Engel des Nordens

Der klei­ne Angel of the North.

An der A1 in Gates­head im Nor­den Eng­lands steht die Skulp­tur Angel of the North von Ant­o­ny Gorm­ley. Die 20 Meter hohe und 54 brei­te Skulp­tur eines umar­men­den Engels ist eine Attrak­ti­on am Tyne. In Wup­per­tal, hoch oben über dem Tal der Wup­per, auf Licht­scheid, steht seit dem 9. Mai 2014 eine klei­ne, mit Erlaub­nis von Gom­ley ange­fer­tig­te Replik im Maß­stab 1:10 im Vor­gar­ten eines Hau­ses. Lutz Bür­ger mach­te sie sei­ner Frau Michel­le, einer gebür­ti­gen Eng­län­de­rin, zum Geschenk.1


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Bergische Sonne

Die Ber­gi­sche Son­ne bei typisch ber­gi­schem Herbst­wet­ter.

Vor dem ehe­ma­li­gen Frei­zeit­bad auf Licht­scheid, das der­zeit vor sich hin vege­tiert, steht die “Ber­gi­sche Son­ne”, eine Plas­tik des Künst­lers Prof. Klaus Rin­ke. Am 26. April 1992 weih­ten der Künst­ler und sein Käu­fer, Die­ter Rosen­kranz, einer der Inves­to­ren in das Frei­zeit­bad, die gel­be Plas­tik ein, wäh­rend der Wind ihnen die Ent­hül­lung abnahm. Die Son­ne besteht aus 8 Alu­mi­ni­um Seg­men­ten, hat einen Durch­mes­ser von fünf Metern und steht in einem Beton­be­cken, das einst Was­ser ent­hielt. Auf­grund der Grö­ße muss­te die Skulp­tur vor Ort mon­tiert und dann im Win­ter beheizt wer­den, um den Anstrich auf­zu­brin­gen. Die Plas­tik war auch Namens­ge­ber des Frei­zeit­ba­des.1


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Gedenktafel für das Barmer Stadion

Das alte Gebäu­de ist auf dem Foto der Gedenk­ta­fel…

Am 20. Novem­ber 20011 brach­te der Bür­ger­ver­ein Hoch­bar­men am letz­ten vom Sta­di­on Bar­men noch exis­tie­ren­den Gebäu­de an der Müngs­te­ner Stra­ße eine Gedenk­ta­fel an, die an die­se Sport­stät­te erin­nert. Heu­te befin­det sich dort (noch) die Bereit­schafts­po­li­zei.


…von der ande­ren Sei­te zu sehen.

Die Inschrift lau­tet schlicht:

Die Auf­nah­me zeigt das 1909 eröff­ne­te
Bar­mer Sta­di­on
Das Gebäu­de in der Bild­mitt ist bis heu­te erhal­ten und
steht an der Müngs­te­ner Stra­ße (Stand­ort die­ser Gedenk­ta­fel)
Gestif­tet vom Bür­ger­ver­ein Hoch­bar­men e.V.
(2001)


Karl-Roth-Büste


Wer im Bar­mer Rat­haus ein und aus geht und dabei stets die lin­ke Trep­pe im Alt­bau benutzt, sieht auf dem Trep­pen­ab­satz auf einem schma­len Sockel eine Büs­te mit die­ser Inschrift:

 “Karl Roth
1875 — 1932

Archi­tekt
des
Rat­hau­ses
der Stadt
Bar­men”

Karl Roth wur­de am 17. August 1875 in Mann­heim gebo­ren und stu­dier­te Archi­tek­tur an der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Karls­ru­he und der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Mün­chen. Er errich­te­te als Archi­tekt nicht nur das Bar­mer Rat­haus, son­dern auch jene in Kas­sel, Bochum und Dres­den. 1919 wur­de Roth Stadt­bau­rat in Mann­heim, 1920 ging er an die Tech­ni­sche Hoch­schu­le in Darm­stadt und war dort unter ande­rem Pro­fes­sor für Bau­kunst und Städ­te­bau, Dekan und Rek­tor. Am 9. Febru­ar 1932 ver­starb er in Darm­stadt. 1 Ob die Büs­te wirk­lich 1987, wie auf Barmen-200-Jahre.de behaup­tet wird, auf­ge­stellt wur­de lässt sich man­gels Quel­len nicht über­prü­fen. 2


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Gedenktafel am Mittelpunkt Wuppertals

Wup­per­tal ist poly­zen­trisch, liegt zum Groß­teil in einem lang­ge­streck­ten, engen Tal und ist auch sonst kei­ne nor­ma­le Stadt. Dar­an erin­nert seit dem 12. August 2009 eine Gedenk-/Er­klär­ta­fel, die anläß­lich der som­mer­li­chen Wan­der­ge­sprä­che mit Ober­bür­ger­meis­ter Peter Jung auf­ge­stellt wur­de. Sie kenn­zeich­net den geo­gra­phi­schen Mit­tel­punkt der Stadt; mit­ten im Bar­mer Wald am Ende der Busch­stra­ße.1


Der wohl grüns­te Mit­tel­punkt einer deut­schen Groß­stadt.

Geo­gra­phi­sche Koor­di­na­ten:
öst­li­che Län­ge: 7° 10′ 08,24″
nörd­li­che Brei­te: 51° 15′ 02,97″

UTM-Koor­di­na­ten (ETRS 89):
Rechts­wert: 32372215,0
Hoch­wert: 5679310,7

Höhe über NHN: 236,3 Meter.


Die Tafel im Detail.

Neben einem Kar­ten­aus­schnitt wird noch das Berech­nungs­ver­fah­ren erläu­tert:

Sie befin­den sich am Mit­tel­punkt Wup­per­tals, der über auf­wän­di­ge Berech­nungs­me­tho­den durch die Stadt Wup­per­tal (Res­sort Ver­mes­sung, Katas­ter­amt und Geo­da­ten) ermit­telt und nun auch in der Natur mar­kiert wur­de. Die­ser phy­si­ka­li­sche Mit­tel­punkt Wup­per­tals wird bestimmt als Schwer­punkt der Stadt­flä­che. In die Berech­nung geht die Flä­che des Stadt­ge­bie­tes mit allen Koor­di­na­ten der Stadt­gren­ze ein. Die Stadt­flä­che wird rech­ne­risch in vie­le klei­ne Drei­ecke geteilt, deren Schwer­punk­te aus dem Schnitt­punkt der Sei­ten­hal­bie­ren­den berech­net wer­den. Aus die­sen Schwer­punk­ten wird ein gewich­te­tes Mit­tel gebil­det und damit der Flä­chen­schwer­punkt bestimmt. Wür­de man die Flä­che Wup­per­tals als ebe­ne Plat­te aus­schnei­den, könn­te die Flä­che im Schwer­punkt aus­ba­lan­ciert wer­den.”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Gedenktafel zur Anbringung der 30.000 Straßenlampe

Die wohl unschein­bars­te Gedenk­ta­fel Wup­per­tals.

Das klei­ne Schild, das man wohl eher augen­zwin­kernd eine Gedenk­ta­fel nen­nen kann, befin­det sich unter­halb einer Lam­pe in der Bar­mer Innen­stadt, wo die Adolf-Roeder-Gas­se den Werth und die Gemar­ker Kir­che ver­bin­det. Es ver­kün­det schlicht:



Heu­te ver­fügt das Stadt­ge­biet von Wup­per­tal über ca. 31.300 Stra­ßen­leuch­ten an ca. 29.320 Stand­or­ten.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Textilhistorisches Denkmal an der Junior-Uni

Das Denk­mal­ensem­ble an der Juni­or Uni.

Vor dem 21. Juli 2014 weih­te der Bar­mer Bezirks­bür­ger­meis­ter Hans-Her­mann Lücke von der CDU zusam­men mit dem Geschäfts­füh­rer der Juni­or Uni, Ernst-Andre­as Zieg­ler, eine Denk­mal­grup­pe ein, die aus Tei­len eines alten Fabrik­ge­bäu­des einer Bar­mer Fär­be­rei besteht. Drei Metall­säu­len, die die Kel­ler­de­cke tru­gen, eine Back­stein­wand und das Fun­da­ment des Schorn­stein sind alles, was von dem Gebäu­de aus den 1860er Jah­ren übrig geblie­ben ist, an des­sen Stel­le nun der far­ben­fro­he Neu­bau der Juni­or-Uni steht. Die Denk­mal­grup­pe wur­de von den Archi­tek­ten des Neu­baus, Hans Chris­toph Göde­king und Johan­nes Nied­wo­rok ent­wor­fen und wird kom­plet­tiert von einem alten Fens­ter, dass die Funk­ti­on einer Gedenk­ta­fel aus­übt.1


Die neun­tei­li­ge Gedenk­ta­fel.

Die Inschrift erklärt:

“Die Wup­per­ta­ler Juni­or Uni für das
Ber­gi­sche Land steht in der gro­ßen Tra­di­ti­on
von For­scher­geist, Unter­neh­mer­mut und
her­vor­a­gen­der Fach­kräf­te­kom­pe­tenz -
über Jahrhunderte.An die­ser Stel­le wur­den Far­ben für die
Tex­til­in­dus­trie her­ge­stellt.
Dar­an erin­ner­te bis zum Jah­re 2010 eine
völ­lig her­un­ter­ge­kom­me­ne Indus­trie­rui­ne.
Beim Abriss wur­den die­se archi­tek­to­ni­schen
Merk­zei­chen für die Nach­welt gesi­chert:
die­ser ursprüng­lich neunge­teil­te
Fens­ter­rah­men, drei stäh­ler­ne Stüt­zen und
ein Zie­gel­mau­er­block.”

Hans-Her­mann Lücke, der das Denk­mal ein­weih­te, wur­de dazu von der Juni­or Uni ein­ge­la­den, die sich für die Unter­stüt­zung der Bar­mer Bezirks­ver­tre­tung bedan­ken woll­te.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Gedenkstein für die Pfarrer der Gemeinde Gemarke

Seit dem Novem­ber 2003 erin­nert auf dem refor­mier­ten Fried­hof an der Hugo­stra­ße unter­halb der Kapel­le ein Gedenk­stein am Grä­ber­feld für die Pfar­rer der Gemein­de dar­an, dass die­se dort bestat­tet wur­den und das die Gemein­de, in der sie dien­ten, Hei­mat der Bar­mer Theo­lo­gi­schen Erklä­rung ist. Hans-Mar­tin Schmidt, Sohn eines ehe­ma­li­gen Pfar­rers hat den Stein gestif­tet.1


Der Gedenk­stein.

Die Inschrift lau­tet:

Grab­stät­te von Pfar­rern und Pfarr­frau­en
der Evan­ge­lisch- refor­mier­ten
Kir­chen­ge­mein­de Bar­men-Gemar­ke
In der Gemar­ker Kir­che schloss
eine Bekennt­nis­syn­ode am 31.5.1934
in Abgren­zung zur natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ideo­lo­gie
die Bar­mer Theo­lo­gi­sche Erklä­rung.
Sie ist bis in die Gegen­wart
ver­pflich­ten­des Bekennt­nis in der
Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land.


Die Bar­mer Theo­lo­gi­sche Erklä­rung wur­de am 31. Mai 1934 von der Bekennt­nis­syn­ode in der Gemar­ker Kir­che in Bar­men ver­ab­schie­det. Die Bekennt­nis­syn­ode und ihre Erklä­rung war eine Reak­ti­on auf die erfolg­rei­chen Ver­su­che der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen “Deut­schen Chris­ten” die evan­ge­li­sche Kir­che zu über­neh­men und auch hier das Füh­rer­prin­zip ein­zu­füh­ren. Die Bar­mer Theo­lo­gi­sche Erklä­rung wur­de vor allem vom Refor­mier­ten Karl Barth und dem Luthe­ra­ner Hans Asmus­sen geprägt. Sie lehn­ten den Anspruch der “Deut­schen Chris­ten”, in Adolf Hit­ler eine Offen­ba­rung Got­tes zu sehen, ab. Am 19. und 20. Okto­ber 1934 folg­ten in Ber­lin-Dah­lem die zwei­te Bekennt­nis­sys­node der Beken­nen­den Kir­che, im Juni 1935 die drit­te in Augs­burg. Bei der vier­ten und letz­ten im Febru­ar 1936 in Bad Oeyn­hau­sen war die Orga­ni­sa­ti­on der Beken­nen­den Kir­che auf­grund inhalt­li­cher Dif­fe­ren­zen kaum mehr vor­han­den. 1936 pro­tes­tier­te die vor­läu­fi­ge Kir­chen­lei­tung noch in einer Denk­schrift an Hit­ler gegen Ent­christ­li­chung, Anti­se­mi­tis­mus und Ter­ror­maß­nah­men, doch zur Reichs­po­grom­nacht am 9.November 1938 schwieg sie.2

Bernhard-Letterhaus-Ehrengrab

Das Ehren­grab.

Am 1. Novem­ber 2010 weih­te die Kir­chen­ge­mein­de St. Anto­ni­us auf dem Fried­hof an der Schüt­zen­stra­ße ein Ehren­grab für den Wup­per­ta­ler Wider­stands­kämp­fer Bern­hard Let­ter­haus ein.1 Es ist das jüngs­te Denk­mal für Let­ter­haus, an den bereits ein Gedenk­stein, zwei Gedenkt­fa­len und ein Reli­ef erin­nern und nach­dem eine Schu­le und eine Stra­ße benannt ist. Daher wird an die­ser Stel­le auf eine Erläu­te­rung der Per­son ver­zich­tet und ver­wie­sen auf

Der Gedenk­grab­stein.

Die Inschrift des Grab­steins lau­tet:

 “Ihr sollt mei­ne Zeu­gen sein”
Zum Geden­ken an
Bern­hard Let­ter­haus
Mar­ty­rer des 20.Jahrhunderts
geb. 10.7.1894 in Hecking­hau­sen
Wegen Wider­stand gegen
das NS-Regimes
am 14.11.1944
in Ber­lin hin­ge­rich­tet”