Nach­dem eine Enke­lin Bas Ben­ners die Spu­ren ihres Groß­va­ters such­te, wur­de der Kon­takt zur Gemein­de in Wup­per­tal wie­der her­ge­stellt. Die nie­der­län­disch-refor­mier­te Gemein­de erklärt zu dem Gedenk­stein:

Wir möch­ten der Erin­ne­rung an das Leben und Lei­den von Bas Ben­ner mit dem Gedenk­stein eine blei­ben­de Gestalt geben. Sei­ne Ver­schlep­pung und das dar­aus ent­stan­de­ne Elend ste­hen stell­ver­tre­tend für das Leid von 20.000 bis 25.000 Zwangs­ar­bei­tern, die in den Kriegs­jah­ren in Wup­per­tal ver­sklavt und aus­ge­beu­tet wur­den. Min­des­tens 1.107 von ihnen star­ben dabei. Mit dem Gedenk­stein erin­nern wir an das Leid, das ver­meint­lich min­der­wer­ti­gen Men­schen ange­tan wur­de. Und gleich­zei­tig erin­nern wir an die klei­nen, unschein­ba­ren Taten des Mit­leids und der Güte.“1


Eine aus­führ­li­che­re Beschrei­bung von Bas Ben­ners Leben und der Geschich­te des Gedenk­steins fin­det sich in einem Info­blatt der Gemein­de.

Der Gedenk­stein

Die Inschrift lau­tet:

Im Geden­ken an
Johan Bas­ti­an Ben­ne­rIm 2.Weltkrieg als einer von
vie­len tau­sen­den Zwangs­ar­bei­tern
nach Wup­per­tal ver­schleppt
geb. 14. Sept. 1907 in Rot­ter­dam, NL
gest 22.Febr.1945 in Elber­feld
hier am 1. März 1945 beerdigt“Kommt, wir wol­len
wie­der zum herrn!
Denn er hat uns zer­ris­sen,
er wird uns auch hei­len.”
hosea 6,1″

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Schwebebahn-Denkmal Vohwinkel

Ein Dreh­ge­stell.

Seit dem 14. Novem­ber 2015 erin­nern am Sta­ti­ons­gar­ten in Voh­win­kel, unmit­tel­bar an der End­hal­te­stel­le der Ein­schie­ni­gen Hän­ge­bahn Sys­tem Eugen Lan­gen, vier Expo­na­te an die Geschich­te der Schwe­be­bahn. Ein Dreh­ge­stell mit Schie­ne, zwei Kno­ten des Gerüst­fach­werks aus der obe­ren und unte­ren Hori­zon­ta­len und ein Fuß einer Pen­del­stüt­ze der Land­stre­cke bil­den zusam­men mit erklä­ren­den Tafeln zum Bau, Betrieb und der Erneue­rung der Schwe­be­bahn ein Tech­nik­denk­mal.


Pen­del­stüt­ze

Die Idee dazu stammt von Micha­el Spit­zer, dem Vor­sit­zen­den der “Akti­on V”, die Mit­tel und Aus­stel­lungs­stü­cke stell­ten Spon­so­ren und der För­der­ver­ein His­to­ri­sche Schwe­be­bahn bereit. Die Ein­wei­hung des Parks fand am sel­ben Tag statt, an dem der ers­te neue Schwe­be­bahn­wa­gen Wup­per­tal erreich­te und vor­ge­stellt wur­de.1


Fach­werk aus der unte­ren Hori­zon­ta­len

Fach­werk aus der obe­ren Hori­zon­ta­len.

 

Gedenktafel für Dr. Alfred Heimann

Nur noch Text­frag­men­te sind vom Schild zu lesen, in der Spie­ge­lung noch weni­ger.

Im Som­mer 2010 führ­te Till Söling die Enkel­töch­ter des frü­he­ren Wup­per­ta­ler Kin­der­arz­tes Dr. Alfred Hei­mann durch die alte Hei­mat­stadt ihres Groß­va­ters. Die Rou­te führ­te zur neu­en Syn­ago­ge, der Begeg­nungs­stät­te Alte Syango­ge, zu einem jüdi­schen Fried­hof und zum Haus, in dem Dr. Hei­mann sei­ne Pra­xis hat­te. Zur Über­ra­schung aller, waren dort auf dem Stein die Über­res­te des alten Pra­xis­schil­des zu sehen. Till Söling, der selbst Pati­ent hier gewe­sen war und das Haus kennt, erklär­te sich die plötz­li­che Ent­de­ckung mit dem Aus­zug eines Haus­be­woh­ners und der damit ein­her­ge­hen­den Demon­ta­ge eines Schil­des, das den Über­rest des alten ver­deckt hat­te.1

Dr. Hei­mann und sei­ne Fami­lie konn­ten vor der Ver­fol­gung durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten zunächst 1938 nach Hol­land und 1940 in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten flie­hen.

Im Anschluss an die­se Ent­de­ckung bemüh­te sich Till Söling um den Schutz des Schil­des mit einer Glas­plat­te und einer klei­nen metal­le­nen Gedenk­ta­fel.


Die Gedenk­ta­fel

Die Inschrift lau­tet:

“Zur Erin­ne­rung an den
bekann­ten und belieb­ten Kin­der­arzt
Dr. Alfred Hei­mann,
der in die­sem Hau­se leb­te und prak­ti­zier­te
bis zu sei­ner Ver­trei­bung im Jah­re 1938.

Gestif­tet von sei­nen Kin­dern und Enkeln”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Das zerbrochene Herz

Die Bal­lons gehö­ren nicht zum Kon­zept.

Im Dezem­ber 2000 stell­te man im Rat­haus Bar­men die Skulp­tur “Das zer­bro­che­ne Herz” auf, mit der die 2012 ver­stor­be­ne Wup­per­ta­ler Bild­haue­rin Ulle Hees an die Dich­te­rin Else Las­ker-Schü­ler erin­ner­te. Das zer­bro­che­ne Herz sym­bo­li­siert die drei Begrif­fe Trau­er, Exil und Poe­sie, die das Wesen und Leben Else Las­ker-Schü­lers beschrei­ben. Sie mahnt vor der von Natio­nal­so­zia­lis­ten ver­ord­ne­ten Wort­lo­sig­keit durch erzwun­ge­ne Emi­gra­ti­on und Bücher­ver­bren­nung, erin­nert an das lite­ra­ri­sche Schaf­fen Las­ker-Schü­lers, ihre Weg­be­glei­ter und ihre Kind­heit in Elber­feld. Die 1,65 m hohe Ste­le wur­de der Stadt Wup­per­tal vom Rons­dor­fer Unter­neh­mer Enno Spring­mann gestif­tet. Nach­dem sie zunächst im Ein­gang des Bar­mer Rat­hau­ses eine Hei­mat gefun­den hat­te, soll­te sie zur Spiel­zeit 2001/2002 ins Schau­spiel­haus umzie­hen.1


Auf den Herz­tei­len fin­den sich Wort und Moti­ve aus Las­ker-Schü­lers Wer­ken.

Im Juni 2014 zog die Skulp­tur dann vom Opern­haus in das Rat­haus Elber­feld. Enno Spring­mann hat­te dar­um gebe­ten, da er der Mei­nung war, dass im Opern­haus zu wenig Betrach­ter “Das zer­bro­chen Herz” sehen konn­ten. Nun steht sie auf dem ers­ten Trep­pen­ab­satz gegen­über dem Haupt­ein­gang.2


Die Inschrift

Das zer­bro­che­ne Herz
Bron­ze-Ste­le von Ulle Hees
zur Erin­ne­rung an die Dich­te­rin Else Las­ker Schü­ler
Geb. 1869 in Wup­per­tal, Gest. 1945 in Jeru­sa­lem
Geschenk der Enno- und Chris­ta Spring­mann-Stif­tung
an die Stadt Wup­per­tal, Dezem­ber 2000


Die Boden­plat­te.

Wei­te­re Gedenk­zei­chen zur Erin­ne­rung an Else Las­ker-Schü­ler:
Mein­wärts
Gedenk­ta­fel am Geburts­haus
Gedenk­ta­fel am Wohn­haus


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Leonhard-Tietz-Gedenktafel

Am 17. Sep­tem­ber 2015 weih­ten die GALERIA Kauf­hof (Eigen­schreib­wei­se) und die Begeg­nungs­stät­te Alte Syn­ago­ge an der Nord­fas­sa­de des 1912 errich­te­ten Kauf­hau­ses eine glä­ser­ne Gedenk­ta­fel ein, die an Leon­hard Tietz erin­nert. Leon­hard Tietz wur­de 1849 in Birn­baum (heu­te Międ­zy­chód in Polen, damals Preu­ßen) gebo­ren und mach­te sich 1879 in Stral­sund mit einem Tex­til­ge­schäft selbst­stän­dig. 1889 eröff­ne­te er sein ers­tes Geschäft in West­deutsch­land, in der Her­zogstra­ße in Elber­feld. Rasch ver­grö­ßer­te er sein Geschäft, expan­dier­te in ande­re rhei­ni­sche Städ­te und errich­te­te, wie in Elber­feld 1912, die ers­ten Kauf­häu­ser moder­nen Typs. Er starb  im Novem­ber 1914 und hin­ter­ließ ein Unter­neh­men mit 5000 Ange­stell­ten und 25 Nie­der­las­sun­gen.

Die Gedenk­ta­fel erin­nert aber nicht nur an den Kauf­hau­spio­nier Tietz, son­dern auch an die Aus­gren­zung des jüdi­schen Unter­neh­mens Tietz aus der deut­schen Wirt­schaft im Natio­nal­so­zia­lis­mus, aus dem die West­deut­sche Kauf­hof AG und schließ­lich die GALERIA Kauf­hof her­vor ging. Mit der 1912 erfolg­ten Aus­stel­lung und der nun ange­brach­ten Gedenk­ta­fel über­nimmt das Unter­neh­men offi­zi­ell und öffent­lich Ver­ant­wor­tung für die Berau­bung von Juden im Natio­nal­so­zia­lis­mus.1


Die Gedenk­ta­fel (links) und ihre Kopie im Schau­fens­ter.

Wie in jüngs­ter Zeit üblich, ver­bin­det die Gedenk­ta­fel die Aspek­te Erin­ne­rung und Ler­nen durch einen aus­führ­li­chen Text und ein Bild vom Innen­le­ben des Waren­hau­ses. Beglei­tet wird die Ein­wei­hung durch eine Schau­fens­ter­aus­stel­lung.


Die Schau­fens­ter­aus­stel­lung.

Gedenktafel für das Barmer Stadion

Das alte Gebäu­de ist auf dem Foto der Gedenk­ta­fel…

Am 20. Novem­ber 20011 brach­te der Bür­ger­ver­ein Hoch­bar­men am letz­ten vom Sta­di­on Bar­men noch exis­tie­ren­den Gebäu­de an der Müngs­te­ner Stra­ße eine Gedenk­ta­fel an, die an die­se Sport­stät­te erin­nert. Heu­te befin­det sich dort (noch) die Bereit­schafts­po­li­zei.


…von der ande­ren Sei­te zu sehen.

Die Inschrift lau­tet schlicht:

Die Auf­nah­me zeigt das 1909 eröff­ne­te
Bar­mer Sta­di­on
Das Gebäu­de in der Bild­mitt ist bis heu­te erhal­ten und
steht an der Müngs­te­ner Stra­ße (Stand­ort die­ser Gedenk­ta­fel)
Gestif­tet vom Bür­ger­ver­ein Hoch­bar­men e.V.
(2001)


Gedenktafel am Mittelpunkt Wuppertals

Wup­per­tal ist poly­zen­trisch, liegt zum Groß­teil in einem lang­ge­streck­ten, engen Tal und ist auch sonst kei­ne nor­ma­le Stadt. Dar­an erin­nert seit dem 12. August 2009 eine Gedenk-/Er­klär­ta­fel, die anläß­lich der som­mer­li­chen Wan­der­ge­sprä­che mit Ober­bür­ger­meis­ter Peter Jung auf­ge­stellt wur­de. Sie kenn­zeich­net den geo­gra­phi­schen Mit­tel­punkt der Stadt; mit­ten im Bar­mer Wald am Ende der Busch­stra­ße.1


Der wohl grüns­te Mit­tel­punkt einer deut­schen Groß­stadt.

Geo­gra­phi­sche Koor­di­na­ten:
öst­li­che Län­ge: 7° 10′ 08,24″
nörd­li­che Brei­te: 51° 15′ 02,97″

UTM-Koor­di­na­ten (ETRS 89):
Rechts­wert: 32372215,0
Hoch­wert: 5679310,7

Höhe über NHN: 236,3 Meter.


Die Tafel im Detail.

Neben einem Kar­ten­aus­schnitt wird noch das Berech­nungs­ver­fah­ren erläu­tert:

Sie befin­den sich am Mit­tel­punkt Wup­per­tals, der über auf­wän­di­ge Berech­nungs­me­tho­den durch die Stadt Wup­per­tal (Res­sort Ver­mes­sung, Katas­ter­amt und Geo­da­ten) ermit­telt und nun auch in der Natur mar­kiert wur­de. Die­ser phy­si­ka­li­sche Mit­tel­punkt Wup­per­tals wird bestimmt als Schwer­punkt der Stadt­flä­che. In die Berech­nung geht die Flä­che des Stadt­ge­bie­tes mit allen Koor­di­na­ten der Stadt­gren­ze ein. Die Stadt­flä­che wird rech­ne­risch in vie­le klei­ne Drei­ecke geteilt, deren Schwer­punk­te aus dem Schnitt­punkt der Sei­ten­hal­bie­ren­den berech­net wer­den. Aus die­sen Schwer­punk­ten wird ein gewich­te­tes Mit­tel gebil­det und damit der Flä­chen­schwer­punkt bestimmt. Wür­de man die Flä­che Wup­per­tals als ebe­ne Plat­te aus­schnei­den, könn­te die Flä­che im Schwer­punkt aus­ba­lan­ciert wer­den.”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te