Kriegerdenkmal der ev. Volksschule am Opphof

Am 28. März 1934 weih­te man am Schul­ge­bäu­de der evan­ge­li­schen Volks­schu­le am Opp­hof am Osters­baum eine Ehren­ta­fel für die im Ers­ten Welt­krieg gefal­le­nen Leh­rer und ehe­ma­li­gen Schü­ler ein. Der dama­li­ge Rek­tor nutz­te die Gele­gen­heit der Ein­wei­hung um eine flam­men­de Rede auf Adolf Hit­ler zu hal­ten, der nun Deutsch­land, für das die Sol­da­ten im Ers­ten Welt­krieg gefal­len waren, ret­ten werde.


Die Ehren­ta­fel fin­det sich hin­ter dem roten Sko­da an der Hauswand.

Die Inschrift:

1914               1918
Unse­ren Gefallenen
zum Gedächt­nis“1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal zu Ehren der ehemaligen Kriegsgefangenen auf dem Barmer Ehrenfriedhof

Auf dem Bar­mer Ehren­fried­hof gibt es im obe­ren Teil eine klei­ne “Anla­ge”, die nicht zum eigent­li­chen Ehren­fried­hof gehört. Sie besteht aus einem Gedenk­stein und sie­ben Grä­bern aus­län­di­scher Kriegsgefangener.



Die Anla­ge wur­de ange­regt und ange­legt vom “Ver­ein der ehe­ma­li­gen Kriegs­ge­fan­ge­nen Bar­men”. Die Gefal­le­nen star­ben als Kriegs­ge­fan­ge­ne in den letz­ten Kriegs­ta­gen in Bar­mer Laza­ret­ten und wur­den auf ver­schie­de­nen Fried­hö­fen bei­gesetzt, um dann 1933 auf dem Ehren­fried­hof eine gemein­sa­me letz­te Ruhe­stät­te zu fin­den. Am 21.Mai 1933 über­gab der Ver­ein die Gedenk­stät­te in die Obhut der Stadt. Anwe­send waren der bel­gi­sche Vize­kon­sul aus Köln und Ver­tre­ter der Behör­den, der Krie­ger­ver­bän­de und der Kir­chen. Die Gedenk­re­de hielt der pen­sio­nier­te Rek­tor Richard Blaß, den man wegen sei­ner Bemü­hun­gen um die Frei­las­sung deut­scher Kriegs­ge­fan­ge­ner “Vater der Kriegs­ge­fan­ge­nen” nann­te. Er wies dar­auf­hin, dass deut­sche ehe­ma­li­ge Kriegs­ge­fan­ge­ne die Ein­rich­tung der Anla­ge ange­regt hat­ten. Man wüss­te hier in Bar­men nicht mehr als die Namen und Daten der Gestor­be­nen, aber man sei sicher, dass sie für ihr Vater­land und ihre Idea­le gekämpft hat­ten und gefal­len waren. In der Stun­de des Todes hät­ten sie kein Trost­wort in ihrer Mut­ter­spra­che höre kön­nen, was alle mit Mit­ge­fühl erfül­len müs­se. Für die musi­ka­li­sche Beglei­tung sorg­te Posau­nen­chor des Evan­ge­li­schen Män­ner- und Jüng­lings­ver­ein Wich­ling­hau­sen, das Wald­horn­quar­tett des städ­ti­schen Orches­ters und der Män­ner­ge­sang­ver­ein Barmens.


Die Inschrift auf dem Gedenk­stein ist eine der schlich­tes­ten und schöns­ten, wie ich finde:

 ‘Nicht Hass
Son­dern Liebe
regie­re die Welt!’

Patengräber
der
ehem. Kriegsgefangenen
Barmen.”

In der Ursprungs­ver­si­on war die Inschrift von zwei Kreu­zen gesäumt, das lin­ke scheint abhan­den gekom­men zu sein.1


Die­ser Grab­stein gehört zu einem ser­bi­schen Sol­da­ten, neben ihm sind noch drei Bel­gi­er und drei Rus­sen beer­digt. Die Grab­stei­ne sind von der Auf­ma­chung den ande­ren Grab­stei­nen auf dem Ehren­fried­hof nachempfunden.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal des Bezirks Rott

Das Krie­ger­denk­mal des Bezirks Rott für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs. (Scan vom Glas­plat­ten­ne­ga­tiv, ergänzt am 16.11.2012)

Im Schö­ne­be­cker Wald errich­te­ten die Mit­bür­ger des Bezirks Rott aus eige­nen Mit­teln ein Denk­mal für ihre  Gefal­le­nen. Am 19.August 1932 konn­te das seit 1928 geplan­te und 1929 beschlos­se­ne Denk­mal in Gegen­wart von über tau­send Bür­gern ein­ge­weiht wer­den. In die­sem Wäld­chen hat­ten vie­le der Gefal­le­nen als Kin­der gespielt, wie ein Red­ner erwähn­te, und des­we­gen sei es gut, dass das Denk­mal dort auf­ge­stellt wur­de. Ver­tre­ter bei­der Kon­fes­sio­nen gedach­ten den Toten und erin­ner­ten dar­an, dass die­se mahn­ten, “lasst uns nicht umsonst gestor­ben sein.” Ober­bür­ger­meis­ter Fried­rich nahm den Gedenk­stein in die Obhut der Stadt­ver­wal­tung und mahn­te ange­sichts der Gegen­wart, dass die Gefal­le­nen im Fel­de trotz unter­schied­li­cher Welt­an­schau­un­gen zusam­men gekämpft hät­ten und heu­te müs­se alles getan wer­den, dass Vater­land zu erhalten.


Das Denk­mal heu­te. (Bild aus­ge­tauscht am 16.11.2012)

Das Denk­mal ist heu­te zuge­wu­chert. Es besteht aus einem Fels­block aus dem Oden­wald und einer gro­ßen Bron­ze­ta­fel. Es wur­de vom Rot­ter Bild­hau­er Fritz Rosen­dahl geschaf­fen. Die Kos­ten von 1160 RM brach­ten die Rot­ter Bür­ger mit Spen­den auf.  An der lin­ken Sei­te der Sockel­front wur­de ein gro­ßes Eiser­nes Kreuz her­aus gemei­ßelt, einst umgab eine nied­ri­ge Hecke die Anlage.


(Bild ergänzt am 16.11.2012)

Die Inschrift der Bron­ze­ta­fel lautet:

Zum ehren­den Gedächtnis
der im Weltkriege
gefal­le­nen Krieger
des Bezirks Rott
—————–
errich­tet 1932 von der
Rot­ter Bürgervereinigung
Rot­ter Männerchor
Rot­ter Männergesangsverein
Rot­ter Turn­club 1894
Rot­ter Land­wehr u. Res.Verein
Mit­tel­bar­mer Turnverein
Gefolg­schaft Landwehr
des Jung­deut­schen Ordens”

1951 wur­de das Denk­mal saniert.1

Kriegerdenkmal der Barmer Sport- und Spielvereinigung

Das Krie­ger­denk­mal der Bar­mer Sport- und Spielvereinigung.

Als die Bar­mer Sport- und Spiel­ver­ei­ni­gung am 16.August 1931 ihr 25jähriges Bestehen auf dem Sport­platz an der Schüt­zen­stra­ße fei­er­te, ent­hüll­te man gleich­zei­tig das Gefal­le­nen-Denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs. Es besteht aus einem gro­ßen Stein­block und einer schlich­ten Bron­ze­ta­fel, die 44 Namen der Toten verzeichnet.


Die Gedenk­ta­fel.

Die Tafel zeigt oben Eichen­laub und einen Stahl­helm, dazu die Jah­res­zah­len des Krie­ges und die Inschrift:

Für das Vater­land starben
[44 Namen]
Ehre ihrem Andenken”

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg muss­te man umzie­hen und nahm das Denk­mal 1951 mit zum neu­en Sport­platz am Gel­ben Sprung, wo es heu­te in einer unge­pfleg­ten Ecke des Asche­plat­zes steht. Am Fuß des Stein­blocks fin­det sich eine Stein­ta­fel, deren Auf­stel­lungs­da­tum unbe­kannt ist und deren ver­bli­che­ne Inschrift lautet:

Den Gefal­le­nen
des 2.Weltkriegs
gewidmet
1939 — 1945

Sport- u.
Spiel­ver­ei­ni­gung e.V.

Im Som­mer 1970 fusio­nier­te der Ver­ein mit TuS Vik­to­ria, Schwarz-Weiß Wup­per­tal und VfB Wup­per­tal zum All­ge­mei­nen Sport­ver­ein, dem heu­ti­gen ASV Wup­per­tal.1

Kriegerdenkmal Ronsdorf- Linde


Am 6. Dezem­ber 1931 weih­ten die Lin­der Bür­ger ihr eige­nes Denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs ein. Es wur­de in Eigen­leis­tung finan­ziert und errich­tet und steht gegen­über der Ein­mün­dung der Stra­ße Kleins­po­kert. Neben der Bereit­stel­lung von Bau­platz und Arbeits­kraft durch die Bür­ger sorg­ten der evan­ge­li­sche Schul­ver­ein des Bezirks Lin­de, der Krie­ger- und Land­wehr­ver­ein, der Turn­ver­ein Frisch Auf Jäger­haus und die Fabri­kan­ten Lum­beck und Wol­ters für die finan­zi­el­len Mittel.
Das Denk­mal besteht aus einem Pfei­ler aus Bruch­stein, der von einem Eiser­nen Kreuz gekrönt wird und zwei angren­zen­den Bruch­stein­mau­ern, die die klei­ne Anla­ge begren­zen. Ent­wor­fen wur­de das Denk­mal vom Rons­dor­fer Stadt­bau­in­spek­tor Abel entworfen.



In die angren­zen­de Bruch­stein­mau­er wur­de die Gedenk­ta­fel aus Bron­ze ein­ge­las­sen, die 26 Namen aus dem Schul­be­zirk Rons­dorf-Lin­de ver­zeich­net. Am Kopf der Tafel sind die Jah­res­zah­len, ein Stahl­helm auf Eichen­laub und die Inschrift

Es star­ben den Heldentod”

ange­bracht. Am Fuß der Bron­ze­ta­fel steht “Schul­be­zirk Rons­dorf Linde.



Die­se Anla­ge ist inter­es­sant, da sie zwei Trends bei­spiel­haft aufzeigt:
1. Auch nach über drei­zehn Jah­ren, nach­dem die letz­ten Patro­nen ver­schos­sen wur­den, die letz­ten Kriegs­la­za­ret­te geschlos­sen wur­den und die letz­te Ehe­frau jene ver­häng­nis­vol­le Nach­richt bekam (wenn man von den Ver­miß­ten absieht), ist der Ver­lust der Mit­men­schen immer noch so groß, dass man den Mit­bür­gern ein Denk­mal errich­tet und dafür eini­ge Anstren­gun­gen, auch in der Welt­wirt­schafts­kri­se, unter­nimmt. Das Geden­ken an die Toten des “Gran­de Guer­re” wie ihn die Fran­zo­sen bis heu­te nen­nen, oder des “Gre­at War”, wie ihn die Eng­län­der bezeich­nen, über­steht alle exis­ten­zi­el­len Kri­sen der Wei­ma­rer Repu­blik. Das Toten­ge­den­ken scheint nicht abzu­neh­men — bis im Sep­tem­ber 1939 der nächs­te Krieg aus­bricht und mit sei­nen Unta­ten alles Grau­en des Ers­ten Welt­kriegs ver­drän­gen wird.

2. Das Toten­ge­den­ken ist nicht in zeit­li­cher Hin­sicht inter­es­sant, son­dern auch lokal. Die vie­len Sport­ver­ei­ne, die Feu­er­weh­ren, das Mili­tär, von dem hier noch nicht die Rede war, und die loka­len Gemein­de wie Nächs­te­breck, Sonn­born und in die­sem Fall Lin­de zei­gen, dass es zwar auch zen­tra­le Gedenk­stät­ten gab, doch der Bedarf noch grö­ßer. Die Lücke, die in der Bür­ger­schaft geris­sen wur­den, waren anschei­nend so groß und so auf­fäl­lig, dass den Gefal­len auch im klei­nen, nicht-anony­men Rah­men gedacht wer­den sollte.Am 9.Juli 1962 wur­de am Pfei­ler des Denk­mals eine zwei­te Bron­ze­ta­fel ange­bracht, die ohne Namens­nen­nung den Opfern des Zwei­ten Welt­kriegs gedenkt.1


Die Inschrift lautet:

Zum Geden­ken
der Opfer des
2.Weltkrieges
1939–1945

Die Toten
verpflichten
die Lebenden”



Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal Nächstebreck

Das Nächs­te­bre­cker Krie­ger­denk­mal in der Jun­kers­beck im Mai 2010.

Ein beein­dru­cken­des Denk­mal, bei dem man heu­te nicht so recht weiß, was man davon hal­ten soll, steht in der Jun­kers­beck in Nächs­te­breck. Es ist ein Krie­ger­denk­mal der Nächs­te­bre­cker und Beck­acker Ver­ei­ne, dass 1931 von Ernst Mül­ler-Blens­dorf geschaf­fen wur­de und am 31.Mai 1931 ein­ge­weiht wur­de. Die Ver­ei­ne hat­ten bereits zum zwei­ten Mal Spen­den gesam­melt, nach­dem der ers­te Ver­such der Stif­tung eines Denk­mals der Infla­ti­on zum Opfer fiel. Am Tag der Ein­wei­hung hielt man in der Hot­ten­stei­ner Kir­che einen Gedenk­got­tes­dienst ab, an dem sich der Lang­er­fel­der Posau­nen­chor, der Kir­chen­chor und der Män­ner­ge­sang­ver­ein Bra­cken beteiligten.
Das Denk­mal, des­sen Grund­stück im Hardt­wäld­chen von der Stadt zur Ver­fü­gung gestellt wur­de, besteht aus einem Bruch­stein­pfei­ler, an des­sen Sei­ten 123 Namen ver­zeich­net sind. Davor steht ein Sol­dat Ehren­wa­che. Er ist aus Por­phyr­blö­cken geschaf­fen und sei­ne Uni­form weist ihn ein­deu­tig als Sol­da­ten des Ers­ten Welt­krie­ges aus.1


Das Denk­mal und die nie­der­ge­leg­ten Krän­ze im Janu­ar 2010.

Was woll­te der Künst­ler damit aus­drü­cken? Was erhoff­ten sich die Ver­ei­ne von die­sem Denk­mal? Der Gesichts­aus­druck des Sol­da­ten ist schwer zu deu­ten. Der Sol­dat steht ein­deu­tig Wache, das Gewehr griff­be­reit. Soll er los­stür­men und die Ehre der Kame­ra­den wie­der­her­stel­len? Oder ist er das Sym­bol des tap­fe­ren Sol­da­ten, der sto­isch sei­ne Pflicht für das Vater­land erfüllt, wie es die 123 Gefal­le­nen taten? Ist er bedrückt oder will er Rache? Bewacht er das Denk­mal oder war­tet er auf den nächs­ten Befehl? Raus aus dem Gra­ben, raus aus den Grä­bern, bereit zur Attacke?


Sei­ten­an­sicht

Ernst Mül­ler-Blens­dorf schuf für die Stadt Nevi­ges eben­falls ein ähn­lich gestal­te­tes Krie­ger­denk­mal, das ein hal­bes Jahr vor dem Nächs­te­bre­cker Denk­mal ein­ge­weiht wur­de. Die­se Krie­ger­fi­gur war unbe­klei­det, aber in Aus­druck und Hal­tung der Wup­per­ta­ler Ver­si­on sehr ähn­lich. In der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus wur­de am Nevi­ge­ser Denk­mal kri­ti­siert, dass die Gestalt nicht “hel­disch” genug sei und der Gesichts­aus­druck nicht Arisch genug, son­dern eher blöd und wei­bisch erschien. Obwohl eine Kunst­kom­mi­si­on das Denk­mal als künst­le­risch beacht­lich ein­stuf­te, ließ es der Kreis­lei­ter der NSDAP am 23. Novem­ber 1937 ent­fer­nen.2

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg ergänz­te man an der Bruch­stein­mau­er, die den Denk­mals­platz am Hang abgrenzt, zwei Gedenksteine.


Lin­ker Gedenkstein

Der eine Gedenk­stein trägt das Eiser­ne Kreuz und den Schrift­zug “Welt­krieg”. Dar­un­ter die Jah­res­zah­len. Der ande­re Gedenk­stein trägt die Inschrift:

“Den Gefal­le­nen
und Opfern
der Weltkriege
zum ehrenvollen
Gedenken”
Rech­ter Gedenkstein

Am Volks­trau­er­tag 1988 bemän­gel­te der evang­li­sche Pfar­rer Mat­thi­as Hei­mer, dass der Anla­ge ein Kreuz feh­le. Der CDU-Stadt­ver­ord­ne­te, spä­te­re CDU-Vor­sit­zen­de und Bür­ger­meis­ter Her­mann-Josef Rich­ter bat dar­auf­hin die Geschäfts­leu­te Nächs­te­brecks um Spen­den. Die Stadt Wup­per­tal pflanz­te vor Ostern Büsche, stell­te Bän­ke auf und streu­te den Platz mit Sand ab, sodass vor dem Oster­fest 1989 ein Holz­kreuz gegen­über dem Denk­mal auf­ge­stellt wer­den konn­te. Das Holz hat­te die Fir­ma Schmidt gespen­det, die feu­er­ver­zink­te Ver­an­ke­rung stif­te­te die Fir­ma Brün­trop. Pfar­rer Hei­mer und Pfar­rer Heinz Hop­pe von St.Mairä seg­ne­ten kon­fes­si­ons­über­grei­fend das Holz­kreuz.3


Das Holz­kreuz von 1989.

Ende Mai oder Anfang Juni 2007 wur­de das Denk­mal mut­wil­lig beschä­digt und mit Lack­far­be beschmiert, der Scha­den belief sich auf meh­re­re tau­send Euro. Die Poli­zei ging nicht von einer poli­tisch moti­vier­ten Tat aus.4


Die Spu­ren der Beschä­di­gung waren 2010 noch gut zu erkennen.

Ergän­zung vom 13.Juni 2012: 
Im Juni 2012 war der Kopf des Sol­da­ten wie­der restauriert.


Bild vom 2.Juni 2012.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal Ronsdorf

Als letz­te der fünf Städ­te im Wup­per­tal weih­te Rons­dorf am 30.November 1930 sein Krie­ger­denk­mal im Park am Stadt­bahn­hof ein. Dafür war die Gedenk­stun­de um so fei­er­li­cher. Pfar­rer der luthe­ri­schen, der refor­mier­ten und der katho­li­schen Gemein­den, sowie ein Rab­bi­ner hiel­ten Anspra­chen zu Ehren der Toten. 300 Sän­ger san­gen das Lied “Sanc­tus” von Schu­bert. Am 25.März 1929 hat­te die Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung in einer ihrer letz­ten Sit­zun­gen vor der Grün­dung der Stadt Wup­per­tal dem Antrag der mili­tä­ri­schen Ver­ei­ne zur Errich­tung des Denk­mals stattgegeben.



Das Denk­mal besteht aus Ruhrs­and­stein und hat eine Sei­ten­län­ge von 3x3 Metern und eine Höhe von 3,60 Metern. Es erin­nert in sei­ner trut­zi­gen Art an die zahl­rei­chen Bis­marck­tür­me, die vor dem Ers­ten Welt­krieg auf­ge­stellt wur­den. Ent­wor­fen wur­de es vom Archi­tek­ten Mang­ner aus Bar­men, der am 19.Juni 1930 den Wett­be­werb des Denk­mal­aus­schus­ses gewann.



An den vier Sei­ten fin­den sich Bron­ze­ta­feln, die 450 Namen ver­zeich­nen. Dar­über steht über alle vier Seiten:

Den im Welt­krieg 1914–1918
gefal­le­nen Söhnen
der Stadt Ronsdorf
zu ehren­den Gedenken”

Gekrönt wird das Denk­mal von einem grie­chi­schen Kreuz.



Die letz­te Tafel ent­hält am unte­ren Ende auch einen Abschnitt, in dem die Ver­miss­ten auf­ge­führt sind.



An der unte­ren rech­ten Basis der “Vor­der­sei­te” des Denk­mals sind außer­dem die Wor­te “Ich hatt’ einen Kame­ra­den” ein­ge­meis­selt sind. Es ist der ers­te Vers eines Lie­des, das auf dem Gedicht “Der gute Kame­rad” von Lud­wig Uhland basiert. Es ent­stand 1809, als badi­sche Trup­pen für die Fran­zo­sen einen Auf­stand in Tirol nie­der­schlu­gen. Das Lied ist heu­te fes­ter Bestand­teil des Lied­gu­tes eini­ger Arme­en, die Bun­des­wehr ver­wen­det das Lied in ihrem Trau­er­ze­re­mo­ni­ell.1

Der Text in der Wikipedia



Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf

Der alte Stei­ger­trum der FFW Ronsdorf.

An ihrem Domi­zil an der Tal­sper­ren­stra­ße hat die FFW Rons­dorf im Jah­re 1930 einen Gedenk­stein ange­bracht, der den fünf­zehn Gefal­le­nen Kame­ra­den gewid­met ist. Am 27.Juli des Jah­res konn­te man das Denk­mal ein­wei­hen, das die Feu­er­wehr­män­ner selbst errich­tet und über Spen­den finan­ziert hat­ten. Der Gedenk­stein stammt aus dem Stein­bruch an der Kemna.



Die Inschrift auf der Bron­ze­ta­fel lautet:

Den im Welt­krie­ge gefal­le­nen Kameraden
zum treu­en Gedenken
die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Ronsdorf”

Dazu fin­den sich die Jah­res­zah­len und ein Feu­er­wehr­helm mit gekreuz­ten Äxten.1


 

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal Elberfelder Sportclub 08 e.V.

Den Elber­fel­der Sport­club 08 gibt es schon lan­ge nicht mehr, sein Nach­fol­ger ist der SSV Ger­ma­nia. Die Wir­kungs­stät­te war (und ist) der Sport­platz am Freu­den­berg, wo auch ein Krie­ger­denk­mal auf­ge­stellt wur­de. Wer ‑wie ich- frü­her häu­fi­ger da war, wird sich jetzt viel­leicht wun­dern, denn er hat das Denk­mal schon öfter gese­hen, doch nie mit dem Ers­ten Welt­krieg in Ver­bin­dung gebracht, die Inschrift ist näm­lich nicht mehr les­bar und das Denk­mal ver­fügt auch über kei­ne For­men­spra­che. Es steht auf Höhe der Mit­tel­li­nie des Kunst­ra­sen­plat­zes gegen­über des Clubhauses.



Frü­her soll die Inschrift mal gelau­tet haben:

“Elber­fel­der Sport­club 08e.V.

Unse­ren im Weltkriege
Gefal­le­nen Sportskameraden”

28 Namen sol­len hier ver­zeich­net gewe­sen sein.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


 

Kriegerdenkmal in Langerfeld

Das Denk­mal im Janu­ar 2010.

Das Schwert.

Oben, am Hang des Hedt­bergs und am Ende der Wil­helm-Hedt­mann-Stra­ße leg­ten die Lang­er­fel­der im Jahr 1929 ihr Krie­ger­denk­mal an. Die Plä­ne dafür leg­ten der Archi­tekt Peter Klotz­bach und Regie­rungs­bau­meis­ter Flie­t­her vor. Es besteht aus einer 12,50m hohen stei­ner­nen Säu­le aus Ruhr­koh­len­sand­stein, auf der frü­her ein vier Meter hohes Bron­ze­schwert mit Johan­ni­ter­kreuz sei­ne Spit­ze in den Him­mel streck­te, und einem Pla­teau, auf dem eine sar­ko­pha­g­ähn­li­cher Gedenk­stein aus Muschel­kalk auf­ge­stellt ist. Zur Ein­wei­hung am 24.November 129 erschie­nen fast 10.000 Bür­ger, um zusam­men mit Ange­hö­ri­gen, dem Posau­nen­chor und den Mit­glie­dern der Lang­er­fel­der Gesang­ver­ei­ne den Toten zu geden­ken. Nach Abschluss der Fei­er ließ man tau­send Brief­tau­ben die Nach­richt von der Ein­wei­hung in die Stadt tragen.


Am 24.November 1929 wur­de das Denk­mal ein­ge­weiht. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.6.5


Der Sar­ko­phag trägt an sei­nem “Deckel” die Namen berühm­ter Schlacht­fel­der des Ers­ten Welt­kriegs: “Ska­gerak, Ypern + Kow­no, Arras, Tan­nen­berg + Ver­dun”. Außer­dem ist an einer Längs­sei­te der Auf­schrei “Sie wer­den auf­er­ste­hen!” ein­ge­mei­ßelt. Die Inschrift am Auf­gang zum Pla­teau lau­te­te früher:

Den im Welt­krie­ge 1914–18 gefal­le­nen Soehnen
der ehe­ma­li­gen Gemein­de Langerfeld
zum ewi­gen Gedächntis”



Heu­te ver­kün­det eine Bronzetafel:

Den Toten zum Gedenken,
den Leben­den zur Mahnung.”



Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de das Schwert ein­ge­schmol­zen und das Denk­mal durch Bom­ben beschä­digt. Am 22.November 1953 konn­te das Denk­mal wie­der ein­ge­weiht wer­den, anstel­le des Schwer­tes wur­de ein 3,50 m hohes, mit Kup­fer umman­tel­tes Kreuz auf­ge­stellt. Am Pfei­ler wur­den die Nach­bil­dung eines Stahl­helms und die Jah­res­zah­len der Welt­krie­ge ange­bracht.1


Der obe­re Teil des Denk­mals im Mai 2010.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte