Kriegerdenkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Kameraden des Beyeröhder Turnvereins 1893 e.V.

Schon der Ers­te Welt­krieg hat­te beim Beye­röh­der Turn­ver­ein sei­nen blu­ti­gen Tri­but gefor­dert und man hat­te damals schon der Kame­ra­den gedacht. Am 1.Oktober 1961 war es wie­der so weit: Es galt den Gefal­le­nen eine stei­ner­ner Erin­ne­rung zu ver­schaf­fen: Ein neu­es Krie­ger­denk­mal war ein­zu­wei­hen. Zu die­sem Anlass spra­chen auf dem Sport­platz in der Fleu­te der Stadt­käm­me­rer, vor­he­ri­ge Ober­bür­ger­meis­ter und Lang­er­fel­der Bür­ger Hein­rich Schmeis­sig, der Bür­ger­meis­ter Dob­bert und Pas­tor Wüs­ter.


Das Krie­ger­denk­mal des Beye­röh­der Turn­ver­eins 1893 e.V.

Geschaf­fen hat­te das Denk­mal der Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Harald Schmahl aus rotem Sand­stein. Das Denk­mal misst etwa 2,50m in der Höhe und 1,20m in der Brei­te. Unter dem Emblem der deut­schen Tur­ner­schaft steht die Inschrift:

“Hier schwei­ge ein Jeder
von sei­nem Leid”

Dar­un­ter fol­gen die Namen der 40 gefal­le­nen Kame­ra­den und einer getö­te­ten Kame­ra­din  in Form eines Kreu­zes. Es fol­gen die Jah­res­zah­len und der Name des Ver­eins. Auf den bei­den Sei­ten­flä­chen ist Eichen­laub zu sehen, auf der Rück­sei­te ein christ­li­ches Kreuz.1


Rück­sei­te mit Kreuz

Sei­ten­flä­che mit Eichen­laub.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kriegerdenkmal der Gemeinde Schöller für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs

Die klei­ne Gemein­de Schöl­ler, ganz im Wes­ten gele­gen und erst seit 1975 Teil von Wup­per­tal, war eine der weni­gen, die dem Krie­ger­denk­mal des Ers­ten Welt­kriegs nicht ein Tafel für die Opfer des Zwei­ten hin­zu­füg­ten, son­dern die ein eigen­stän­di­ges Denk­mal schuf. Auf dem alten Kom­mu­nal­fried­hof — gegen­über des neu­en Fried­hofs — schuf der Düs­sel­dor­fer Gar­ten­ar­chi­tekt H.Jauernik zusam­men mit dem Bild­hau­er Albert Wes­sel 1962 das Krie­ger­denk­mal, bestehend aus einer senk­rech­ten Stee­le mit Kreuz und einem hori­zon­tal lie­gen­dem Gedenk­stein.


Krie­ger­denk­mal der Gemein­de Schöl­ler für die Gefal­le­nen des Zwei­ten Welt­kriegs.

Das Denk­mal und sei­ne Errich­tung waren im Gemein­de­rat nicht unum­strit­ten, vor allem die SPD hat­te schwe­re Beden­ken ange­sichts des Unglücks, dass der Zwei­te Welt­krieg von Deutsch­land aus in Euro­pa ange­rich­tet hat­te. Vor allem woll­te man jeden Ver­dacht von Hel­den­ver­eh­rung ver­mei­den.1

So lau­tet die Inschrift auf der Stee­le: “Unse­ren Toten” und auf dem Gedenk­stein:

Euer Opfer Unse­re
Ver­pflich­tung Frie­den”


Ehrenmal für die Opfer der Luftangriffe auf dem kath.Friedhof Liebigstraße

Am Abend des 29. Mai 1943 star­te­ten in Eng­land die Moto­ren von 719 Flug­zeu­gen, um 1700 Spreng- und ca. 280 000 Brand­bom­ben auf eine west­deut­sche Groß­stadt abzu­wer­fen. Ihr Ziel: Wup­per­tal-Bar­men. Von der nie­der­län­di­schen Küs­te kom­mend, steu­er­ten die Maschi­nen unter dem Dröh­nen der Pro­pel­ler in Rich­tung Köln. Um 0:14 Uhr, inzwi­schen war es der 30.Mai 1943, hol­ten die Sire­nen des Flie­ger­alarms in Wup­per­tal die Men­schen ein­mal mehr aus dem Schlaf und trieb sie in die Kel­ler und Bun­ker. Die Bom­ber kamen etwas vom Kurs ab, eigent­lich war das Ziel über Voh­win­kel und Elber­feld nach Bar­men zu flie­gen, damit zu früh aus­ge­lös­te Bom­ben hier größt­mög­li­chen Scha­den anrich­te­ten. Doch gegen 0:49 fie­len die ers­ten Bom­ben auf Rons­dorf und Bar­men, da die Bom­ber von Süden kamen. In der Bar­mer Innen­stadt wur­den durch Bom­ben und den fol­gen­den Feu­er­sturm 3900 bis 4000 Häu­sern total zer­stört. 3380 Opfer wur­den gebor­gen nach­dem die Feu­er gelöscht wor­den waren. Die Fach­werk­häu­ser im Rons­dor­fer Zen­trum wur­den fast voll­stän­dig zer­stört.1


Kriegs­grä­ber­feld auf dem katho­li­schen Fried­hof Lie­big­stra­ße.

Anfang 1957 errich­te­te man am Rand des Ehren­grä­ber­felds für die Opfer der Luft­an­grif­fe auf Wup­per­tal ein Ehren­mal. Der Bild­hau­er Eugen Sen­ge-Plat­ten hat­te es für die ev.luth. Fried­hof Am Bredt­chen ent­wor­fen, doch dort lehn­te man die Arbeit ab, obwohl man die kunst­fe­ri­ge Gestal­tung erkann­te, da der Gedan­ke der Ver­kün­di­gung zu wenig deut­lich wur­de. Man emp­fahl der Ver­wal­tung das Ehren­mal auf einem ande­ren Fried­hof auf­zu­stel­len, wodurch es am katho­li­schen Fried­hof Lie­big­stra­ße errich­tet wur­de.


Das Ehren­grä­ber­feld, im Hin­ter­grund das Ehren­mal.

Auf zwei Schie­fer­ta­feln mit dem Maßen 320 x 300cm sind reli­ef­ar­tig Sze­nen aus der Offen­ba­rung des Johan­nes dar­ge­stellt. Ruth Mey­er-Kahr­weg erklärt, dass auf der vor­de­ren, quer­lie­gen­den Schie­fer­ta­fel das sie­ben­köp­fi­ge Tier aus dem Meer und das zwei­hör­ni­ge aus der Erde zu sehen sind, die im 13.Kapitel der Offen­ba­rung vor­kom­men. Sie gel­ten als Werk­zeu­ge Satans. Über ihnen erscheint auf der zwei­ten, hin­te­ren Tafel, der Engel als Bote Got­tes, der das letz­te Gericht und damit auch das Ende der schreck­li­chen Tie­re ankün­digt. Unter dem Engel ist die neue hei­li­ge Stadt Jeru­sa­lem zu erken­nen.


Das Ehren­mal ist von der Natur teil­wei­se ver­deckt, sodass das zwei­hör­ni­ge Tier nicht zuse­hen ist.

Die unte­re Tafel mit dem sie­ben­köp­fi­gen Tier.

Detail der unte­ren Tafel.

Der Bild­hau­er selbst schrieb zu sei­nem Werk:

So mag ein schwe­re ver­gan­gen Epo­che sich abhe­ben und der Geburt einer neu­en Zeit wei­chen.” 2


Die neue Zeit.

Auf den Ehren­grä­ber­feld des Fried­hofs der Gemein­de St.Antonius lie­gen ca. 1100 Opfer der Luft­an­grif­fe.


Auf­recht ste­hen die Grab­stei­ne in Kreuz­form für die 1100 Opfer, die hier bestat­tet wur­den. Von der 68jährigen Grei­sin bis zum 3jährigen Klein­kind lie­gen hier Opfer von Bom­ben und Feu­er­sturm.

Wei­te­re Ehren­ma­le sind auf dem kath.Friedhof Uel­len­dahl und auf dem luthe­ri­schen Fried­hof Am Bredt­chen zu fin­den.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Ehrenmal für die Opfer der Luftangriffe auf dem luth.Friedhof Am Bredtchen

Neben den bei­den gro­ßen Angrif­fen auf Bar­men (29./30. Mai 1943) und Elber­feld (24./25. Juni 1943), die jeweils auch Rons­dorf und Cro­nen­berg tra­fen, wur­de Wup­per­tal von Bom­ben­an­grif­fen am 21. Mai 1944 (Cro­nen­berg), 31. Dezem­ber 1944 und 1.Januar 1945 (Voh­win­kel) und meh­re­ren Angrif­fe im März 1945 auf Lan­gen­feld getrof­fen. Mehr als 6500 Men­schen star­ben durch die Bom­ber und Feu­er­stür­me, 38% der bebau­ten Stadt­flä­che wur­den zer­stört.1


Ehren­grä­ber­feld auf dem Fried­hof Am Bredt­chen. Im Hin­ter­grund (im Schat­ten) das Ehren­mal.

Im Som­mer 1957 errich­te­te man auf der Ehren­grä­ber­an­la­ge des luthe­ri­schen Fried­hofs Am Bredt­chen ein Ehren­mal im Auf­trag des Ver­bands der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­den Elber­feld. Prof. Hans van Beek, Bru­der des NS-Bild­hau­ers Arno Breker, der im glei­chen Jahr die Pal­las Athe­ne fer­tig­te, schuf die Skulp­tur aus Muschel­kalk, die eine gen Him­mel bli­cken­de Mut­ter dar­stellt, deren Kind in den Fal­ten des Gewan­des Schutz sucht.


Skulp­tur von Hans van Breek.

Auf dem Sockel steht fol­gen­de Inschrift:

Ich will euch
trös­ten wie
einen sei­ne
Mut­ter trös­tet
spricht der Herr

Jesa­ja 66,13″

Auf dem Ehren­fried­hof des Fried­hofs Am Bredt­chen wur­den etwa 700 Men­schen bestat­tet.2


Das Schutz suchen­de Kind.
Die Mut­ter blickt gen Him­mel.
Die Grab­stei­ne zei­gen ein qua­dra­ti­sches Kreuz, Geburts- und Todes­jahr soweit das Opfer iden­ti­fi­ziert wer­den konn­te.

Wei­te­re Ehren­mä­ler fin­den sich auf den katho­li­schen Fried­hö­fen Uel­len­dahl und Lie­big­stra­ße.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Ehrenmal für die Opfer der Luftangriffe auf dem kath. Friedhof Uellendahl

In der Nacht vom 24. auf den 25. Juni 1943, heu­te vor 68 Jah­ren, waren Elber­feld und Cro­nen­berg zum ers­ten Mal Ziel und Opfer eines alli­ier­ten Luft­an­griffs. Er kam nicht uner­war­tet, waren doch Bar­men und Rons­dorf schon in der Nacht auf den 30.Mai, also 26 Tage zuvor, schwer getrof­fen wor­den. Am Abend des 24.Juni 1943 star­te­ten 630 Flug­zeu­ge mit ihrer töd­li­chen Ladung in Eng­land, flo­gen über die Schel­de­mün­dung in Rich­tung West­deutsch­land und gegen 1:11 Uhr erreich­ten die ers­ten Bom­ber das Tal der Wup­per. Im Him­mel über dem Ber­gi­schen Land leuch­te­ten Ziel­mar­kie­run­gen, sog.Christbäume, bevor 1.082 Ton­nen Spreng- und 1.220 Ton­nen Brand­bom­ben über dem Ziel­ge­biet abge­wor­fen wur­den. 3000 Häu­ser wur­den zer­stört, 2500 schwer beschä­digt. Sie lös­ten einen Flä­chen­brand von 12 km² aus. 1.900 Men­schen kamen ums Leben, davon 716 Män­ner, 1.046 Frau­en, 62 Jun­gen und 79 Mäd­chen.1


Ehren­fried­hof und Ehren­mal auf dem katho­li­schen Fried­hof Uel­len­dahl.

13 Jah­re spä­ter errich­te­te man auf dem katho­li­schen Fried­hof Uel­len­dahl ein Denk­mal für die Ehren­grä­ber­an­la­ge. Die Bild­haue­rin Frie­de Clas­sen gestal­te­te 1956 im Auf­trag der Stadt Wup­per­tal das Denk­mal, des­sen Ent­wurf aus einem beschränk­ten Wett­be­werb her­vor­ge­gan­gen war.


Jun­ge Frau (links)

Alte Frau (rechts)

Das Denk­mal besteht aus einer 2,50 m hohen Ste­le aus Muschel­kalk und zeigt an den Sei­ten Reli­efs zwei­er Frau­en­gestal­ten, einer jun­gen und einer alten Frau. An den ande­ren Sei­ten ste­hen die Inschrif­ten.


Inschrift hin­ten.

Inschrift vorn.

Die Inschrif­ten lau­ten: (vorn und hin­ten)

Den / Toten / des / Krie­ges / 1939 / 1945”

Gott / wird / Abwi­schen / alle / Trä­nen / von / ihren / Augen”

Die Ehren­grä­ber­an­la­ge des katho­li­schen Fried­hofs Uel­len­dahl beher­bergt ca. 660 Opfer der Bom­ben­an­grif­fe.2


Die ein­fa­chen Grab­plat­ten ziert ein christ­li­ches Kreuz.

Bei Opfern, die iden­ti­fi­ziert wer­den konn­ten, ste­hen Name, Geburts­da­tum und das Todes­da­tum

Wei­te­re Ehren­ma­le ste­hen auf dem katho­li­schen Fried­hof Lie­big­stra­ße in Bar­men und auf dem luthe­ri­schen Fried­hof Am Bredt­chen.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Ehrentafel für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Kameraden der Männerbereitschaft Barmen des Deutschen Roten Kreuzes

Am Volks­trau­er­tag des 1953, dem 15.November, weih­te man in der Kapel­le des Nor­ren­ber­ger Fried­hofs die Ehren­ta­fel für die im Zwei­ten Welt­krieg gefal­le­nen Mit­glie­der der Män­ner­be­reit­schaft des Deut­schen Roten Kreu­zes aus Bar­men ein. Geschaf­fen wur­de sie vom Ver­eins­mit­glied Karl Lucas. Nach der Ein­wei­hung fand die Tafel aus Kup­fer und Holz, zusam­men mit der Ehren­ta­fel des Ers­ten Welt­kriegs ihren Platz im Ver­eins­heim in der Bach­stra­ße und zog, als die­ses auf­ge­ge­ben wur­de, um in das DRK-Haus Hum­boldt­stra­ße 24.1


Die Ehren­ta­fel des DRK Bar­men für die Gefal­le­nen des Zwei­ten Welt­kriegs.

Die Inschrift lau­tet:

Deut­sches
Rotes Kreuz
Män­ner-Bereit­schaft
Wup­per­tal-Bar­men
——
Im Welt­krieg 1939/45 lies­sen
ihr Leben für Hei­mat- und Vater-
land / Unse­re Kame­ra­den
[13 Gefal­le­ne,
3 Ver­miss­te]”

Zur Geschich­te der Bereit­schaft sie­he den Ein­trag zur Ehren­ta­fel des Ers­ten Welt­kriegs.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kriegerdenkmal der Siedlung Metzmachersrath

Im Nor­den des Katern­bergs liegt ober­halb der Nevi­geser Stra­ße und des West­fa­len­we­ges die Sied­lung Metz­ma­chers­rath. Sie ent­stand vor dem Zwei­ten Welt­krieg als “SA-Dank­op­fer-Sied­lung” und war für die Män­ner (und ihre Fami­li­en) der SA, der SS, des NSKK (Natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Kraft­fahr­korps), Poli­ti­sche Lei­ter und fünf Kriegs­be­schä­dig­te des Ers­ten Welt­kriegs gedacht. “Ver­dien­te Kämp­fer” der NSDAP und Kin­der­rei­che erhiel­ten den Vor­zug zum Erhalt eines Hau­ses. Mit Beginn des Zwei­ten Wel­kriegs, indem die Hälf­te der hier woh­nen­den und ein­ge­zo­ge­nen Fami­li­en­vä­ter fiel, wur­den die Häu­ser bezugs­fer­tig.

Am 1. August 1953, einem Sams­tag, weih­te man in der Sied­lung einen Gedenk­stein ein, mit dem den Gefal­le­nen und Ver­miß­ten gedacht wer­den soll­te.


Das Krie­ger­denk­mal der Sied­lung Metz­ma­chers­rath.

Die Ent­hül­lungs­fei­er wur­de von der Stadt­ka­pel­le Nevi­ges und dem Män­ner­chor Glo­cke-Gren­ze beglei­tet, zahl­rei­cher Brief­tau­ben stie­gen in den Him­mel und wäh­rend einer Gedenk­mi­nu­te wur­den die Namen der Toten vor­ge­le­sen.1

 Die Inschrift der Bron­ze­ta­fel lau­tet schlicht:
“Unse­ren
Gefal­le­nen
und Ver­miss­ten
zum Geden­ken

1939–1945”


Gedenktafeln für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs im Eingang der Sonnborner Hauptkirche

Die Sonn­bor­ner Haupt­kir­che, die 1917 abbrann­te und bis 1926 wie­der errich­tet wur­de, erhielt irgend­wann danach im Ein­gang Stuck­ta­feln, die die Namen der Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs der Sonn­bor­ner Gemein­de ver­zeich­ne­ten.


Die Sonn­bor­ner Haupt­kir­che wäh­rend des Umbaus der Sonn­bor­ner Kur­ve schwe­be­bahn­los. Hin­ter den bei­den Säu­len liegt der offe­ne Ein­gangs­be­reich mit den Gedenk­ta­feln.

1962 wur­de der Ein­gangs­be­reich vom Wup­per­ta­ler Künst­ler Wil­fried Recke­witz kom­plett umge­stal­tet. Seit­dem gibt es dort zwei Kup­fer­ta­feln, die den Gefal­le­nen der bei­den Welt­krie­ge gedenkt. Ober­halb davon ist von der ehe­ma­li­gen Stuck­aus­füh­rung nur noch ein Bibel­spruch übrig geblie­ben. (2.Samuel, Kapi­tel 1, Vers 27.)1

Wie sind die Hel­den gefal­len und die Streit­ba­ren umge­kom­men!”


Die Tafel für den Ers­ten Welt­krieg.

Die Tafel für den Zwei­ten Welt­krieg.

Bei­de Tafeln sind sich ähn­lich. Abge­se­hen von dem Kreuz und den Jah­res­zah­len sind nur ver­streu­te Stri­che zuse­hen, die ohne Ord­nung auf den Tafeln ange­bracht sind.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Denksäule zur Erinnerung an die Befreiungskriege

Am 19.Oktober 1913 jähr­te sich die Völ­ker­schlacht bei Leip­zig zum hun­der­s­ten Mal. Es war für die Elber­fel­der Jugend­ver­ei­ne der Anlass, die­sem Ereig­nis, der Befrei­ung des Vater­lan­des, ein Denk­mal zu set­zen. Unter­stützt wur­den sie von August von der Heydt, der am Kies­berg ein Grund­stück stif­te­te, auf dem die Gedenk­säu­le errich­tet wur­de. Von dem Pla­teau, das heu­te leicht unter­halb des Ein­gangs zum Elber­fel­der Ehren­fried­hof liegt, hat­te man vor bald eben­falls hun­dert Jah­ren einen wun­der­vol­len Blick über die Stadt. Heu­te ist der Bereich zuge­wach­sen.


Das Denk­mal auf einer Foto­gra­fie unbe­kann­ten Datums. Der Adler auf der Bron­ze­ku­gel wur­de 1987 gestoh­len und zer­stört. Das Denk­mal wur­de offen­sicht­lich auch als “Jugend­wehr-Denk­mal” bezeich­net. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/19/15 (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Der Obe­lisk ist 7,60m hoch und wur­de von einem bron­ze­nen Adler gekrönt, der auf eine bron­ze­nen Kugel saß. Die­se Figur vom Frank­fur­ter Bild­hau­er Wil­liam Ohly wur­de 1987 geklaut und zer­stört, das Denk­mal wur­de beschmiert.


Der Obe­lisk heu­te.

Die Vor­der­sei­te

An der Vor­der­sei­te — dem Tal zuge­wandt — ist ein Eiser­nes Kreuz, von einem Eichen­kranz umge­ben, ange­bracht. Die Pla­ket­te unter­halb wur­de nach dem Zwei­ten Welt­krieg ange­fer­tigt.1 Sie trägt die Inschrift:

Den Opfern
der Welt­krie­ge
1914–1918
1939–1945”


An den Sei­ten sind zwei wei­te­re Inschrif­ten ange­bracht:

Zur Erin­ne­rung
an die Befrei­ung
des Vater­lands
1813.
Errich­tet von der
Jugend der Stadt
Elber­feld
1913.”

Die ande­re Inschrift lau­tet:

“Auf dem vom
Frei­herrn August
von der Heydt
aus die­sem Anlass
gestif­te­ten
Grund­stück”

 

Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation jüdischer Mitbürger vom Bahnhof Steinbeck

Am 6. Novem­ber 1988 errich­te­ten Bun­des­bahn und die Stadt Wup­per­tal auf dem (ver­blie­be­nen) Bahn­steig des Bahn­hofs Stein­beck ein Mahn­mal, das dar­an erin­nern soll, dass von die­sem Bahn­hof im Zwei­ten Welt­krieg über tau­send Wup­per­ta­ler Juden depor­tiert wur­den. Weni­ge Tage spä­ter jähr­te sich Reichs­pro­grom­nacht zum 50. Mal.



Der Obe­lisk ist zwei Meter hoch, misst an der Basis 50x50cm und wur­de von Hans Jür­gen Jun­ge, Gra­fi­ker der Bun­des­bahn Regio­nal­ab­tei­lung Düs­sel­dorf, ent­wor­fen. Geschaf­fen wur­de er von Aus­zu­bil­den­den des Gleis­bau­hofs Opla­den, die Tafeln wur­den in der Glo­cken­gie­ße­rei Petit & Gebr. Edel­b­rock in Gescher im Auf­trag der Stadt gegos­sen. Die vier Tafeln, die von Jun­ge nach einer Text­vor­ga­be der Stadt Wup­per­tal ent­wor­fen wur­den, tra­gen fol­gen­de Inschrif­ten:

Den Opfern zum Geden­ken”
“Den Leben­den zur Mah­nung”



Vom Bahn­hof
Wup­per­tal-Stein­beck
wur­den in den Jah­ren
1941 und 1942
über 1000
jüdi­sche Mit­bür­ger
depor­tiert
und damit
in den siche­ren
Tod geschickt”


Die vier­te Tafel lis­tet die Zie­le der Trans­port auf, aller­dings weiß man heu­te, dass nach Riga wohl kei­ne Wup­per­ta­ler Juden depor­tiert wur­den. Die Namen kün­den von einem grau­si­gem Ver­bre­chen, dass in Wup­per­tal sei­nen Anfang nahm.


Izbi­ca
Litz­mann­stadt
Minsk
Riga
The­re­si­en­stadt”


In den Gedenk­re­den vom Prä­si­den­ten der Bun­des­bahn­di­rek­ti­on Köln, Dr. Hanns Beck und der Wup­per­ta­ler Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Schulz wur­de der Hoff­nung Aus­druck ver­lie­hen, dass nie wie­der ähn­li­ches gesche­hen wer­de, dass nie wie­der Min­der­hei­ten dem Ter­ror und der Dis­kri­mi­nie­rung aus­ge­setzt sein wer­den. Lan­des­rab­bi­ner Abra­ham Hoch­wald erin­ner­te an die Uner­bitt­lich­keit der Juden­ver­fol­gung und beschloss die Ein­wei­hungs­fei­er mit einem deut­schen und jüdi­schem Gebet für alle Opfer der Gewalt. Vom Trio Pajke­le der Wup­per­ta­ler Musik­hoch­schu­le wur­de die Fei­er musi­ka­lisch gestal­tet. Unter ande­rem spiel­ten sie das Lied “Ss brent, Bri­der, ’ss brent”, dass Mord­c­hai Gebir­tig im Kra­kau­er Ghet­to schrieb, wo er am 4.Juli 1942 von deut­schen Sol­da­ten erschos­sen wur­de.1