Brunnen zum 100jährigen Jubiläum des Nordstädter Bürgervereins

1993 wur­de der Nord­städ­ter Bür­ger­ver­ein 100 Jah­re alt und man ent­schied sich aus die­sem Anlass dem Nord­park in Bar­men eine Brun­nen­skulp­tur zu stif­ten, die aus­drück­lich auch ein Platz zum Spie­len sein soll­te. 60.000 DM hat­te der Ver­ein dafür zur Ver­fü­gung gestellt und eine Jury ein­ge­setzt, die den Sie­ger­ent­wurf der Aus­schrei­bung kür­te. Eini­ger­ma­ßen kuri­os war die Ein­rei­chung des Wup­per­ta­ler Bild­hau­ers Frank Brei­den­bruch, der sich per Fax betei­lig­te, da er zu die­ser Zeit auf einer Stu­di­en­rei­se in Asi­en befand. Trotz­dem setz­te sich sei­ne Zeich­nung gegen die teil­wei­se mit Model­len aus­ge­rüs­te­ten ande­ren 20 Ent­wür­fe durch. Zur Ver­wirk­li­chung die­ses Brun­nens waren aller­dings wei­te­re Geld­mit­tel not­wen­dig, die von den Pfad­fin­dern, dem Wich­ling­hau­ser Frau­en­chor, dem Bar­mer Sän­ger­chor und den Wich­ling­hau­ser Lie­der­freun­den gestif­tet wur­den.


Der Brun­nen

Am 18. Juni 1994 — exakt ein Jahr nach der Ankün­di­gung der Stif­tung — wur­de der Brun­nen dann vor dem Turm­ter­ras­sen vom Vor­sit­zen­den des Bür­ger­ver­eins, Wer­ner Zan­ner, in Anwe­sen­heit zahl­rei­cher Gäs­te und der Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Kraus ein­ge­weiht. Er sol­le zei­gen, so Zan­ner, dass der Nord­städ­ter Bür­ger­ver­ein sich der Tra­di­ti­on des Ver­eins ver­pflich­tet füh­le und dass die Bür­ger bereit sei­en, sich für die Stadt ein­zu­set­zen.1 Der 2,30 Meter hohe Brun­nen besteht aus einem ste­hen­den, oben unter­bro­che­nen Stein­ring aus Basalt, in dem das Was­ser zir­ku­liert und um den sich Mar­mor-Find­lin­ge grup­pie­ren, auf denen zahl­rei­che klei­ne Details zu ent­de­cken sind. Wie Frank Brei­den­bruch erklär­te, schließt das Was­ser sym­bo­lisch den Lebens­kreis.3 Die schwie­ri­gen sta­tis­ti­schen Berech­nun­gen des Brun­nens und die Kon­struk­ti­on sorg­ten für die Stei­ge­run­gen der Kos­ten4 auf 100.000 DM.5


Die Tech­nik, die unsicht­bar ihren Dienst tut, wird im Nord­park-Echo wie folgt beschrie­ben:

Das Was­ser wird unter Druck zu einer Düse am offe­nen Ende des Stein­rings geführt. Was­ser­druck und Posi­ti­on der Düse bewir­ken, daß das Was­ser wie­der in den Stein­ring gelenkt und dem Kreis­lauf zuge­führt wird. Eine gering­fü­gi­ge Ablen­kung beim Aus­tritt des Was­ser­strahls bewirkt die Was­ser­per­len beim Auf­tref­fen auf den Stein. Die­ser Effekt wird durch die Luft­be­we­gung noch ver­stärkt und erzeugt das Bild des klei­nen “Was­ser­falls”. Durch eine Umwälz­pum­pe wird das Was­ser immer wie­der dem Kreis­lauf zuge­führt, fri­sches Was­ser erhält der Brun­nen nur, um Ver­duns­tung aus­zu­glei­chen.”


Der Brun­nen ver­fügt außer­dem über eine Zeit­schalt­uhr, läuft also nicht 24 Stun­den am Tag, trotz­dem fal­len meh­re­re tau­send DM (und heu­te Euro) Unter­halts­kos­ten im Jahr an.6

 

Gustav-Adolf-Uthmann-Denkmal

Das Uth­mann-Denk­mal 1930. Ent­nom­men aus: Freie Pres­se vom 21. Juni 1930.

Die Gedenk­ta­fel.

Am Sonn­tag, den 22. Juni 1930, wur­de als Höhe­punkt der G.A.Uthmann- Gedenk­fei­er an die­sem Wochen­en­de das Denk­mal für den 1920 ver­stor­be­nen Arbei­ter­lie­der­ma­cher aus Bar­men ein­ge­weiht. Es war der zehn­te Todes­tag Uth­manns. Ursprüng­lich hat­te der Deut­sche Arbei­ter-Sän­ger­bund geplant, das Denk­mal in den Bar­mer-Anla­gen zu errich­ten, wo Uth­mann täg­lich spa­zie­ren gegan­gen war. Doch der Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein lehn­te das Gesuch ab, mit der Begrün­dung, dass seit Jah­ren Denk­mal­an­trä­ge abge­lehnt wür­den, da es zu vie­le sei­en. Aller­dings gewähr­te man dem bür­ger­li­chen Deut­schen Sän­ger­bund die Errich­tung des “Sän­ger-Gedenk­steins für die im Krieg gefal­le­nen Sän­ger”, der eine Woche spä­ter ein­ge­weiht wer­den konn­te. Die Stadt Wup­per­tal stell­te dem Deut­schen Arbei­ter-Sän­ger­bund zwar einen Platz im Nord­park zur Ver­fü­gung, ver­wei­ger­te aber jeg­li­che finan­zi­el­le Unter­stüt­zung. Dem Deut­schen Sän­ger­bund hin­ge­gen hat­te man zwei Jah­re zuvor die Unter­stüt­zung zuge­sagt. Letzt­end­lich schaff­te es der Deut­sche Arbei­ter-Sän­ger­bund aus eige­ner Kraft das Denk­mal zu finan­zie­ren und beauf­trag­te den Elber­fel­der Bild­hau­er Wil­helm Koop­mann mit der Gestal­tung des Denk­mals und der Gedenk­ta­fel. Die Aus­füh­rung oblag der Bar­mer Bau­hüt­te.

In einem Ron­dell mit 18 Metern Durch­mes­sern erhebt sich ein 6,30 Meter Pfei­ler aus Ruhr­koh­len­sand­stein. An ihm befand sich eine Gedenk­ta­fel (230cm x 70cm) aus Bron­ze, die neben einem Reli­ef des Dich­ters auch eine Lei­er zeig­te. Dazu ver­kün­de­te die Inschrift:


Dem Sän­ger der Frei­heit
G.Adolf Uth­mann
Gebo­ren 29. Juni 1867
Gestor­ben 22. Juni 1920
Zum Geden­ken
Deut­scher Arbei­ter Sän­ger­bund”


Aus ganz Deutsch­land reis­ten zur Ein­wei­hung Arbei­ter­chö­re an, gedach­ten an Grab und Denk­mal an Gus­tav Adolf Uth­mann und san­gen in den Stadt­hal­len Bar­mens und Elber­felds und auch auf den öffent­li­chen Plät­zen der Stadt.


Das Denk­mal 2011.

Gus­tav Adolf Uth­mann wur­de am 29. Juni 1867 in Bar­men gebo­ren. Sein Vater starb früh und so konn­te er sei­nem Wunsch, Leh­rer zu wer­den, nicht fol­gen, son­dern muss­te eine Fär­ber­leh­re begin­nen, um sei­ne erblin­de­te Mut­ter und die jün­ge­ren Geschwis­ter zu unter­stüt­zen. Es waren Freun­de von ihm, die sein Talent als Musi­ker an der Posau­ne erkann­ten und För­de­rer ermög­lich­ten den Unter­richt an Gei­ge und Kla­vier. Der städ­ti­sche Kapell­meis­ter Georg Rau­chen­ecker führ­te ihn schließ­lich in die Kunst der Kom­po­si­ti­on ein. Uth­mann fühl­te sich Zeit sei­nes Lebens der Arbei­ter­be­we­gung ver­bun­den, mit der er wäh­rend sei­ner Leh­re in Kon­takt gekom­men war. Ab 1891 lei­te­te den Arbei­ter­ge­sang­ver­ein “Frei­er Sän­ger­kreis” und diri­gier­te acht wei­te­re Chö­re aus dem Wup­per­tal — und zwar neben der Aus­übung sei­nes Berufs als Fär­ber. Spä­ter muss­te er auf­grund einer Augen­er­kran­kung umler­nen und ging zur  All­ge­mei­nen Orts­kran­ken­kas­se, wo er spä­ter  Haupt­kas­sie­rer und anschlie­ßend stell­ver­tre­ten­der Geschäfts­füh­rer wur­de. Wäh­rend­des­sen stell­te er das Kom­po­nie­ren nie ein und schuf 400 Lie­der, deren Tex­te von der Arbei­ter­be­we­gung, Frei­heit und Frie­den han­del­ten. Zu den bekann­tes­ten Wer­ken gehö­ren “Wel­ten­frie­de”, “Die Frei­heit mein Lied”, Empor zum Licht” und “Tord Fole­son”, aus dem die bekann­te Zei­le stammt: “Das Ban­ner kann ste­hen, wenn der Mann auch fällt.” Am 22. Juni 1920 starb Gus­tav Adolf Uth­mann an den Fol­gen einer Blut­ver­gif­tung.



Bereits 1933 wur­de die Gedenk­ta­fel von den Natio­nal­so­zia­lis­ten zer­stört. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg ersetz­te zunächst eine Tafel aus Kunst­stein ab dem 29. Juni 1947 (dem 80. Geburts­tag Uth­manns) die Bron­ze­ta­fel, am 27.Oktober 1957 konn­te der Deut­sche Arbei­ter-Sän­ger­bund eine neue Bron­ze­ta­fel von Harald Schmahl ein­wei­hen und ver­an­stal­te­te zu die­sem Anlass ein Gedenk­kon­zert im Nord­park und in der Elber­fel­der Stadt­hal­le.1


Die Gedenk­ta­fel von 2007.

Die Inschrift der neu­en Gedenk­ta­fel lau­te­te:

“Dem Sän­ger der
Frei­heit
Gus­tav Adolf
Uth­mann
1867   1920
Zum Geden­ken
Deut­scher Allg.
Sän­ger­bund
Im Som­mer 1999 war das Denk­mal völ­lig zuge­wach­sen und unzu­gäng­lich. Das Res­sort Umwelt, Grün­flä­chen und Fors­ten leg­te es wie­der frei und mach­te es zugäng­lich.2
Im Febru­ar 2006 wur­de die Gedenk­ta­fel Opfer eines Raub­zu­ges, dem auch ande­re Denk­mä­ler in Wup­per­tal zum Opfer vie­len.3 Am 14.10.2007 ersetz­te die Stadt Wup­per­tal die Tafel durch eine neue, die Kos­ten betru­gen 14.291 €. 4

Schwebebahndenkmal im Nordpark

Das Schwe­be­bahn­denk­mal im Bar­mer Nord­park

Am Sams­tag, dem 6.November 2004, wur­de mit einem Fest­akt ein klei­nes aber fei­nes Schwe­be­bahn­denk­mal im Bar­mer Nord­park der Öffent­lich­keit über­ge­ben. Ein Jahr zuvor hat­te der ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de des Nord­städ­ter Bür­ger­ver­eins Bar­men, Wer­ner Zan­ner, dem Vor­stand vor­ge­schla­gen ein Stück der Schwe­be­bahn, deren Gerüst seit 1995 Schritt für Schritt erneu­ert wird, als tech­ni­sches Denk­mal im Nord­park zu prä­sen­tie­ren. Im Früh­jahr 2004 nahm der NBV Kon­takt zum För­der­ver­ein His­to­ri­sche Schwe­be­bahn auf, der zahl­rei­che Relik­te des Ori­gi­nal­ge­rüs­tes für eine spä­te­re Ver­wen­dung lagert. Zusam­men mit dem stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den Prof. Hans Fried Schierk wur­de ein Schwe­be­bahn­ele­ment gewählt, dass sich beson­ders für ein tech­ni­sches Denk­mal eig­ne­te, der Eigen­tü­mer über­gab es dem För­der­ver­ein als Geschenk. Die Wup­per­ta­ler Stadt­wer­ke erklär­ten sich bereit das Gerüst­teil auf­zu­ar­bei­ten und das Res­sort Grün­flä­chen und Fors­ten küm­mer­te sich um die Prä­sen­ta­ti­on auf einer Klin­ker­schu­le, deren Kos­ten aller­dings der NBV zu tra­gen hat­te.1


Ein his­to­ri­sches Ele­ment der Schwe­be­bahn: Ein Ober­gurt­kno­ten.

Am 6. Novem­ber 2004 konn­te dann das Denk­mal bei hef­ti­gem Regen in Anwe­sen­heit von 40 Mit­glie­dern des Nord­städ­ter Bür­ger­ver­eins, des Ober­bür­ger­meis­ters und Ver­eins­mit­glieds Peter Jung, des evan­ge­li­schen Pfar­rers der Gemein­de Wich­ling­hau­sen-Nächs­te­breck, Tho­mas Kro­emer, des Vor­sit­zen­den des För­der­ver­eins His­to­ri­sche Schwe­be­bahn, Frank Lind­gren, und Ver­tre­tern der benach­bar­ten Bür­ger­ver­ei­ne vom Rott, aus Lang­er­feld und aus Hecking­hau­sen der Öffent­lich­keit über­ge­ben wer­den. Der Vor­sit­zen­de des NBV, Ulrich Föh­se, wies dar­auf hin, dass der NBV in den letz­ten Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich an der Auf­bes­se­rung und “Möblie­rung” des Nord­parks gear­bei­tet habe.  Der von den WSW ent­gra­te­te und gestri­che­ne Ober­gurt­kno­ten war Teil des Schwe­be­bahn­ge­rüsts in Höhe des Arbeits­am­tes zwi­schen den Sta­tio­nen Völk­lin­ger Stra­ße und Land­ge­richt. 2


Ein Tafel erklärt die Her­kunft des Gerüst­teils und ver­an­schau­licht sie anhand eines Schau­bilds.

Auf einem ein­fa­chen Metall­schild wird am Denk­mal anhand eines Schau­bilds die Her­kunft des Ober­gurt­kno­tens als Teil des Schwe­be­bahn­ge­rüsts erklärt. Die Inschrift lau­tet:

Ober­gurt­kno­ten des his­to­ri­schen
Schwe­be­bahn­ge­rüs­tes
Ehe­ma­li­ge Stand­ort:
gegen­über dem Arbeits­amt — Hüne­feld­stras­se

[Schau­bild]

Die­ser Teil des Schwe­be­bahn­ge­rüs­tes wur­de 2004
vom Nord­städ­ti­schen Bür­ger­ver­ein Bar­men auf­ge­stellt.
Der Kno­ten wur­de dem NBV vom För­der­ver­ein
His­to­ri­sche Schwe­be­bahn Wup­per­tal e.V. über­las­sen”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Denkmal für die verdienstvollen Männer des Nordstädter Bürgervereins

Am 5. Juli 1931 ent­hüll­te der Nord­städ­ter Bür­ger­ver­ein im Bar­mer Nord­park sein Denk­mal, das er ver­dienst­vol­len Män­nern des Ver­eins erbaut hat­te. Im Denk­mal­so­ckel wur­de bereits am 19. Mai 1931 eine Urkun­de depo­niert, in der erklärt wur­de:


Die Leis­tun­gen die­ser Män­ner für die Schaf­fung des Nord­parks und die Belan­ge des Ver­eins mögen uns und unse­ren Nach­kom­men für alle Zei­ten in Erin­ne­rung blei­ben. Möge unse­re lie­be Vater­stadt und ins­be­son­de­re unse­re gelieb­te Nord­stadt wei­ter wach­sen und gedei­hen. Das wal­te Gott!“1


Das Denk­mal für die ver­dienst­vol­len Män­ner des Nord­städ­ter Bür­ger­ver­eins.

Ent­wor­fen wur­de das Denk­mal — ein ein­fa­cher gemau­er­ter Block (1,75m x 2m) aus rhei­ni­scher Grau­wa­cke — von Prof.Peter Klotz­bach, aus­ge­führt von der Fir­ma Som­mer & Frohn. Die Front zier­te eine Tafel aus Muschel­kalk mit einer Inschrift aus Bron­ze­buch­sta­ben:


Den ver­dienst­vol­len
Män­nern
des nord­städ­ti­schen
Bür­ger­ver­eins
Karl Feld­gen, Alber Heu­ser,
Alex Tienes, Dr.Fr.Voswinkel”


Die guten Wün­sche der Grün­dungs­ur­kun­de hiel­ten bekannt­lich auf­grund des von den Natio­nal­so­zia­lis­ten ent­fes­sel­ten Zwei­ten Welt­kriegs nicht und das Denk­mal wur­de im Krieg beschä­digt und die Bron­ze­buch­sta­ben der Inschrift fehl­ten. Der Ver­ein mach­te sich an die Wie­der­errich­tung des Denk­mals und ent­schloss sich dies­mal die Inschrift als hel­le Buch­sta­ben in grau­em Stein mei­ßeln zu las­sen. Am 31. Juli 1954 konn­te der Gedenk­stein recht­zei­tig zum 25jährigen Stadt­ju­bi­lä­um erneut ein­ge­weiht. Man ergänz­te in der Inschrift die Namen
“Fried­rich Lan­gen­bach
Richard Rid­der”
und den Hin­weis:

Erbaut  1931 — Zer­stört 1945 — erneu­ert 1954“2



Inzwi­schen gibt es aber eine neue, drit­te Inschrift­ta­fel (errich­tet vor 1991), in der die Namen

Erich Bauck­ha­ge
Karl Hardt”

ergänzt wur­den, obwohl der Vor­stand 1954 beschlos­sen hat­te, dies nicht zu tun. Die Tafel wur­de gestif­tet von der Fir­ma Paul-Heinz Schmitz, Grab­mal­kunst, Hugo­stra­ße 13, Wup­per­tal 2, was auch auf der Tafel ver­ewigt wur­de. 3Nach 1999 [Ergän­zung vom 14. März 2012, sie­he Fuß­no­te 3] folg­te noch der Name:

Wer­ner Zan­ner”



Der Nord­städ­ter Bür­ger­ver­ein wur­de 1893 mit dem Ziel gegrün­det, den heu­ti­gen Nord­park als Erho­lungs­ge­biet zu erhal­ten und vor der Bebau­ung zu sichern und macht sich seit­dem um die Bar­mer Nord­stadt ver­dient.

Zwei Säulen des alten Barmer Rathauses

Ehe­mals Teil des Bar­mer Rat­hau­ses, heu­te am Nord­park.

1797 ließ sich Fried­rich Bredt am Werth in Bar­men ein Pri­vat­haus im ita­lie­ni­schen Stil errich­ten. 1825 erwarb die Stadt Bar­men das Haus von des­sen Schwie­ger­sohn, dem Frei­herrn von Car­nap, und rich­te­te dort ihr Rat­haus ein. 1908 schließ­lich leg­te man in Anwe­sen­heit des Kron­prin­zen­paa­res den Grund­stein zum Bau des heu­ti­gen Rat­hau­ses in Bar­men, auf des­sen Vor­platz das Haus Bredts einst stand. Wäh­rend der Bau­zeit von 1913–1921 wur­de die Vil­la Bredts Stück für Stück ent­fernt, zuletzt blie­ben noch die vier Säu­len des Ein­gangs übrig, von denen zwei 1926 auf Anre­gung des Stadt­bau­rats Hein­rich Köh­ler an der Wet­ti­ner Stra­ße und an der Melan­chthon­stra­ße auf­ge­stellt wurden.“Die zier­li­chen Sand­stein Säu­len, deren Schäf­te in den bei­den obe­ren Drit­teln kan­ne­liert sind [Aus­keh­lung eines Objek­tes mit senk­rech­ten, kon­ka­ven Fur­chen, Anm.] und gleich einer ioni­schen Säu­le in Volu­ten [frz. (abge­lei­te­tet) Aus­druck für eine Schne­cken­form, Anm.] enden, tru­gen […] den Altan [offe­ne, auf Stüt­zen oder Mau­ern ruhen­de Platt­form in einem Ober­ge­schoss eines Gebäu­des, Anm.] des alten Bar­mer Rat­hau­ses”, erklärt Ruth Mey­er-Kahr­weg in ihrem Stan­dard­werk Denk­mä­ler, Brun­nen und Plas­ti­ken in Wup­per­tal.1


Die Säu­le an der Grün­an­la­ge Wettiner/Hohenzollern Str. (Hal­te­stel­le Toel­le­turm)

Ergän­zung vom 25.10.2011:


Auf die­sem Bild des alten Bar­mer Rat­hau­ses kann man die Säu­len und den Altan des Gebäu­des erken­nen. Davor steht das Bar­mer Bis­marck-Denk­mal, wel­ches beim Neu­bau zur Ruh­mes­hal­le umzog. Ent­nom­men aus: West­deut­sche Zei­tung vom 21.02.1996. Das Bild ist in der Über­schrift auf das Jahr 1900 datiert.

Posi­ti­on der Säu­le auf den Süd­hö­hen


Posi­ti­on der Säu­le am Nord­park


Schmierereien an Denkmälern im Nordpark

Wie de WZ heu­te Abend mel­det, haben Unbe­kann­te zahl­rei­che Objek­te im Nord­park beschmiert, dar­un­ter auch das Schwarz-Weiß-Denk­mal und das Heim­keh­rer-Mahn­mal, das Schwe­be­bahn­denk­mal und den Geopf­ad. Der Scha­den wird auf 2000 Euro geschätzt.

WZ: Empö­rung im Nord­park: Täter beschmie­ren Denk­mä­ler (12.4.2011)

Nach­trag:
WZ: Schmie­re­rei im Nord­park besei­tigt (14.4.2011)

Heimkehrer Mahnmal im Barmer Nordpark

In unmit­tel­ba­rer Nähe des Denk­mals für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs, das meh­re­re Bar­mer Ver­ein im Nord­park errich­te­ten, das soge­nann­te Schwarz-Weiß-Denk­mal, fin­det sich seit dem 27.November 1955 ein wei­te­res Denk­mal. Es erin­nert, wie das Mahn­mal am Rott, an die noch nicht heim­ge­kehr­ten Kriegs­ge­fan­ge­nen des Zwei­ten Welt­kriegs.


Sog. Schwarz-Weiß-Denk­mal (li.) und Heim­keh­rer Denk­mal im Bar­mer Nord­park

Das Denk­mal besteht aus einer Mau­er aus gro­ßen Qua­dern, die aus dem Hügel wächst, auf dem das Welt­kriegs-Denk­mal steht. An dem Ende der Mau­er, fin­det sich ein Plat­te mit einem Reli­ef des Bild­hau­ers Joa­chim Wolf-Mül­ler, der selbst erst 1952 aus Gefan­gen­schaft heim­kehr­te.1 An der Sei­te der Mau­er ist fol­gen­de Inschrift zu fin­den:
“Den Leben­den zur Mah­nung -

den Opfern des Kriegs zum Geden­ken”


Das Reli­ef des Heim­keh­rer-Denk­mals

Das Reli­ef zeigt einen Mann in einem lan­gen Man­tel, ver­mut­lich einem Sol­da­ten­man­tel, der breit­bei­nig und auf­recht steht, der mit lee­ren, unbe­waff­ne­ten Hän­den gezeigt wird. Den Kopf hat er nach hin­ten gelegt und er guckt offen­sicht­lich in den Him­mel oder in die Fer­ne.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kriegerdenkmal im Barmer Nordpark (sog. Schwarz-Weiß-Denkmal)


Das sogan­nen­te “Schwarz-Weiß-Denk­mal” liegt auf einem klei­nen Hügel im Bar­mer Nord­park. Es ist ein Gemein­schafts­denk­mal meh­re­rer Sport­ver­ei­ne, unter ihnen die Sport­freun­de Schwarz-Weiß, die sich im Jahr 1923 zusam­men­schlos­sen und den Archi­tek­ten Fischer und Prof. Klotz­bach mit der Errich­tung des Denk­mals beauf­trag­ten. Das Ehren­mal besteht aus einem zwei­stu­fi­gen Unter­bau, auf dem das wür­fel­för­mi­ge, ca. andert­halb Meter hohe Denk­mal aus Muschel­kalk folgt. In der ursprüng­li­chen Form stand das Denk­mal auf einem etwa einen Meter brei­ten plat­tier­ten Ron­del und war von einer nied­ri­gen Bruch­stein­mau­er umge­ben. Die ursprüng­li­che Inschrift auf einer der Tafeln ist ver­lo­ren gegan­gen. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­de dann eine zwei­te Inschrift ange­bracht:


Unse­ren Gefal­le­nen
zum
Gedächt­nis
Turn-Spiel-Ver­ein 1872 e.V.
Sport­freun­de
Schwarz-Weiß e.V.
Quar­tett-Ver­ein 1898
Wup­per­tal”


Auf den ande­ren Tafeln sind noch ver­wit­ter­te Buch­sta­ben zu erken­nen, ver­mut­lich waren hier die Namen der Gefal­le­nen ver­zeich­net. Der Turn-Spiel-Ver­ein 1872 e.V. ver­lor besi­pi­els­wei­se wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs 74 Kame­ra­den.



Nach dem Zwei­ten Welt­krieg dien­te das Denk­mal auch dem Geden­ken der Gefal­le­nen des Zwei­ten Welt­krie­ges, 1955 wur­de in unmit­tel­ba­rer Nähe das Heim­keh­rer-Mahn­mal errich­tet.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te