Die Femlinde in den Barmer Anlagen

Die Lin­de in den Bar­mer Anla­gen ober­halb der Otto­stra­ße. (Bild ergänzt am 13.Juni 2012)

1893 erhielt der Bar­mer Dich­ter Emil Rit­ters­haus als Schöp­fer des West­fa­len­lie­des von der Stadt Dort­mund einen Lin­den­schöss­ling zum Geschenk. Es han­del­te sich dabei um einen Wur­zel­sproß der Dort­mun­der Fem­lin­de, die 1838 zum ers­ten Mal als “Vem­lin­de” erwähnt wur­de und deren “Ahnen” zum seit dem 13.Jahrhundert bekann­ten Feme­ge­richt in Dort­mund gehör­ten und damit Teil des höchs­ten Gerichts West­fa­lens waren. Emil Rit­ters­haus gab das Geschenk in die Obhut des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins, der die­se im Okto­ber 1894 unter­halb der Bar­mer Stadt­hal­le ein­pflanz­te.

Im Janu­ar 1903 bemüh­te sich Albert Heu­ser, Mit­glied im Vor­stand des BVV, um eine schüt­zen­de und zugleich künst­le­risch gestal­te­te Umzäu­nung der Fem­lin­de. Sein Antrag wur­de ver­tagt, da die Mehr­heit der Ansicht war, dass eine bereits vor­han­de­ne Kup­fer­plat­te mit Inschrift genüg­te. Anfang 1908 ver­an­lass­te Heu­ser schließ­lich gemein­sam mit dem Direk­tor der Kunst­ge­wer­be­schu­le Wer­del­mann ein Preis­aus­schrei­ben. Es gewann der Bild­hau­er Wil­helm Gies­ecke mit sei­nem Ent­wurf “Stein und Eisen”, der bekann­te Bar­mer Archi­tekt Peter Klotz­bach beleg­te mit zwei Ent­wür­fen die Plät­ze zwei und drei.
Die Fem­lin­de zwi­schen 1908 und 1914. Bild ent­nom­men aus der Fest­schrift: Ver­schö­ne­rungs­ver­ein zu Bar­men zum 50jährigen Jubi­lä­um am 8.Dezember 1914, S. 27.

Albert Heu­ser über­nahm anschlie­ßend die Kos­ten für die Aus­füh­rung des Ent­wurfs. Vier obe­lis­kar­ti­ge behaue­ne Begren­zungs­stei­ne umge­ben die Lin­de und wer­den von einem eiser­nen Band ver­bun­den.  Erhal­ten sind auch noch die Res­te von Bruch­stei­nen, die dem gro­ßen Stein mit der Inschrift vor­ge­la­gert waren. Die Gedenk­ta­fel wur­de im Zwei­ten Welt­krieg ein­ge­schmol­zen.  Ihre Inschrift lau­te­te:

Fem­lin­de
Wur­zel­spross
d. Dort­mun­der Fem­lin­de
Emil Rit­ters­haus
geschenkt z. Dank für sein
West­fa­len­lied
Hier gepflanzt im Okto­ber
1894”


Die Umfrie­dung heu­te. Die Stei­ne sind ein­ge­sun­ken. (Bild ergänzt am 13.Juni 2012) 

Als 1908 die Umfrie­dung gestal­tet wur­de, war die Lin­de 9,85 m hoch und hat­te einen Stamm­um­fang von 49cm. Heu­te ist der Schöss­ling von damals ein statt­li­cher Baum und mitt­ler­wei­le weit über 100 Jah­re alt.1


Die Spu­ren der alten Tafel sind noch zu erken­nen. (Bild ergänzt am 13.Juni 2012)

Zum Feme­ge­richt in Dort­mund sie­he:  Ein­trag „Feme“ in der Wiki­pe­dia.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Gedenktafel für Prof. Dr. Wilhelm Crecelius (1891)

Der Ber­gi­sche Geschichts­ver­ein stif­te­te im Jahr 1891 für sein Grün­dungs­mit­glied und lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den Prof. Dr. Wil­helm Cre­ce­li­us eine bron­ze­ne Gedenk­ta­fel, die in der Schlucht der alten Hardt rechts der Was­ser­falls ange­bracht wur­de.
Der Geehr­te wur­de 1828 in Hun­gen in der Wet­terau (Hes­sen) gebo­ren. Sein Vater, ein Steu­er­ein­neh­mer, ver­starb früh und sein Onkel in Mar­burg nahm sich des Jun­gen an. Cre­ce­li­us besuch­te das Mar­bur­ger Gym­na­si­um und bestand mit 17 Jah­ren mit sehr guten Noten sein Abitur in Gie­ßen. Dort stu­dier­te er anschlie­ßend Theo­lo­gie und Phi­lo­lo­gie und bestand 1848 die Prü­fung für das höhe­re Lehr­amt. Er arbei­te­te dann ein Jahr als Leh­rer am Groß­her­zog­li­chen Gym­na­si­um in Gie­ßen und pro­mo­vier­te dort zum Dok­tor der Phi­lo­lo­gie. 1856 kam er nach eini­gen ande­ren Anstel­lun­gen an das huma­nis­ti­sche Gym­na­si­um in Elber­feld. Wäh­rend er hier lehr­te, ver­fass­te er zahl­rei­che wis­sen­schaft­li­che Auf­sät­ze und Abhand­lun­gen und bekam dar­auf­hin den Pro­fes­so­ren-Titel ver­lie­hen.
Am 13.Juni 1863 grün­de­te er gemein­sam mit dem Pas­tor K.Krafft, dem Archi­var Dr.Harleß aus Düs­sel­dorf und dem Gym­na­si­al­di­rek­tor Dr. W.Bouterwek den Ber­gi­schen Geschichts­ver­ein, des­sen Vor­sitz er nach dem Tod Bou­ter­weks 1868 über­nahm. Er küm­mer­te sich um die Ver­voll­stän­di­gung der Biblio­thek des Ver­eins und mach­te sich um die Erfor­schung der Ber­gisch-Nie­der­rhei­ni­schen Geschich­te ver­dient. Seit 1958 ver­gibt der BGV die Cre­ce­li­us-Medail­le für beson­de­re Ver­diens­te um die Ber­gi­sche Geschichts­for­schung. Am 13.Dezember 1889 ver­starb Prof. Dr. Cre­ce­li­us.
Die Gedenk­ta­fel für Prof. Dr. Wil­helm Cre­ce­li­us auf der alten Hardt. Samm­lung Unte­re Denk­mal­be­hör­de.

Die Inschrift der Tafel, die bei der Gie­ße­rei Lauch­ham­mer gegos­sen wur­de, lau­te­te:

Dem um die Erfor­schung
der Geschich­te des ber­gi­schen Lan­des
hoch­ver­dien­ten
Prof. Dr. Wil­helm Cre­ce­li­us
geb. den 18.Mai 1828, gest. den 13.Decbr. 1889
der Ber­gi­sche Geschichts­ver­ein.”


Im Zwei­ten Welt­krieg ging die Tafel ver­lo­ren. 1951 wid­me­te der BGV Cre­ce­li­us eine neue Gedenk­ta­fel an sei­nem Grab auf dem luth. Fried­hof Hoch­stra­ße.1

Der Bleicherbrunnen auf dem Wupperfelder Markt

Der Blei­cher­brun­nen im August 2011 auf dem Wup­per­fel­der Markt.

Der 21.Mai 1884 war der Tag vor Chris­ti Him­mel­fahrt und der Tag, an dem Fried­rich von Eynern als Ver­tre­ter der Wup­per­fel­der Bür­ger­schaft den neu­en Blei­cher­brun­nen fei­er­lich in die Obhut der Stadt Bar­men über­gab. Ober­bür­ger­meis­ter Fried­rich Wil­helm Wen­ger, Bür­ger­meis­ter Johan­nes Gus­tav Brod­zi­na, meh­re­re Stadt­ver­ord­ne­te und eine gro­ße Men­schen­men­ge nah­men an der Fei­er teil. Die nöti­gen Mit­tel (6000 Mark) hat­ten die Wup­per­fel­der aus den Über­schüs­sen der Ver­mie­tung des “Wup­per­fel­der Bür­ger­haus’” an der Wup­per­fel­der Stra­ße Nr.2 gewon­nen. Die Ent­schei­dung zur Errich­tung des Brun­nens durch die Ver­wal­tung des Bür­ger­hau­ses wur­de am 22.Juni 1883 getrof­fen, eine Idee, die erst durch die am 5.Mai 1883 erfolg­te zen­tra­le Ver­sor­gung Bar­mens mit Ruhr­was­ser durch das Was­ser­werk Vol­mar­stein ermög­licht wur­de. Der Brun­nen sym­bo­li­sier­te somit nicht nur für die Tra­di­ti­on der Blei­cher, son­dern auch die moder­ne städ­ti­sche Was­ser­ver­sor­gung.


Der Blei­cher auf der Spit­ze des Brun­nens von Fried­rich Küst­hardt d.Ä.

Die Figur des Blei­chers erin­nert dar­an, dass das von Her­zog Johann von Berg erteil­te Pri­vi­leg der Garn­nah­rung die Grund­la­ge für die Ent­wick­lung der blü­hen­den Tex­til­in­dus­trie des Wup­per­tals war. Mit der Schau­fel, “Güte“1genannt,  schleu­der­ten die Blei­cher das Wup­per­was­ser auf die zum Blei­chen aus­ge­leg­ten Tuche auf den Wup­per­wie­sen. Den Rest der Arbeit über­nah­men dann die Son­nen­strah­len.

Den drei­stu­fi­gen Blei­cher­brun­nen, bei dem von der Brun­nen­säu­le aus fei­nen Düsen das Was­ser in die Scha­len läuft, ent­warf Stadt­bau­meis­ter Carl Win­chen­bach. Zusätz­lich fließt aus den Mäu­lern der Del­phi­ne am unte­ren Teil Was­ser in das unters­te baro­cke Becken. Der Blei­cher und die wei­te­ren Stein­metz­ar­bei­ten wur­den vom Hil­des­hei­mer Bild­hau­er Fried­rich Küst­hardt d.Ä. geschaf­fen.


Was­ser­spu­cken­de Del­fi­ne.

1884 befand sich der Stand­ort des Brun­nens auf der ande­ren Sei­te der Ber­li­ner Stra­ße, die damals noch nicht so breit aus­ge­baut war wie heu­te. 1954 ver­setz­te man den Brun­nen im Zuge der Stra­ßen­bau­ar­bei­ten an sei­nen heu­ti­gen Stand­ort auf dem Wup­per­fel­der Markt. Die Kos­ten dafür über­nahm die Fir­ma Bart­hels-Feld­hoff anläss­lich ihres 125jährigen Bestehens. Thil. Bart­hels hat­te sich schon 1884 für den Bau des Brun­nens ein­ge­setzt.
1966/67 muß­te der Brun­nen auf­grund der Beschä­di­gun­gen durch die Umwelt­ein­flüs­se zum ers­ten Mal restau­riert wur­de, signi­fi­kan­ter­wei­se zehn Jah­re nach dem Aus­bau der Ber­li­ner Stra­ße. Der Bild­hau­er Joa­chim Wolf-Mül­ler führ­te die Restau­rie­rung durch. 1977 — zur 450-Jahr­fei­er der Garn­nah­rung — über­gab der IHK-Prä­si­dent Dr.Salzer Ober­bür­ger­meis­ter Gott­fried Gur­land einen Beu­tel mit 861 blan­ken Mark­stü­cken zur Erin­ne­rung an die gol­de­nen Gul­den, mit denen das Pri­vi­leg von den Blei­chern gekauft wor­den war. Ergänzt wur­de das Geschenk um einen Scheck in Höhe von 8.610 DM zur erneu­ten Über­ho­lung des Brun­nens.2


Aus den Del­fin­köp­fen floss im Som­mer 2011 kein Was­ser mehr.

Anfang Janu­ar 1992 begann dann im Anschluss an die Neu­ge­stal­tung des Plat­zes die bis­lang letz­te Restau­rie­rung des Brun­nens, die Kos­ten betru­gen stol­ze  100.000 DM.3 Dafür wur­de der Brun­nen von der Fir­ma Bouil­lon-Bau aus Dort­mund in 39 Ein­zel­tei­le zer­legt und in Dort­mund fach­ge­recht saniert. Mit Hil­fe des “Steiner­gän­zungs­ver­fah­rens”, bei dem mit­hil­fe eines Pul­vers, das mit Was­ser ver­rührt wird, die Bau­sub­stanz wie­der her­ge­stellt wird, wur­den auch Bau­sün­den der vor­he­ri­gen Restau­rie­run­gen besei­tigt. Man hat­te damals vor­nehm­lich mit Beton die Schad­stel­len behan­delt.4 Am 5.Mai 1992 war der Blei­cher­brun­nen wie­der kom­plett und saniert auf dem Wup­per­fel­der Markt zu fin­den5 und am 11.Juli 1992 wur­de der Brun­nen dann mit einem Fest  von Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Kraus wie­der ein­ge­weiht.6


Drei Reliefs der deutschen Kaiser am Cronenberger Dreikaiserturm

1888 konn­ten die Cro­nen­ber­ger end­lich ihre Was­ser­ver­sor­gung moder­ni­sie­ren und einen eige­nen Was­ser­turm in Betrieb neh­men. Die­ser stand am Neu­en­haus und wur­de am 26.Oktober 1888 ein­ge­weiht. Sein Was­ser erhielt er von einer Pump­sta­ti­on am Burg­holz­bach.1


Blick auf das Neu­en­hau­ser Frei­bad, die Sam­ba­tras­se mit einem Son­der­zug und dem Drei­kai­ser­turm auf Neu­en­haus. Die­ses Bild schoss am 29.Mai 1950 der Wup­per­ta­ler Foto­graf und “Alt­meis­ter der Eisen­bahn­fo­to­gra­fie” Carl Bel­lin­grodt, für den 2009 an der Sie­ges­stra­ße Nr. 94 eine Gedenk­ta­fel errich­tet wur­de. Das Bild stammt aus der Samm­lung Brin­ker und wur­de freund­li­cher­wei­se zur Ver­fü­gung gestellt. Mehr his­to­ri­sche Auf­nah­men von der Cro­nen­ber­ger Eisen­bahn gibt es bei bahnen-wuppertal.de

Am 12.Dezember 1888 ent­schied dann der Stadt­rat Cro­nen­bergs die Kai­ser des Drei­kai­ser­jah­res, in dem der Neu­en­hau­ser Was­ser­turm  errich­tet wor­den war, mit Reli­ef­bild­nis­sen zu ehren. Im Sit­zungs­pro­to­koll fin­det sich die Begrün­dung des Vor­sit­zen­den:

“Mit Rück­sicht dar­auf, daß der Was­ser­turm und das Was­ser­werk in dem 3 Kai­ser­jahr 1888 errich­tet und Cro­nen­berg bei sei­ner drü­cken­den Lage an die Errich­tung eines beson­de­ren Kai­ser­denk­mals nicht den­ken kön­ne, schlug der Vor­sit­zen­de vor, den Turm mit 3 Kai­ser­re­liefs schmü­cken und dem­sel­ben den Namen 3 Kai­ser­turm bei­zu­le­gen.“2
Der Vor­sit­zen­de dürf­te der Bür­ger­meis­ter Otto Bock gewe­sen sein. Man beauf­trag­te anschlie­ßend den Düs­sel­dor­fer Bild­hau­er Leo Müsch mit Aus­füh­rung von drei Ter­ra­kot­ta-Medail­lons, für die der Abge­ord­ne­te Rumpff von Schloss Aprath 200 Mark stif­te­te. Müsch schuf spä­ter auch den Jubi­lä­ums­brun­nen in Elber­feld.
Die drei Reli­efs von Kai­ser Fried­rich III (1831 — 15. Juni 1888), Kai­ser Wil­helm I. (1797 — 9. März 1888) und Kai­ser Wil­helm II (1859 — 1941) (v.l.n.r) am Drei­kai­ser­turm in Cro­nen­berg-Neu­en­haus. ent­nom­men aus: Gene­ral-Anzei­ger vom 24.02.1966.

Bis 1966 dien­te der Was­ser­turm der Was­ser­ver­sor­gung Cro­nen­bergs. Da er bau­fäl­lig wur­de, ersetz­te man ihn am 26.Februar 1966 durch eine neben­an errich­te­te Pump­sta­ti­on. Im Juni 1966 wur­de der Drei­kai­ser­turm dann abge­tra­gen. Die drei Reli­efs kamen um 1977 zum His­to­ri­schen Zen­trum, ver­fie­len dort aber, bevor ein neu­er Ver­wen­dungs­zweck gefun­den wer­den konn­te.3Ergän­zung vom 14.März 2012:


Die Reli­efs im His­to­ri­schen Zen­trum von rechts. Bild ent­nom­men aus: Neue Rhein Zei­tung / Wup­per­ta­ler Tage­blatt vom 3.6.1977.

Kai­ser Fried­rich III., Kai­ser Wil­helm II. und Kai­ser Wil­helm I. von links. Bild ent­nom­men aus: Gene­ral-Anzei­ger vom 22.4.1977.

Die­se Post­kar­te gibt einen klei­nen Ein­druck des Drei­kai­ser­turms. (Bild ergänzt am 14. April 2015.)

 

Brunnen von Julius Seyd am Neuenteich

1879 stif­te­te der ehe­ma­li­ge Elber­fel­der Bür­ger Juli­us Seyd dem Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein den Brun­nen “Die strei­ten­den Kna­ben.” Vier Jah­re spä­ter (1883), so ist der Fest­schrift des Ver­schö­ne­rungs­ver­ei­nes von 1895 zu ent­neh­men, stif­te­te Juli­us Seyd einen zwei­ten, grö­ße­ren Spring­brun­nen, der “auf dem acht­ecki­gen Platz neben dem vor­ma­li­gen Neu­en­tei­cher Stein­bru­che” auf­ge­stellt wur­de. Die­se Bemer­kung in der Fest­schrift ist die ein­zi­ge Quel­le für die Exis­tenz die­ses Brun­nens, eine Abbil­dung exis­tiert nicht.1

Sandsteinfiguren der Erzväter Abraham, Isaak und Jacob

Die drei Erz­vä­ter Isaak, Abra­ham und Jakob. (v.l.n.r.)

In einem Gar­ten in Rons­dorf, zwi­schen Eli­as-Eller-Stra­ße und Mons­ch­au­stra­ße, fin­den sich die ältes­ten bekann­ten und noch exis­tie­ren­den Bewei­se für die künst­le­ri­sche Aus­ge­stal­tung der Stadt durch ihre Bür­ger. Um 1747, so wird ver­mu­tet, ließ Johann Bolck­haus im Gar­ten sei­nes neu­en Hau­ses drei Sand­stein­fi­gu­ren errich­ten, die die Erz­vä­ter Abra­ham, Isaak und Jakob dar­stel­len sol­len. Johann Bolck­haus war der Stief­sohn und Nach­fol­ger des Rons­dor­fer Stadt­grün­ders Eli­as Eller. Der Künst­ler die­ser Skulp­tu­ren und das Datum ihrer Ent­ste­hung liegt im Dun­kel der Geschich­te.


Isaak.

Abra­ham.

Inschrift an der Plin­the (über dem Sockel)

Jacob

Die Inschrift an der Plin­the.

Alle drei Figu­ren sind Män­ner mit lan­gen Bär­ten und wal­len­den Gewän­dern, die Schrift­rol­len bei sich tra­gen, die mitt­le­re Figur (Abra­ham) scheint dar­aus zu rezi­tie­ren.

Irgend­wann nach­dem die Figu­ren auf­ge­stellt wor­den waren, wur­den sie in der Erde des Gar­tens ver­gra­ben. 1860 fand sie Johann Hein­rich Braun, der Grund­stück und Haus erwor­ben hat­te, wel­ches des­halb auch als Braun’sches Anwe­sen bekannt war. Braun stell­te die Figu­ren wie­der im Gar­ten auf. 1980 wur­den sie restau­riert, mitt­ler­wei­le ist der Sand­stein wie­der stark in Mit­lei­den­schaft gezo­gen.1

Ich bedan­ke mich den Eigen­tü­mern für die Erlaub­nis die Erz­vä­ter zu foto­gra­fie­ren.

Update 05. März 2016:


Der “Hei­li­ge Berg” Wup­per­tals hat neue Bewoh­ner.

Seit Okto­ber 2015 haben die Erz­vä­ter ein neu­es Domi­zil auf der Wie­se vor der Kapel­le des Theo­lo­gi­schen Zen­trums auf der Hardt bezo­gen. Gemäß der Pres­se­mit­tei­lung ver­mu­tet man nun ihre Ent­ste­hung um 1620 in Fran­ken, die genaue Bedeu­tung der Figu­ren bleibt aber im Dun­keln. Die Inter­pre­ta­ti­on der Kirch­li­chen Hoch­schu­le sieht nun wie folgt aus:


Abra­ham, den alle mono­the­is­ti­schen Reli­gio­nen ehren, steht am wich­tigs­ten Ort vor der Kapel­le und ver­weist mit sei­ner Schrift­rol­le auf den Segen für alle Völ­ker, den Gott ihm ver­sprach (Gen 12,3). Isaak steht ruhig hin­ter ihm, weil die Geschich­te des Lebens unter Got­tes Segen Gelas­sen­heit braucht. Und Jacob schrei­tet mun­ter aus, als sei er unter­wegs nach Bethel, um die Him­mels­lei­ter zu sehen; dem Leben unter dem Segen eig­net Bewe­gung und Got­tes­be­geg­nung.“2


Detail­an­sicht

Zwei von drei Erz­vä­tern

Die Erz­vä­ter wur­den der Kirch­li­chen Hoch­schu­le zum Geschenk gemacht, ein Mäzen ermög­lich­te die Über­füh­rung von Rons­dorf auf die Hardt.


Das Elberfelder Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1864, 1866 und 1870/71

Die Ein­wei­hung des Krie­ger­denk­mals auf dem Königs­platz, dem heu­ti­gen Lau­ren­ti­us­platz am 30.Juli 1881. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/8/29

Am 30.Juli 1881 konn­ten die Bür­ger Elber­felds ihr Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen der Krie­ge von 1864, 1866 und 1870/71 ein­wei­hen. Die Anteil­nah­me war groß, wie auf der oben zu sehen­den Foto­gra­fie zu erken­nen ist. Mili­tä­ri­sche und patrio­ti­sche Ver­ei­ne kamen mit ihren Fah­nen und Uni­for­men auf den Königs­platz (heu­te Lau­ren­ti­us­platz), Musik­corps spiel­ten auf und auch Gesang­ver­ei­ne steu­er­ten ihren Teil zur Fei­er bei. Als Ehren­gäs­te waren der Ober­prä­si­dent der Rhein­pro­vinz, Moritz von Bar­dele­ben, der Bild­hau­er Wil­helm Alber­mann, sowie Ver­tre­ter der Stadt und der Kir­chen zuge­gen. Ober­bür­ger­meis­ter Jae­ger über­nahm das Denk­mal nach der fei­er­li­chen Ent­hül­lung in die Obhut der Stadt. Für die Hono­ra­tio­nen folg­te ein Fest­essen im nahen Kasi­no­saal, wäh­rend das Volk auf den Stra­ßen der präch­tig illum­nier­ten Stadt fei­er­te.


Abbil­dung des Denk­mals auf einer kolo­rier­ten Post­kar­te, die am 22.August 1903 beschrie­ben wur­de. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.6

Bereits im Deutsch-Däni­schen Krieg und im Deut­schen Krieg waren in Elber­feld Gefal­le­ne zu bekla­gen, zugleich ent­stand der Wunsch die­sen ein Denk­mal zu errich­ten, um sie zu ehren. Man begann für ein Denk­mal Gel­der zu sam­meln, bis der Aus­bruch des Deutsch-Fran­zö­si­schen Krie­ges die Auf­merk­sam­keit der Zeit­ge­nos­sen bean­spruch­te. Nach­dem die­ser erfolg­reich been­det wor­den war, ent­schloss man sich, ein gemein­sa­mes Denk­mal für die Gefal­le­nen der Krie­ge zu errich­ten und setz­te die Samm­lung fort.

Im Okto­ber 1875 ver­an­stal­te­te das Denk­mal-Komi­tee unter dem Vor­sitz des Com­mer­zi­en­rats Moritz Simons eine Aus­stel­lung im Gar­ten­saal der Schüt­zen­ge­sell­schaft am Brill, in der 30 Model­le und eini­ge Zeich­nun­gen der für den Wett­be­werb um die Errich­tung des Denk­mals ein­ge­gan­ge­nen Ent­wür­fe gezeigt wur­den.


Foto­gra­fie des Denk­mals, die offen­sicht­lich bear­bei­tet wur­de, da die Lau­ren­ti­us­kir­che im Hin­ter­grund teil­wei­se abge­schnit­ten ist. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/8/31

Als Sie­ger ging dar­aus schließ­lich der Ent­wurf des Köl­ner Bild­hau­ers Wil­helm Alber­mann her­vor. Sein Denk­mal bestand aus einem ter­ras­sen­ar­ti­gen Unter­bau, auf den ein brei­ter Sockel folg­te. Dar­auf erhob sich das Pos­ta­ment der alle­go­ri­schen Haupt­fi­gur Ger­ma­nia. Sie trägt wal­len­de Gewän­der, eine Kro­ne auf dem Haupt und hält ihr schüt­zen­de Hand über den Sol­da­ten, die auf dem Sockel an das Pos­ta­ment gelehnt sit­zen. Sie stel­len den Kampf und den Sieg dar. Der lin­ke Sol­dat ist bar­häup­tig und sitzt auf einem Kano­nen­rohr, eine Fah­ne im Arm. Mit der lin­ken Hand greift er an sein Herz. Auf der ande­ren Sei­te sitzt ein Sol­dat in vol­ler Uni­form, mit der Pickel­hau­be auf dem Kopf, die Hän­de grei­fen zu Sei­te, mög­li­cher­wei­se zum Schwert. Die Inschrift auf dem Pos­ta­ment der Ger­ma­nia lau­te­te:


Den
in den Krie­gen
von 1864,1866
1870/71
für das Vater­land
gefal­le­nen
tap­fe­ren Söh­nen
Elber­felds
aus Dank­bar­keit
gewid­met
von den Bür­gern
die­ser Stadt”


Das Denk­mal auf dem Lau­ren­ti­us­platz. Bild ent­nom­men aus: Deutsch­lands Städ­te­bau, Elber­feld, bear­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben von Stadt­bau­rat Koch, “DARI”, Ber­lin 1928, S.12. (Bild ergänzt am 07.09.2012)

55.000 Gold­mark waren für die Her­stel­lung des Denk­mals anfangs ver­an­schlagt, im April 1877 teil­te Wil­helm Alber­mann mit, dass die Kos­ten bei 80.000 Mark lägen. Alber­mann wur­de vom Denk­mal-Komi­tee auf­ge­for­dert Kos­ten zu spa­ren und konn­te durch eine Ver­än­de­rung der Mate­ria­li­en die Kos­ten auf 70.000 Mark drü­cken. Am 20.Januar 1879 wur­de schließ­lich der Ver­trag geschlos­sen und der Bild­hau­er begann mit der Arbeit. Die Bron­ze­fi­gu­ren wur­de in der Kunst­gie­ße­rei Lauch­ham­mer im gleich­na­mi­gen Ort in Sach­sen gegos­sen.


Die­se Foto­gra­fie des Denk­mals zeigt die gesam­te Anla­ge des Denk­mals. Neben der schmie­de­ei­ser­nen Ein­fas­sung sind auch zwei Kano­nen zu sehen, die dem Denk­mal zur Sei­te gestellt wur­den. Dem auf­merk­sa­men Beob­ach­ter fällt auf, dass das Denk­mal spie­gel­ver­kehrt ist und dass die Sze­ne­rie die Vor­la­ge für die oben gezeig­te kolo­rier­te Post­kar­te ist. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/8/33

Eine wei­te­re Auf­nah­me des Denk­mals. (Bild ergänzt am 23.1.15)

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de das Denk­mal zer­stört.1


Die streitenden Knaben

Der ange­se­he­ne Kauf­mann und ehe­ma­li­ge Elber­fel­der Bür­ger Juli­us Seyd schenk­te dem Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein im Jahr 1879 eine Figu­ren­grup­pe des Bild­hau­ers Gus­tav Eber­lein. Die aus Zink­guß gefer­tig­ten “strei­ten­den Kna­ben” soll­ten im alten Stein­bruch auf der Hardt als Spring­brun­nen die­nen. Im Werks­ver­zeich­nis Eber­leins taucht die Figu­ren­grup­pe unter dem Titel “Kna­ben, um eine Gans strei­tend” auf und wird auf das Jahr 1873 datiert. Damals war Eber­lein auf­grund finan­zi­el­ler Sor­gen gezwun­gen von sei­nen Arbei­ten meh­re­re Kopi­en zu ver­kau­fen.1


Die strei­ten­den Kna­ben, laut dem Bei­blatt “um 1880”. Es ist aber unklar, ob damit das Jahr der Foto­gra­fie gemeint ist, oder das Datum der Auf­stel­lung der Figu­ren. Zu sehen sind die bei­den Kna­ben auf einem Fels­stein, der wie­der­um in einem klei­nen was­ser­ge­füll­ten Becken steht. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/9/9

Die­se Post­kar­te wur­de 1918 abge­stem­pelt. Es ist aber unklar, wel­ches Bild älter ist. Auch hier ste­hen die Kna­ben um die Gans strei­tend auf einem Fel­sen. Das Was­ser­be­cken ist von Fels­ge­stein gesäumt. Auf der lin­ken Sei­te der Foto­gra­fie ist im Hin­ter­grund das Wil­berg-Denk­mal zu sehen. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/9/80

Wie an den Bil­der ersicht­lich, wur­de die Anla­ge min­des­tens ein­mal umge­stal­tet, mög­li­cher­wei­se wur­de auch der Stand­ort gewech­selt. Der Brun­nen ist heu­te nicht mehr vor­han­den.

Erste Gedenktafel zur Erinnerung an die Reformierte Amtsschule

Am 22.August 1879 fei­er­te die Refor­mier­te Bar­mer Amts­schu­le ihr 300jähriges Bestehen mit einer gro­ßen Fei­er, bei der auch eine Gedenk­ta­fel am Schul­ge­bäu­de in der Con­cordien­st­ra­ße Nr. 7 ange­bracht wur­de. Die Fei­er­lich­kei­ten began­nen mit einer Anspra­che von Pas­tor Bol­huis, dann folg­te ein Über­blick über die Geschich­te der Schu­le von Haupt­leh­rer Geld­erblom. Stadt­schul­in­spek­tor Wind­rath über­brach­te anschlie­ßend die Grü­ße der Stadt Bar­men und ent­hüll­te die Tafel:
Abbil­dung der ver­lo­re­nen gegan­ge­nen ers­ten Gedenk­ta­fel zur Erin­ne­rung an die Refor­mier­te Amts­schu­le, ent­nom­men aus: Fest­schrift zum 350jährigen Jubi­lä­um des Bar­mer Gym­na­si­ums, her­aus­ge­ge­ben von Ober­stu­di­en­rat Prof. Boh­le, Bar­men 1929, S.33.

Auf wei­ßem Mar­mor stand mit gol­de­ner Schrift die Inschrift:

Anno 1579
am letz­ten Augus­tus
wur­de die Amts­schu­le von den
Bewoh­nern Bar­mens
als ers­te Schu­le des Ortes
gegrün­det.
Nach 300jährigem segens­rei­chem Bestehen errich­te­ten
die Nach­kom­men am Tage der Jubel­fei­er
die­se Gedenk­ta­fel.”


Die ers­te Schu­le Bar­mens wur­de gegrün­det, als die Bar­mer Blei­che­rei­en zu eini­gem Wohl­stand gekom­men waren und die Bür­ger es als nach­tei­lig emp­fan­den, ihre Kin­der nach Elber­feld auf die Schu­le zu schi­cken. Sie sand­ten eine Bitt­schrift an ihre “Amts- und Pfand­frau”, die Grä­fin Franz von Wal­deck, und baten um die Erlaub­nis zur Errich­tung einer eige­nen Schu­le. Die Grä­fin sah die Mög­lich­keit bereits den Kin­dern den refor­mier­ten Glau­ben näher zu brin­gen und schenk­te der Schu­le die benö­tig­ten Län­de­rei­en, die zwi­schen dem Dör­ner Hof im Wes­ten und der Gemar­ker Stra­ße im Osten lagen und im Nor­den vom Müh­len­gra­ben und im Süden von der Wup­per begrenzt wur­den. Auf die­sem “Schul­kämp­chen” konn­te sich der Leh­rer eine Kuh hal­ten.
Das Schul­ge­bäu­de wur­de zwi­schen dem Werth und der Zwing­li­stra­ße in der Nähe des Alten Markts errich­tet. Es bil­de­te mit sei­nem Türm­chen, der Glo­cke und der Uhr als ers­tes öffent­li­ches Gebäu­de Bar­mens den Mit­tel­punkt der fol­gen­den Bebau­ung. Neben kirch­li­chem und schu­li­schem Unter­richt fan­den hier auch Gerichts­ver­hand­lun­gen statt. 1625 (im 30jährigen Krieg) wur­de das Gebäu­de von Räu­ber­ban­den aus den Wäl­dern im Nor­den in Brand gesteckt und zer­stört. Der Unter­richt muss­te nun in ver­schie­de­nen, ange­mie­te­ten Räu­men statt­fin­den. Erst 1661 konn­te für die Schu­le wie­der ein eige­nes Gebäu­de in der Suchard­stra­ße ange­mie­tet wer­den, das 1781 durch einen Neu­bau ersetzt wur­de. 1823 ent­stand dann das neue, statt­li­che Schul­ge­bäu­de an der Con­cordien­st­ra­ße, an dem die­se Tafel 1879 befes­tigt wur­de.

Am 1.April 1921 wur­de die Refor­mier­te Bar­mer Amts­schu­le wegen zu gerin­ger Schü­ler­zah­len geschlos­sen, Schul­ge­bäu­de und Gedenk­ta­fel exis­tie­ren nicht mehr.Im Sep­tem­ber 1979 wur­de eine zwei­te Gedenk­ta­fel für die Refor­mier­te Bar­mer Amts­schu­le an der Gemar­ker Kir­che ange­bracht.1

Standbild der Diana auf der Friedenshöhe

Im April 1879 wur­de auf dem Dia­na­platz auf der Frie­dens­hö­he im Wald am Freu­den­berg  auf einem 2,25 Meter hohen Pos­ta­ment ein Stand­bild der römi­schen Göt­tin Dia­na auf­ge­stellt. Die­ser Platz ist heu­te kaum noch erkenn­bar, aber auf alten Kar­ten ver­zeich­net. Er liegt ober­halb der Kron­prin­zen­al­lee (sie­he Kar­te am Ende des Ein­trags). Die eben­falls 2,25 Meter hohe Sta­tue war dem Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein von August Frei­herr von der Heydt geschenkt wor­den. Her­ge­stellt wur­de sie im Ate­lier A.Castner und Komp. in Ber­lin als Zink­guß, der anschlie­ßend einen mar­mor­ar­ti­gen Anstrich erhielt. Als Vor­bild dien­te die Dia­na von Ver­sailles. Das Pos­ta­ment hat­te Bau­rat Kay­ser ent­wor­fen.1


Das Stand­bild der Dia­na auf der Frie­dens­hö­he, eine Kopie der Dia­na von Ver­sailles. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.6.

Dia­na von Ver­sailles im Lou­vre, Wiki­pe­dia. foto­gra­fiert von Marie-Lan Nguy­en (Janu­ar 2005)

Die Dia­na von Ver­sailles ist eine römi­sche Mar­mor­sta­tue, die im 1. oder 2.Jahrhundert n.Chr. ihrer­seits als Kopie einer grie­chi­schen Bron­ze­sta­tue ent­stand. Das Ori­gi­nal wur­de um 325 v.Chr. vom grie­chi­schen Bild­hau­er Leo­cha­res geschaf­fen und war dem­nach der grie­chi­schen Göt­tin Arte­mis gewid­met, dem Pen­dant zur römi­schen Dia­na. Nach­dem die Sta­tue in Ita­li­en ent­deckt wur­de, schenk­te sie Papst Paul IV. 1556 dem fran­zö­si­schen König Hen­ry II., heu­te fin­det sich die Sta­tue unter dem Tiel “Arte­mis Chas­seres­se” (Die jagen­de Arte­mis) im Pari­ser Lou­vre.2


Die leicht über­le­bens­gro­ße Diana/Artemis trägt eine Tuni­ka und ist als Schüt­ze­rin des Wil­des und nicht als Jagd­göt­tin fest­ge­hal­ten. Sie stellt sich vor einen unter­le­bens­gro­ßen Hirsch, des­sen Geweih sie mit der lin­ken Hand hält, wäh­rend sie mit der rech­ten nach den Pfei­len in ihrem Köcher greift. Einen Bogen hat sie nicht. 1937 wird sie als noch vor­han­den in einer Lis­te der Ber­gisch-Mär­ki­schen Zei­tung (vom 05.03.1937) auf­ge­führt. Bei einer Bestands­auf­nah­me 1956 war nur noch das Pos­ta­ment vor­han­den, wel­ches 1959 ent­fernt wur­de.3


Ergän­zung vom 14.März 2012:
Kar­ten­aus­schnitt der Anla­gen an der Frie­dens­hö­he. Im Zen­trum die­ses Aus­schnitts ist der Dia­na-Platz zu sehen. Die Stra­ße im Osten ist die Rons­dor­fer Stra­ße, davon abzwei­gend die heu­ti­ge Kron­prin­zen­str. Anla­gen Frie­dens­hö­he, Städ­ti­sche Park­ver­wal­tung Elber­feld 1913. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, Kar­ten­si­gna­tur 30/73.