Industrie-Geschichtspfad Historisches Gelpetal

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Eine der Über­sichts­ta­fel am Haus Zil­ler­tal

Am 1. Juni 1980 wur­de im Rah­men des dama­li­gen Rhein­land­ta­ges der Indus­trie-Geschichts­pfad Gel­pe­tal eröff­net und bis 1982 kom­plet­tiert. Ange­sto­ßen hat­te die­se Ent­wick­lung Wil­ly Land 1975 in der Rons­dor­fer Wochen­schau, wor­auf­hin sich am 10. Febru­ar 1978 der Arbeits­kreis “His­to­ri­sches Gel­pe­tal” grün­de­te, dem Ver­tre­ter von Bür­ger­ver­ei­nen, Bezirks­ver­tre­tun­gen, Forst- und Land­schafts­be­hör­den, Muse­en und Archi­ve der Städ­te Rem­scheid und Wup­per­tal ange­hör­ten. Zum Lehr­pfad gehö­ren 4 gro­ße, iden­ti­sche Über­sichts­ta­feln, ein Orts­schild und 38 Erklä­rungs­ta­feln. Er ist als dezen­tra­les “Denk­mal für Gene­ra­tio­nen ber­gi­scher Ham­mer­schie­de und Schlei­fer auf­zu­fas­sen, die unter kaum vor­stell­ba­ren kör­per­li­chen Anstren­gun­gen die Grund­la­gen für die heu­ti­ge ber­gi­sche Eisen- und Stahl­in­dus­trie leg­te, deren Bedeu­tung unum­strit­ten ist”, stell­te Egon Vie­bahn im Begleit­buch zum Lehr­pfad fest.1


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Der Wan­der­weg.

Für das dezen­tra­le Denk­mal gibt es kei­nen Ein­trag auf der Kar­te.


Grosser Gong

Der "Grosse Gong" von Friedrich Werthmann. Die kleine gläserne Tafel am rechten Bildrand enthält folgenden Text: " "Grosser Gong" von Friedrich Werthmann 1986 WVZ 548
Der “Gros­se Gong” von Fried­rich Werth­mann. Die klei­ne glä­ser­ne Tafel am rech­ten Bild­rand ent­hält fol­gen­den Text: “Gros­ser Gong” / von / Fried­rich Werth­mann  / 1986 / WVZ 548

Nach­dem das Ver­wal­tungs­haus in Rons­dorf zwi­schen 2005 und 2007 erneu­ert wur­de, war dort kein Platz mehr für das Reli­ef Rons­dorf von Fried­rich Werth­mann. Der Künst­ler nahm sein Werk zurück und stif­te­te statt­des­sen das Kunst­werk “Gros­ser Gong” für den Ein­gangs­be­reich des Trep­pen­hau­ses.1


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Relief Ronsdorf

Foto: Elias Monhof, Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Fotostudio Monhof
Foto: Eli­as Mon­hof, Ver­wen­dung mit freund­li­cher Geneh­mi­gung von Foto­stu­dio Mon­hof

Das neue Rons­dor­fer Ver­wal­tungs­haus bekam 1960 im Rah­men von “Kunst am Bau” ein Kunst­werk aus Rema­nit an der Außen­fas­sa­de. Der Künst­ler, der Düs­sel­dor­fer Fried­rich Werth­mann, hat­te sich im Wett­be­werb der Stadt mit sei­nem Werk “Reli­ef Rons­dorf” gegen Fritz Ber­nuth und E. Ober­hoff aus Wup­per­tal und Prof. Har­tung aus Ber­lin durch­ge­setzt. Das Werk hat die Maße 140 x 300 x 30cm und zeigt eine dyna­mi­sche Bewe­gungs­form in Form eines Drei­ecks. Den Hin­ter­grund stell­te die Wand aus römi­schen Tra­ver­tin.1

Als Ende 2005 das Ver­wal­tungs­haus auf­grund bau­li­cher Män­gel, man­geln­der Bar­rie­re­frei­heit und ver­al­te­ter Aus­stat­tung abge­ris­sen und durch einen Neu­bau ersetzt wur­de, nahm Werth­mann das Werk, das im Volks­mund den Namen “Vogel­schwarm“3 abbe­kom­men hat­te, wie­der zurück und stif­te­te statt­des­sen die Plas­tik “Gro­ßer Gong” für das Trep­pen­haus.4

Wei­te­re Bil­der aus Rons­dorf zu jener Zeit fin­den sich in die­sem Bei­trag bei Njuuz.de


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Krieger-Ehrentafel der Ronsdorfer Landwehrvereine

Am Abend des 20. Novem­ber 1926 ver­sam­mel­ten sich die Land­wehr­ver­ei­ne Rons­dorfs und der Umge­bung im Rats­kel­ler des alten Rons­dor­fer Rat­hau­ses, um dort eine Ehren­ta­fel für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­krie­ges ein­zu­wei­hen. Ihr Ver­bleib ist unbe­kannt.1 Die bei Mey­er-Kahr­weg genann­te Quel­le: “GA, 22.11.1926, Aus­ga­be Ber­gisch Land” ent­hält kei­nen Hin­weis auf die Ein­wei­hung.

Hans-Bilstein-Eiche

Am 29. Mai 2001 wur­de in den Rons­dor­fer Anla­gen eine Eiche zu Ehren des lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den des Rons­dor­fer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins, Hans Bil­stein, ein­ge­weiht. Der am 29. März 1928 in Nor­den Rons­dorfs gebo­re­ne Bil­stein begann nach dem Zwei­ten Welt­krieg zunächst ein Tex­ti­l­in­ge­nieur­stu­di­um, dann eine Aus­bil­dung bei der Poli­zei, bevor er 1949 nach Süd­ame­ri­ka aus­wan­der­te. Doch in Bue­nos Aires konn­te er nicht Fuß fas­sen und er kehr­te 1952 zurück. Er trat in die Fir­ma Carl Bock­len­berg Söh­ne ein und arbei­te­te dort bis zu sei­nem Ruhe­stand 1990. Von 1970 bis zur Jahr­tau­send­wen­de lei­te­te er den Rons­dor­fer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein, dem die Rons­dor­fer Anla­gen im Nor­den des Stadt­teils gehö­ren. Im sel­ben Jahr erhielt er das Bun­des­ver­dienst­kreuz und im Mai 2001 wur­de ihm besag­te Eiche gestif­tet, die aber bald durch einen ande­ren Spröss­ling ersetzt wur­de, da der ers­te nicht wuchs.1


Das Holz­schild.

Zur Ein­wei­hung beton­te Bil­steins Nach­fol­ger Bernd Dra­che, dass man die Eiche pflan­ze, weil sich der Geehr­te durch außer­ge­wöhn­li­chen Ein­satz um den Rons­dor­fer Wald ver­dient gemacht habe. Bil­stein wünsch­te sich an die­sem Tag, dass der Rons­dor­fer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein auch die Tei­le des Bun­des­wehr­ge­län­des zurück erhiel­te, die bei der Ein­rich­tung der Kaser­nen ent­eig­net wor­den waren. Zur Ein­wei­hung spiel­ten auch die Blä­ser des Hege­rings.2


Die Eiche.

Ronsdorfer Kriegerdenkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges

Das schlich­te Denk­mal für die Opfer des Zwei­ten Welt­krie­ges

Am Volks­trau­er­tag 1995 weih­te der Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein Rons­dorf sein letz­tes Geschenk an die Rons­dor­fer im Jubi­lä­ums­jahr “250 Jah­re Stadt­rech­te für Rons­dorf” ein; den Gedenk­stein zur Erin­ne­rung an die Opfer des Zwei­ten Welt­krie­ges, des­sen Ende 1995 50 Jah­re zurück­lag. Der schlich­te Gedenk­stein steht in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Rons­dor­fer Krie­ger­denk­mal für die gefal­le­nen Sol­da­ten des Ers­ten Welt­kriegs und ist sei­ner Spra­che und Gestal­tung ein völ­li­ger Gegen­satz dazu. Konn­te man 1929 noch den gefal­le­nen Hel­den nament­lich geden­ken, so ver­stumm­te nach dem Zwei­ten Welt­krieg das Hel­den­ge­den­ken und 1995 gedach­te man sowohl der Sol­da­ten, als auch der Zivil­be­völ­ke­rung als auch der Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Die Ein­wei­hungs- und Gedenk­fei­er am 19. Novem­ber 1995 beglei­te­te der Gemein­schaft­schor der Rons­dor­fer Män­ner­chö­re, die Anspra­che hielt Pas­tor Frank Bey­er, die Ent­hül­lung über­nah­men der Bezirks­vor­ste­her Win­fried Arenz und der Bei­ge­ord­ne­te Her­bert Wilts.1


Die Inschrift.

Die Inschrift auf dem Find­ling lau­tet:

“Es genügt nicht zu sagen:
„Wir dür­fen kei­ne Krie­ge füh­ren“.
Wir müs­sen bereit sein,
den Frie­den zu lie­ben und für ihn Opfer zu brin­gen.
Mar­tin Luther King.Im Geden­ken an die Opfer des
Zwei­ten Welt­krie­ges 1939–1945
und zur Mah­nung an die Leben­den.”

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kaiserlinden für Alfred Howad und Emil Zátopek

Die Lin­den in den Rons­dor­fer Anla­gen am Mon­hofs­feld.

Am 18. März 2003 ehr­te der Freun­des­krei­ses Kosi­ce sei­nen lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den und jet­zi­gen Ehren­vor­sit­zen­den Alfred Howad zu des­sen 75. Geburts­tag mit der Pflan­zung von zwei Kai­ser­lin­den in den Rons­dor­fer Anla­gen, von denen eine ihm gewid­met ist und die ande­re Emil Zátop­kes Namen trägt. Emil Zát­o­pek war bis zu sei­nem Tode im Jahr 2000 ein Freund von Howad und hat­te 1988 groß­ten Anteil dar­an, dass der ers­te Freund­schafts­lauf — noch mit­ten im Kal­ten Krieg — von Wup­per­tal nach Kosi­ce durch­ge­führt wer­den konn­te.1


Klaus-Gün­ther Con­rads schrieb 2005 über ihn:

Alfred Howad und „sein“ Freun­des­kreis (Ehren­mit­glie­der: Bun­des­prä­si­dent Johan­nes Rau, slo­wa­ki­scher Staats­prä­si­dent Rudolf Schus­ter), den er 1980 mit aus der Tau­fe geho­ben hat und dem er von 1992 bis 2005 vor­saß, haben die­se ers­te deutsch-(tschecho-)slowakische Städ­te­ver­bin­dung in der Tat mit Leben erfüllt – durch attrak­ti­ve Bür­ger­rei­sen und zahl­rei­che Begeg­nun­gen der Men­schen in bei­den Städ­ten über die offi­zi­el­len Kon­tak­te von Rat­haus zu Rat­haus hin­aus. Her­aus­ra­gen­de Ereig­nis­se waren die bei­den Freund­schafts­läu­fe 1988, 1990 und 1998 nach Kosi­ce und umge­kehrt. Als bewähr­ter Chef des Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tees lie­fen damals die Fäden bei Alfred Howad zusam­men.”


Baum und Gedenk­ta­fel

1987 erhielt Howad das Bun­des­ver­dienst­kreuz, 1989 war er “Wup­per­ta­ler des Jah­res, und 2003 ver­lieh Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Hans Kre­men­dahl ihm im Wup­per­ta­ler Rat­haus im Namen des Brun­des­prä­si­den­ten das Ver­dienst­kreuz Ers­ter Klas­se des Ver­dienst­or­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land für die Ver­diens­te um die deutsch-slo­wa­ki­sche Völ­ker­ver­stän­di­gung.2
Emil Zát­o­pek wur­de durch den Gewinn vier olym­pi­sche Gold­me­dail­len in Lon­don 1948 und Hel­sin­ki 1952 berühmt und erhielt auf­grund sei­nes Lauf­stils den Bei­na­men “Die Loko­mo­ti­ve aus Prag”. Sei­ne Frau Dana gewann als Speer­wer­fe­rin eben­falls olym­pi­sches Gold. Er war Offi­zier der tsche­chi­schen Armee, wur­de aber wegen sei­nes Ein­sat­zes für Demo­kra­tie beim Pra­ger Früh­ling 1968  gezwun­gen in einem Uran­berg­werk und als Müll­mann zu arbei­ten und wur­de erst 1974 wie­der reha­bi­li­tiert.3


Die Inschrift für Emil Zat­o­pek

Kai­ser Lin­de
Gepflanzt für Emil Zat­o­pek
* 19.9.1922  + 21.11.2000
Welt­be­rühm­ter Lang­stre­cken­läu­fer aus Prag
vier­fa­cher Olym­pia­sie­ger 1948 und 1952
und ein beson­de­rer Freund Wup­per­tals”


Die Inschrift für Alfred Howard

Kai­ser Lin­de
Gepflanzt am 18. März 2003
Zum 75. Geburts­tag von Alfred Howad
Lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der des Wup­per­ta­ler Freun­des­krei­ses Kosi­ce
und ver­dienst­vol­ler För­de­rer für gut nach­bar­schaft­li­che Bezie­hun­gen
zu Deutsch­lands Nach­bar­staa­ten in Ost- und West­eu­ro­pa.”


Am 18. Janu­ar 2017 ver­starb Alfred Howad im Alter von 88 Jah­ren in Wup­per­tal. 4



Kriegerdenkmal der Firma Bocklenberg & Motte

Ansicht des Werks an der Lüttring­hau­ser Stra­ße in Rons­dorf. Ent­nom­men aus: Sech­zig Jah­re Bock­len­berg & Mot­te. Fest­schrift 1964.

Die Fir­ma Bock­len­berg & Mot­te, die Fahr­zeug­schlös­ser und -beschlä­ge her­stell­te, wur­de 1904 in Rons­dorf gegrün­det und war unter dem Namen BoMo­Ro (Ro für Rons­dorf) in der Stadt auf den Süd­hö­hen bekannt, bis sie 1994 von der Fir­ma Robert Bosch über­nom­men wur­de. Seit 2002 gehört das Unter­neh­men zu Bro­se und zog 2008 von der Schö­nen Aus­sicht an der Lüttring­hau­ser Stra­ße ins Gewer­be­ge­biet an der Otto-Hahn-Stra­ße, wo es als “Bro­se Schließ­sys­te­me GmbH & Co. KG, Wup­per­tal” fir­miert. Anstel­le des alten Werks­ge­län­des errich­te­te der Dis­coun­ter Lidl 2008 einen Super­markt mit gewohnt groß­zü­gi­gen Park­platz. An der Stütz­mau­er brach­te er eine gro­ße Gedenk­ta­fel an, die den Toten der Welt­krie­ge gedenkt und die Mar­tin Mat­they, Sohn des ehe­ma­li­gen Geschäfts­füh­rers von BoMo­Ro, bei einem Besuch im zum Abriss vor­ge­se­he­nen Gebäu­de ent­deck­te, wo sie im Trep­pen­haus zur Kan­ti­ne ange­bracht war. Laut eines ehe­ma­li­gen Mit­ar­bei­ters wur­de sie beim Neu­bau des Werks­ge­län­des 1961 dort plat­ziert. Nach­dem Mat­they die Tafel durch einen befreun­de­ten Bau­un­ter­neh­mern sicher­stel­len ließ, über­nahm die LIDL die Auf­stel­lung an der Stützwand.1


Die schlich­te Stein­ta­fel mit den Jah­res­zah­len der Welt­krie­ge und einer Feu­er­scha­le vor der unver­putz­ten Stützwand.

Ferdinand-Lassalle-Gedenktafel

Nach­dem der SPD-Unter­be­zirk Wup­per­tal bereits 2003 im Lui­sen­vier­tel eine Gedenk­ta­fel für den Wup­per­ta­ler SPD-Mit­be­grün­der Hugo Hill­mann ein­ge­weiht hat­te, ergänz­te man ein Jahr spä­ter,  am 22. Mai 2004, an der Rem­schei­der Stra­ße 24 eine Gedenk­ta­fel für Fer­di­nand Las­s­alle, einen wei­te­ren Pio­nier der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Arbei­ter­par­tei. In einer Gast­stät­te, die einst an die­ser Stel­le stand, hat­te Las­s­alle am 22. Mai 1864 bei einem Stif­tungs­fest des ört­li­chen Allgmei­nen Deut­schen Arbei­ter­ver­eins (ADAV) sein pro­gram­ma­ti­sche Rons­dor­fer Rede gehal­ten. Die Ein­wei­hung nahm der Alt­ober­bür­ger­meis­ter Hans Kre­men­dahl vor.1


Rem­schei­der Stra­ße Nr. 24 in Rons­dorf.

Fer­di­nand Las­s­alle wur­de am 11. April 1825 in Bres­lau gebo­ren. Von 1843 bis 1846 stu­dier­te er in Bres­lau Phi­lo­so­phie und Geschich­te und begeis­ter­te sich für demo­kra­ti­sche und sozia­lis­ti­sche Ide­en. So begrüss­te er auch den Auf­stand der schle­si­schen Weber 1844. Von 1846 bis 1856 ver­trat er die Grä­fin Sophie von Hatz­feldt (1805–1881) in einem jah­re­lan­gen Rechts­streit um ihre Schei­dung. Durch den Erfolg erhielt sie den Groß­teil des in die Ehe ein­ge­brach­ten Ver­mö­gens und Las­s­alle von ihr eine Jah­res­ren­te, die ihn finan­zi­ell unab­hän­gig mach­te. Wäh­rend der Revo­lu­ti­on 1848/49 lernt er Karl Marx und Fried­rich Engels ken­nen. In Düs­sel­dorf wur­de er ver­haf­tet und ange­klagt, mit sei­nem Auf­ruf zum bewaff­ne­ten Kampf für die Natio­nal­ver­samm­lung zum Kampf gegen die könig­li­che Gewalt auf­ge­ru­fen zu haben. Er wur­de frei­ge­spro­chen, aber wegen des Vor­wurfs der Auf­for­de­rung zum gewalt­sa­men Wider­stand gegen Staats­be­am­te zu sechs Mona­ten Haft ver­ur­teilt. Von 1860–1862 besuch­te er die Schweiz und Ita­li­en und lern­te dabei Gui­sep­pe Gari­bal­di ken­nen. Am 23. Mai 1863 gehört er — wie Hugo Hill­mann — zu den Mit­be­grün­dern des All­ge­mei­nen Deut­schen Arbei­ter­ver­eins (ADAV) in Leip­zig und wur­de zum Prä­si­den­ten gewählt. Am 31. August 1864 ver­starb Fer­di­nand Las­s­alle in Genf an den Fol­gen einer Ver­wun­dung, die er sich bei einem Duell im Streit um Hand Hele­ne von Dön­ni­ges zuge­zo­gen hat­te.2


Die Gedenk­ta­fel.

Die Gedenk­ta­fel erklärt unter einem Foto Las­s­al­les:

Fer­di­nand Las­s­alle
Mit­be­grün­der der deut­schen Sozi­al­de­mo­kra­ten
* 11.4.1825 + 31.8.1864
An die­ser Stel­le stand die Gast­stät­te Abra­ham Mesen­holl,
spä­ter Kim­pel, dann Meis­ter.
Hier hielt Fer­di­nand Las­s­alle anläss­lich des 1. Stif­tungs­fes­tes des
All­ge­mei­nen Deut­schen Arbei­ter­ver­eins am 22. März 1864 die weg­wei-
sen­de “Rons­dor­fer Rede”.
“Das Arbei­ter­volk des Wup­per­tal wur­de aus sei­ner Lethar­gie
auf­ge­rüt­telt”, berich­tet der Zeit­zeu­ge Her­mann Enters.
Das Stif­tungs­fest war Las­s­al­les letz­ter gro­ßer öffent­li­cher Auf­tritt.
Weni­ge Mona­te spä­ter starb er bei einem Duell

SPD Wup­per­tal 2004”

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te