Bronzerelief: Jesus heilt ein mißhandeltes Tier

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Die heu­ti­ge Replik.

Um das Jahr 1930 ließ der Bar­mer Tier­freund Johann Cas­par Engels (er stamm­te aus einem “jün­ge­ren Ast” der Bar­mer Engels-Fami­lie) ein Bron­ze­re­li­ef anfer­ti­gen, auf dem Jesus ein miss­han­del­tes Tier heilt. Eigent­lich woll­te er das Reli­ef, das der Ber­li­ner Bild­hau­er Rein­hold Kue­bert fer­tig­te, in sei­nem Gar­ten nahe den Bar­mer Anla­gen auf­stel­len, doch er zog in die Schweiz und ver­starb dort. Sei­ne Wit­we ver­schenk­te das Reli­ef dem Tier­schutz­ver­ein, der es dem Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein über­gab. Die­ser brach­te es schließ­lich in einer Nische der Dicke-Ibach-Trep­pe unter, die von der Josef- Haydn-Stra­ße auf die Bar­mer Anla­gen führt. Im April 1933 wur­de es ein­ge­weiht.


Namen der Stif­ter der Trep­pe.

Den Welt­krieg über­stand das Denk­mal an einem siche­ren Ort und wur­de 1950 nach Besei­tung der Kriegs­schä­den an der Trep­pe wie­der auf­ge­stellt.1 2006 wur­de das Reli­ef gestoh­len2 und blieb unauf­find­bar. Eine Wie­der­her­stel­lung des Denk­mals war dem Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein man­gels Geld­mit­teln nicht mög­lich, des­halb wur­de am 28.Oktober 2009 eine auf Metall gedruck­te Foto­gra­fie am alten Stand­ort ange­bracht. Der Heid­ter Bür­ger­ver­ein erklärt auf sei­ner Home­page:


Eini­ge spen­da­ble Bür­ger grif­fen im Som­mer das Pro­blem noch­mals auf und grif­fen ihre Kon­ten an. Auch die Stadt­spar­kas­se, der Heid­ter Bür­ger-Ver­ein und die Bezirks­ver­tre­tung Hecking­hau­sen leis­te­ten nicht uner­heb­li­che Bei­trä­ge und als i-Punkt spen­de­te die Fir­ma Run­kel & Schmidt eine Spe­zi­al­far­be, um das Foto des alten Reli­efs auf einer Metall­plat­te gegen Graf­fi­ti zu schüt­zen. Das Foto­ate­lier Kroll aus der Meckel­stra­ße rea­li­sier­te das Gan­ze und Herr Kroll brach­te am 28. Okto­ber 2009 das Metall­bild an der Trep­pe wie­der an.“3


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Foto­gra­fie des 2006 gestoh­le­nen Bron­ze­re­li­efs. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal 2.11.3

1928 hat­te Kue­bart für Engels bereits zwei Ruhen­de Hir­sche geschaf­fen, die heu­te im Kli­ni­kum Bar­men zu Hau­se sind.


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Todesengel an der Ottenbrucher Straße

Wo die Otten­bru­cher von der Bril­ler Stra­ße abzweigt, befin­det sich eine hohe Stütz­mau­er, die die ober­halb gele­ge­ne Mari­en­stra­ße von der dar­un­ter­lie­gen­den Otten­bru­cher Stra­ße trennt und sie stützt. In die­ser Stütz­mau­er befand sich bis zum Juli 1985 eine lee­re Nische. Seit jenem Monat ist sie wie­der bewohnt. Mit einer Ket­te gesi­chert schaut den Pas­san­ten ein auf einer Stee­le ange­brach­ter Toten­kopf von oben her­ab an. Die Pres­se tauf­te die Figur Todes­en­gel, da der Urhe­ber uner­kannt blieb. Man ent­schied sich, die Figur an Ort und Stel­le zu belas­sen. Erst spä­ter stell­te sich her­aus, dass Frank Brei­den­bruch  mit Freun­den die 120 x 26 cm gro­ße Figur aus bel­gi­schem Gra­nit mit Dübeln und Haken befes­tigt hat­te.


Todes­en­gel an der Otten­bru­cher Stra­ße.

Ver­gleicht man älte­re Bil­der mit dem heu­ti­gen, z.B. Ruth Mey­er-Kahr­wegs von 1985 (S. 512), fällt auf, dass eine schwe­re Ket­te mit ihre Vor­hän­ge­schloss inzwi­schen fehlt, an der lin­ken Sei­te sieht man noch die Befes­ti­gung und die Rost­fle­cken.1


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te