Ein Barmer Löwe am Goethe-Platz

1914 hieß der Hubert-Pfeif­fer-Platz in den Bar­mer Süd­hö­hen noch Goe­the-Platz und war alles in allem in einem bedau­er­li­chen Zustand, sodass die Stadt­vä­ter beschlos­sen, ihn zu sanie­ren und Park­bän­ke auf­zu­stel­len, damit man in Ruhe den damals wei­ten Blick nach Lang­er­feld und auf den Ehren­berg genie­ßen konn­te. Zur Erin­ne­rung an die Arbei­ten ließ man in die Stützwand an der Möri­ke­stra­ße ein Stein­re­li­ef ein, das das Bar­mer Wap­pen, den Ber­gi­schen Löwen mit dem Garn­bün­del, und die fol­gen­de Inschrift zeigt.1


Zur Zeit des begin­nen­den gro­ßen Krie­ges, aus­ge­führt durch die Stadt Bar­men, MDCCCCXIV


Das Reli­ef

Nach der Ver­ei­ni­gung Bar­mens mit den ande­ren vier Städ­ten zu Wup­per­tal muss­te der Goe­the-Platz 1935 wie vie­le dop­pel­te Stra­ßen­na­men umbe­nannt wer­den. Er erhielt den Namen des blin­den Kom­po­nis­ten Hubert Pfeif­fer, an den in Unt­er­bar­men inzwi­schen ein eige­nes Denk­mal erin­nert.


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Gedenktafeln für Friedrich Wilhelm Dörpfeld

Das Haus in Heidt. Die Gedenk­ta­fel hängt neben der Tür.

Die Ort­schaft Heidt gehört zu Rons­dorf und liegt ver­steckt süd­lich der Rons­dor­fer Tal­sper­re. Am 26.Juli 1930 ent­hüll­te man am Haus Dörpfeldstr.28 eine Gedenk­ta­fel zu Ehren des ehe­ma­li­gen Leh­rers der Dorf­schu­le, die in die­sem Haus ange­sie­delt war: Fried­rich Wil­helm Dör­pfeld. Anlaß war das 250.Jahr des Bestehens der Schu­le.

Fried­rich Wil­helm Dör­pfeld wur­de am 8.März 1924 in Sell­scheid bei Wer­mels­kir­chen gebo­ren und begann im Alter von 16 Jah­ren in der Prä­pa­ran­den­an­stalt in Fild bei Moers sei­ne Leh­rer­aus­bil­dung. 1848 trat er sei­ne ers­te öffent­li­che Lehr­stel­le in der ein­klas­si­gen Volks­schu­le in Heidt an. Ein Jahr spä­ter wech­sel­te er zur vier­klas­si­gen luthe­ri­schen Volks­schu­le Wup­per­feld (Sternstr.24), wo er drei­ßig Jah­re wirk­te. 1879 muss­te er sei­nen Beruf auf­ge­ben, am 27.Oktober 1893 ver­starb er in Rons­dorf.


Die Gedenk­ta­fel für Fried­rich Wil­helm Dör­pfeld.

Die Inschrift der Tafel lau­tet:

Hier wirk­te der
gros­se Päd­ago­ge
Fr.Wilh.Dörpfeld
Ihm zum Gedächt­nis
wür­de die­se Tafel am
26.7.1930 dem Tag der
250. Jahr­fei­er der
Dör­pfeld-Schu­le
ein­ge­weiht.”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Am 8. März 1930 des glei­chen Jah­res hat­te man bereits an der Fried­rich-Wil­helm-Dör­pfeld-Schu­le in Wup­per­feld eine Gedenk­ta­fel ange­bracht, die bei dem Luft­an­griff auf Bar­men im Mai 1943 zer­stört wur­de. Ihre Inschrift ist über­lie­fert:

An die­ser Schu­le wirk­te
von 1849–1879
Fried­rich Wil­helm Dör­pfeld
der bedeu­tends­te Volks­schul­leh­rer
des XIX.Jahrhunderts“1