Kriegerdenkmal im Ehrenhain Vohwinkel

Das Ehren­mal auf einer Foto­gra­fie vor 1943. Bild ent­nom­men aus: RMK, S. 269. Dor­ti­ge Quel­len­an­ga­be: Samm­lung Stadt­ar­chiv Wuppertal.

Am 7. Juli 1929, ein Sonn­tag im letz­ten Monat der Selbst­stän­dig­keit Voh­win­kels, weih­te Bür­ger­meis­ter Dr. Land­wehr das Voh­wink­ler Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs ein. 345 von 3000 Voh­wink­ler Sol­da­ten hat­ten ihr Leben im Fel­de gelas­sen. Ent­wor­fen hat­te die Anla­ge Prof. Hans Fischer aus Bar­men. Auf einer halb­run­den Ter­ras­se, zu der sechs Stu­fen hin­auf führ­ten, stand im Schei­tel auf einem Pos­ta­ment mit einer unbe­kann­ten Inschrift ein dunk­les Holz­kreuz. Davon aus­ge­hend waren acht fla­che Stein­so­ckel auf dem Boden im Halb­rund ange­ord­net, die Bron­ze­ta­feln mit den Namen der Gefal­len trugen.


Das Denk­mal um 1929. Bild ent­nom­men aus: Zieg­ler, Geschich­te der Stadt Voh­win­kel, 1929, Neu­druck 1982, Ver­lag Ute Kier­dorf, Rem­scheid, S. 160.

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de der Ehren­hain und das Denk­mal zer­stört. Auf Antrag des Bezirks­ver­eins Wup­per­tal-Voh­win­kel-Süd wur­de die Anla­ge 1950 not­dürf­tig her­ge­rich­tet. Am 1.Juli 1956 wur­de der Ehren­hain erneut der Bevöl­ke­rung im Rah­men der 600-Jahr-Fei­er über­ge­ben. Auch dies­mal hielt Dr. Land­wehr die Anspra­che am Krie­ger­denk­mal, das seit­dem den Toten bei­der Welt­krie­ge gewid­met ist. Es besteht nun nur noch aus einem Holz­kreuz und einer davor im Boden ein­ge­las­se­nen Inschrift: 1



Die Inschrift.

Den Toten
beider
Weltkriege”


Die Grund­form des Denk­mals ist noch erkennbar.


Ergän­zung vom 3. Janu­ar 2018:
Im Okto­ber 2017 wur­de das Kreuz ent­fernt, da es maro­de und z.T. durch­ge­fault war. Die Stadt bemüht sich um Ersatz im Jahr 2018.2 Vor dem Volks­trau­er­tag 2017 wur­de vom Res­sort Grün­flä­chen und Fors­ten ein 3 Meter hohes Pro­vi­so­ri­um erstellt und auf­ge­stellt.3

Ergän­zung vom 10. April 2021: 

Recht­zei­tig zum Volks­trau­er­tag am 18. Novem­ber 2018 stell­te die Stadt eine neu­es, eben­so gro­ßes Holz­kreuz auf.4



Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal Dönberg

Das Krie­ger­denk­mal am Dönberg.

Am 23. Juni 1929 weih­te der Dön­ber­ger Krie­ger- und Land­wehr­ver­ein in Anwe­sen­heit der Dön­ber­ger Bür­ger und aller Ver­ei­ne das Krie­ger­denk­mal am Neu­en Weg ein. Es war mit den finan­zi­el­len Mit­teln des Ver­eins und Spen­den von Dön­ber­ger Bür­gern errich­tet wor­den. Ent­wor­fen wur­de das Denk­mal vom Stadt­bau­rat Prahl aus Nevi­ges. In sei­ner Ursprungs­form bestand das Krie­ger­denk­mal aus einem Vor­hof, auf dem sich die Ver­ei­ne auf­stel­len konn­ten, dann folg­te ein fünf Meter hoher Pfei­ler aus gemau­er­ten Bruch­stei­nen mit dem Eiser­nen Kreuz und dann ein halb­kreis­för­mi­ger Ehren­hof, der von einer Bruch­stein­mau­er begrenzt wur­de, an der zwei Sand­stein­plat­ten mit den Namen der Ver­miss­ten ange­bracht wor­den waren. Die Ver­eins­mit­glie­der leg­ten sel­ber Hand an und mau­er­ten oder küm­mer­ten sich um die Gestal­tung der Grünanlage.
Zur Ein­wei­hung spra­chen nach der Begrü­ßung durch den Ver­eins­vor­sit­zen­den Artur Frau­en­hoff die bei­den Orts­geist­li­chen und Bür­ger­meis­ter Hoch­stein aus Nevi­ges, der die Wei­he­re­de hielt.


Die­ses Bild vom Novem­ber 2010 zeigt die immer noch leben­di­ge Gedenk­kul­tur der Dön­ber­ger mit den Krän­zen, der Stadt Wup­per­tal, des Bür­ger­ver­eins Dön­berg e.V., des Schüt­zen­ver­eins Dön­berg, des Volks­bunds deut­sche Kriegs­grä­ber­für­sor­ge, der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Dön­berg, der katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Dön­berg und der Evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de Dönberg.

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg beauf­trag­te der Ver­ein, der inzwi­schen sei­nen Namen in “Kame­ra­den-Ver­ein Dön­berg e.V.” geän­dert hat­te, die Kunst und Metall­gie­ße­rei Ernst Straß­aa­cker aus Süd­s­sen mit der Anfer­ti­gung von zwei gro­ßen und zwei klei­nen Bron­ze­ta­feln für die Opfer der Welt­krie­ge. Am 15. Novem­ber 1953 wur­de das Denk­mal dann erneut eingeweiht.
Die Gedenk­ta­fel mit 58 Gefal­le­nen des Ers­ten Weltkriegs.

Die Gedenk­ta­fel für die Gefal­le­nen des Zwei­ten Weltkriegs.

Eine der bei­den klei­nen Gedenk­ta­fel gedenkt den Ver­miss­ten des Zwei­ten Weltkriegs.

Die zwei­te klei­ne Gedenk­ta­fel gedenkt zwei Gefal­le­nen, acht ver­miss­ten Sol­da­ten und vier in der Hei­mat getö­te­ten Dön­ber­gern des Zwei­ten Weltkriegs.

Außer­dem wur­de auf dem Eiser­nen Kreuz die Jah­res­zah­len des Zwei­ten Welt­krie­ges ergänzt.

1966 wur­de die Gedenk­stät­te erneut umge­stal­tet. Der Vor­hof wur­de ver­grö­ßert und eine das Gelän­de zur Stra­ße abschlie­ßen­de Pfor­te wur­de ent­fernt.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal auf dem ev. Friedhof Kohlenstraße (Langerfeld)

Die­ses Denk­mal auf dem Fried­hof Koh­len­stra­ße wur­de am 1929 ein­ge­weiht und im Zwei­ten Welt­krieg beschä­digt. Es besteht aus eini­gen Grab­mä­lern in Laza­ret­ten Ver­stor­be­ner, sowie vier gro­ßen Stein­ta­feln, die unter einem Kreuz die Namen aller 537 Gefal­le­nen Lang­er­fel­der Bür­ger tragen.


Das Krie­ger­denk­mal in der Form, in der es 1949 wie­der errich­tet wurde.

In der ursprüng­li­chen Aus­füh­rung des Bild­hau­ers Ernst Mül­ler-Blens­dorf befand sich in der Mit­te der Stein­ta­feln aus Anröch­ter Dolo­mit ein etwa fünf Meter hohes Stein­kreuz. Dort war fol­gen­de Inschrift eingetragen:

“Für uns” (Im Kreuz)
“Gefal­len
1914–1918” (am Fuß)
“Die Ev. Gemeinde

Lang­er­feld” (am Sockel)


Eine Zeich­nung des Bild­hau­ers vom ursprüng­li­chen Denk­mal fin­det sich im Gene­ral-Anzei­ger vom 06.10.1928. In der Mit­te des Bil­des ver­fälscht die Falz das Bild ein wenig. (Das Bild ersetz­te am 05.04.2012 das vor­he­ri­ger schlech­te­rer Qualität.)

Am 28.April 1929 wur­de das 18.000 Mark teu­re Denk­mal mit einer gro­ßen Fei­er ein­ge­weiht. 1000 Men­schen waren gekom­men, um Pas­tor Sy, den Posau­nen­chor des Män­ner- und Jüng­lings­ver­eins und den Kir­chen­chor zu hören. Am 20.November 1949, Toten­sonn­tag wur­de das Denk­mal  in der heu­te anzu­fin­den­den Form erneut ein­ge­weiht.1


Bil­der vom Mai 2010.

Ergän­zung vom 23. Mai 2012:

Am 13.April 1999 beschloss die Bezirks­ver­tre­tung Lang­er­feld-Bey­en­burg auf Antrag der SPD-Frak­ti­on mit 5.000 DM aus den eige­nen Mit­tel der BV die Schrift des Denk­mals zu Sanie­rung. Eine zunächst ange­dach­te Bema­lung der Buch­sta­ben, die vom Res­sort nicht befür­wor­tet wur­de, wur­de nach der Rei­ni­gung des Denk­mals ver­wor­fen. Statt­des­sen ent­schied man sich am 16.Mai 2000 eine Bron­ze­ta­fel auf­zu­stel­len und mit den übri­gen Mit­teln aus der Sum­me von 5.000 DM eine Gedenk­ta­fel für die in Lang­er­feld ver­stor­be­nen Zwangs­ar­bei­ter zu errich­ten. Im April oder Mai 2001 wur­de dann die unten ste­hen­de Tafel vor dem Denk­mal aufgestellt.

Im Früh­jahr 2005 wur­de das Denk­mal saniert. Das Denk­mal wur­de abge­baut, ein neu­es Fun­da­ment erstellt und beim Abbau beschä­dig­te Stei­ne wur­den ersetzt. 2


Die ergän­zen­de Bron­ze­ta­fel wur­de im Früh­jahr 2001 vor dem Denk­mal aufgestellt.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


 

Ehrentafel im Elberfelder Rathaus

Am Toten­sonn­tag des Jah­res 1928, es war der 25. Novem­ber, ent­hüll­te man im Elber­fel­der Rat­haus eine Ehren­ta­fel für die­je­ni­gen der über 1000 Beam­ten und Ange­stell­ten, die in den Ers­ten Welt­krieg zogen und nicht zurück­kehr­ten. 123 von ihnen waren gefal­len. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kirsch­baum erin­ner­te bei der Ein­wei­hung dar­an, dass das Kriegs­en­de bereits zehn Jah­re zurück­lie­ge, aber die Erin­ne­rung an die Kame­ra­den, die ihr Leben für das Vater­land gege­ben hat­ten, nicht “aus­ge­löscht” sei.



Unter den drei Krie­gern,  die ihre Schwer­ter zu Boden hal­ten, ver­kün­det die Tafel, die vom Elber­fel­der Bild­hau­er Fritz Ber­nuth ent­wor­fen und vom Bar­mer Bild­hau­er Fried­rich Schlu­cke­bier aus Treucht­lin­ger Mar­mor geschaf­fen wur­de:1

“Im Welt­krieg 1914–1918
gaben ihr Leben für das Vaterland

[123 Namen]
“Den Toten zu blei­ben­dem Gedächt­nis gewid­met von den
Beam­ten, Ange­stell­ten und Arbei­tern der Stadt Elberfeld”

Kriegerdenkmal Cronenberg

His­to­ri­sche Auf­nah­me des Ehren­mals. (Bild ergänzt am 13. März 2022)

Das Krie­ger­denk­mal in Cro­nen­berg (Am Ehren­mal) wur­de am 14. Okto­ber 1928 ein­ge­weiht. Vor­an­ge­gan­gen waren der Beschluss zur Errich­tung eines sol­chen Denk­mals der Cro­nen­ber­ger Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung am 10. Febru­ar 1925, eine Sam­mel­ak­ti­on unter den Cro­nen­ber­ger Bür­gern, die die finan­zi­el­len Mit­tel erbrach­te, eine Aus­ein­an­der­set­zung um die Fra­ge, ob das Denk­mal mit­ten in der Stadt errich­tet wer­den soll­te oder lie­ber im Wald, wel­cher Bild­hau­er es aus­füh­ren soll­te und die Grund­stein­le­gung am 17. Juli 1927 anläss­lich der Fei­er 100 Jah­re Stadtrechte.

His­to­ri­sche Auf­nah­me des Ehren­mals. (Bild ergänzt am 13. März 2022)

Man ent­schloss sich schließ­lich Edu­ard Timae­us aus Kas­sel mit dem Bau des Denk­mal zu beauf­tra­gen, dass inner­halb eines neu­en Parks zwi­schen den Stra­ßen Hüt­ter­str, Am Ehren­mal und Auf dem Eigen ent­ste­hen soll­te. Timä­us hat­te bereits 1925 die Gedenk­ta­fel der Cro­nen­ber­ger Real­schu­le gestal­tet. Die Anla­ge selbst plan­ten Prof. Peter Klotz­bach aus Bar­men und der Cro­nen­ber­ger Stadt­bau­rat Siedentopf.

Der Bild­hau­er wähl­te die unge­wöhn­li­che Form einer Pyra­mi­de für das Ehren­mal. Vor­ge­la­gert ist eine schlich­te, knien­de, trau­ern­de Frau­en­fi­gur, auf der lin­ken, vor­de­ren und rech­ten Sei­te sind die Namen der Gefal­len (über 400) ange­bracht. Auf der Spit­ze der Pyra­mi­de pran­gen die Wor­te “1914–18”, “Cro­nen­berg”, “sei­nen”, “Hel­den”. Am Fun­da­ment links neben der Frau­en­fi­gur: “Ihr starbt”, rechts: “Ihr lebt!”. Unter­halb der Frau­en­fi­gur brach­te man am 26.Juli 1956 eine ergän­zen­de Tafel für die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs an, die der Bild­hau­er Harald Schmahl schuf. In den 1980er Jah­ren wur­de das Denk­mal von Stein­metz­meis­ter Barnd Wald restau­riert.1


Das Band, wel­ches die Namen ent­hält, ist an den Sei­ten zwei­mal durch Sym­bol­ta­feln unter­bro­chen, die Sym­bo­le von Krie­ge und Frie­den zeigen.

Zu sehen sind Reichs­ad­ler, Schwert mit Blät­tern, Artil­le­rie­ge­schoss, Cro­nen­ber­ger Wap­pen (Ber­gi­scher Löwe mit Sense)

Zu sehen sind Frie­dens­tau­be, Stahl­helm, Eiser­nes Kreuz, Siegerkranz
Die Inschrift des Denk­mals ist nicht leicht zu erken­nen. An der Spit­ze der Pyra­mi­de steht an drei Sei­ten: “Cro­nen­berg — sei­nen — Hel­den — 1914- 1918” Unter dem Band der Namen steht ein­ge­mei­ßelt in den Stein links und rechts der Figur “Ihr starbt — Ihr lebt”
Am 26. Juli 1958 wur­de zum Geden­ken der Opfer des Zwei­ten Welt­krie­ges eine Bron­ze­ta­fel ange­bracht, die vom Bild­hau­er Harald Schmahl gestal­tet wur­de. Plä­ne für ein eigen­stän­di­ges Denk­mal wur­den ver­wor­fen. Über dem Eichen­blatt steht die schlich­te Inschrift: “Den Toten des Welt­kriegs 1939–1945”
Ergänzung vom 06. Juni 2012

In der Nacht auf Diens­tag, den 5. Juni 2012 haben Bron­ze­die­be die Tafeln mit den Namen der Gefal­le­nen und die Sym­bol­ta­feln ent­wen­det. Mit gro­ßer Bru­ta­li­tät wur­den die ein­ze­men­tier­ten ver­an­ker­ten Tafeln her­aus­ge­bro­chen, die Wie­der­her­stel­lungs­kos­ten lie­gen bei 30.000 Euro. Nur eine der 22 Tafeln wur­den an Ort und Stel­le gelas­sen.2


Eine der nun gestoh­le­nen Gedenktafeln.

Ergänzung vom 18.06.2012:

Der Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein und der SPD-Stadt­ver­ord­ne­te Oli­ver Wag­ner haben 1200 € Beloh­nung für sach­dien­li­che Hin­wei­se aus­ge­setzt, davon stam­men 1000 € vom CHBV.3

Die Befürch­tun­gen, dass die Namen nicht mehr rekon­stru­iert wer­den kön­nen, haben sich zum Glück auf­ge­löst. Die Namen sind im Stadt­ar­chiv in der Akte S VII 65, “Gedenk­ta­fel der im Welt­krieg 1914–1918 gefal­le­nen…, Ein­wei­hung des Ehren­mals, 14.10.1928” ent­hal­ten.4

Wie die Cro­nen­ber­ger Woche berich­tet, beant­wor­te­te die Stadt eine Anfra­ge der Bezirks­ver­tre­tung Cro­nen­berg zur Wie­der­her­stel­lung der Tafel nega­tiv, es ist kei­ne Geld dafür vor­han­den. 30.000 Euro ver­an­schlagt das Res­sort Grün­flä­chen für die Her­stel­lung und dieb­stahl­si­che­re Anbrin­gung. Dage­gen sag­te das Res­sort zu, im Win­ter die Bäu­me und Sträu­cher im Bereich zurück­zu­schnei­den, um das Are­al bes­se­re ein­seh­bar zu gestal­ten.5


Zum Volks­trau­er­tag am 18.11.2012 stell­te man als pro­vi­so­ri­schen Ersatz für die gestoh­le­nen Namens­ta­feln die­se Tafel auf

Ergänzung vom 21.11.2012 :

Am Volks­trau­er­tag 2012 sorg­te der Dieb­stahl der Namens­ta­feln für eine Ver­än­de­rung im übli­chen Ritu­al. Neben Schü­lern und Pfar­rer Mon­hof ergriff auch der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Cro­nen­be­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­eins, Ste­phan Ries, das Wort und erklär­te den 150 Teil­neh­mern, dass die Wei­ge­rung der Stadt, die Tafeln zu erset­zen, eine “wei­te­re Schan­de” sei. 94 Jah­re nach Kriegs­en­de und 84 Jah­re nach der Errich­tung des Denk­mals beton­te er, dass die­ses kein “anony­mes, nack­tes Bau­werk aus Stein” sei, und die Namens­ta­feln der Trau­er und Erin­ne­rung ein Gesicht geben wür­de. Sie sei­en tra­gen­de Säu­len des Erin­nerns. Mitt­ler­wei­le bezif­fert die Stadt die Kos­ten der Wie­der­her­stel­lung und dieb­stahl­si­che­ren Anbrin­gung auf 65.000 €.6


Das Pro­vi­so­ri­um

Ergänzung vom 02.01.2013:

Am Neu­jahrs­tag 2013 wur­de die­se pro­vi­so­ri­sche Ehren­ta­fel zer­stört auf­ge­fun­den. Ob die Ursa­che Van­da­lis­mus oder Wind­bö­en waren, war unklar. Rolf Tesche, Vor­sit­zen­der des CHBV, erklär­te, das Pro­vi­so­ri­um mög­lichst schnell repa­rie­ren zu las­sen, da es nicht nur die Toten ehren, son­dern auch mah­nen, dass die Stadt die gestoh­le­nen Tafeln ersetzt.7

Ergänzung vom 08.12.2013:

Im Dezem­ber 2013 wur­de zwi­schen dem CHBV und der Stadt Wup­per­tal auf­grund des hart­nä­cki­gen Nach­ha­kens sei­tens des Bür­ger­ver­eins ver­trag­lich ver­ein­bart, dass die Stadt bei der Wie­der­her­stel­lung der Gedenk­ta­feln die Hälf­te der Kos­ten über­nimmt, die ande­re Hälf­te in Höhe von 18.000 € wird vom CHBV (3.000 €), von der Spar­kas­se (3.000 €), der Ein­zel­han­dels­ge­mein­schaft W.I.C (1.000 €), dem Ver­si­che­rungs­bü­ro Gross & Co (3.000 €) und sowie Pri­vat­spen­dern getra­gen, wes­we­gen erneut ein Spen­den­auf­ruf getä­tigt wur­de. Im Dezem­ber 2013 begann die kos­ten­freie Sanie­rung des Denk­mals durch den Maler­be­trieb Tesche und die Gerüst­bau­fir­ma Klaus Hobels­ber­ger.8

Ergänzung 16.10.2015

Am 12. Okto­ber 2015 teil­te die Stadt mit, dass eine Ste­le mit einer Info­ta­fel am nord­west­li­chen Zugang zum Denk­mal auf­ge­stellt wur­de. Der Text vom His­to­ri­schen Zen­trum erklärt die Geschich­te des Denk­mals bis in die jüngs­te Zeit, her­ge­stellt wur­de sie vom Res­sort Grün­flä­chen und Fors­ten, die Auf­stel­lung über­nah­men durch Kräf­te des zwei­ten Arbeits­mark­tes der GESA.9


Bild ergänzt am 10. April 2021

Seit April 2014 ist das Denk­mal auch wie­der voll­stän­dig, nach­dem die gestoh­le­nen Namens­ta­feln durch Repli­ken ersetzt wur­den. Die­se bestehen aber nicht aus Bron­ze, son­dern aus Kunst­guß und wur­den von der Fir­ma EGO3D aus Mül­heim her­ge­stellt. Damit konn­ten die Kos­ten von 65.000 € auf 35.000 € redu­ziert wer­den.10


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal der Barmer Fleischerinnung

Am 20. Novem­ber 1927, dem Toten­sonn­tag die­ses Jah­res, weih­te die Bar­mer Flei­scher­innung ihr Denk­mal zu Ehren der gefal­le­nen Mit­glie­der ein. Da der alte Bar­mer Schlacht­hof, auf dem das Denk­mal zunächst stand, spä­ter auf­ge­ge­ben wur­de — heu­te ist dort die Zen­tra­le der Wup­per­ta­ler Stadt­wer­ke zwi­schen Schüt­zen­stra­ße und Brom­berg­stra­ße -, ver­setz­te man 1958 das Denk­mal zum Elber­fel­der Vieh­hof, wo es heu­te in unmit­tel­ba­rer Nähe des Denk­mals der Elber­fel­der Flei­scher­innung steht.


Novem­ber 2009

Das Denk­mal, das von Prof. Mon­ten­bruck von der Kunst­ge­wer­be­schu­le ent­wor­fen und vom Bild­hau­er Fritz Lücken aus­ge­führt wur­de, scheint auch heu­te am Volks­trau­er­tag noch gepflegt zu wer­den. Es zeigt als Reli­ef einen auf­recht­ste­hen­den Sol­da­ten, der den Kopf auf sein Schwert gestützt hat. Dazu ist ein Eiser­nes Kreuz oben rechts ein­ge­fügt. Dar­un­ter ste­hen die Jah­res­zah­len 1914 und 1918. Links neben dem Eiser­nen Kreuz folgt die Inschrift:


“Ihren Gefal­le­nen
Meis­tern und
Gesel­len”
Rechts neben dem Sol­da­ten steht:
“Die
Bar­mer
Flei­scher­innung

20.IX.1927”


Auf der Rück­sei­te des Denk­mals sind unter dem Schrift­zug “Es star­ben den Hel­den­tod” die Namen von sechs Meis­tern und 39 Gesel­len im Stein verewigt.

Anläss­lich der Ein­wei­hungs­fei­er gab es Unstim­mig­kei­ten zwi­schen der Bar­mer Flei­scher­innung und dem Zen­tral­ver­band der Flei­scher und Berufs­ge­nos­sen, da man von die­sem zwar die Namen der Gefal­le­nen erfragt hat­te, ihn aber nicht zur Ein­wei­hung ein­lud, da es eine “inter­ne Fei­er” der Innung sei. Der Ver­band beschwer­te sich dar­über, dass man gemein­sam mit den Gefal­le­nen im Dreck gele­gen habe und nun nicht “fein” genug sei, ein­ge­la­den zu wer­den. Außer­dem ver­mu­te­te man, dass die Innung eine “natio­na­le” Fei­er abhal­ten wol­le und des­we­gen der Ver­band, die den Gedan­ken “Nie wie­der Krieg!” ver­tre­te, nicht erwünscht sei.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Ehrentafel für die Gefallenen des Barmer Rathauses

Die Ehren­ta­fel für die Gefal­le­nen des Bar­mer Rat­hau­ses hängt im Ein­gangs­be­reich und wur­de am 27.Februar 1927 durch Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Hart­mann ein­ge­weiht. Sie trägt neben der Inschrift die Namen der 59 Sol­da­ten (dar­un­ter 6 Lan­gen­fel­der), die von den 519 ins Feld gezo­ge­nen nicht zurück­kehr­ten. Die Ehren­ta­fel aus Tra­ver­tin wur­de vom Archi­tek­ten Juli­us Dicke ent­wor­fen und vom Bar­mer Bild­hau­er Fried­rich Schlu­cke­bier aus­ge­führt. Sie zeigt an den Pfei­ler an der Sei­ten senk­recht ste­hen­de Schwer­ter und wur­de von der Orts­grup­pe des Ver­ban­des der Kom­mu­nal­be­am­ten und Ange­stell­ten Preu­ßens gestif­tet.1



Die Inschrift lautet:

“Zum
ehren­den
Gedächt­nis
der im Welt­krie­ge 1914–1918
für das Vater­land Gefallenen
Beam­ten und Angestellten
der Stadt Barmen.”
Unter den Namen folgt dann noch eine Beschwörung:

Sie star­ben für uns!”

Kriegerdenkmal auf dem lutherischen Friedhof in Ronsdorf

Das frü­hes­te Denk­mal zu Ehren der Gefal­le­nen wur­de in Rons­dorf auf dem luthe­ri­schen Fried­hof errich­tet. Das aus einem Find­ling mit Ehren­ta­fel und einem klei­nen Grä­ber­feld bestehen­de Denk­mal wur­de am 12. Dezem­ber 1926 ein­ge­weiht. Pfar­rer Schoen zeich­ne­te für die Gedenk­re­de ver­ant­wort­lich, der luthe­ri­sche Kir­chen­chor und der Müh­ler Posau­nen­chor sorg­ten für die musi­ka­li­sche Beglei­tung. Der Bei­geord­ne­te O.J. Ben­ning­ho­ven leg­te als Ver­tre­ter von Stadt und Bür­ger­schaft einen Kranz nieder.


Das Denk­mal mit schnee­be­deck­ten Gräbern

Die Gedenk­ta­fel

Die Tafel auf dem Find­ling aus Grau­wa­cke, der aus einem Bey­en­bur­ger Stein­bruch stammt, ver­zeich­net fol­gen­de Inschrift:

Unse­ren
Gefal­le­nen Brüdern
in Dankbarkeit
1914–1918
Die
lutherische
Kirchengemeinde
2.Sam 1 v.27

In der Bibel heißt es bei 2.Sam 1 v.27:

Wie sind die Hel­den gefal­len und die Streit­ba­ren umgekommen!”


 

Grä­ber­feld und Denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs auf dem luthe­ri­schen Friedhof

Eini­ge der Grab­stei­ne, sind, so wie die­ser, schon sehr ver­wit­tert, so dass die Schrift kaum noch les­bar ist.

Die­ser Grab­stein hin­ge­gen wur­de offen­sicht­lich erneu­ert. Er zeigt die typi­schen Merk­ma­le der Inschrif­ten auf: Rang, Name, Ein­heit, Geburts­da­tum und ‑ort, Todes­da­tum und ‑ort.

Vie­le der ins­ge­samt 36 Gefal­le­nen sind erst nach dem Krieg  gestor­ben, ande­re sind schon sehr früh gestor­ben, im Sep­tem­ber 1914. Fast alle Sol­da­ten sind in Deutsch­land gestor­ben, ver­mut­lich in Laza­ret­ten, wie Köln, Crefeld oder Ratin­gen.1

Ergän­zung vom 14. März 2012:

Bereits 1935 erfuhr das Grä­ber­feld eine Sanie­rung. Eini­ge Grä­ber hat­ten sich gesenkt, Inschrif­ten waren bereits ver­bli­chen und die Bepflan­zung nicht mehr anspre­chend. Der Kir­chen­vor­stand und die Orts­grup­pe des Volks­bunds deut­sche Kriegs­grä­ber­für­sor­ge ent­schei­den sich für eine Neu­an­la­ge. Die Wege wur­den neu gestal­tet und mit Splitt ver­se­hen, die Grab­stei­ne erhiel­ten eine Band­ei­sen­ein­fas­sung und neue Efeu­pflan­zen wur­den ange­bracht. Durch Umbet­tun­gen konn­te man zwei wei­te­re Krie­ger­grä­ber anle­gen. Die Inschrif­ten wur­den erneu­ert und man plan­te eine Gedenk­fei­er zur Neu­ein­wei­hung der Ehren­grä­ber.2

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


 

Kriegerdenkmal auf dem Elberfelder Ehrenfriedhof

Der Elber­fel­der Ehren­fried­hof  wur­de schon im Novem­ber 1914 ein­ge­rich­tet und war für 150 Grab­stel­len vor­ge­se­hen. Bereits im Dezem­ber 1914 fand der ers­te Gefal­le­ne hier sei­ne letz­te Ruhe­stät­te. In den fol­gen­den Jah­ren muss­te der Fried­hof jedes Jahr erwei­tert werden.


Das eige­ne Grab als Trost auf einer Pro­pa­gan­da-Post­kar­te des Ver­eins Kriegs­hil­fe Elber­feld. Ger­ma­nia und der Reichs­ad­ler bekrän­zen das Grab des hel­den­haft Gefal­len mit einem Lor­beer-Kranz. Die Rea­li­tät sah bekannt­lich in den meis­ten Fäl­len anders aus. (Bild ergänzt am 28.12.2013)

Der Fried­hof liegt am Hang des Kies­bergs, unweit des Königs­hö­her Wegs, hin­ter einem Obe­lis­ken, der 1913 zur Erin­ne­rung an die Befrei­ungs­krie­ge gegen Napo­le­on 1813 auf­ge­stellt wur­de. Von dem Obe­lis­ken konn­ten man frü­her wahr­schein­lich wun­der­bar über die Stadt gucken. Heu­te ver­hin­dern vie­le Bäu­me aller­dings einen unge­trüb­ten Blick ins Tal. Eini­ge his­to­ri­sche Auf­nah­men zei­gen die Ent­wick­lung des Fried­hofs, des­sen Grab­stel­len anfangs noch mit Holz­schil­dern gekenn­zeich­net waren.


Der Ehren­fried­hof auf einer unda­tier­ten Post­kar­te. Der Sol­dat im Bild trägt noch die Pickel­hau­be, die 1915 aus dem Kriegs­ein­satz an der Front ent­fernt und 1916 im gesam­ten Heer durch den Stahl­helm ersetzt wur­de. Post­kar­ten­samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Der Ehren­fried­hof mit den ers­ten Grab­stel­len. Post­kar­ten­samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Der Ehren­fried­hof ver­mut­lich gegen Ende des Krie­ges oder sogar danach. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/19/12 (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Ein Schutz­haus am obe­ren Ende des Ehren­fried­hofs. Es exis­tiert heu­te nicht mehr. Da die Mau­er, die den Ehren­fried­hof umfrie­det, fer­tig zu sein scheint, ent­stand das Bild ver­mut­lich nach 1919. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum 010/19/13 (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Wenn man am unte­ren Ein­gang des Fried­hofs steht, bie­tet sich einem fol­gen­des Bild: Lin­kus und rechts füh­ren zwei Wege um eine gro­ße Lich­tung hoch zum Krie­ger­denk­mal am obe­ren Ende des Fried­hofs. Die Wege sind gesäumt von Grabstellen.

Auf dem  Ehren­fried­hof lie­gen heu­te 546 gefal­le­ne Sol­da­ten, davon sind 416  gebo­re­ne Elber­fel­der und 13 Aus­län­der. Die Fried­hofs­be­stim­mun­gen sahen vor, dass fol­gen­de Gefal­le­ne dort bestat­tet wer­den konn­ten: im Fel­de gefal­le­ne Elber­fel­der, in Elber­fel­der Laza­ret­ten Ver­stor­be­ne, Kriegs­in­va­li­den und Gefal­le­ne der Feind­staa­ten. Alle Fran­zo­sen und Eng­län­der, die dort ein­mal bestat­tet waren, wur­den nach dem Krieg wie­der in ihre Hei­mat überführt.


Plan des Ehren­fried­hofs, ange­fer­tigt im April 1921. Ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1925, S.43. (Plan ergänzt am 07.09.2012)

Blick auf den Ehren­fried­hof vom “lin­ken” Weg.

Am Ran­de des Ehren­fried­hofs gibt es eine klei­ne Beson­der­heit. Auf einer Mau­er, abge­trennt vom Ehren­fried­hof, ste­hen vier Grab­stei­ne mit Namen aus dem sla­wi­schen Sprach­raum. Was es wohl mit die­sen Män­nern auf sich hatte?

Das Denk­mal und die Grab­stei­ne erin­nert an die Opfer des Kapp-Put­sches.

Man kann den Unter­schied zwi­schen den Grab­stei­nen gut erken­nen. Den­noch die Grab­stei­ne auf dem Ehren­fried­hof noch ein­mal von nahem:

Links im Bild der pro­vi­so­ri­sche Grab­stein des Gra­bes von Paul Heeks auf einer Post­kar­te. (Bild ergänzt am 30. Mai 2015, Thanks to for­scher from findagrave.com)

Die Grab­stei­ne sind Eiser­nen Kreu­zen nach­emp­fun­den und sehr schlicht gestal­tet, im Ver­gleich zu denen auf dem Ehren­fried­hof Bar­men. Genannt wer­den Name, Dienst­grad und Lebensdaten.

Das Krie­ger­denk­mal wur­de 1926 ein­ge­weiht, nach­dem man 1921 den Beschluss zur Errich­tung in der Elber­fel­der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung gefasst hat­te. Nach zwei Wett­be­wer­ben mit 255 und 22 Ein­sen­dun­gen ent­schied man sich 1922 für den Ent­wurf des in Elber­feld gebo­re­nen Archi­tek­ten H. Rudolph Jaobs und des Ham­bur­ger Bild­hau­ers Wil­helm Rex. Die Kos­ten betru­gen 6 1/2 Mio. RM, die zum Groß­teil von der Elber­fel­der Bür­ger­schaft gespen­det wurden.

Die Sie­ger­ent­wurf “Hei­li­ge Stät­te” von Wil­helm Rex in der ursprüng­li­chen Ver­si­on. Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1922, S.45. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Der Wett­be­werbs­ent­wurf von Paul Wyn­and, Ber­lin. Das Denk­mal zeigt ein Reli­ef aus Sol­da­ten und einer zen­tra­len, mög­li­cher­wei­ser weib­li­chen Figur. Die Bedeu­tung wird durch die Inschrift dar­über deut­lich: Invi­tis — Vic­ti — Vic­tu­ri “Den Unbe­sieg­ten, von den Besieg­ten, den künf­ti­gen Sie­gern”. Einer ande­re Über­set­zung lau­tet: “Den Unbe­sieg­ten die Besieg­ten, die wie­der sie­gen wer­den” Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1922, S. 44. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Der Wett­be­werbs­ent­wurf von Prof. Wil­helm Wand­schnei­der aus Ber­lin. Unten ist die Gesamt­an­la­ge zu sehen, oben die zen­tra­le Figur ein­zeln. Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1922, S. 44. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Wett­be­werbs­ent­wurf vom Archi­tek­ten Prof. Lud­wig Ruff und vom Bild­hau­er Kon­rad Roth aus Nürn­berg. Ein trut­zi­ges Mahn­mal, das an einen Wach­turm erin­nert. Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1922, S. 44. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Am Ende sah der fina­le, vom Stadt­rat abge­seg­ne­te Ent­wurf so aus:

Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1925, S. 43. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

Das Denk­mal in fer­ti­gem Zustand auf einer unda­tier­ten Post­kar­te. (Bild ergänzt am 28.12.2013)

Und so sieht das Mahn­mal heu­te aus.

Das Denk­mal hat einen Durch­mes­ser von 12 Metern und ist aus frän­ki­schem Muschel­kalk gefer­tigt. An den Säu­len, die die bei­den Figu­ren-Dar­stel­lun­gen ver­bin­den, sind Namens­ta­feln ange­bracht. Sie ver­zeich­nen chro­no­lo­gisch jeden ein­zel­nen der 4704 gefal­le­nen Söh­nen der Stadt Elber­feld.1

Die Inschrift, gesäumt von den Wap­pen der Stadt, lautet:

Im Welt­krieg 1914/1918 gaben ihr Leben für das Vater­land die Söh­ne der Stadt Elberfeld”

Update 3. Janu­ar 2018:
Anfang Novem­ber 2017 wur­den sechs Gedenk­ta­feln von Metall­die­ben gestoh­len und die rest­li­chen dar­auf­hin ein­ge­la­gert.2


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal auf dem ev. Friedhof am Norrenberg

Das Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs der luthe­ri­schen Gemein­de Wup­per­feld stammt aus dem Jah­re 1926, wur­de am 21.November des Jah­res ein­ge­weiht und steht im Ein­gangs­be­reich des Fried­hofs am Nor­ren­berg. Es besteht aus einem Fels­block aus dem Oden­wald, der eine ova­le, aus Metall gefer­tig­te Tafel trägt.


Der Kranz, der im Janu­ar noch neben dem Denk­mal hing, stammt vom Bezirks­ver­ein Heckinghausen.

Die Inschrift lautet:

Dei­ne
Toten
wer­den leben
Jesa­ia 26 v.19
Unseren
im Weltkrieg
Gefallenen
zum Gedächtnis”


Pas­tor Ber­ken­kamp hielt die Gedenk­re­de am Tag der Ein­wei­hung, der Posau­nen­chor und der Män­ner­chor sorg­ten für die musi­ka­li­sche Beglei­tung. Plä­ne, den Stein durch ein grö­ße­res Denk­mal zu erset­zen, wur­de nicht ver­wirk­licht.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte