Wasserspiele auf dem Von der Heydt-Platz

Der Brun­nen

Am 24. Sep­tem­ber 1971 weih­te man auf dem umge­bau­ten Von der Heydt-Platz in der Elber­fel­der Fuß­gän­ger­zo­ne die­se Was­ser­spie­le ein. Die­se bestehen aus zwei im rech­ten Win­kel ver­setzt über­ein­an­der lie­gen­den Becken inner­halb einer “mul­den­ar­ti­gen Ver­weil­zo­ne”. Im obe­ren 6 x 6m gro­ßen Becken sor­gen Fon­tä­nen für Spaß vor allem bei den klei­nen Wup­per­ta­lern, ein Über­lauf sorgt dafür, dass das Was­ser auch in das unte­re Becken gelangt.1

Brunnen der Deutschen Bank

Der Brun­nen

Am 5. August 1971 wur­de vor dem Ein­gang der umge­bau­ten Deut­schen Bank-Filia­le an der Stre­se­mann­stra­ße in Bar­men ein Brun­nen in einem Kies­bett ein­ge­weiht. Geschaf­fen hat ihn der in Elber­feld gebo­re­ne und in Düs­sel­dorf leben­de Bild­hau­er Karl-Heinz Klein. Mit sei­ner 3,50 Meter hohen und 25 Zent­ner schwe­ren Skulp­tur aus Neu­sil­ber hat­te er den Wett­be­werb der Bank gewon­nen. In der Kunst­gie­ße­rei Schmä­ke in Düs­sel­dorf wur­de sie gegos­sen und erin­nert an eine tro­pi­sche Pflan­ze, bei der Was­ser von den obers­ten Blät­tern auf die dar­un­ter lie­gen­den fließt. Der Brun­nen dient auch als Gegen­pol zu dem sehr nüch­ter­nen Zweck­bau der Deut­schen Bank. Heu­te funk­tio­niert er nicht mehr.1


 

Berliner Bär

Das Ber­li­ner Wap­pen­tier, der Bär, ziert den Gedenk­stein auf dem Ber­li­ner Platz.

Am 30. April 1971 wur­de um 15 Uhr auf dem Ber­li­ner Platz in Ober­bar­men der Ber­li­ner Bär vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Fritz Ber­nuth ein­ge­weiht. Der “Ber­lin-Gedenk­stein” besteht aus hell­grau­em Gra­nit, ist 3,5 Meter hoch und 2,5 Ton­nen schwer. Zur Ein­wei­hung war eine Ber­li­ner Dele­ga­ti­on zu Gast, der Ber­li­ner Bezirks­bür­ger­meis­ter des Paten­stadt­teils Schö­ne­berg, Hans Kett­ler, nahm die Ein­wei­hung vor. Die Wup­per­ta­ler CDU war die­sem Akt fern­ge­blie­be­nen, das sie vier Tage zuvor in einer Abstim­mung über den Abriss das Mahn­mals zur Ber­li­ner Mau­er im Rat­haus unter­le­gen hat­te.

In sei­ner Ein­wei­hungs­re­de erklär­te Ober­bür­ger­meis­ter Gott­fried Gur­land, dass der Ber­li­ner Bär zwar eine künst­le­ri­sche Berei­che­rung des Plat­zes dar­stel­le, die­se aber hin­ter der poli­ti­schen Bedeu­tung zurück­tre­te, näm­lich der Tei­lung Ber­lins. Die Ber­li­ner wüss­ten bes­ser, was die Tei­lung bedeu­te und sie woll­ten kein Pathos, womit er Bezug zur Debat­te im Wup­per­ta­ler Rat­haus nahm.1

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Mahnmal Berliner Mauer

Ent­nom­men aus: Gene­ral-Anzei­ger der Stadt Wup­per­tal, vom 19. Juni 1962.

Wäh­rend einer Kund­ge­bung am 17. Juni 1962 (bis 1990 war der 17. Juni der Tag der deut­schen Ein­heit) wur­de vor der Stadt­hal­le in Elber­feld pro­vi­so­risch eine Mau­er errich­tet, die am 18. Juni 1962 im Foy­er des Bar­mer Rat­hau­ses einen fes­ten Platz fand. Die vier Meter lan­ge Mau­er mit der gemal­ten Auf­schrift “13. August 1961” erin­ner­te an die Errich­tung der Ber­li­ner Mau­er an jenem Datum durch die DDR. Als Mahn­mal und Sym­bol der deut­schen Tei­lung stand sie, durch­aus umstrit­ten, für neun Jah­re im Bar­mer Rat­haus. Die einen sahen in ihr eine Ver­nied­li­chung der Ber­li­ner Mau­er, die ande­ren ein Mahn­mal gegen Unmensch­lich­keit und die Spal­tung Deutsch­lands. Anfäng­li­che Plä­ne, die Mau­er an der “Ber­li­ner Allee” (heu­te nur Ber­li­ner Stra­ße) auf­zu­stel­len, wur­den nicht ver­wirk­licht.

Am 30. April 1971 wur­de auf dem Ber­li­ner Platz in Ober­bar­men der Ber­li­ner Bär ein­ge­weiht, gewis­ser­ma­ßen als neu­es Zei­chen der Ein­heit Deutsch­lands und der Soli­da­ri­tät der Wup­per­ta­ler mit den (West-)Berlinern. Am 26. April ent­schied bereits der Rat der Stadt Wup­per­tal mit den Stim­men von SPD und FDP gegen die CDU (29:23) den Abriss der Mau­er im Rat­haus. Die Wup­per­ta­ler CDU blieb dar­auf­hin der Ein­wei­hung des Ber­li­ner Bärs am 30.April 1971 um 15 Uhr fern. Zwei Stun­den spä­ter war im Bar­mer Rat­haus Dienst­schluss und die Ber­li­ner Mau­er wur­de zer­stört. Bis das Ori­gi­nal das glei­che Schick­sal ereil­te, soll­ten noch 18 Jah­re ver­ge­hen.1

Posi­ti­on des Denk­mals bei der Kar­te


Wilhelm-Vorwerk-Anlage

Die Wil­helm-Vor­werk-Anla­ge in den Bar­mer Anla­gen.

Am 4. Novem­ber 1967 starb Wil­helm Vor­werk, Sohn Adolf Vor­werks, der die Erschlie­ßung des Gelän­de um den Toel­le­turm ange­sto­ßen hat­te, und Uren­kel des Begrün­ders Fir­ma Vor­werk & Sohn. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg hat­te man ihm den Vor­sitz des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins ange­tra­gen und er nahm die Her­aus­for­de­rung an, die Bar­mer Anla­gen von den Spu­ren des Zwei­ten Welt­kriegs zu befrei­en und die Wun­den zu hei­len. Am 8. April 1971 weih­te der BVV die Wil­helm-Vor­werk-Anla­ge am Höhen­weg im Bar­mer Wald ein, für die der Bild­hau­er Eugen Bus­mann im Auf­trag des BVV eine Bron­ze­ta­fel anfer­tig­te.1


Die Bron­ze­ta­fel.

Ihre Inschrift lau­tet schlicht:

Wil­helm Vor­werk
För­de­rer des Bar­mer
Ver­schö­ne­rungs­ver­eins”

Heu­te wirkt die Wil­helm-Vor­werk-Anla­ge auf den Besu­cher ver­nach­läs­sigt.

Das Brunnenhäuschen am Born

Unter­halb des Ehren­mals in Cro­nen­berg und eben­so unter­halb der Refor­mier­ten Kir­che, dem Cro­nen­ber­ger Wahr­zei­chen, fin­det sich in der Kur­ve der Bor­ner Stra­ße ein klei­ner Platz, auf dem eines der Denk­mä­ler mit der ältes­ten Bau­sub­stanz Wup­per­tals steht.  Das Brun­nen­häus­chen am Born ent­stand um 1650 und ver­sorg­te die umlie­gen­den Häu­ser und ihre Bewoh­ner mit kla­ren und rei­nem Was­ser aus der Quel­le des Herich­hau­ser Baches.1


Das Brun­nen­häus­chen am Born.

Ober­halb liegt heu­te das Ehren­mal und das Alten­heim, frü­her war hier eine gro­ße Wie­se, in der der ber­gi­sche Land­re­gen ver­si­cker­te und von einer was­ser­un­durch­läs­si­gen Fels­schicht dann hin­ab gelei­tet wur­de, bis es sich an einer Fels­bar­rie­re stau­te und nach oben gedrückt wur­de. Selbst in hei­ßen Som­mer­ta­gen gab es an die­sem Brun­nen im Zen­trum Cro­nen­bergs immer Was­ser, was auf einem Berg­rü­cken nicht selbst­ver­ständ­lich ist. Um das Jahr 1650 leg­te man hier einen Schacht und ein Brun­nen­häus­chen an und mon­tier­te eine höl­zer­ne Wel­le, an der man mit Seil und Schöpf­ei­mer das küh­le Nass schöp­fen konn­te.2


Brun­nen­häus­chen und Schleif­steinspring­brun­nen.

1888 wur­de am Hah­ner­berg der Drei-Kaiser-(Wasser)Turm gebaut, der flie­ßen­des Was­ser nach Cro­nen­berg brach­te und den Brun­nen über­flüs­sig mach­te. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg waren die Lei­tun­gen zer­stört und der Brun­nen wur­de wie­der genutzt. 1971/72 wur­de das Brun­nen­häus­chen restau­riert, 1980 wur­de eine klei­ne Grün­an­la­ge mit einer Trep­pe zum Ehren­mal ange­legt. Seit­dem fin­det sich hier auch ein neu­er Brun­nen, in dem aus einem alten Schleif­stein das Was­ser spru­delt. Der nöti­ge Elek­tro­mo­tor ist im Brun­nen­häus­chen unter­ge­bracht.3

Heu­te infor­miert dort auch eine Tafel des BGV über den Brun­nen.

Gedenktafel von “Tura” Wuppertal

Turn und Rasen­sport betrieb der Ver­ein Tura Wup­per­tal, der aus ande­ren Ver­ei­nen her­vor­ge­gan­gen war, am Sport­platz am Höfen in Ober­bar­men in den 1930er Jah­ren. Dort stell­te man auch Ende der 30er einen Gedenk­stein auf. Die Inschrift auf einer Kup­fer­ta­fel lau­te­te:


Wir star­ben
damit Deu­sch­land lebe.
Unse­ren Hel­den
1914–1918
‘Tura’ Wup­per­tal”


Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­de aus “Tura” der TSV Grün-Weiß Wup­per­tal. In den 70er Jah­ren wur­de die Tafel erneu­ert. Auf der neu­en schwar­zen Gra­nit­ta­fel lau­tet nun die Inschrift:


Den Ver­stor­be­nen
und Gefal­le­nen
des Ver­eins ein
ehren­des Geden­ken
TSV GWW
Wup­per­tal”



Der Gedenk­stein steht direkt neben der Trep­pe zum Club­haus am Sport­platz.1