Kriegerehrentafel der FFW Hahnerberg

Vom 31. Mai bis zum 1. Juni 1958 fei­er­te die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Hah­ner­berg ihr 75jähriges Bestehen. Zu die­sem Anlass zog ein Fest­zug vom Bereit­schafts­haus an der Hah­ner­ber­ger Stra­ße 99–100 (heu­te Lidl-Filia­le) zur Fest­hal­le von Coca-Cola am Jung-Stil­ling-Weg. Die Feu­wer­wehr­ka­pel­le spiel­te einen gro­ße Zap­fen­streich, eine Schau­übung wur­de auf­ge­führt und es gab eine Para­de durch Neu­en­hof und Kor­zert. An einem die­ser Tage gedach­te man auch der Gefal­le­nen der Wehr und ent­hüll­te in der Wagen­hal­le eine Gedenk­ta­fel, die die 18 Gefal­le­nen des Ers­ten und Zwei­ten Welt­kriegs nennt.


Die Ehren­ta­fel.

Die Inschrift lau­tet:

Ehren-Tafel
der freiw. Feu­er­wehr W.-Hahnerberg
Gott zur Ehr
dem Nächs­ten zur Wehr
Unse­ren gefal­le­nen und verm. Kame­ra­den”

Im Jahr 1958 hat­te die Wehr 52 Mit­glie­der, dar­un­ter 36 Akti­ve. 1
Ende 2006 zog die Gedenk­ta­fel mit der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr in die neue Wache am Schul­zen­trum Süd.

Denkmal für das alte Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hahnerberg

Die neue Ret­tungs­wa­che Süd.

Am Ende des Jah­res  2006 zog die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Hah­ner­berg von ihrem alten Gerä­te­haus an der Hah­ner­ber­ger Stra­ße zur neu­en Ret­tungs­wa­che Süd an der Theis­hah­ner Stra­ße. Das alte Gerä­te­haus wur­de 2007 abge­bro­chen und wich einem Dis­coun­ter. Seit dem 9. April 2011 erin­nert die alte Uhr und eine Gedenk­ta­fel am neu­en Stand­ort der FFW Hah­ner­berg an die alte Hei­mat. Das städ­ti­sche Gebäu­de­ma­nage­ment und zahl­rei­che Spon­so­ren sorg­ten nicht für das neue Denk­mal, son­dern auch für die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit der Uhr, die seit­dem läuft und läuft und läuft… 1


Das Denk­mal

Eine drei­tei­li­ge klei­ne Gedenk­ta­fel erklärt über einem Bild des alten Gerä­te­hau­ses:

Das alte
Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus

Hah­ner­ber­ger Stra­ße 99–101

Die Geschich­te der
Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Hah­ner­berg

Als im Som­mer des Jah­res 1883 ein herr­li­cher Tag zu Ende ging, spie­gel­te sich die unter­ge­hen­de Son­ne glut­rot in einem Hah­ner­ber­ger Dach­fens­ter. Spa­zier­gän­ger glaub­ten an ein Feu­er und eil­ten zur ver­meint­li­chen Brand­stel­le. Erst dort erkann­ten sie die opti­sche Täu­schung. Aus die­ser Schreck­si­tua­ti­on wuchs der Gedan­ke, den Mit­bür­gern in einem Brand­fall all­zeit Hil­fe leis­ten zu kön­nen. Am 06.07.1883 wur­de daher die Grün­dung der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Hah­ner­berg beschlos­sen. Vie­le Jahr­zehn­te stan­den den Feu­er­wehr­leu­ten nur Ver­eins­lo­ka­le für ihre Ver­samm­lun­gen zur Ver­fü­gung. Erst am 02.05.1931 konn­te das lang ersehn­te Feu­er­wehr­haus an der Hah­ner­ber­ger Stra­ße ein­ge­weiht wer­den.
Mit stets bes­ser wer­den­der Tech­nik und immer moder­ne­ren Fahr­zeu­gen rück­ten die Flo­ri­ans­jün­ger von nun an aus der Fahr­zeug­hal­le des impo­san­ten Gebäu­des aus. Auch der 2. Welt­krieg konn­te dem Gebäu­de — bis auf klei­ne­re Schä­den — nichts anha­ben. Die Bewoh­ner der Miet­woh­nun­gen des Feu­er­wehr­hau­ses und die in der Umge­bung leben­den Kame­ra­den wur­den lan­ge Zeit durch die auf dem Dach mon­tier­te Sire­ne alar­miert. 75 Jah­re lang beher­berg­te das Gebäu­de die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Hah­ner­berg.
Im Jahr 2005 wur­de das gesam­te Gelän­de an der Hah­ner­ber­ger Stra­ße ver­kauft und ein moder­nes Gebäu­de an der Theis­hah­ner Stra­ße errich­tet. Die Wehr muss­te Abschied neh­men von ihrem bis­he­ri­gen Stand­ort und  zog schließ­lich am 21.12.2006 in ihre neu­en Räum­lich­kei­ten um. Im Früh­jahr 2007 erfolg­te sodann der Abriss der orts­prä­gen­den “Alten Wache”. Übrig geblie­ben ist allei­ne die gro­ße Uhr, die am Siren­en­turm auf dem Dach des Feu­er­wehr­hau­ses ange­bracht war.

Neh­men Sie sich also etwas Zeit
für eine kur­ze Erin­ne­rung
an das alte Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus
an der Hah­ner­ber­ger Stra­ße 99 — 101.”


Die Gedenk­ta­feln.

 

Gedenkstein zur 25jährigen Wiederkehr des Frankfurter Friedens am Friedenshain

Der Gedenk­stein

Die­ser Stein, der in einer ganz klei­nen Grün­an­la­ge zwi­schen Jäger­hof­stra­ße und Freu­den­ber­ger Stra­ße steht, stand einst, ab 1896, am Ein­gang eines klei­nen Wäld­chens, das August von-der-Heydt am 27.April 1896 der Stadt geschenkt hat­te. Der gegen­über begin­nen­de von-der-Heydt- Park wur­de bereits 1888 gestif­tet. Teil des Geschenks war ein Obe­lisk im Wert von 7400 Mark, der am 10.Mai 1896 auf­ge­stellt wur­de. Anlass war der 25.Jahrestag des “Frank­fur­ter Frie­dens”. Die­ser Frie­den been­de­te offi­zi­ell den Deutsch-Fran­zö­si­schen Krieg von 1870/71 mit Gebiets­ab­tre­tun­gen und hohen Repa­ra­ti­ons­zah­lun­gen für Frank­reich. Das Wäld­chen wur­de ab 1955/56 par­zel­liert und mit Wohn­häu­sern für bri­ti­sche Offi­zie­re bebaut.1


Die Inschrift lau­tet:

Frie­dens­hain
— — —
Der Stadt Elber­feld
zur Erin­ne­rung an
die 25jährige Wie­der­kehr
des Frank­fur­ter Frie­dens
10.Mai 1896
gestif­tet von
Aug.Freiherr von der Heydt


Der Gedenk­stein am Frie­dens­hain auf einer Post­kar­te, gelau­fen am 25.5.1910. (Bild ergänzt am 28.10.2013.)

Ergän­zung vom 13.Juni 2012:

Im März 2003 ent­deck­te der Anwoh­ner Ger­hard Pra­de den Stein ver­steckt hin­ter Ilex-Büschen und Nadel­bäu­men. Die Inschrift war kaum noch les­bar und ver­wit­tert. Wann genau der Stein von wem restau­riert wur­de, wird noch recher­chiert.2

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te