Flora

Foto­gra­fie einer Post­kar­te mit Toel­le-Turm und Flo­ra. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 020/12/27

Es ist unklar, wann die auf der Post­kar­te zu sehen­de Figur in der Nähe des Toel­le­turms auf­ge­stellt wur­de. Sie ist auf meh­re­ren Post­kar­ten zu fin­den, von denen die ältes­te einen Post­stem­pel von 1899 auf­weist. Ver­mut­lich wur­de die etwa lebens­gro­ße Figur im Zusam­men­hang mit dem Bau des Luft­kur­hau­ses durch Adolf Vor­werk (1892) errich­tet. Die Figur stand auf einem grot­ten­ähn­li­chen Unter­bau inner­halb eines bepflanz­ten Ron­dells im Zen­trum der Kreu­zung von Hohen­zol­lern und Frie­sen­str. (die­se heißt heu­te Adolf-Vor­werk-Str.).


Eine wei­te­re Post­kar­te mit Flo­ra und Toel­le­turm. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 020/12/91, (aus der Samm­lung Rin­ke)

Die Bezeich­nung “Flo­ra” stammt aus einer Akten­no­tiz des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins, der am 28.Juli 1913 ver­merk­te, dass die Stadt­ver­wal­tung Bar­men die Pfle­ge der Figur über­nom­men hat. 1927/28 wur­de der Platz vor dem Luft­kur­haus ver­än­dert, 1929 wur­de anstel­le des Ron­dells der heu­te noch vor­han­de­ne Brun­nen von Paul Wyn­and errich­tet. Was mit der Flo­ra pas­sier­te, ist nicht bekannt.1


Eine Post­kar­te mit Flo­ra und Toel­le­turm, gelau­fen 1914. (Bild ergänzt am 8. Febru­ar 2013)

Gedenkstein für Freifrau von der Heydt-Boeddinghaus

Am 23. März 1899 starb Maria Hele­ne Frei­frau von der Heydt-Boed­ding­haus in Elber­feld. Ihr Sohn ließ ihr dar­auf­hin im sel­ben Jahr neben dem Som­mer­sitz der Fami­lie auf der Königs­hö­he einen Gedenk­stein errich­ten, um ihr Andenken zu ehren. Außer­dem spen­de­te in ihrem Namen beträcht­li­che Sum­men an die Ange­stell­ten des Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­eins und ver­schie­de­ne welt­li­che und kirch­li­che Ver­ei­ne.
Gedenk­stein für Maria Hele­ne Frei­frau von der Heydt-Boed­ding­haus.

Die Inschrift ist heu­te nur schwach zu erken­nen und fin­det sich über dem Stein­kranz, der von ver­schlun­ge­nen Orna­men­ten umrahmt wird. In Zen­trum fand sich ein run­des, ver­mut­lich metal­le­nes Medail­lon, das ver­lo­ren gegan­gen ist. Dar­un­ter wird das Datum  der Errich­tung des Gedenk­steins ange­ge­ben:
ANNO MDCCCLXXXXVIIII. JAHR.1
Die Inschrift, inzwi­schen an einer Stel­le mit Blatt­gold wie­der her­vor­ge­ho­ben.

Die Inschrift lau­tet:

Dem Andenken der Frei­frau
von der Heydt-Boed­ding­haus”

Irgend­wann in der nahen Ver­gan­gen­heit wur­de der Gedenk­stein umge­stürzt und teil­wei­se begra­ben. Seit einem Eigen­tü­mer­wech­sel um das Jahr 2000 steht der Gedenk­stein wie­der.

Maria Hele­ne Boed­ding­haus wur­de am 25.Mai 1828 in Elber­feld gebo­ren, ihre Eltern waren der Stadt­rat, Fabri­kant und Teil­ha­ber der Hau­ses “J.H.Funcke Eydam Boed­ding­huas & Co.”, Karl Hein­rich Boed­ding­haus und des­sen Frau Sophie, geb.Seibel. Am 22.Mai 1849 hei­ra­te­te sie den Ban­kier Frei­herr August von der Heydt. Das Paar bekam zwei Kin­der, die Toch­ter Mat­hil­de hei­ra­te­te spä­ter Emil Wey­er­busch, der anläss­lich ihres Todes in ihrem Namen dem städ­ti­schen Wai­sen­haus und der Anstalt für ver­las­se­ne Kin­der groß­zü­gig Mit­tel zukom­men ließ. Der Sohn August wur­de Gehei­mer Kom­mer­zi­en­rat, Stadt­ver­ord­ne­ter, Ban­kier und Teil­ha­ber des Bank­hau­ses von der Heydt, Kers­ten & Söh­ne.


Das Jahr in Römi­schen Zah­len.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te