Brunnen mit Putten am Toelleturm

Der Brun­nen am Toel­le­turm.

1927 fei­er­te die Fir­ma Vor­werk & Sohn das 100jährige Bestehen des Betriebs und aus die­sem Anlass stif­te­te Wil­helm Vor­werk im Namen der Fami­lie der Stadt Bar­men einen Brun­nen, der am 21. August 1929 vor dem Luft­kur­haus am Toel­le­turm ein­ge­weiht wur­de. Für die Instand­set­zung und Regu­lie­rung des Plat­zes, sowie den Ein­bau der Was­ser­lei­tung hat­te die Stadt Bar­men 16.000 RM bereit­ge­stellt. Was mit der bis­her dort ste­hen­den Flo­ra pas­sier­te, ist unbe­kannt.


Der Brun­nen auf einer Post­kar­te.

Der Brun­nen des in Elber­feld gebo­re­nen Bild­hau­ers Paul Wyn­and besteht aus einem acht­ecki­gen Was­ser­be­cken, in des­sen Mit­te sich in drei Stu­fen über­ein­an­der­ge­la­ger­te Scha­len befin­den. Das Was­ser fließt aus der obers­ten Scha­le kas­ka­den­ar­tig in das Becken hin­ab. Zur Her­kunft des Steins bestehen unter­schied­li­che Anga­ben, so wird von frän­ki­schem Muschel­kalk, aber auch vom Dolo­mit­kalk­stein vom Stein­bruch am Kir­berg gespro­chen. Am Rand des Beckens befan­den sich vier 90–100cm gro­ße Bron­ze­grup­pen, die Put­ten dar­stell­ten, die mit Del­phi­nen spiel­ten. Im Zwei­ten Welt­krieg wur­den sie bei einer Metall­samm­lung ent­fernt und konn­ten nicht wie­der­ge­fun­den wer­den. Eine Neu­schöp­fung der Figu­ren wur­de durch den Tod Wyn­ands am 2. März 1956 ver­hin­dert.


Put­te und Del­phin auf einer Foto­gra­fie. Ent­nom­men aus: Gene­ral-Anzei­ger der Stadt Wup­per­tal vom 14.September 1935.

Mehr­mals wur­de der Brun­nen inzwi­schen restau­riert, unter ande­rem 1967 vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Joa­chim Wolf-Mül­ler.1 Zwi­schen 19922 und 19983 lag er tro­cken. Damals bezif­fer­te die Stadt die Kos­ten der Reno­vie­rung auf 30.000 DM. Wann die­se durch­ge­führt wur­de, wird noch nach­ge­tra­gen.


Der Brun­nen im Som­mer 2011.

Die Bronzesockel der Lichtmasten am Alten Markt

Der Alte Markt auf einer Post­kar­te. Im Hin­ter­grund die Schwe­be­bahn, im Vor­der­grund einer der Licht­mas­ten mit den heu­te noch exis­tie­ren­den Bron­ze­so­ckeln. Die Auf­nah­me ent­stand um das Jahr 1930. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 12.6.1

1927 wur­de auf dem Alten Markt in Bar­men die Ver­kehrs­in­sel ver­grö­ßert und dabei umge­stal­tet. Dabei stell­te man drei gro­ße, vier­ar­mi­ge Licht­mas­ten auf, deren auf­wen­di­gen Bron­ze­so­ckel vom aus Elber­feld stam­men­den Bild­hau­er Paul Wyn­and gestal­tet wur­den. Im “Drit­ten Reich” dien­ten sie auch als Flag­gen­mas­ten.


Der Alte Markt im Jahr 1963. Vor der Ver­kehrs­in­sel ist einer der Licht­mas­ten zu sehen. Das Bild wur­de freund­li­cher Wei­se zur Ver­fü­gung gestellt von Bern­hard Ter­jung.

Die Luft­an­grif­fe des Zwei­ten Welt­kriegs über­stan­den die Licht­mas­ten auf wun­der­sa­me Wei­se unbe­scha­det. 1963 wur­de der Alte Markt erneut umge­stal­tet. Die Stra­ßen­bah­nen ver­schwan­den aus die­sem Bereich und wur­den auf die neue B7 ver­legt, die gro­ße Kreu­zung und der neue Schwe­be­bahn­hof ent­stan­den. Die Linie nach Hatz­feld wur­de ein­ge­stellt. Die Ver­kehrs­in­sel (der “Pud­ding”) ver­schwand. Die Bron­ze­so­ckeln der Licht­mas­ten ver­wen­de­te man für drei neue Kan­de­la­ber mit gedrun­ge­nem Auf­bau, die auf dem Rat­haus­platz in Bar­men (zwei) und in der Elber­fel­der Fuß­gän­ger­zo­ne (einer) auf­ge­stellt wur­den. 1969 wur­de der ers­ten Kan­de­la­ber am heu­ti­gen Johan­nes-Rau-Platz auf­ge­stellt, 1971 wur­de die drit­te zum Abschluss des Umbaus des von-der-Heydt-Plat­zes in Elber­feld dort plat­ziert.1


Einer der bei­den Kan­de­la­ber am Johan­nes Rau Platz.

Den Abschluss der Sockel bil­den Tier­ge­stal­ten, hier ein Löwe, wäh­rend am Fuß des Sockels…

…Dar­stel­lun­gen von sit­zen­den Men­schen zu fin­den sind.

Der Kan­de­la­ber an der Ecke Herzogstr./Erholungstr.

Sit­zen­der Mann.

Gehörn­tes Getier

Posi­ti­on des Kan­de­la­bers in Elber­feld


Posi­ti­on des Kan­de­la­bers in Bar­men


Figuren von Mars und Venus am Planetarium

Das Bar­mer Pla­ne­ta­ri­um mit sei­ner mar­kan­ten Kup­pel, der Ein­gang wur­de von zwei Sta­tu­en “Mars” und “Venus” flan­kiert. Post­kar­ten­samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum.

Das Bar­mer Pla­ne­ta­ri­um in den Bar­mer Anla­gen wur­de am 18.Mai 1926 eröff­net und setz­te als ers­tes sei­ner Art einen neu­ar­ti­gen opti­schen Pro­jek­ti­ons­ap­pa­rat der Fir­ma Carl Zeiss ein, des­sen Pro­to­typ spä­ter im Deut­schen Muse­um in Mün­chen stand. Im Herbst 1924 hat­ten sich Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Hart­mann und der Bei­ge­ord­ne­te Prof. Dr. Greß­ler die­sen Pro­to­typ im Pla­ne­ta­ri­um auf dem Gelän­de der Zeiss-Wer­ke ange­se­hen und emp­fah­len der Stadt­verod­ne­ten-Ver­samm­lung dar­auf­hin die Anschaf­fung eines Pla­ne­ta­ri­ums. Der Bau und die Ein­rich­tung schlu­gen mit 350.000 RM zu Buche und wur­de trotz der wirt­schaft­li­che schwie­ri­gen Lage nach der galop­pie­ren­den Infla­ti­on von 1923 durch­ge­führt. Nach­dem nach eini­ger Dis­kus­si­on auch ein Stand­ort gegen­über der Stadt­hal­le in den Bar­mer Anla­gen gefun­den wur­de, konn­te der Bau begin­nen. Es fass­te mit sei­ner 1000 km² gro­ßen Kup­pel 600 Besu­cher und wur­de nur vom Düs­sel­dor­fer Pla­ne­ta­ri­um über­trof­fen.1


Ansicht des Ein­gangs des Pla­ne­ta­ri­ums. Ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Bar­men, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben im Auf­trag des Ober­bür­ger­meis­ters vom Bei­ge­ord­ne­ten Stadt­bau­rat Köh­ler, 3.Auflage, 1928, S. 112.

Auf­grund der Hang­lan­ge muss­te der Ein­gang über meh­re­re Trep­pen erschlos­sen wer­den, an deren Ende zwei Sta­tu­en des in Elber­feld gebo­re­nen und in Ber­lin leben­den Bild­hau­ers Paul Wyn­and ihren Platz fan­den. Die über­le­bens­gro­ßen Figu­ren aus Muschel­kalk stell­ten Mars und Venus dar.2


Foto­gra­fie der Venus. Ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Bar­men, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben im Auf­trag des Ober­bür­ger­meis­ters vom Bei­ge­ord­ne­ten Stadt­bau­rat Köh­ler, 3.Auflage, 1928, S. 113.

Beim Luft­an­griff auf Bar­men in der Nacht auf den 30.Mai 1943 wur­de das Gebäu­de schwer beschä­digt und 1955 wur­de die Rui­ne abge­bro­chen. Mit dem Pla­ne­ta­ri­um wur­den auch die Figu­ren zer­stört.3

Seit 1997 erin­nert ein Gedenk­stein an das Pla­ne­ta­ri­um, im ent­spre­chen­den Ein­trag wird die Geschich­te des Pla­ne­ta­ri­ums etwas aus­führ­li­cher dar­ge­stellt.

Posi­ti­on der Kunst­wer­ke auf der Kar­te


Figurenschmuck am Barmer Rathaus

Die Atti­ka des Bar­mer Rat­hau­ses im Herbst 2012.

Am 23.April 1921 wur­de das neue Bar­mer Rat­haus ein­ge­weiht. Der Grund­stein für den vom Darm­städ­ter Pro­fes­sor Karl Roth ent­wor­fe­nen Bau wur­de bereits am 23.Mai 1908 durch Kai­ser Wil­helm II. gelegt, doch finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten und der Ers­te Welt­krieg sorg­ten dafür, dass der Bau erst fer­tig gestellt wur­de, als Deutsch­land bereits eine Repu­blik war. Karl Roth, der zuvor bereits das Dresd­ner Rat­haus geplant hat­te, beauf­trag­te den Dresd­ner Bild­hau­er Richard Guhr mit der Aus­schmü­cken des Rat­hau­ses durch Bau­plas­ti­ken. Für die Atti­ka schuf Guhr dar­auf­hin die Model­le für die “acht Bei­ge­ord­ne­ten”, die vor Ort vom Bar­mer Bild­hau­er Hein­rich Ost­lin­ning geschaf­fen wur­den. Sie stel­len — von links nach rechts — die fol­gen­den Zwei­ge der städ­ti­schen Ver­wal­tung dar:


Wohl­fahrts­pfle­ge und All­ge­mei­ne Ver­wal­tung

Tief­bau und Rechts­pfle­ge
Gesund­heits­pfle­ge und Hoch­bau

Finanz­we­sen und Schul­we­sen.

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­den die Figu­ren auf der Atti­ka beschä­digt und ent­fernt, bis sie ab 1953 vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Joa­chim Wolf-Mül­ler und der Werk­statt Hugo Wes­sel­mann restau­riert wur­den, eini­ge Figu­ren wur­den auch in der Fir­ma Dor­gatehn in Duis­burg-Ham­born auf­ge­ar­bei­tet. Im Dezem­ber 1957 konn­ten sie ihren Platz in luf­ti­ger Höhe wie­der ein­neh­men.
An den Sei­ten der Frei­trep­pe fin­den sich — eben­falls von Guhr ent­wor­fen und von Ost­lin­ning aus­ge­führt — die alle­go­ri­schen Dar­stel­lun­gen der Rhein­pro­vinz und der Bar­me­nia, die das Selbst­ver­ständ­nis der Stadt selbst und ihrer Zuge­hö­rig­keit zur preu­ßi­schen Rehin­pro­vinz aus­drü­cken sol­len.


Die alle­go­ri­sche Figur der Rhein­pro­vinz “Rhen­ania” mit Kind, Schild und Adler.

Rhen­ania von der ande­ren Sei­te.

Bar­me­nia mit Helm.

… Kind und Löwe.

Über dem Sei­ten­ein­gang an der Weg­ner­stra­ße wur­de ein wie­der­um von Richard Guhr ent­wor­fe­nes und dies­mal vom Bar­mer Bild­hau­er Georg Kau­per in Muschel­kalk aus­ge­führ­tes Reli­ef ange­bracht.


Das Reli­ef an der Weg­ner­stra­ße. Es zeigt unter ande­rem einen Löwen­kopf, Put­ten, einen ver­wun­de­ten Sol­da­ten, ein jun­ges Mäd­chen, zwei Non­nen, und meh­re­re Gelehr­te oder auch Rats­her­ren. Außer­dem ist eine Flam­me auf einem Sockel aus­zu­ma­chen, an deren Scha­le ein Eiser­nes Kreuz zu sehen ist.

An der West­sei­te des Rat­hau­ses, am heu­te geschlos­se­nen Ein­gang am Heu­bruch, fin­det sich eine Bron­ze­fi­gur des aus Elber­feld stam­men­den und in Ber­lin arbei­ten­den Bild­hau­er Paul Wyn­and. Die Figur, die frü­her ver­gol­det war, sym­bo­li­siert die für Bar­men so wich­ti­ge Tex­til­in­dus­trie.


Die Figur der Tex­til­in­dus­trie mit ihrer Spin­del von Paul Wyn­and.

Paul Wyn­and ent­warf auch die Model­le der Put­ten aus Stein für den Innen­hof des Rat­hau­ses, die vom Düs­sel­dor­fer Bild­hau­er Theo­dor Haa­ke aus­ge­führt wur­den und nicht mehr exis­tie­ren. Paul Wyn­and schuf außer­dem die Bron­ze­so­ckel der bei­den Fah­nen­mas­ten auf dem Rat­haus­platz.1


Der figu­ren­rei­che Sockel.

Detail­an­sicht

Ende Mai 1999 muss­ten die 80 Jah­re alten Mas­ten wegen Rost­schä­den ent­fernt und durch rost­freie Nach­fol­ger ersetzt. Bei der Gele­gen­heit wur­den die Bron­ze­so­ckel mit ihren Figu­ren gerei­nigt und poliert. Die für 80.000 DM sanier­ten Mas­ten mit ihren Sockeln wur­den Ende Juni 2000 wie­der auf­ge­stellt.2


nsicht des Rat­hau­ses auf einer Post­kar­te, die 1932 ver­schickt wur­de. Die ursprüng­li­che Dach­form ist gut zu erken­nen. (Bild ergänzt am 7.November 2012)

Posi­ti­on der Kunst­wer­ke auf der Kar­te


Bökelbrunnen (1920)

Das Vier­tel am Bökel auf einer colo­rier­ten Post­kar­te. (ergänzt am 24. Janu­ar 2014)

Im Mai 1920 wur­de der ers­te Bökel­brun­nen aus Anlass des 50jährigen Bestehens des Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­eins (gegrün­det am 23. Mai 1870) gestif­tet und ein­ge­weiht. Die Schen­kung wur­de dem Ober­bür­ger­meis­ter Elber­felds per Brief am 4. August 1917 ange­kün­digt und die Finanz­kom­mis­si­on nahm die­se am 11. August, die Stadt­ver­ord­ne­ten-Ver­samm­lung am 4. Sep­tem­ber 1917 an. Im Dezem­ber 1918 wur­de das Brun­nen­be­cken aus Muschel­kalk von der Fir­ma Schil­ling in Kirch­heim bei Würz­burg fer­tig­ge­stellt. Aller­dings konn­te es wegen der Umstän­de — der Ers­te Welt­krieg war ver­lo­ren, die Revo­lu­ti­on feg­te die Mon­ar­chie hin­weg — nicht ver­schickt wer­den. Auch die Beschaf­fung von Bron­ze für die Figur des Elber­fel­der Bild­hau­ers Prof. Erich Cleff war schwie­rig. Außer­dem wur­de der Bild­hau­er krank, sodass im Mai 1920 zunächst nur die Brun­nen­scha­le am Bökel auf­ge­stellt wur­de. Der Bereich Bökel wur­de durch den Zwei­ten Welt­krieg und den Umbau des Döp­pers­bergs mas­siv ver­än­dert, sodass es heu­te kei­ner­lei Spu­ren von die­sem Armen­vier­tel mit sei­nen Fach­werk­häu­sern mehr gibt. Heu­te befin­det sich hier das Wil­helm-Dör­pfeld-Gym­na­si­um und der Erwei­te­rungs­bau der Spar­kas­se.


Der Bökel­brun­nen vor 1928. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum 010/5/57

Die Kna­ben­fi­gur, die in den Hän­den zwei klei­ne Vögel hält, folg­te erst im Jahr 1922. Im April 1922 wur­de das “Brun­nen­bu­berl” beim Ver­such, es vom Sockel zu rei­ßen, beschä­digt und im Mai 1922 instand gesetzt. Eine Zei­tung berich­te­te, dass die Kin­der des Vier­tels bereits eine Trau­er­fei­er abge­hal­ten hat­ten und einen Eichen­kranz, ein sil­ber­nes Kreuz und eine Tafel mit der Inschrift “Zur Erin­ne­rung an unser totes Män­neken” am Brun­nen nie­der­ge­legt hat­ten, da sie dach­ten, die Figur wäre für immer ent­fernt wor­den.

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de der Brun­nen mit­samt dem Vier­tel zer­stört. 1961 wur­de er erneut gestif­tet und die Figur erneut von Erich Cleff gestal­tet. 1

Brunnen am Schwarzen Mann

Der Brun­nen am Schwar­zen Mann auf einer Foto­gra­fie unbe­kann­ten Datums. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum 010/18/11.

Aus den Wup­per­ta­ler Adress­bü­chern der Jah­re 1930 — 1942 stammt eine klei­ne Notiz, dass die­ser Brun­nen im Mai 1919 am Schwar­zen Mann errich­tet wur­de. Der Name des Ortes stammt von einer klei­ner Stra­ße zwi­schen der Augus­ta­stra­ße und der Rons­dor­fer Stra­ße, die wie­der­um nach eine gro­ßen, frei­ste­hen­den Lin­de in der Dis­tel­beck benannt wur­de, die man “Schwar­zer Mann” nann­te.

Die Brun­nen­scha­le über­stand den Zwei­ten Welt­krieg und die Umge­stal­tung des Are­als beim Neu­bau der Rons­dor­fer Stra­ße mit dem Bau der Blank­stra­ße zum Klee­blatt und steht heu­te am Ende eines Weges zur Dürer- und Augus­ta­stra­ße in der Grün­an­la­ge am Uel­len­berg neben dem Kin­der­spiel­platz.1


Die Brun­nen­scha­le nahe der Rons­dor­fer Stra­ße.

Posi­ti­on des Brun­nens auf der Kör­per


Steinerner Engel

Die Fried­hofs­ka­pel­le am Unt­er­bar­mer Fried­hof

Es war ein Sams­tag­nach­mit­tag, als am 1.Juni 1929 die Ver­ei­nig­te evan­ge­li­sche Gemein­de Unt­er­bar­men am Unt­er­bar­mer Fried­hof ihre neue Fried­hofs­ka­pel­le ein­weih­te. Seit­dem emp­fängt ein stei­ner­ner Engel die Besu­cher am Trep­pen­auf­gang. Geschaf­fen wur­de er vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Ernst Hahn nach leben­dem Vor­bild, der Gat­tin des Pia­nis­ten Harald Hell­manns­ber­ger.1


Der Stei­ner­ne Engel.

Steinfigur Schütze

Die Schüt­zen­stras­se beginnt hier und führt nach links, rechts die Rödi­ger Stras­se.

Unge­fähr im Jahr 1932 wur­de die Häu­ser Rödi­ger Str.150 und Schüt­zen­str. 2 und 2a im Nor­den Bar­mens fer­tig­ge­stellt. Sie wur­den errich­tet im Auf­trag der Bau­ge­nos­sen­schaft Eigen­heim aus Mül­heim (Ruhr) vom Archi­tek­ten Prof. Peter Klotz­bach. Auf einem gemau­er­ten Pfei­ler steht in Höhe der ers­ten Eta­ge eine Stein­fi­gur, die mit einem Gewehr bewaff­net ist. Unklar ist, ob die Figur von Peter Klotz­bach stammt.


Der Schüt­ze.

Die Schüt­zen­str., die hier beginnt, wur­de 1873 nach der Bar­mer Schüt­zen­ge­sell­schaft  benannt, die ihr Schüt­zen­haus 1868 in der Schüt­zen­str. Nr. 25 erbau­te. Doch bereits 1889 war das Haus nicht mehr in ihrem Besitz.1

Zwei Säulen des alten Barmer Rathauses

Ehe­mals Teil des Bar­mer Rat­hau­ses, heu­te am Nord­park.

1797 ließ sich Fried­rich Bredt am Werth in Bar­men ein Pri­vat­haus im ita­lie­ni­schen Stil errich­ten. 1825 erwarb die Stadt Bar­men das Haus von des­sen Schwie­ger­sohn, dem Frei­herrn von Car­nap, und rich­te­te dort ihr Rat­haus ein. 1908 schließ­lich leg­te man in Anwe­sen­heit des Kron­prin­zen­paa­res den Grund­stein zum Bau des heu­ti­gen Rat­hau­ses in Bar­men, auf des­sen Vor­platz das Haus Bredts einst stand. Wäh­rend der Bau­zeit von 1913–1921 wur­de die Vil­la Bredts Stück für Stück ent­fernt, zuletzt blie­ben noch die vier Säu­len des Ein­gangs übrig, von denen zwei 1926 auf Anre­gung des Stadt­bau­rats Hein­rich Köh­ler an der Wet­ti­ner Stra­ße und an der Melan­chthon­stra­ße auf­ge­stellt wurden.“Die zier­li­chen Sand­stein Säu­len, deren Schäf­te in den bei­den obe­ren Drit­teln kan­ne­liert sind [Aus­keh­lung eines Objek­tes mit senk­rech­ten, kon­ka­ven Fur­chen, Anm.] und gleich einer ioni­schen Säu­le in Volu­ten [frz. (abge­lei­te­tet) Aus­druck für eine Schne­cken­form, Anm.] enden, tru­gen […] den Altan [offe­ne, auf Stüt­zen oder Mau­ern ruhen­de Platt­form in einem Ober­ge­schoss eines Gebäu­des, Anm.] des alten Bar­mer Rat­hau­ses”, erklärt Ruth Mey­er-Kahr­weg in ihrem Stan­dard­werk Denk­mä­ler, Brun­nen und Plas­ti­ken in Wup­per­tal.1


Die Säu­le an der Grün­an­la­ge Wettiner/Hohenzollern Str. (Hal­te­stel­le Toel­le­turm)

Ergän­zung vom 25.10.2011:


Auf die­sem Bild des alten Bar­mer Rat­hau­ses kann man die Säu­len und den Altan des Gebäu­des erken­nen. Davor steht das Bar­mer Bis­marck-Denk­mal, wel­ches beim Neu­bau zur Ruh­mes­hal­le umzog. Ent­nom­men aus: West­deut­sche Zei­tung vom 21.02.1996. Das Bild ist in der Über­schrift auf das Jahr 1900 datiert.

Posi­ti­on der Säu­le auf den Süd­hö­hen


Posi­ti­on der Säu­le am Nord­park


Denkmal gegen Vivisektion

Denk­mal gegen Vivi­sek­ti­on.

Unweit des Rin­gel-Denk­mals, an der Kur­ve der Josef-Haydn-Stras­se, wo ein Weg in die Bar­mer Anla­gen führt, steht ein klei­ner unschein­ba­rer Sand­stein, den Johann Cas­par Engels, der in der Nähe wohn­te, vemut­lich vor dem Jahr 1930 errich­ten ließ. Im Namen des Wup­per­ta­ler Tier­schutz­ver­eins, der 1862 von Johann Carl Fuhl­rott gegrün­det wor­den war, mahnt er mit Hil­fe eines Zita­tes des Phi­lo­s­o­hen Scho­pen­hau­er den Kampf gegen Tier­miss­hand­lung und vor allem die Vivi­sek­ti­on an. Die Inschrift lau­tet:


Mot­to
“Tue Dei­nen Mund auf
für die Stum­men und für
die Sache aller, die ver-
las­sen sind”

Arthur Scho­pen­hau­er
1788–1860

In sei­nem Kamp­fe gegen
die “scheuss­li­che Tier­miss-
hand­lung” und gegen die
“ruch­lo­se Vivi­sek­ti­on”.

Der Wup­per­ta­ler Tier­schutz-
ver­ein”


Johann Cas­par Engels war auch der Stif­ter des ver­lo­re­nen Bron­ze­re­li­efs “Jesus heilt ein miß­han­del­tes Tier”, das an der Dicke-Ibach-Trep­pe zu fin­den ist.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te