Das zerbrochene Herz

Die Bal­lons gehö­ren nicht zum Konzept.

Im Dezem­ber 2000 stell­te man im Rat­haus Bar­men die Skulp­tur “Das zer­bro­che­ne Herz” auf, mit der die 2012 ver­stor­be­ne Wup­per­ta­ler Bild­haue­rin Ulle Hees an die Dich­te­rin Else Las­ker-Schü­ler erin­ner­te. Das zer­bro­che­ne Herz sym­bo­li­siert die drei Begrif­fe Trau­er, Exil und Poe­sie, die das Wesen und Leben Else Las­ker-Schü­lers beschrei­ben. Sie mahnt vor der von Natio­nal­so­zia­lis­ten ver­ord­ne­ten Wort­lo­sig­keit durch erzwun­ge­ne Emi­gra­ti­on und Bücher­ver­bren­nung, erin­nert an das lite­ra­ri­sche Schaf­fen Las­ker-Schü­lers, ihre Weg­be­glei­ter und ihre Kind­heit in Elber­feld. Die 1,65 m hohe Ste­le wur­de der Stadt Wup­per­tal vom Rons­dor­fer Unter­neh­mer Enno Spring­mann gestif­tet. Nach­dem sie zunächst im Ein­gang des Bar­mer Rat­hau­ses eine Hei­mat gefun­den hat­te, soll­te sie zur Spiel­zeit 2001/2002 ins Schau­spiel­haus umzie­hen.1


Auf den Herz­tei­len fin­den sich Wort und Moti­ve aus Las­ker-Schü­lers Werken.

Im Juni 2014 zog die Skulp­tur dann vom Opern­haus in das Rat­haus Elber­feld. Enno Spring­mann hat­te dar­um gebe­ten, da er der Mei­nung war, dass im Opern­haus zu wenig Betrach­ter “Das zer­bro­chen Herz” sehen konn­ten. Nun steht sie auf dem ers­ten Trep­pen­ab­satz gegen­über dem Haupt­ein­gang.2


Die Inschrift

Das zer­bro­che­ne Herz
Bron­ze-Ste­le von Ulle Hees
zur Erin­ne­rung an die Dich­te­rin Else Las­ker Schüler
Geb. 1869 in Wup­per­tal, Gest. 1945 in Jerusalem
Geschenk der Enno- und Chris­ta Springmann-Stiftung
an die Stadt Wup­per­tal, Dezem­ber 2000


Die Boden­plat­te.

Wei­te­re Gedenk­zei­chen zur Erin­ne­rung an Else Lasker-Schüler:
Mein­wärts
Gedenk­ta­fel am Geburtshaus
Gedenk­ta­fel am Wohnhaus


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Ein Barmer Löwe am Goethe-Platz

1914 hieß der Hubert-Pfeif­fer-Platz in den Bar­mer Süd­hö­hen noch Goe­the-Platz und war alles in allem in einem bedau­er­li­chen Zustand, sodass die Stadt­vä­ter beschlos­sen, ihn zu sanie­ren und Park­bän­ke auf­zu­stel­len, damit man in Ruhe den damals wei­ten Blick nach Lang­er­feld und auf den Ehren­berg genie­ßen konn­te. Zur Erin­ne­rung an die Arbei­ten ließ man in die Stützwand an der Möri­ke­stra­ße ein Stein­re­li­ef ein, das das Bar­mer Wap­pen, den Ber­gi­schen Löwen mit dem Garn­bün­del, und die fol­gen­de Inschrift zeigt.1


Zur Zeit des begin­nen­den gro­ßen Krie­ges, aus­ge­führt durch die Stadt Bar­men, MDCCCCXIV


Das Reli­ef

Nach der Ver­ei­ni­gung Bar­mens mit den ande­ren vier Städ­ten zu Wup­per­tal muss­te der Goe­the-Platz 1935 wie vie­le dop­pel­te Stra­ßen­na­men umbe­nannt wer­den. Er erhielt den Namen des blin­den Kom­po­nis­ten Hubert Pfeif­fer, an den in Unt­er­bar­men inzwi­schen ein eige­nes Denk­mal erinnert.


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Karte


Engel des Nordens

Der klei­ne Angel of the North.

An der A1 in Gates­head im Nor­den Eng­lands steht die Skulp­tur Angel of the North von Ant­o­ny Gorm­ley. Die 20 Meter hohe und 54 brei­te Skulp­tur eines umar­men­den Engels ist eine Attrak­ti­on am Tyne. In Wup­per­tal, hoch oben über dem Tal der Wup­per, auf Licht­scheid, steht seit dem 9. Mai 2014 eine klei­ne, mit Erlaub­nis von Gom­ley ange­fer­tig­te Replik im Maß­stab 1:10 im Vor­gar­ten eines Hau­ses. Lutz Bür­ger mach­te sie sei­ner Frau Michel­le, einer gebür­ti­gen Eng­län­de­rin, zum Geschenk.1


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Karte


Bergische Sonne

Die Ber­gi­sche Son­ne bei typisch ber­gi­schem Herbstwetter.

Vor dem ehe­ma­li­gen Frei­zeit­bad auf Licht­scheid, das der­zeit vor sich hin vege­tiert, steht die “Ber­gi­sche Son­ne”, eine Plas­tik des Künst­lers Prof. Klaus Rin­ke. Am 26. April 1992 weih­ten der Künst­ler und sein Käu­fer, Die­ter Rosen­kranz, einer der Inves­to­ren in das Frei­zeit­bad, die gel­be Plas­tik ein, wäh­rend der Wind ihnen die Ent­hül­lung abnahm. Die Son­ne besteht aus 8 Alu­mi­ni­um Seg­men­ten, hat einen Durch­mes­ser von fünf Metern und steht in einem Beton­be­cken, das einst Was­ser ent­hielt. Auf­grund der Grö­ße muss­te die Skulp­tur vor Ort mon­tiert und dann im Win­ter beheizt wer­den, um den Anstrich auf­zu­brin­gen. Die Plas­tik war auch Namens­ge­ber des Frei­zeit­ba­des.1


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Karte


Gedenktafel für das Barmer Stadion

Das alte Gebäu­de ist auf dem Foto der Gedenktafel…

Am 20. Novem­ber 20011 brach­te der Bür­ger­ver­ein Hoch­bar­men am letz­ten vom Sta­di­on Bar­men noch exis­tie­ren­den Gebäu­de an der Müngs­te­ner Stra­ße eine Gedenk­ta­fel an, die an die­se Sport­stät­te erin­nert. Heu­te befin­det sich dort (noch) die Bereitschaftspolizei.


…von der ande­ren Sei­te zu sehen.

Die Inschrift lau­tet schlicht:

Die Auf­nah­me zeigt das 1909 eröffnete
Bar­mer Stadion
Das Gebäu­de in der Bild­mitt ist bis heu­te erhal­ten und
steht an der Müngs­te­ner Stra­ße (Stand­ort die­ser Gedenktafel)
Gestif­tet vom Bür­ger­ver­ein Hoch­bar­men e.V.
(2001)


Karl-Roth-Büste


Wer im Bar­mer Rat­haus ein und aus geht und dabei stets die lin­ke Trep­pe im Alt­bau benutzt, sieht auf dem Trep­pen­ab­satz auf einem schma­len Sockel eine Büs­te mit die­ser Inschrift:

 “Karl Roth
1875 — 1932

Archi­tekt
des
Rathauses
der Stadt
Barmen”

Karl Roth wur­de am 17. August 1875 in Mann­heim gebo­ren und stu­dier­te Archi­tek­tur an der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Karls­ru­he und der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Mün­chen. Er errich­te­te als Archi­tekt nicht nur das Bar­mer Rat­haus, son­dern auch jene in Kas­sel, Bochum und Dres­den. 1919 wur­de Roth Stadt­bau­rat in Mann­heim, 1920 ging er an die Tech­ni­sche Hoch­schu­le in Darm­stadt und war dort unter ande­rem Pro­fes­sor für Bau­kunst und Städ­te­bau, Dekan und Rek­tor. Am 9. Febru­ar 1932 ver­starb er in Darm­stadt. 1 Ob die Büs­te wirk­lich 1987, wie auf Barmen-200-Jahre.de behaup­tet wird, auf­ge­stellt wur­de lässt sich man­gels Quel­len nicht über­prü­fen. 2


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


 

Gedenktafel am Mittelpunkt Wuppertals

Wup­per­tal ist poly­zen­trisch, liegt zum Groß­teil in einem lang­ge­streck­ten, engen Tal und ist auch sonst kei­ne nor­ma­le Stadt. Dar­an erin­nert seit dem 12. August 2009 eine Gedenk-/Er­klär­ta­fel, die anläß­lich der som­mer­li­chen Wan­der­ge­sprä­che mit Ober­bür­ger­meis­ter Peter Jung auf­ge­stellt wur­de. Sie kenn­zeich­net den geo­gra­phi­schen Mit­tel­punkt der Stadt; mit­ten im Bar­mer Wald am Ende der Busch­stra­ße.1


Der wohl grüns­te Mit­tel­punkt einer deut­schen Großstadt.

Geo­gra­phi­sche Koordinaten:
öst­li­che Län­ge: 7° 10′ 08,24″
nörd­li­che Brei­te: 51° 15′ 02,97″

UTM-Koor­di­na­ten (ETRS 89):
Rechts­wert: 32372215,0
Hoch­wert: 5679310,7

Höhe über NHN: 236,3 Meter.


Die Tafel im Detail.

Neben einem Kar­ten­aus­schnitt wird noch das Berech­nungs­ver­fah­ren erläutert:

Sie befin­den sich am Mit­tel­punkt Wup­per­tals, der über auf­wän­di­ge Berech­nungs­me­tho­den durch die Stadt Wup­per­tal (Res­sort Ver­mes­sung, Katas­ter­amt und Geo­da­ten) ermit­telt und nun auch in der Natur mar­kiert wur­de. Die­ser phy­si­ka­li­sche Mit­tel­punkt Wup­per­tals wird bestimmt als Schwer­punkt der Stadt­flä­che. In die Berech­nung geht die Flä­che des Stadt­ge­bie­tes mit allen Koor­di­na­ten der Stadt­gren­ze ein. Die Stadt­flä­che wird rech­ne­risch in vie­le klei­ne Drei­ecke geteilt, deren Schwer­punk­te aus dem Schnitt­punkt der Sei­ten­hal­bie­ren­den berech­net wer­den. Aus die­sen Schwer­punk­ten wird ein gewich­te­tes Mit­tel gebil­det und damit der Flä­chen­schwer­punkt bestimmt. Wür­de man die Flä­che Wup­per­tals als ebe­ne Plat­te aus­schnei­den, könn­te die Flä­che im Schwer­punkt aus­ba­lan­ciert werden.”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Gedenktafel zur Anbringung der 30.000 Straßenlampe

Die wohl unschein­bars­te Gedenk­ta­fel Wuppertals.

Das klei­ne Schild, das man wohl eher augen­zwin­kernd eine Gedenk­ta­fel nen­nen kann, befin­det sich unter­halb einer Lam­pe in der Bar­mer Innen­stadt, wo die Adolf-Roe­der-Gas­se den Werth und die Gemar­ker Kir­che ver­bin­det. Es ver­kün­det schlicht:



Heu­te ver­fügt das Stadt­ge­biet von Wup­per­tal über ca. 31.300 Stra­ßen­leuch­ten an ca. 29.320 Stand­or­ten.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Textilhistorisches Denkmal an der Junior-Uni

Das Denk­ma­l­ensem­ble an der Juni­or Uni.

Vor dem 21. Juli 2014 weih­te der Bar­mer Bezirks­bür­ger­meis­ter Hans-Her­mann Lücke von der CDU zusam­men mit dem Geschäfts­füh­rer der Juni­or Uni, Ernst-Andre­as Zieg­ler, eine Denk­mal­grup­pe ein, die aus Tei­len eines alten Fabrik­ge­bäu­des einer Bar­mer Fär­be­rei besteht. Drei Metall­säu­len, die die Kel­ler­de­cke tru­gen, eine Back­stein­wand und das Fun­da­ment des Schorn­stein sind alles, was von dem Gebäu­de aus den 1860er Jah­ren übrig geblie­ben ist, an des­sen Stel­le nun der far­ben­fro­he Neu­bau der Juni­or-Uni steht. Die Denk­mal­grup­pe wur­de von den Archi­tek­ten des Neu­baus, Hans Chris­toph Göde­king und Johan­nes Nied­wo­rok ent­wor­fen und wird kom­plet­tiert von einem alten Fens­ter, dass die Funk­ti­on einer Gedenk­ta­fel aus­übt.1


Die neun­tei­li­ge Gedenktafel.

Die Inschrift erklärt:

“Die Wup­per­ta­ler Juni­or Uni für das
Ber­gi­sche Land steht in der gro­ßen Tradition
von For­scher­geist, Unter­neh­mer­mut und
her­vor­a­gen­der Fachkräftekompetenz -
über Jahrhunderte.An die­ser Stel­le wur­den Far­ben für die
Tex­til­in­dus­trie hergestellt.
Dar­an erin­ner­te bis zum Jah­re 2010 eine
völ­lig her­un­ter­ge­kom­me­ne Industrieruine.
Beim Abriss wur­den die­se architektonischen
Merk­zei­chen für die Nach­welt gesichert:
die­ser ursprüng­lich neungeteilte
Fens­ter­rah­men, drei stäh­ler­ne Stüt­zen und
ein Ziegelmauerblock.”

Hans-Her­mann Lücke, der das Denk­mal ein­weih­te, wur­de dazu von der Juni­or Uni ein­ge­la­den, die sich für die Unter­stüt­zung der Bar­mer Bezirks­ver­tre­tung bedan­ken wollte.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte