Wilhelm-Vorwerk-Anlage

Die Wil­helm-Vor­werk-Anla­ge in den Bar­mer Anla­gen.

Am 4. Novem­ber 1967 starb Wil­helm Vor­werk, Sohn Adolf Vor­werks, der die Erschlie­ßung des Gelän­de um den Toel­le­turm ange­sto­ßen hat­te, und Uren­kel des Begrün­ders Fir­ma Vor­werk & Sohn. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg hat­te man ihm den Vor­sitz des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins ange­tra­gen und er nahm die Her­aus­for­de­rung an, die Bar­mer Anla­gen von den Spu­ren des Zwei­ten Welt­kriegs zu befrei­en und die Wun­den zu hei­len. Am 8. April 1971 weih­te der BVV die Wil­helm-Vor­werk-Anla­ge am Höhen­weg im Bar­mer Wald ein, für die der Bild­hau­er Eugen Bus­mann im Auf­trag des BVV eine Bron­ze­ta­fel anfer­tig­te.1


Die Bron­ze­ta­fel.

Ihre Inschrift lau­tet schlicht:

Wil­helm Vor­werk
För­de­rer des Bar­mer
Ver­schö­ne­rungs­ver­eins”

Heu­te wirkt die Wil­helm-Vor­werk-Anla­ge auf den Besu­cher ver­nach­läs­sigt.

Gedenktafeln zur Erinnerung an die Wuppertaler Synagogen

Seit dem 15.September 1865 gab es in Elber­feld an der Genüg­sam­keits­stra­ße eine Syn­ago­ge für die jüdi­sche Gemein­de, seit dem 22.Januar 1897 auch in Bar­men, dort in der Stra­ße Zur Scheu­ren. Bei­de Gemein­den hat­ten 1930, nun als Teil der neu­en Stadt Wup­per­tal unge­fähr 3000 Mit­glie­der, besa­ßen je einen eige­nen Kin­der­gar­ten und in Elber­feld zwei Alters­hei­me. Wäh­rend der Reichs­po­grom­nacht 1938 brann­ten bei­de Syn­ago­gen aus und wur­de voll­kom­men zer­stört, die meis­ten jüdi­schen Bür­ger Wup­per­tals wur­den unter der Herr­schaft der Natio­nal­so­zia­lis­ten ermor­det.

24 Jah­re spä­ter, am 9.November 1962, wur­den auf Anre­gung der Gesell­schaft für christ­lich-jüdi­sche Zusam­men­ar­beit an bei­den Stand­or­ten Gedenk­ta­feln ange­bracht. Ober­bür­ger­meis­ter Dr.Frowein, Lan­des­rab­bi­ner Dr. Salo­mo­no­witsch, der Vor­sit­zen­de der jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­de, Rosen­tahl, und der Vor­sit­zen­de der jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­den in NRW, Drey­fuß spra­chen aus die­sem Anlass.1


Die Gedenk­ta­fel für die Elber­fel­der Syn­ago­ge an der heu­ti­gen Begeg­nungs­stät­te.

Der Bild­hau­er Kurt Schwip­pert ent­warf die Gedenk­ta­feln, die von Eugen Bus­mann und Gerd Mau­el aus­ge­führt wur­de. Bei­de Tafeln zei­gen die glei­che Inschrift:

Hier stand die Syn­ago­ge der
jüdi­schen Gemein­de. Sie
wur­de am 9.November 1938
ein Opfer des Ras­sen­wahns
Die Stadt Wup­per­tal
9. Novem­ber 1962”


Die Gedenk­ta­fel in Bar­men.

Die Gedenk­ta­fel für die Bar­mer Syn­ago­ge am Wohn­haus Zur Scheu­ren 18 (über der Tür).

Seit 1994 befin­det sich auf dem Gelän­de der alten Elber­fel­der Syn­ago­ge die Begeg­nungs­stät­te Alte Syn­ago­ge, “ein außer­ge­wöhn­li­cher geschicht­li­cher Lern­ort für Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne.”

Seit dem 8. Dezem­ber 2002 gibt es an der Gemar­ker Stra­ße im Her­zen von Bar­men wie­der eine Ber­gi­sche Syn­ago­ge, deren Bau nötig gewor­den war, nach­dem seit dem Ende des Kal­ten Krie­ges die jüdi­sche Gemein­de Wup­per­tals von 65 auf über 2000 Mit­glie­der gewach­sen war.