Kriegerdenkmal auf dem Elberfelder Ehrenfriedhof

Der Elber­fel­der Ehren­fried­hof  wur­de schon im Novem­ber 1914 ein­ge­rich­tet und war für 150 Grab­stel­len vor­ge­se­hen. Bereits im Dezem­ber 1914 fand der ers­te Gefal­le­ne hier sei­ne letz­te Ruhe­stät­te. In den fol­gen­den Jah­ren muss­te der Fried­hof jedes Jahr erwei­tert wer­den.


Das eige­ne Grab als Trost auf einer Pro­pa­gan­da-Post­kar­te des Ver­eins Kriegs­hil­fe Elber­feld. Ger­ma­nia und der Reichs­ad­ler bekrän­zen das Grab des hel­den­haft Gefal­len mit einem Lor­beer-Kranz. Die Rea­li­tät sah bekannt­lich in den meis­ten Fäl­len anders aus. (Bild ergänzt am 28.12.2013)

Der Fried­hof liegt am Hang des Kies­bergs, unweit des Königs­hö­her Wegs, hin­ter einem Obe­lis­ken, der 1913 zur Erin­ne­rung an die Befrei­ungs­krie­ge gegen Napo­le­on 1813 auf­ge­stellt wur­de. Von dem Obe­lis­ken konn­ten man frü­her wahr­schein­lich wun­der­bar über die Stadt gucken. Heu­te ver­hin­dern vie­le Bäu­me aller­dings einen unge­trüb­ten Blick ins Tal. Eini­ge his­to­ri­sche Auf­nah­men zei­gen die Ent­wick­lung des Fried­hofs, des­sen Grab­stel­len anfangs noch mit Holz­schil­dern gekenn­zeich­net waren.


Der Ehren­fried­hof auf einer unda­tier­ten Post­kar­te. Der Sol­dat im Bild trägt noch die Pickel­hau­be, die 1915 aus dem Kriegs­ein­satz an der Front ent­fernt und 1916 im gesam­ten Heer durch den Stahl­helm ersetzt wur­de. Post­kar­ten­samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Der Ehren­fried­hof mit den ers­ten Grab­stel­len. Post­kar­ten­samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Der Ehren­fried­hof ver­mut­lich gegen Ende des Krie­ges oder sogar danach. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/19/12 (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Ein Schutz­haus am obe­ren Ende des Ehren­fried­hofs. Es exis­tiert heu­te nicht mehr. Da die Mau­er, die den Ehren­fried­hof umfrie­det, fer­tig zu sein scheint, ent­stand das Bild ver­mut­lich nach 1919. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum 010/19/13 (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Wenn man am unte­ren Ein­gang des Fried­hofs steht, bie­tet sich einem fol­gen­des Bild: Lin­kus und rechts füh­ren zwei Wege um eine gro­ße Lich­tung hoch zum Krie­ger­denk­mal am obe­ren Ende des Fried­hofs. Die Wege sind gesäumt von Grab­stel­len.

Auf dem  Ehren­fried­hof lie­gen heu­te 546 gefal­le­ne Sol­da­ten, davon sind 416  gebo­re­ne Elber­fel­der und 13 Aus­län­der. Die Fried­hofs­be­stim­mun­gen sahen vor, dass fol­gen­de Gefal­le­ne dort bestat­tet wer­den konn­ten: im Fel­de gefal­le­ne Elber­fel­der, in Elber­fel­der Laza­ret­ten Ver­stor­be­ne, Kriegs­in­va­li­den und Gefal­le­ne der Feind­staa­ten. Alle Fran­zo­sen und Eng­län­der, die dort ein­mal bestat­tet waren, wur­den nach dem Krieg wie­der in ihre Hei­mat über­führt.


Plan des Ehren­fried­hofs, ange­fer­tigt im April 1921. Ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1925, S.43. (Plan ergänzt am 07.09.2012)

Blick auf den Ehren­fried­hof vom “lin­ken” Weg.

Am Ran­de des Ehren­fried­hofs gibt es eine klei­ne Beson­der­heit. Auf einer Mau­er, abge­trennt vom Ehren­fried­hof, ste­hen vier Grab­stei­ne mit Namen aus dem sla­wi­schen Sprach­raum. Was es wohl mit die­sen Män­nern auf sich hat­te?

Das Denk­mal und die Grab­stei­ne erin­nert an die Opfer des Kapp-Put­sches.

Man kann den Unter­schied zwi­schen den Grab­stei­nen gut erken­nen. Den­noch die Grab­stei­ne auf dem Ehren­fried­hof noch ein­mal von nahem:

Links im Bild der pro­vi­so­ri­sche Grab­stein des Gra­bes von Paul Heeks auf einer Post­kar­te. (Bild ergänzt am 30. Mai 2015, Thanks to for­scher from findagrave.com)

Die Grab­stei­ne sind Eiser­nen Kreu­zen nach­emp­fun­den und sehr schlicht gestal­tet, im Ver­gleich zu denen auf dem Ehren­fried­hof Bar­men. Genannt wer­den Name, Dienst­grad und Lebens­da­ten.

Das Krie­ger­denk­mal wur­de 1926 ein­ge­weiht, nach­dem man 1921 den Beschluss zur Errich­tung in der Elber­fel­der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung gefasst hat­te. Nach zwei Wett­be­wer­ben mit 255 und 22 Ein­sen­dun­gen ent­schied man sich 1922 für den Ent­wurf des in Elber­feld gebo­re­nen Archi­tek­ten H. Rudolph Jaobs und des Ham­bur­ger Bild­hau­ers Wil­helm Rex. Die Kos­ten betru­gen 6 1/2 Mio. RM, die zum Groß­teil von der Elber­fel­der Bür­ger­schaft gespen­det wur­den.
Die Sie­ger­ent­wurf “Hei­li­ge Stät­te” von Wil­helm Rex in der ursprüng­li­chen Ver­si­on. Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1922, S.45. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Der Wett­be­werbs­ent­wurf von Paul Wyn­and, Ber­lin. Das Denk­mal zeigt ein Reli­ef aus Sol­da­ten und einer zen­tra­len, mög­li­cher­wei­ser weib­li­chen Figur. Die Bedeu­tung wird durch die Inschrift dar­über deut­lich: Invi­tis — Vic­ti — Vic­tu­ri “Den Unbe­sieg­ten, von den Besieg­ten, den künf­ti­gen Sie­gern”. Einer ande­re Über­set­zung lau­tet: “Den Unbe­sieg­ten die Besieg­ten, die wie­der sie­gen wer­den” Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1922, S. 44. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Der Wett­be­werbs­ent­wurf von Prof. Wil­helm Wand­schnei­der aus Ber­lin. Unten ist die Gesamt­an­la­ge zu sehen, oben die zen­tra­le Figur ein­zeln. Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1922, S. 44. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Wett­be­werbs­ent­wurf vom Archi­tek­ten Prof. Lud­wig Ruff und vom Bild­hau­er Kon­rad Roth aus Nürn­berg. Ein trut­zi­ges Mahn­mal, das an einen Wach­turm erin­nert. Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1922, S. 44. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Am Ende sah der fina­le, vom Stadt­rat abge­seg­ne­te Ent­wurf so aus:
Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1925, S. 43. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Das Denk­mal in fer­ti­gem Zustand auf einer unda­tier­ten Post­kar­te. (Bild ergänzt am 28.12.2013)

Und so sieht das Mahn­mal heu­te aus.

Das Denk­mal hat einen Durch­mes­ser von 12 Metern und ist aus frän­ki­schem Muschel­kalk gefer­tigt. An den Säu­len, die die bei­den Figu­ren-Dar­stel­lun­gen ver­bin­den, sind Namen­s­ta­feln ange­bracht. Sie ver­zeich­nen chro­no­lo­gisch jeden ein­zel­nen der 4704 gefal­le­nen Söh­nen der Stadt Elber­feld.1
Die Inschrift, gesäumt von den Wap­pen der Stadt, lau­tet:

Im Welt­krieg 1914/1918 gaben ihr Leben für das Vater­land die Söh­ne der Stadt Elber­feld”

Update 3. Janu­ar 2018:
Anfang Novem­ber 2017 wur­den sechs Gedenk­ta­feln von Metall­die­ben gestoh­len und die rest­li­chen dar­auf­hin ein­ge­la­gert.2


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kriegerdenkmal auf dem ev. Friedhof am Norrenberg

Das Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs der luthe­ri­schen Gemein­de Wup­per­feld stammt aus dem Jah­re 1926, wur­de am 21.November des Jah­res ein­ge­weiht und steht im Ein­gangs­be­reich des Fried­hofs am Nor­ren­berg. Es besteht aus einem Fels­block aus dem Oden­wald, der eine ova­le, aus Metall gefer­tig­te Tafel trägt.


Der Kranz, der im Janu­ar noch neben dem Denk­mal hing, stammt vom Bezirks­ver­ein Hecking­hau­sen.

Die Inschrift lau­tet:

Dei­ne
Toten
wer­den leben
Jesa­ia 26 v.19
Unse­ren
im Welt­krieg
Gefal­le­nen
zum Gedächt­nis”


Pas­tor Ber­ken­kamp hielt die Gedenk­re­de am Tag der Ein­wei­hung, der Posau­nen­chor und der Män­ner­chor sorg­ten für die musi­ka­li­sche Beglei­tung. Plä­ne, den Stein durch ein grö­ße­res Denk­mal zu erset­zen, wur­de nicht ver­wirk­licht.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Gedächtniskapelle der Reformierten Gemeinde Gemarke

Auch die Kir­chen, genau­er die ein­zel­nen Gemein­den im Tal, betei­lig­ten sich dar­an, den Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs zu geden­ken. Die evan­ge­lisch-refor­mier­te Gemein­de Gemar­ke ent­schied sich dazu, ihren Gefal­le­nen in der Fried­hofs­ka­pel­le des Fried­hofs Hugo­stra­ße eine Sei­ten­ka­pel­le ein­zu­rich­ten, um dort einen Ort der Trau­er zu haben. Das Fens­ter der Kapel­le ver­weist auch auf das Jahr der Ein­wei­hung:



Am 13.Juni 1926 wur­de die von Prof. Klotz­bach aus Bar­men ent­wor­fe­ne Kapel­le ein­ge­weiht. Die Gedächt­nis­hal­le ist schlicht gestal­tet. Schma­le Pfei­ler unter­tei­len den Raum, in den Zwi­schen­räu­men wur­de Mar­mor­ta­feln ange­bracht, die 700 Namen ver­zeich­nen.1


 

Namen­s­ta­feln fin­den sich auch an der lin­ken und rech­ten Wand. Gegen­über des Ein­gangs fin­det sich eine Tafel:



Die Inschrift lau­tet:

“Welt­krieg 1914–1918
Ihren gefal­le­nen Mit­glie­dern zum
Ehren­ge­dächt­nis in Dank­bar­keit
die Refor­mier­te Gemein­de Gemar­ke
*
Jes. 55,8–9
Mei­ne Gedan­ken sind nicht Eure
Gedan­ken, und Eure Wege sind
nicht mei­ne Wege, spricht der
Herr; Son­dern soviel der Him­mel
höher ist denn die Erde, so sind
auch mei­ne Wege höher denn
Eure Wege und mei­ne Gedan­ken
denn Eure Gedan­ken”

 


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kriegerdenkmal im Barmer Nordpark (sog. Schwarz-Weiß-Denkmal)


Das sogan­nen­te “Schwarz-Weiß-Denk­mal” liegt auf einem klei­nen Hügel im Bar­mer Nord­park. Es ist ein Gemein­schafts­denk­mal meh­re­rer Sport­ver­ei­ne, unter ihnen die Sport­freun­de Schwarz-Weiß, die sich im Jahr 1923 zusam­men­schlos­sen und den Archi­tek­ten Fischer und Prof. Klotz­bach mit der Errich­tung des Denk­mals beauf­trag­ten. Das Ehren­mal besteht aus einem zwei­stu­fi­gen Unter­bau, auf dem das wür­fel­för­mi­ge, ca. andert­halb Meter hohe Denk­mal aus Muschel­kalk folgt. In der ursprüng­li­chen Form stand das Denk­mal auf einem etwa einen Meter brei­ten plat­tier­ten Ron­del und war von einer nied­ri­gen Bruch­stein­mau­er umge­ben. Die ursprüng­li­che Inschrift auf einer der Tafeln ist ver­lo­ren gegan­gen. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­de dann eine zwei­te Inschrift ange­bracht:


Unse­ren Gefal­le­nen
zum
Gedächt­nis
Turn-Spiel-Ver­ein 1872 e.V.
Sport­freun­de
Schwarz-Weiß e.V.
Quar­tett-Ver­ein 1898
Wup­per­tal”


Auf den ande­ren Tafeln sind noch ver­wit­ter­te Buch­sta­ben zu erken­nen, ver­mut­lich waren hier die Namen der Gefal­le­nen ver­zeich­net. Der Turn-Spiel-Ver­ein 1872 e.V. ver­lor besi­pi­els­wei­se wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs 74 Kame­ra­den.



Nach dem Zwei­ten Welt­krieg dien­te das Denk­mal auch dem Geden­ken der Gefal­le­nen des Zwei­ten Welt­krie­ges, 1955 wur­de in unmit­tel­ba­rer Nähe das Heim­keh­rer-Mahn­mal errich­tet.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Kriegerdenkmal auf dem Ehrenfriedhof Barmen

Unda­tier­te, nicht gelau­fe­ne Post­kar­te, die die Auf­bah­rung von vier Gefal­le­nen in der Ruh­mes­hal­le und zwei Bil­der vom Ehren­fried­hof zeigt. An den vier Sär­gen leh­nen je zwei Krän­ze, im Hin­ter­grund sind jun­ge Bäu­me zu sehen. Vier Kan­de­la­ber ste­hen hin­ter den Sär­gen. Die Sta­tu­en der Kai­ser Fried­rich III., Wil­helm I. und Wil­helm II. (v.l.n.r) bli­cken auf die Sze­ne­rie. Links des Bil­des ist das Eiser­ne Kreuz am Band zu sehen, indem die Kro­ne, ein “W” und die Zahl 1914 (von oben nach unten) zu erken­nen sind. An der rech­ten Sei­te, ver­bun­den über die “Gir­lan­de” ist das Bar­mer Wap­pen zu sehen. Die bei­den unte­ren Bil­der zei­gen den geschmück­ten Ehren­fried­hof im Jahr 1914 mit eben­falls vier Grä­bern.

Der Ehren­fried­hof Bar­men wur­de bereits 1914 ange­legt und im sel­ben Jahr wur­den schon die ers­ten Gefal­le­ne bestat­tet. Der Fried­hof war der ers­te im Regie­rungs­be­zirk Düs­sel­dorf und wur­de ande­ren Städ­ten zur Nach­ah­mung emp­foh­len. Er liegt in den Bar­mer Anla­gen an der Löns­stra­ße, das Grund­stück war ein Geschenk der Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ei­nes. Wie die obi­ge Post­kar­te zeigt, wur­den die ers­ten Opfer des Krie­ges noch in der
Ruh­mes­hal­le auf­ge­bahrt. Ob man spä­ter wei­ter­hin die Gefal­le­nen, der ver­mut­lich in Bar­mer Laza­ret­ten ihren Ver­let­zun­gen erla­gen, vor der Sta­tue des Kriegs­her­ren päsen­tier­te und ehr­te, ist unklar, kann aber bezwei­felt wer­den.


Das Krie­ger­denk­mal auf eine unda­tier­ten Post­kar­te. Die Inschrift war noch deut­lich klei­ner als heu­te. (Bild ergänzt am 28.12.2013)

Der Ehren­fried­hof auf einer Fotof­gra­fie unbe­kann­ten Datums, am 14.2.1930 als Post­kar­te gelau­fen. Es zeigt den Ein­gang zum Ehren­fried­hof, auf dem Pos­ta­ment fehlt der Löwe, die Inschrift ist aber zu erken­nen. Mög­li­cher­wei­se stammt das Bild aus der Zeit der Her­rich­tung des “rich­ti­gen” Löwens im Jahr 1922.

Der Blick vom unte­ren Ein­gang des Ehren­fried­hofs auf den unte­ren Teil und das Krie­ger­denk­mal.

Der Ehren­fried­hof ist in drei Tei­le geteilt: Im unte­ren Teil sind die Grä­ber in Reih’ und Glied und dort steht das Krie­ger­denk­mal. Dar­an schließt sich im rech­ten Win­kel ein ter­ras­sen­ar­ti­ger Teil an, wo die Grä­ber eben­falls in Rei­hen vor den Mau­ern lie­gen. Im obe­ren Teil sind die Grä­ber in Krei­sen und sehr weit­läu­fig ange­ord­net, wäh­rend die spä­te­ren Grab­stel­len der Gefal­le­nen des Zwei­ten Welt­kriegs wie­der eng in Rei­hen gesetzt wur­den.

Das fol­gen­de Bild zeigt das Krie­ger­denk­mal genau­er. Die nie­der­ge­leg­ten Krän­ze stam­men vom Volks­trau­er­tag im Novem­ber. Auf dem Sockel thront ein Bar­mer Löwe, dar­un­ter ist eine uns heu­te bizarr vor­kom­men­de Inschrift ange­bracht.


Das Fun­da­ment des Löwen wur­de auf einem Last­wa­gen­mit 10 vor­ge­spann­ten Pfer­den zum Ehren­fried­hof geschafft. Umd as Krie­ger­denk­mal her­um ste­hen 10 Säu­len, die noch vor eini­gen Jah­ren ein offe­nes Dach, einem Wan­del­gang ähn­lich, tru­gen.

Der Löwe und die Inschrift.

Hier schwei­ge ein jeder von sei­nem Leid

und noch so gros­ser Not. Sind wir nicht
alle zum Opfer bereit und zu dem Tod.
Eines steht gross in den Him­mel gebrannt

Alles darf unter­ge­hen
Deutsch­land unser Kin­der und Vater­land,

Deutsch­land muss bestehen”


Am 30.September 1916 wur­de das Denk­mal anläss­lich der ers­ten Erwei­te­rung des Ehren­fried­hofs  vor­ge­stellt, aller­dings war es damals noch nicht fer­tig­ge­stellt. Der Löwe, geschaf­fen vom in Elber­feld gebo­re­nen und in Ber­lin arbei­ten­den Bild­hau­er Paul Wyn­and, stand damals zwar bereits auf dem Sockel, aller­dings war es noch nicht das gewünsch­te Denk­mal, denn dies soll­te in ver­gol­de­ter Bron­ze aus­ge­führt wer­den. Dafür stand das Mate­ri­al durch den Krieg nicht zur Ver­fü­gung. Am 6.Juli 1922 beschloss die Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung die Voll­endung des Denk­mals. Am 20.Oktober des Jah­res wur­de das Denk­mal des Löwen “als trut­zi­ges Wahr­zei­chen der Stadt” und “Sym­bol der todes­mu­ti­gen Treue und Tap­fer­keit” der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt und zu Spen­den auf­ge­ru­fen, denn die Kos­ten waren noch nicht gedeckt. Die Inschrift stammt vom Bar­mer Schrift­stel­ler Will Ves­per (1882–1962).


Die­se Post­kar­te unbe­kann­ten Datums zeigt die Dach­kon­struk­ti­on, die von den Säu­len getra­gen wird. Die Kar­te befin­det sich im Besitz des Ver­fas­sers. (Bild ergänzt am 18.September 2012)

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­den unter der Inschrift von Ves­per vier Zei­len aus Bron­ze, geschaf­fen vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Fritz Ber­nuth, ergänzt:

Den Toten
der Welt­krie­ge
1914–1818
1939–1945”



Die Grab­in­schrif­ten sind im Ver­gleich zu ande­ren Grab­stel­len gefal­le­ner Sol­da­ten recht aus­führ­lich. Der Name ist natür­lich ver­zeich­net, der Rang und die Waf­fen­gat­tung, die Ein­heit, der Geburts­ort und das -datum, der Ort der Ver­wun­dung und der Ort des Todes und das Todes­da­tum. Die Gestal­tung der Bron­ze­ta­feln wur­de den Bar­mer Unter­neh­mern Otto Wirth und Emil Meu­rer 1921 zu einem Stück­preis von 120 RM über­tra­gen.1



Am Krie­ger­denk­mal wen­det man sich dann nach rechts zum Erwei­te­rungs­teil, der durch die Zahl der Gefal­le­nen nötig wur­de. Über meh­re­re Trep­pen — auf den­Ter­ras­sen” lie­gen wei­te­re Gefal­le­ne, geht man auf ein schlich­tes Kreuz zu:



Anschlie­ßend, im drit­ten Teil, geht es in den Wald. Auch hier lie­gen noch Gefal­le­ne, im unte­ren Teil Sol­da­ten des Ers­ten, im obe­ren des Zwei­ten Welt­krie­ges.


 

So sieht es aus, wenn an einem Juni­mor­gen die Son­nen­strah­len sich einen Weg durch den Mor­gen­ne­bel bah­nen. Man sieht gut, dass die Grab­stei­ne hier zwi­schen den Bäu­men und Büschen lie­gen. Der Anblick ist fast schon roman­tisch. Den­noch haben sie auch hier meis­tens eine bestimm­te Anord­nung, näm­lich in Krei­sen:



 

Hier im obe­ren Teil hat man auch das Denk­mal des “Ster­ben­den Krie­gers” auf­ge­stellt. Die Sol­da­ten des Zwei­ten Welt­kriegs lie­gen am obe­ren Rand des Ehren­fried­hofs “in Reih und Glied” in mili­tä­ri­scher Ord­nung. Ihre Grab­stei­ne sind schmuck­los und ver­zeich­nen Rang, Name und die Lebens­jah­re.

Auch die­ses Bild stammt vom Volks­trau­er­tag und an eini­gen Grä­bern wur­den klei­ne Geste­cke hin­ge­legt. Auch bei eini­gen weni­gen Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs fand sich noch ein letz­ter Gruß:



Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Ehrenmal der Deutschen Bank (Sterbender Krieger)

Auf dem Ehren­fried­hof Bar­men fin­det sich auf einer Frei­flä­che im obe­ren Teil eine Bron­ze­plas­tik. Sie zeigt einen auf dem Boden lie­gen­den Mann, der sich noch mit einem Arm abstüt­zen kann. Der ande­re Arm hält die Sei­te. Die Augen hat er geschlos­sen, das Gesicht ist dem Him­mel zuge­wandt. Es ist eine lei­den­de Figur. Dass die­se Inter­pre­ta­ti­on des Sol­da­ten von Wal­ter Wolff das NS-Regime über­lebt hat, liegt dar­an, dass es einst ein pri­va­tes Denk­mal der Deut­schen Bank war und erst gegen 1960 in den öffent­li­chen Raum am Ehren­fried­hof Bar­men über­führt wur­de. Denn zwei­fel­los hät­ten die Nazis die­sen lei­den­den, nack­ten, nicht-hel­di­schen Sol­da­ten zer­stört, wie sie es mit ande­ren Denk­mä­lern gemacht haben.



Im Jahr 1923 war die Plas­tik für das Ehren­mal in der Vor­hal­le des Gebäu­des der Deut­schen Bank AG in der Elber­fel­der König­stra­ße (heu­te: Fried­rich-Ebert-Stra­ße) geschaf­fen wor­den. 31 gefal­le­nen Mit­ar­bei­tern wur­de an die­ser Stel­le gedacht.

Am 6. April 1955 gedach­te man in der dama­li­gen Rhei­nisch-West­fä­li­schen Bank mit einer Fei­er­stun­de den 19 Gefal­le­nen und 6 Ver­miss­ten des Zwei­ten Welt­kriegs und brach­te ihnen zu Ehren eine Zusatz­ta­fel aus Bron­ze am Ehren­mal an.


Toten­ge­den­ken im Gebäu­de der Deut­schen Bank am 6.April 1955. Ent­nom­men aus: Gene­ral-Anzei­ger vom 07.April 1955. (Bild ergänzt am 29.10.2012)

1960/61 wur­de das alte Bank­ge­bäu­de abge­ris­sen und durch einen Neu­bau ersetzt. Die Plas­tik kam auf Anre­gung  des Direk­tors des Von-der-Heydt-Muse­ums, Dr. Aust, zum Ehren­fried­hof Bar­men.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Kriegerdenkmal des Städt. Realgymnasiums Elberfeld

Am 18. Janu­ar 1923 wur­de in der Aue, auf dem Schul­hof des Städt. Real­gym­na­si­ums Elber­feld (heu­te dient das Gebäu­de der Städt. Kath. Sankt-Lau­ren­ti­us-Schu­le), ein Krie­ger­denk­mal ent­hüllt. Es war der Jah­res­tag der Grün­dung des Deut­schen Kai­ser­reichs in Ver­sailles (18.Jan.1871), der wie­der­um ein Zitat der Erhe­bung des bran­den­bur­gi­schen Kur­fürs­ten Fried­rich III. zum König Fried­rich I. in Preu­ßen am 18. Janu­ar 1701 gewe­sen war. Es war zugleich die Zeit der Ruhr­be­set­zung und somit war die Ein­wei­hung die­ses Denk­mals, das heu­te auf dem Ost­hof des Schul­zen­trum Süd steht, hoch poli­tisch. Das Carl-Fuhl­rott-Gym­na­si­um steht heu­te in der Tra­di­ti­on des Real­gym­na­si­ums. 1975 wur­de das Denk­mal vom Schul­hof an der Aue zum Schul­zen­trum umge­setzt.


Das Denk­mal, geschaf­fen vom Elber­fel­der Bild­hau­er Erich Cleff, ist ein recht­ecki­ger, auf­recht ste­hen­der Block aus Muschel­kalk, der an drei Sei­ten 176 Namen ver­zeich­net und an der Vor­der­sei­te eine Reli­ef zeigt, auf dem ein knie­en­der, geschla­ge­ner Krie­ger zu sehen ist, der sein Schwert in den Boden gesto­ßen hat und sich mit der lin­ken Hand ans Herz fasst. Es folgt die Inschrift:


“Unse­ren Toten
1914–1918.
Städt.Realgymnasium
Elber­feld”

Dazwi­schen ist noch ein Eiser­nes Kreuz ange­bracht.1



Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Kriegerdenkmal des Langerfelder Turnvereins

Aus dem Jah­re 1922 stammt das Krie­ger­denk­mal des Lang­er­fel­der Turn­ver­eins (LTV). Es steht auf dem Hedt­berg in Lang­er­feld, an der Ver­län­ge­rung der Wil­helm-Hedt­mann-Str. mit­ten im Wald.


Das Lang­er­fel­der Krie­ger­denk­mal im Janu­ar 2010. Der Weg rechts führt zur Wil­helm-Hedt­mann-Stra­ße und zum Lang­er­fel­der Krie­ger­denk­mal. Weni­ge Meter links befin­det sich die A1.

Wenn man näher her­an geht, sieht man, dass auf die­sem mit einem Jäger­zaun abge­grenz­ten Wald­stück ein Find­ling steht, der zwei Bron­ze­ta­feln trägt. Der Find­ling stammt aus dem Oden­wald und wur­de mit einem vier­spän­ni­gen Pfer­de­fuhr­werk zum Hedt­berg gebracht. Im unweg­sa­men Gelän­de stürz­te der Wagen um und nur mit Hil­fe eines Kra­nes und aller Tur­ner konn­te der Find­ling an Ort und Stel­le auf­ge­stellt wer­den. Der Find­ling zeigt oben das vier­fa­che F der Tur­ner­schaft und zwei Bron­ze­ta­feln. Die rech­te, obe­re mit dem als Reli­ef gear­bei­te­ten Stahl­helm mit Eichen­laub gedenkt der 28 Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­krie­ges.


Das Krie­ger­denk­mal im Mai 2010.

Die Gedenk­ta­fel für die Toten des Ers­ten Welt­krie­ges.

Die Inschrift, die sich ober- und unter­halb der Namen fin­det, lau­tet:

“1914 Geden­ke ihrer 1918

Sie star­ben für Dich
[Namen]
Ihnen zur Ehre
Lang­er­fel­der Turn­ver­ein”


Am 22. Novem­ber 1953 wur­de am Denk­mal eine zwei­te Gedenk­ta­fel ange­bracht. Erneut waren 28 Lang­er­fel­der Tur­ner in einem Welt­krieg zu Tode gekom­men, acht Män­ner wur­den außer­dem ver­misst. An die­sem Toten­sonn­tag weih­ten ein Spre­cher der Tur­ner­ju­gend und der Män­ner­chor des CVJM die­ses Gedenk­zei­chen ein.1


Die Gedenk­ta­fel für die Gefal­le­nen und Ver­miss­ten des Zwei­ten Welt­kriegs.

Die Tafel trägt die schlich­te Inschrift: “1939 — 1945”.


Das Denk­mal auf einer Post­kar­te aus der Zwi­schen­kriegs­zeit. (Bild hin­zu­ge­fügt am 28.12.16)

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Kriegerdenkmal der Gemeinde Schöller


Ganz im Wes­ten Wup­per­tals liegt -sehr gut ver­steckt- die Gemein­de Schöl­ler. Genau genom­men gehört die­se alte Gemein­de um den alten Wehr­turm erst seit 1975 zur Stadt Wup­per­tal. Im Kirch­gar­ten der roma­ni­schen Saal­kir­che der refor­mier­ten Gemein­de fin­den sich ver­schie­de­ne Grab­stei­ne. Die Kir­che selbst stammt aus dem Mit­tel­al­ter und ist damit eines der ältes­ten Bau­ten der Stadt Wup­per­tal. Laut Wiki­pe­dia wur­de das Hof­gut erst­mals 1182 erwähnt.



Die wei­ße Tafel an der hin­te­ren Wand des Kirch­gar­tens ist die Gedenk­ta­fel für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­krie­ges. Von nahem sieht sie so aus:



Wir sehen oben das Eiser­ne Kreuz und dar­un­ter die Inschrift:

“Den im Welt­krie­ge für König [sic!]
und Vater­land Gefal­le­nen
[9 Namen]
“Die dank­ba­re Gemein­de Schöl­ler”

Der Gedenk­stein schließt mit einer Inschrift aus dem Johan­nes Evan­ge­li­um (15,13):

 “Nie­mand hat grö­ße­re Lie­be denn die, daß er
sein Leben läßt für sei­ne Freun­de”.

Die Tafel ver­zeich­net 9 Namen inklu­si­ve Todes­da­tum und Todes­ort. Der ers­te Schöl­ler Bür­ger fiel bereits 27 Tage nach Kriegs­aus­bruch, vier wei­te­re noch 1914. Die ande­ren vier fie­len im April und Juni 1917, August 1918 und der letz­te am 10.Oktober 1918, knapp einen Monat bevor die Waf­fen schwie­gen.

Die­ser Gedenk­stein spricht nicht für sich selbst, jeder wird ihn anders inter­pre­tie­ren. Ein Mann, eine Frau, ein Kind im Jahr 1922 wird es anders gese­hen haben, als wir im Jah­re 2010. Für uns mute­te es heut­zu­ta­ge komisch an, ja fast maka­ber, für den Tod eines Mit­bür­gers, der im Krieg fiel, “dank­bar” zu sein. Doch damals emp­fand man so, dass man dank­bar war, dass die­se Men­schen als Sol­da­ten den Ver­tei­di­gungs­kampf für “König und Vater­land” führ­ten und dies so hel­den­haft taten, bis sie fie­len. Die Gefal­le­nen wer­den — gera­de nach Ein­set­zen des Stel­lungs­krie­ges in den mör­de­ri­schen Schüt­zen­grä­ben an der West­front — unter unmensch­li­chen Bedin­gun­gen gelebt haben. Sie wer­den Schreck­li­ches gese­hen haben, das man nicht in Wor­te fas­sen kann, son­dern nur erah­nen, wenn man bei­spiels­wei­se die Ver­ar­bei­tung des Erleb­ten bei Otto Dix sieht. Auf mich macht gera­de das Zitat aus dem Evan­ge­li­um des Johan­nes eines hilf­lo­sen Ein­druck, denn es passt so gar nicht in die Wirk­lich­keit des Abschlach­tens des maschi­ni­sier­ten Krie­ges von 1914–18. Es scheint der Ver­such zu sein, den Kampf und das Ster­ben erträg­li­cher zu machen, für die, die ihn über­lebt haben und die­je­ni­gen, denen der Bru­der, Vater, Sohn, Freund, Kame­rad genom­men wur­de.

Am 22. Juli 1922 wur­de das Denk­mal, das vom Bar­mer Prof. Hans Fischer ent­wor­fen und einem Düs­sel­dor­fer Stein­metz aus­ge­führt wor­den war, ein­ge­weiht. Die Kos­ten von 1000 RM und 2 Mark pro Buch­sta­ben wur­den durch Spen­den erbracht. Ein zuerst aus­ge­such­ter Ent­wurf vom Archi­tek­ten Frit­sche aus Elber­feld wur­de wegen zu hoher Kos­ten ver­wor­fen. Zunächst fand das Denk­mal sei­nen Platz zwi­schen zwei Fens­tern im Inne­ren der Kir­che, also in dau­er­haf­ter Gegen­wart der Gemein­de. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg soll­te eine zwei­te Gedenk­ta­fel ange­fer­tigt wer­den, für die aller­dings kein Platz in der Kir­che war. Man ent­schloss sich 1948 anläss­lich der Reno­vie­rung der Kir­che bei­de Tafeln außen anzu­brin­gen und ver­leg­te die Tafel schon mal neben den dama­li­gen seit­li­chen Ein­gang. Doch die zwei­te Gedenk­ta­fel wur­de zunächst nicht ange­fer­tigt. 1962 schuf man dann auf dem alten Kom­mu­nal­fried­hof ein eigen­stän­di­ges Denk­mal für die Gefal­le­nen des Zwei­ten Welt­kriegs. 1970 wur­de die Tafel bei einer aber­ma­li­gen Reno­vie­rung der Kir­che an sei­nen heu­ti­gen Platz ver­setzt.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Kriegerdenkmal des SV Germania

Irgend­wann um 1921, ver­mut­lich bei der Ein­wei­hung des Sport­plat­zes des SV Ger­ma­nia an der Nevi­geser Stra­ße am 30.Oktober 1921, lie­ßen die Ver­eins­mit­glie­der ein aus Sand­stein gefer­tig­tes Denk­mal errich­ten. 38 Namen sind auf dem Denk­mal ver­zeich­net: Am Sockel ste­hen die Daten 1914–1918, dar­über fin­det sich ein Stahl­helm mit Tor­nis­ter. Im Gie­bel fin­det sich ein bekränz­tes Wap­pen mit dem Buch­sta­ben “G”. Die Inschrift lau­tet:

 “Sport-Ver­ein Ger­ma­nia
Von uns Für uns Sind Gefal­len”



Der frü­he­re Stand­punkt des Denk­mals mag wür­de­voll gewe­sen sein, an der Ost­sei­te des Sport­platz, auf einem Hügel vor dem Hang. Doch heut­zu­ta­ge steht das 1965 errich­te­te Club­heim zwi­schen Platz und Denk­mal und es sieht um das Denk­mal eher aus wie eine Müll­hal­de.




Ein Grund für die Lieb­lo­sig­keit dürf­te in der Geschich­te des Ver­eins lie­gen, der in sei­ner lan­gen Geschich­te immer wie­der fusio­niert und den Namen wech­sel­te. 1907 als “Sport­ver­ein Athen”  gegrün­det, schloss man sich 1913 mit den Ver­ei­nen “Teu­to­nia” und Bri­tan­nia” zum “Ball­spiel­ver­ein Ger­ma­nia” zusam­men. Spä­ter änder­te man den Namen in “SV Ger­ma­nia”. 1945 wech­sel­te man zu “SV Ger­ma­nia 07 Wup­per­tal”. 1975 führ­te der Zusam­men­schluss mit dem VFL Wup­per­tal 1912 zum neu­en Ver­ein “SV Borus­sia Wup­per­tal 07/12”.1 Im März 2004 wie­der­um ging mit dem weit­aus grö­ße­ren und bekann­te­ren Wup­per­ta­ler Sport­ver­ein zusam­men, der seit­dem den Zusatz “Borus­sia” trägt.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te