Eingangsportal der Staatlichen Ingenieursschule für Bauwesen

Die Skulp­tur heu­te im Gebäu­de HC.

Als 1966 die dama­li­ge “Staat­li­che Inge­nieurs­schu­le für Bau­we­sen” am Has­pel um ein Gebäu­de zur Fried­rich-Engels-Allee hin erwei­tert wur­de, plan­te man direkt zur Stra­ße ein Por­tal als Ein­gang zum Neu­bau. Die städ­ti­sche Kunst­kom­mis­si­on führ­te einen beschränk­ten Wett­be­werb durch, den Gui­do Jen­dritz­ko für sich ent­schied. Er ent­wi­ckel­te das Por­tal aus Alu­mi­ni­um­guss und ließ es in Ber­lin gie­ßen. Wie lan­ge das Por­tal genutzt wur­de, ist unklar. Nach­dem die “Staat­li­che Inge­nieurs­schu­le” Teil der Ber­gi­schen Gesamt­hoch­schu­le (heu­te: Ber­gi­sche Uni­ver­si­tät Wup­per­tal) gewor­den war, befand sich direkt dahin­ter lan­ge Zeit die Fach­bi­blio­thek, die durch einen Sei­ten­ein­gang betre­ten wur­de.1

Nach­dem der alte Erwei­te­rungs­bau 2014–2016 einem Neu­bau gewi­chen war, wur­de Ende 2016 das Por­tal im 2. Ober­ge­schoss des neu­en Gebäu­des mit dem klang­vol­len Namen “HC” ange­bracht, wo Archi­tek­ten und Bau­in­ge­nieu­re der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät nun zu Hau­se sind.2


Die alte Funk­ti­on ist nur noch zu erah­nen — durch das Schlüs­sel­loch.

Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Freiplastik “Start”

Start von Prof. Bea­te Schiff

Im Mai 1973 wur­de vor dem Haupt­ein­gang der Abtei­lung Maschi­nen­bau­we­sen (Zufahrt Fuhl­rott­stra­ße) an der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät die Frei­plas­tik der Düs­sel­dor­fer Künst­le­rin Prof. Bea­te Schiff auf­ge­stellt. In Auf­trag gege­ben wur­de sie vom Staats­hoch­bau­amt Wup­per­tal. Die Frei­plas­tik besteht aus Alu­mi­ni­um und besitzt einen sil­ber­nen Über­zug aus Acryl­harz­lack. Sie stellt orga­ni­sche Bewe­gun­gen dar und win­det sich zur Sei­te1, womit sie Auf­bruch und Auf­stieg sym­bo­li­sie­ren soll. 1998 wur­de sie auf­grund von Ris­sen abge­baut (laut Mey­er-Kahr­weg nutz­ten die Stu­den­ten sie ger­ne als Lie­ge­stuhl), 2009 mit Hil­fe einer 25.000 Euro Spen­de der Spar­kas­se restau­riert und nahe des Haupt­ein­gangs auf­ge­stellt.2


Pla­ket­te von 2009

Johannes-Rau-Büste

Büs­te und Glas­ta­fel im Hör­saal­zen­trum des Cam­pus Freu­den­berg. Am Sockel erklärt eine klei­ne Pla­ket­te, dass die­se von der Spar­kas­se gestif­tet wur­de.

Am 30. März 2007 weih­te die Ber­gi­sche Uni­ver­si­tät auf dem rela­tiv neu­en Cam­pus Freu­den­berg im dor­ti­gen Hör­saal­zen­trum eine Büs­te Johan­nes Raus ein. Die Bron­ze­büs­te wur­de vom Köl­ner Bild­hau­er Franz Josef Lipen­sky geschaf­fen und die Anschaf­fung von der Spar­kas­se Wup­per­tal mit einer Spen­de unter­stützt. Johan­nes Rau sorg­te in sei­ner Zeit als NRW- Minis­ter für Wis­sen­schaft und For­schung für die Grün­dung (nicht nur) der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät (1972) als Gesamt­hoch­schu­le. 1989 wur­de er des­halb zum Ehren­se­na­tor der Uni­ver­si­tät ernannt. Auch dar­an erin­ner­te Rek­tor Vol­ker Ron­ge bei der Ein­wei­hung der Büs­te und eben­so an die wei­te­ren Ver­diens­te des ehe­ma­li­gen Wup­per­ta­ler Ober­bür­ger­meis­ters, NRW-Minis­ter­prä­si­den­ten und Bun­des­prä­si­den­ten.1


Die Johan­nes-Rau-Büs­te

Johan­nes Rau wur­de am 16.Januar 1931 in Wup­per­tal gebo­ren. 1948 brach er den Besuch des Gym­na­si­ums an der Sie­ges­stra­ße, das heu­te sei­nen Namen trägt, ab, mach­te eine Leh­re als Buch­händ­ler und enga­gier­te sich in der Beken­nen­den Kir­che. 1952 begann er als Ver­lags­buch­händ­ler zu arbei­ten. Sei­ne ers­te poli­ti­sche Akti­vi­tät führt ihn im sel­ben Jahr zur Gesamt­deut­schen Volks­par­tei, die von Gus­tav Hei­ne­mann aus Pro­test gegen die Wie­der­be­waff­nung gegrün­det wor­den war und er wur­de Orts­vor­sit­zen­der in Wup­per­tal. 1954 wur­de er Geschäfts­füh­rer des Jugend­dienst-Ver­lags, erhielt 1962 einen Sitz im Vor­stand und war von 1965 bis 1967 Direk­tor des Ver­lags. Nach­dem sich die GVP 1957 auf­lös­te, ging Rau zur SPD. Ab 1968 gehör­te er zum Par­tei­vor­stand und wur­de ein Jahr spä­ter Ober­bür­ger­meis­ter von Wup­per­tal. Bereits 1970 wech­sel­te er als Minis­ter für Wis­sen­schaft und For­schung ins Kabi­nett des Minis­ter­prä­si­den­ten Heinz Kühn nach Düs­sel­dorf. 1978 wur­de er Minis­ter­prä­si­dent Nord­rhein-West­fa­lens und behielt die­ses Amt 20 Jah­re inne. 1987 unter­lag er als Bun­des­kanz­ler­kan­di­dat dem amtie­ren­den Kanz­ler Hel­mut Kohl. 1994 und 1999 trat er zur Wahl als Bun­des­prä­si­dent an und gewann die Wahl 1999 im zwei­ten Wahl­gang. Als ers­tes deut­sches Staats­ober­haupt sprach er 2000 vor dem israe­li­schen Par­la­ment (der Knes­set) und bat dort das jüdi­sche Volk und Isra­el um Ver­ge­bung für die Ver­bre­chen des Holo­caust. Am 27.Januar 2006 starb der drei­fa­che Vater und Ehe­mann von Chris­ti­na Rau in Ber­lin, wo er auch bestat­tet wur­de. 2


Die Glas­ta­fel neben der Büs­te illus­triert den Lebens­lauf Johan­nes Raus.

Der Text lau­tet:

“Johan­nes RauEh­ren­dok­tor der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät Wup­per­tal
* 16. Janu­ar 1931 in Wup­per­tal, † 27. Janu­ar 2006 in Ber­lin
1958 — 1999       Mit­glied des Land­ta­ges des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len
1967 — 1970       Vor­sit­zen­der der SPD-Land­tags­frak­ti­on
1964 — 1978       Mit­glied des Rates der Stadt Wup­per­tal
1969 — 1970       Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Wup­per­tal
1977 — 1998       Vor­sit­zen­der der NRW-SPD
1970 — 1978       Minis­ter für Wis­sen­schaft und For­schung des Lan­des
Nord­rhein- Westfalen1.August 1972  Grün­dung der Gesamt­hoch­schu­le Wuppertal1978 — 1998       Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len
1965 — 1999       Mit­glied der Lan­des­syn­ode sowie stell­ver­te­ten­des Mit­glied der
Kir­chen­lei­tung der evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land
1966 — 1974       Mit­glied des Prä­si­di­ums des Deut­schen Evan­ge­li­schen
Kir­chen­tags
1982/83, 1994/95 Bun­des­rats­prä­si­dent
1999- 2004      Bun­des­prä­si­dent
Ehren­dok­tor­wür­den
Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum, Uni­ver­si­tät Bochum, Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf, Fern­Uni­ver­si­tät Hagen
Ben-Guri­on Uni­ver­si­ty of the Negev (Beer She­va, Isra­el), Uni­ver­si­tät Hai­fa (Isra­el, als ers­ter Deut­scher),
Tech­ni­on Isra­el Insti­tu­te of Tech­no­lo­gy (Hai­fa), Nan­jing-Uni­ver­si­tät (Nan­jing, Volks­re­pu­blik China)Ehrenbürgerschaften
Wup­per­tal, Ber­lin, Bonn, Spie­ker­oog­Aus­zeich­nun­gen
Ehren­ring der Stadt Wup­per­tal, Groß­kreuz des Ver­dienst­or­dens und Son­der­stu­fe des Groß­kreu­zes des
Ver­dienst­or­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, Ehren­se­na­tor der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät Wup­per­tal,
Ehren­se­na­tor der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld, Ehren­se­na­tor der Euro­päi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schen­schaft und Küns­te,
Leo-Baeck-Medail­le, Rit­ter des Ordens wider den tie­ri­schen Ernst.”

Der Rat­haus­platz in Bar­men trägt seit  dem 11.Mai 2006 den Namen Johan­nes-Rau-Platz. 2009 wur­de im Bar­mer Rat­haus eine Gedenk­ta­fel zur Erin­ne­rung an Johan­nes Rau ein­ge­weiht.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te