Gedenkstele Rheinischer Jakobsweg

Die ers­te Ste­le im Hof vor der Bey­en­bur­ger Kir­che.

Am 13. Juni 1999 — dem Tag der Euro­pa­wahl — wur­de in Bey­en­burg an der Klos­ter­kir­che St. Maria Mag­da­le­na eine Ste­le aus Stahl ein­ge­weiht, die den Beginn des Rhei­ni­schen Jakobs­wegs von Bey­en­burg nach Aachen mar­kiert. Im sel­ben Jahr, nach Abschluss von Bau­ar­bei­ten, wur­de eine zwei­te -iden­ti­sche- Ste­le auf dem Fried­hof Stein­haus auf­ge­stellt. Ver­ant­wort­lich für die Errich­tung waren die Stadt Wup­per­tal, der Land­schafts­ver­band Rhein­land, die deut­sche St. Jako­bus-Gesell­schaft und der Euro­pa­rat. Vor­ge­nom­men wur­de die Ein­wei­hung von Bür­ger­meis­ter Her­mann-Josef Rich­ter, der gleich ver­an­lass­te, dass die Ste­le einen freie­ren Stand­ort bekam, damit alle Logos der Betei­lig­ten zu sehen sind, ohne dass man in Büsche krie­chen muss. 21 wei­te­re Ste­len zie­ren nun den Weg, der aus dem west­fä­li­schen Dort­mund kom­mend von Bey­en­burg über Len­nep, Wer­mels­kir­chen, Bur­scheid, Dünn­wald, Köln, Brau­wei­ler, Ker­pen, Düren und Kor­neli­müns­ter nach Aachen führt. Die Rei­se auf dem Jakobs­weg geht von dort über Paris, Tours, Ostabat bis an sein Ende, nach San­tia­go de Com­pos­te­la.1


Auf dem Kopf der Ste­le fin­det sich ein bei bei­den Ste­len iden­ti­scher Text, der die Geschich­te des Jakobs­we­ges und die Rol­le Bey­en­burgs als Rast­platz erläu­tert.

Vier Sei­ten — vier Logos. Stadt Wup­per­tal, St. Jako­bus-Gesell­schaft, LVR, Euro­pa­rat (von links)

Brunnen auf dem Beyenburger Kirchplatz

Brun­nen auf dem Bey­en­bur­ger Kirch­platz

1984 fei­er­te man in Bey­en­burg end­lich das lang ersehn­te Ende der Restau­rie­rungs­ar­bei­ten am Klos­ter­kom­plex, nach 27 Jah­ren. Ein letz­ter Schritt war die Neu­ge­stal­tung des Kirch­plat­zes und des­sen Fina­le war wie­der­um die Ein­wei­hung des Brun­nens am 3. Novem­ber 1984. In einer gepflas­te­ren Mul­de steht eine vier Meter hohe stei­ner­ne Sechs­kant­säu­le, die von einer Nach­bil­dung eines Kie­fern­zap­fen gekrönt wird. Drei bron­ze­ne Was­ser­spei­er, Stein­bö­cken nach­emp­fun­den, las­sen das Was­ser in die Mul­de plät­schern. Sie sind Nach­bil­dun­gen von Ori­gi­na­len, die frü­her Regen­was­ser am Klos­ter ablei­te­ten.1


Stein­bock­spei­er.

Kriegerdenkmal für die Beyenburger Gefallenen des Ersten Weltkriegs

Am 1. Dezem­ber 1929 weih­te man in Bey­en­burg nach sechs Jah­ren des Pla­nens und Spa­rens an der dama­li­gen Kirch­stra­ße das Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs ein. Schon 1923 hat­te man begon­nen das nöti­ge Geld hier­für zu sam­meln und man hat­te Prof. Erich Cleff mit der Her­stel­lung einer Gedenk­ta­fel betraut. Doch die Geld­ent­wer­tung mach­te den ers­ten Ver­such zu Nich­te. Am 10. Janu­ar 1928 beschloss die Stadt Lüttring­hau­sen, zu deren Gemein­de Bey­en­burg damals gehör­te, den Ankauf des ehe­mals Schnei­der­schen Grund­stücks an der Kirch­stra­ße (heu­te: Am Krie­ger­mal) und stell­te die Mit­tel für die Her­rich­tung des Ortes bereit. Ein Jahr spä­ter stell­te die neu gegrün­de­te Stadt Wup­per­tal, in die Bey­en­burg im August 1929 ein­ge­mein­det wor­den war, 1000 RM zur Fer­tig­stel­lung des Denk­mals zur Ver­fü­gung.


Das Bey­en­bur­ger Krie­ger­denk­mal. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal 18.6.8

Prof. Erich Cleff hat­te eine Gedenk­ta­fel aus Kirch­hei­mer Blau, einem Muschel­kalk­stein, geschaf­fen, auf der in ver­gol­de­ter Schrift die Namen der 91 Gefal­le­nen ver­zeich­net waren. Die Gesamt­an­la­ge wur­de vom Bar­mer Stadt­bau­di­rek­tor Rück­le ent­wor­fen und in ber­gi­scher Grau­wa­cke aus­ge­führt. Die Gedenk­ta­fel fand am fünf Meter hohen Pfei­ler ihren Platz.

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg war das Denk­mal bereits repa­ra­tur­be­dürf­tig und man ent­schloss sich es durch ein neu­es Denk­mal für die Gefal­le­nen bei­der Welt­krie­ge zu erset­zen.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Bronzefigur der Maria Magdalena am Kloster in Beyenburg

Die Bron­ze­fi­gur der Maria Mag­da­le­na.

Am 31.Oktober 1986 wur­de im Hof des Klos­ters Stein­haus unweit der Kir­che St. Maria Mag­da­le­na in Bey­en­burg eine Bron­ze­fi­gur der Patro­nin der Gemein­de auf­ge­stellt. Finan­ziert wur­de sie durch Spen­den und durch die katho­li­sche Gemein­de. Die Hei­li­ge wur­de von der Mün­cher Bild­haue­rin Mar­le­ne Neu­bau­er-Woer­ner im Ein­ver­neh­men mit Pater Vos O.S.C. geschaf­fen, her­ge­stellt wur­de sie im Wachs­aus­schmelz­ver­fah­ren in der Gie­ße­rei Wer­ner Braun in Ober­schleiß­heim.


Die Inschrift im Sockel.

Die unge­fähr lebens­gro­ße Figur steht auf einem kur­zen Sockel, der an einer Säu­le erin­nert, auf dem sich fol­gen­de Inschrift befin­det:

Jesus sag­te zu Maria:
‘Geh zu mei­nen Brü­dern
und sage ihnen: ich gehe hin­auf
zu mei­nem Vater und zu Eurem Gott
zu mei­nem  Gott und zu Eurem Gott.’
Joh. 20,17“1


Der Kopf der Maria Mag­da­le­na.

Gedenktafel zur Erinnerung an 700 Jahre Kreuzherren in Beyenburg

Wie eine Wan­der­erta­fel kommt die Gedenk­ta­fel auf dem Fried­hof Stein­haus daher.

Im 700.Jubiläumsjahr der Grün­dung des Klos­ters Stein­haus zu Bey­en­burg wur­de nicht nur ein Denk­mal in Gestalt des Ordens­grün­ders Theo­do­rus des Cel­les am Klos­ter auf der Wup­pert­halb­in­sel auf­ge­stellt, auch auf dem Fried­hof Stein­haus wur­de 1998 eine Gedenk­ta­fel ein­ge­weiht. Lei­der ist das genaue Datum nicht bekannt.1


Unter dem Wap­pen an der rech­ten Sei­te fin­det sich der Wahl­spruch der Kreuz­her­ren: “In Cruce Salus” — Im Kreuz ist Heil.

Die Inschrift lau­tet:

“Im Jah­re des Herrn 1298,

87    Jah­re nach der Grün­dung des Ordens der Kreuz­brü­der zu Huy an der Maas,
62    Jah­re nach dem Tod des Ordens­grün­ders Theo­do­rus des Cel­les,
50    Jah­re nach der päpst­li­chen Bestä­ti­gung des Ordens durch Inno­zenz IV.,
11    Jah­re nach der Auf­fin­dung der Reli­qui­en der hl. Odi­lia zu Köln durch den Kreuz­bru­der Johan­nes von Eppa
10    Jah­re nach der Rit­ter­schlacht bei Wor­rin­gen

als Boni­faz VIII. im 4.Jahr Past und Wic­bold zu Hol­te Erz­bi­schof von Köln war
unter der Regie­rung des deut­schen Kai­ser und Königs Adolf von Nas­sau,
als Wil­helm I. Graf von Berg
und Joan­nes des Harin­ger Gene­ral des Ordens vom Hl. Kreuz war,
wur­de hier an die­ser Stel­le,
als 1. Grün­dung auf deut­schem Boden
und als 11.Niederlassung des Ordens,
das Klos­ter “Stein­haus” errich­tet.

1298 — 1998”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kreuzherren-Denkmal (Theodorus-de-Celles-Denkmal)

Das Denk­mal zur Erin­ne­rung an 700 Jah­re Kreuz­her­ren in Bey­en­burg zeigt den Grün­der und Hei­li­gen Theo­do­rus de Cel­les bar­fü­ßig mit lan­gem Gewand, Kreuz und Bibel.

Am Wochen­en­de des 13. und 14. Sep­tem­ber 1997 begann man in Bey­en­burg mit den Fei­er­lich­kei­ten zum 700. Jubi­lä­um der Klos­ter­grün­dung durch die Mön­che des Ordens der Kreuz­brü­der, auch Kreuz­her­ren oder Orden vom Hei­li­gen Kreuz genannt. Im Jahr 1298 über­trug der Köl­ner Dom­probst, Kon­rad von Berg, mit Zustim­mung sei­ner Mut­ter die unab­hän­gi­ge Kapel­le Maria Mag­da­le­na zu Stein­haus im heu­ti­gen Bey­en­burg den dort bereits leben­den Kreuz­brü­dern. Bereits Graf Adolf V. von Berg hat­te die Kreuz­brü­der ins Ber­gi­sche Land geholt, ver­starb aber vor der Grün­dung des Klos­ters. Ver­mut­lich wur­de er auf die Kreuz­brü­der auf­merk­sam, nach­dem Bru­der Johan­nes von Eppa in Paris die Reli­qiu­en der hei­li­gen Odi­lia, einer Gefähr­tin der Hei­li­gen Ursu­la von Köln auf­ge­fun­den hat­te. Am Anfang leb­ten die Brü­der auf dem Her­ren­hof Stein­haus hoch über der Wup­per und küm­mer­ten sich um die Seel­sor­ge der Hofan­ge­hö­ri­gen und der Rei­sen­den und Pil­ger. Graf Wil­helm von Berg schenk­te ihnen dann 1302 den Bey­en­berg, um dort ein neu­es Klos­ter in grö­ße­rer Abge­schie­den­heit zu bau­en. 1307 erklär­te sich auch Erz­bi­schof Hein­rich von Vir­ne­burg mit der Ver­le­gung des Klos­ters von der beleb­ten Heers- und Han­sa­stra­ße ins Tal der Wup­per ein­ver­stan­den.1


In ihrer Hand hält die Figur ein Kreuz.

Der Orden vom Hei­li­gen Kreuz wur­de 1210 durch den Kano­ni­ker Theo­do­rus de Cel­les in Huy an der Maas gegrün­det und 1248 von Papst Inno­zenz  IV. bestä­tigt. Die Kre­zuz­brü­der leben nach den Regeln des hei­li­gen Augus­ti­nus und wähl­ten als Devi­se “In Cruce Salus” — Im Kreuz ist Heil.2

1485 und 1497 wur­de das Klos­ter und die Kir­che der hei­li­gi­en Maria Mag­da­le­na neu errich­tet. Im Jahr 1481 bezeich­ne­te eine Urkun­de die Brü­der erst­mals als “Kreuz­her­ren”. 1615 brann­ten Kon­vent und Kir­che und der Drei­ßig Jäh­ri­ge Krieg stürz­te das Klos­ter in tie­fe Finanz­not. In den 1690er Jah­ren erhielt die Kir­che dann, nach­dem 1678 das Klos­ter aber­mals nie­der­ge­brannt war, sei­ne Barock­aus­stat­tung. 1804 wur­de das Klos­ter auf­ge­ho­ben und die Klos­ter­kir­che zur Pfarr­kir­che erho­ben.3


In den bron­ze­nen Man­tel des Ordens­grün­der hat die Künst­le­rin Ulle Hees Sze­nen des Klos­ter­le­bens ein­ge­ar­bei­tet. Hier das Kopie­ren von Büchern.

Erst im Mai 1907 wur­de das leer­ste­hen­de und ver­fal­le­ne Klos­ter von Augus­ti­ne­rin­nen in Besitz genom­men und reno­viert. 1948 nahm Pfar­rer Joseph Schul­te Kon­takt zu dem in Deutsch­land in Ver­ges­sen­heit gera­te­nen Kreuz­her­ren­or­den auf, am 28.April 1963 kehr­ten dann die ers­ten Brü­der des Ordens zurück. 1968 ver­lie­ßen die Non­nen das Klos­ter aus Alters­grün­den.4


Ein Mönch küm­mert sich um einen Gläu­bi­gen.

Am Sockel der Figur steht die Inschrift: “Theo­do­rus von Cel­les Fun­d­a­tor Ordi­nis St. Cru­cis”

Am Sams­tag­abend des 13. Sep­tem­ber 1997 zogen die Kreuz­her­ren vom ers­ten Stand­ort des Klos­ters auf Stein­haus hin­ab zur Kir­che auf der Wup­per­halb­in­sel. Mit dabei war das Ober­bar­men Blas­or­ches­ter, 300 Bey­en­bur­ger Bür­ger und die Reli­qiu­en der hei­li­gen Odi­lia, die 1964 der Klos­ter­kir­che über­tra­gen wor­den waren. Dort wur­de nach einer kur­zen Andacht und der Seg­nung der über einen Meter hohen Jubi­lä­ums­ker­ze durch Pater Gene­ral Rein Vaan­hold das Kreuz­her­ren-Denk­mal vor der Kir­che ent­hüllt. 5


Die Bron­ze­ta­fel im Pflas­ter vor dem Denk­mal erin­nert an den Anlass der Stif­tung: “700 Jah­re Kreuz­her­ren in Bey­en­burg 1298–1998”


1998 wur­de auf dem Fried­hof Stein­haus eine wei­te­re Gedenk­ta­fel zur Erin­ne­rung an die Kreuz­her­ren auf­ge­stellt, seit 1999 doku­men­tie­ren zwei von ins­ge­samt 23 Ste­len den Ver­lauf des Jakobs­we­ges von Bey­en­burg nach Aachen. Bereits 1986 erhielt der Klos­ter­hof eine Bron­ze­fi­gur der Namens­ge­be­rin des Kir­che, Maria Mag­da­le­na.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Die Beyenburger Kruzifixe

Das eine ist eines der bekann­tes­ten Moti­ve Bey­en­burgs, das ande­re liegt zwar nicht ver­steckt, aber doch eher unbe­ach­tet hoch über der Wup­per, ein drit­tes ist schon lan­ge zer­stört. Zusam­men gehö­ren sie zu den ältes­ten Denk­mä­lern Wup­per­tals: Die Bey­en­bur­ger Kru­zi­fi­xe. Errich­tet wur­de sie nach 1760, in die­sem Jahr kamen drei Patres mit den Namen Bei­er, Kamp und Zim­mer­mann nach Bey­en­burg, um dort eine Mis­si­on abzu­hal­ten und zu pre­di­gen. Dies taten sie mit sol­chem Erfolg, dass die Bür­ger Bey­en­burgs die Erin­ne­rung dar­an bewah­ren woll­ten und drei Kru­zi­fi­xe auf­stell­ten.


Kru­zi­fix an der Stein­hau­ser Str. 48


Eines von ihnen wur­de rechts ober­halb des Fried­hofs an der Stein­hau­ser Stra­ße auf­ge­stellt und 1979 auf­grund der Bebau­ung 100 Meter nach oben ver­setzt, so dass es heu­te vor dem Haus Nr. 48 zu fin­den ist. Mit einem Eisen­git­ter ist der etwa neun Qua­drat­me­ter gro­ße Andachts­win­kel umschlos­sen, auf einem stei­ner­nen Sockel, der wie ein Altar geformt ist und sti­li­siert die Nach­bil­dung einer Kir­che zeigt, erhebt sich das Kru­zi­fix, die ers­te Sta­ti­on der all­jähr­li­chen Him­mel­fahrts­pro­zes­si­on.


Das Kru­zi­fix an der Bey­en­bur­ger Frei­heit 18.

Das ande­re erhal­te­ne Kru­zi­fix steht im Her­zen Bey­en­burgs, an der Bey­en­bur­ger Frei­heit Nr.18. Eine Legen­de besagt, dass ein Pater, der hier pre­dig­te, ver­sprach, dass kei­ne Feu­ers­brunst den Ort zer­stö­ren wür­de, solan­ge die­ses Kreuz ver­ehrt wer­de.

Das drit­te Kreuz stand an der Wup­per­brü­cke am Beginn der Kur­ven­stra­ße und wur­de 1829 durch star­ken Eis­gang zer­stört.  Die bei­den erhal­te­nen Denk­mä­lern fin­den sich auf der chro­no­lo­gi­schen Lis­te der erhal­te­nen Denk­mä­ler im heu­ti­gen Stadt­ge­biets Wup­per­tal auf Platz 5.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Beyenburger Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1866 und 1870/71

Das Denk­mal “an der Klip­pe”.

Es ist unklar, wann das Bey­en­bur­ger Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen der Krie­ge 1866 und 1870/71 “an der Klip­pe” errich­tet wur­de. Die Stra­ße “Am Krie­ger­mal” ist nach dem Denk­mal für den 1. und 2. Welt­krieg benannt, das älte­re Denk­mal steht heu­te an der “Bey­en­bur­ger Frei­heit”, zwi­schen der Hal­te-stel­le “Bey­en­burg Mit­te” und der Klos­ter­kir­che. Die Form des Denk­mals, dass der Bar­mer Stein­bild­hau­er F.H.Stang schuf, ist klas­sisch einem Obe­lis­ken nach- emp­fun­den. Das Denk­mal ist einst von einem Git­ter ein­ge­fasst wor­den, heu­te ist es zur Stra­ße hin offen. Die Inschrift war in Gold gefasst und wur­de nach dem Zwei­ten Welt­krieg in roter Far­be nach- gezo­gen. Die Vor­der­sei­te ist mit drei Reli­efs geschmückt:



Am Sockel des Obe­lis­ken fin­den sich eine Kro­ne, die an die alte Reichs­kro­ne erin­nert, ein Schwert und ein Stab mit dem Reichs­ad­ler auf einem “Blät­ter­bett. Ein Palm­we­del ziert den obe­ren Teil des Obe­lis­ken, wäh­rend dar­un­ter der Reichs­ad­ler abge­bil­det ist, der auch das eiser­ne Kreuz mit sich trägt.

Die Inschrift auf der Vor­der­sei­te lau­tet:

Den im Kamp­fe fürs
Vater­land  gefal­le­nen
Söh­nen Bey­en­burgs.

Die dank­ba­ren
Mit­bür­ger”


Ein Gefal­le­ner des Kriegs von 1866 ist auf der lin­ken Tafel ver­zeich­net, dazu kom­men sechs aus dem Krieg von 1870/71. Ruth Mey­er-Kahr­weg ver­mu­tet, dass der let­zet Name, Albert Luthe, an den Fol­gen des Krie­ges erst nach 1886 starb oder dass erst zu die­sem Zeit­punkt für tot erklärt wur­de, da die Bey­en­bur­ger Gefal­le­nen auch im in die­sem Jahr ein­ge­weih­ten Lüttring­hau­ser Krie­ger­denk­mal ver­zeich­net sind — bis auf eben jenen Albert Luthe. (Bey­en­burg gehör­te damals zu Lüttring­hau­sen.)1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kriegerdenkmal für die Opfer der Weltkriege in Beyenburg

Da das Krie­ger­denk­mal für die Gefal­len des Ers­ten Welt­krie­ges in Bey­en­burg nach dem Zwei­ten Welt­krieg repa­ra­tur­be­dürf­tig war, ent­schloss man sich 1955, ein neu­es Denk­mal auf­zu­stel­len, um auch die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs zu ehren. Es dau­er­te bis in das Jahr 1959, bis sich die Ver­tre­ter des Bür­ger- und Hei­mat­ver­eins Bey­en­burg und die Stadt Wup­per­tal über die neue Aus­füh­rung des Denk­mals einig waren.


Das 1962 errich­te­te Denk­mal für die Opfer und Gefal­le­nen der Welt­krie­ge.

Am Abend des 22.Mai 1962 wur­de das Denk­mal ein­ge­weiht. Aus einer Natur­stein­plat­te ste­hen zehn Kreu­ze her­vor, außer­dem sind die Jah­res­zah­len der Krie­ge ver­zeich­net. Wie an vie­len Orten hat sich das Denk­mal auch in Bey­en­burg im Stra­ßen­na­men nie­der­ge­schla­gen, denn es steht “Am Krie­ger­mal”. Der Vor­sit­zen­de der Bezirks­ver­tre­tung, Voogt, berich­te anläss­lich der Ein­wei­hung über die lan­ge Zeit der Vor­be­rei­tung, der Vor­sit­zen­de des Bür­ger- und Hei­mat­ver­eins, Hel­mut Hein­richs, hielt die Gedenk­re­de und der Stadt­ver­ord­ne­te Eugen Huth sprach als Ver­tre­ter des Ober­bür­ger­meis­ters.1

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te