Bärengruppe

Glück­li­cher­wei­se sind es kei­ne Pro­blem­bä­ren…

Am 14. Dezem­ber 1970 wur­de auf dem Rast­platz Ster­nen­berg an der A46 in Fahrt­rich­tung Düs­sel­dorf eine Beton­plas­tik ein­ge­weiht, die zwei spie­len­de Bären dar­stellt. Die Auf­stel­lung hat­te sich durch den Tod des ursprüng­li­chen Künst­lers Curt Beck­mann aus Düs­sel­dorf, der das Modell geschaf­fen hat­te, ver­zö­gert. Her­mann Isen­mann voll­ende­te dann die Arbeit, die seit dem auf dem Rast­platz der Auto­bahn steht, die man damals noch Wup­per­schnell­weg nann­te. Auf­trag­ge­ber der 20.000 DM teu­ren Skulp­tur war der Land­schafts­ver­band Rhein­land.1


Gim­mie Five

Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Familie-Paßquali-Gedenktafel

Im April 2017 wur­de am Zaun der Chris­ti­an-Mor­gen­stern-Schu­le in Unt­er­bar­men eine Gedenk­ta­fel für die Sin­ti-Fami­lie Paß­qua­li ein­ge­weiht. Die 10köpfige Schau­stel­ler-Fami­lie wur­de von den Natio­nal­so­zia­lis­ten 1940 in einem Haus an der Ober­ber­gi­schen Stra­ße zwangs­an­ge­sie­delt. Im Febru­ar 1940 und im März 1943 wur­den Fami­li­en­mit­glie­der in die Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Sach­sen­hau­sen und Ausch­witz depor­tiert und bis auf weni­ge Aus­nah­men, ermor­det. Das Wohn­haus wur­de im Zwei­ten Welt­krieg zer­stört. Nur vier Fami­li­en­mit­glie­der, die am Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges von der Roten Armee und der US-ame­ri­ka­ni­schen Armee aus den Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern befreit wur­den, über­leb­ten den Geno­zid.


Die Gedenk­ta­fel zeigt Fotos der Ver­folg­ten des Natio­nal­so­zia­lis­mus und erklärt aus­führ­lich Leben und Ver­fol­gung der Fami­lie.

Der Ver­ein zur Erfor­schung der sozia­len Bewe­gung und die 12. Klas­se der Mor­gen­stern-Schu­le haben die Geschich­te, Leben und Ver­fol­gung der Fami­lie recher­chiert und die Gedenk­ta­fel gestif­tet. Zur Ein­wei­hung der Tafel mit einer Gedenk­fei­er in der alten Turn­hal­le kam auch Adria­no Paß­qua­li1, des­sen Vater das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger über­leb­te, sich aber nie davon erhol­te. 220.000 bis 500.000 Sin­ti und Roma wur­den durch die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ver­fol­gung ermor­det.2

Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen fin­den sich auf: http://www.gedenkbuch-wuppertal.de/de/sinti-und-roma-wuppertal


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Sussy-Dakaro-Gedenkstein

Am 24. Mai 2017 wur­de auf dem alten ev. Fried­hof in Sonn­born ein Gedenk­stein für die dort bestat­te­te Sus­sy Daka­ro errich­tet. Die Abori­gi­ne wur­de auf den Palm Islands im Nord­os­ten Aus­tra­li­ens gebo­ren und im Alter von 14 Jah­ren von Men­schen­händ­lern ver­schleppt. In soge­nann­ten Völ­ker­schau­en muss­te sie mit ande­ren Opfern des Kolo­nia­lis­mus in den USA und in Euro­pa für das dor­ti­ge Publi­kum eine „Neger­prin­zes­sin“ spie­len. Das Bild, das sie von der Kul­tur der Abori­gi­nes dar­stel­len muss­te, war frei erfun­den. Sol­che Völ­ker­schau­en waren damals beliebt. Beson­ders Robert Cun­ning­ham, der die Völ­ker­schau mit Sus­sy Daka­ro und ande­ren betrieb, beu­te­te sei­ne „Dar­stel­ler“ rück­sichts­los aus. Im Juni 1885 führ­te der Weg der Völ­ker­schau in den jun­gen Zoo im Wup­per­tal. Hier starb Sus­sy Daka­ro am 23. Juni 1885 im Alter von 17 Jah­ren an Tuber­ko­lo­se und wur­de auf dem Fried­hof bei­ge­setzt.1


Der Gedenk­stein für Sus­sy Daka­ro

Der Gedenk­stein geht auf eine Initia­ti­ve des Wup­per­ta­lers Cesa­re Laza­ros Bor­gia zurück, der das Schick­sal Sus­sy Daka­ros ent­deck­te und dar­auf auf­merk­sam mach­te. Der Jour­na­list Man­fred Gör­gens recher­chier­te und Det­lef West­phal vom Evan­ge­li­schen Fried­hofs­ver­band mach­te das Grab aus­fin­dig. Mit­hil­fe von Spen­den konn­te der Gedenk­stein errich­tet wer­den. Er ist mit zwei Abori­gi­ne-Sym­bo­len für „Frau“ und „Weg“ der Künst­le­rin Karo­la Krä­mer ver­ziert. Die Inschrift, ver­fasst von Man­fred Gör­gens, lau­tet:


1883 aus ihrer aus­tra­li­schen Hei­mat ver­schleppt, um die Schau­lust zu stil­len. Nach ent­wür­di­gen­der Rei­se durch ame­ri­ka­ni­sche und euro­päi­sche Zoos am 23. Juni 1885 im Alter von nur 17 Jah­ren in Sonn­born gestor­ben. Unter frem­den Namen im frem­den Land begra­ben. Unter die­sen Eiben ruht “Sus­sy Daka­ro”.”


Bei der Ein­wei­hung wur­den ver­schie­de­ne Lie­der der Abori­gi­nes vom Inter­na­tio­na­len Else Chor vor­ge­tra­gen und Mar­vin Dill­mann spiel­te auf einem Did­ge­ri­doo. Nicht nur die Erin­ne­rung an das Schick­sal Sus­sys sol­le der Gedenk­stein leis­ten, son­dern auch, zusam­men mit der Ein­wei­hungs­fei­er, durch mit­füh­len­des Geden­ken der Ver­schlepp­ten „zumin­dest einen Teil der Men­schen­wür­de“ zurück­ge­ben, erklär­te Bezirks­bür­ger­meis­te­rin Inge­lo­re Ockel.2


Die Zei­chen ste­hen für Frau und Weg.

Der Wup­per­ta­ler Gedenk­stein sorg­te auch für Bericht­erstat­tung in der aus­tra­li­schen Pres­se, nach­dem sich Bor­gia an Jacob Cas­sa­dy, den Lei­ter des Mun­gal­la Sta­ti­on Muse­ums gewandt hat­te. Dar­über kam auch ein Kon­takt zu den Nach­fah­ren Daka­ros zustan­de, die nun über­le­gen, die sterb­li­chen Über­res­te der Abori­gi­ne zu repa­tri­ie­ren und gemäß der Riten der Abori­gi­nes zu bestat­ten.3 Ihr Ehe­mann Tam­bo, der in den USA starb, wur­de bereits 1993 repa­tri­iert. Jacob Cas­sidy bezeich­ne­te den Gedenk­stein in Wup­per­tal als „a won­der­ful ges­tu­re“, eine wun­der­vol­le Ges­te. Man kön­ne die Ver­gan­gen­heit nicht ändern, aber die Zukunft, in dem man über die Schick­sa­le der Kolo­ni­al­po­li­tik infor­mie­re und auf­klä­re. 4


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

 

Aktualisierte Einträge

Im letz­ten Jahr war es hier im Blog eher ruhig, die­ses Jahr soll es aber nicht so ruhig blei­ben. Es fehlt ja noch das ein oder ande­re Objekt. Doch bevor wir zu den neu­en Ein­trä­gen kom­men, galt es erfreu­li­che und weni­ger erfreu­li­che Updates bei den fol­gen­den Ein­trä­gen ein­zu­ar­bei­ten:

Stele 30

Die Ste­le 30 im schat­ten­rei­chen Dezem­ber­licht.

1993 fer­tig­te Her­bert Bun­gard, der neben sei­nem Job als Betriebs­in­ge­nieur des Bay­er-Kon­zerns als Bild­hau­er aktiv ist, die “Ste­le 30”, die auf dem Gelän­de des Bay­er-Sport­parks ihren Stand­ort fand. Dort wur­de mit der Eröff­nung der Sport­hal­le 1998 der Grund­stein für ein Sport­ge­län­de gelegt, dass alle Ansprü­che des Sport­ver­eins Bay­er Wup­per­tal erfüllt und suk­zes­si­ve erwei­tert.


Die Pla­ket­te des Künst­lers.

Am Ein­gang zum Sport­park fin­det sich die Skulp­tur Sprin­gen­de Bäl­le.


Infor­ma­tio­nen zur Vita und zum Werk Bun­gards.
Infor­ma­tio­nen zur Sport­hal­le auf der Web­sei­te des SV Bay­er Wup­per­tal


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Gedenkstein Volkan Arslan

Der Gedenk­stein.

Am 16. April 2009 kam es am Sonn­bor­ner Ufer zu einem töd­li­chen Ver­kehrs­un­fall. Ein BMW geriet aus Rich­tung Fried­rich-Ebert-Stra­ße kom­mend auf der durch Regen und Blü­ten­staub rut­schi­gen Fahr­bahn ins Schleu­dern. Der Fahr­an­fän­ger ver­lor die Kon­trol­le über das Fahr­zeug, das sich über­schlug, die Böschung zur Wup­per hin­ab­stürz­te, und dort gegen zwei Bäu­me prall­te. Sein Freund und Bei­fah­rer war sofort tot, der Unfall­ver­ur­sa­cher wur­de nur leicht ver­letzt.1 Am Ort des Gesche­hens fin­det sich ein Gedenk­stein mit dem Namen des Getö­te­ten und sei­nen Lebens­da­ten.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Zwei Skulpturen an der Barmenia Hauptverwaltung

2x Tony Cragg, 2x ohne Titel

Neben der rei­nen Aus­stat­tung der Räum­lich­kei­ten för­dern wir zugleich die Begeg­nung der Mit­ar­bei­ter mit moder­ner Kunst. Denn: Kunst kom­mu­ni­ziert. Unser Enga­ge­ment für die Kunst ist ein Aus­druck unse­rer Unter­neh­mens­kul­tur. „Wir ver­ste­hen uns als ein inno­va­ti­ves und krea­ti­ves Unter­neh­men“, äußert sich Dr. Josef Beu­tel­mann, Bau­herr und Vor­sit­zen­der der Vor­stän­de der Bar­me­nia Ver­si­che­run­gen, der auch exter­ne Kunst­in­ter­es­sier­te an Prä­sen­ta­tio­nen in der Bar­me­nia teil­ha­ben lässt. „Kunst zu sam­meln und zu för­dern hat in unse­rem Hau­se Tra­di­ti­on.“


So stellt sich die Bar­me­nia-Ver­si­che­rung in einer Bro­schü­re zur neu­en Haupt­ver­wal­tung selbst dar. Auch auf dem Außen­ge­län­de fin­den sich wei­te­re Skult­ptu­ren im klei­nen Park zwi­schen Dürer­stra­ße und der Haupt­ver­wal­tung an der Kron­prin­zen­al­lee. Neben einer Arbeit von Erwin Hee­rich ste­hen ins­ge­samt drei Arbei­ten von Tony Cragg dort. Nach “Boy” und “Sun­der” wur­de das jüngs­te Werk am 15.11.2009 und am  01.03.2010 über der Lüf­tungs­an­la­ge des Neu­baus plat­ziert.1


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te