Bernhard-Letterhaus-Ehrengrab

Das Ehren­grab.

Am 1. Novem­ber 2010 weih­te die Kir­chen­ge­mein­de St. Anto­ni­us auf dem Fried­hof an der Schüt­zen­stra­ße ein Ehren­grab für den Wup­per­ta­ler Wider­stands­kämp­fer Bern­hard Let­ter­haus ein.1 Es ist das jüngs­te Denk­mal für Let­ter­haus, an den bereits ein Gedenk­stein, zwei Gedenkt­fa­len und ein Reli­ef erin­nern und nach­dem eine Schu­le und eine Stra­ße benannt ist. Daher wird an die­ser Stel­le auf eine Erläu­te­rung der Per­son ver­zich­tet und ver­wie­sen auf

Der Gedenk­grab­stein.

Die Inschrift des Grab­steins lau­tet:

 “Ihr sollt mei­ne Zeu­gen sein”
Zum Geden­ken an
Bern­hard Let­ter­haus
Mar­ty­rer des 20.Jahrhunderts
geb. 10.7.1894 in Hecking­hau­sen
Wegen Wider­stand gegen
das NS-Regimes
am 14.11.1944
in Ber­lin hin­ge­rich­tet”

Bernhard-Letterhaus-Gedenktafel in der Kirche St. Johann Baptist

Am 6. Novem­ber 1999 wur­de in der Ober­bar­mer Kir­che St. Johann Bap­tist durch den Weih­bi­schof Dr. Klaus Dick eine Gedenk­ta­fel für den in die­ser Kir­che getauf­ten Wider­stands­kämp­fer Bern­hard Let­ter­haus ein­ge­weiht. Sie wur­de neben dem Ein­gang der Tauf­ka­pel­le ange­bracht. Weni­ge Tage spä­ter, am 14. Novem­ber 1999 jähr­te sich der gewalt­sa­me Tod Let­ter­haus’ zum 55.Mal.1


Links die Gedenk­ta­fel für Bern­hard Let­ter­haus.

Emil Bern­hard Let­ter­haus wur­de am 10.Juli 1894 in Bar­men gebo­ren. Sein Vater war Schuh­ma­cher­meis­ter und das Eltern­paar streng katho­lisch. Er absol­vier­te die Volks­schu­le, anschlie­ßend eine Leh­re als Band­wir­ker und ging dann an die Preu­ßi­sche Höhe­re Fach­schu­le für Tex­til­in­dus­trie, wo er zum Tex­til­tech­ni­ker aus­ge­bil­det wur­de. Im Ers­ten Welt­krieg erlitt er meh­re­re Ver­wun­dun­gen und erhielt das Eiser­ne Kreuz I.Klasse. 1920 ging er zum Zen­tral­ver­band der christ­li­chen Tex­til­ar­bei­ter nach Düs­sel­dorf und bil­de­te sich an der Staat­li­chen Fach­schu­le für Wirt­schaft sowie in eige­nen Stu­di­en fort. 1927 kam er zum West­deut­schen Ver­band der katho­li­schen Arbei­ter­ver­ei­ne, 1928 wur­de er Abge­ord­ne­ter im Rhei­ni­schen Pro­vin­zi­al­land­tag und im Preu­ßi­schen Land­tag für den Wahl­kreis Düs­sel­dorf-Ost, den er als Mit­glied der katho­li­schen Zen­trums­par­tei gewann. Bereits Anfang Sep­tem­ber 1930 rief er als Vize­prä­si­dent des Deut­schen Katho­li­ken­ta­ges zur Abwehr der NSDAP auf. Nach­dem die­se 1933 die Regie­rungs­ge­walt über­nom­men hat­te, warb er in katho­li­schen Krei­sen für den Wider­stand gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus. Bis 1939 ver­lor er peu á peu sei­ne Beschäf­ti­gungs­fel­der in kirch­li­chen Ver­ei­nen und Orga­nen, da die­se ver­bo­ten und auf­ge­löst wur­den. 1939 wur­de er zum Wehr­dienst ein­ge­zo­gen und nahm an Kriegs­hand­lun­gen sowohl an der West- als auch an der Ost­front teil. 1942 wur­de er zum Haupt­mann beför­dert und zum Ober­kom­man­do der Wehr­macht nach Ber­lin ver­setzt. Spä­tes­tens seit 1942 war Let­ter­haus Mit­glied des sog. “Köl­ner Krei­ses” in dem sich Geg­ner der NS-Regimes aus den ehe­ma­li­gen katho­li­schen Arbei­ter­ver­ei­nen, christ­li­chen Gewerk­schaf­ten und der Zen­trums­par­tei tra­fen. Er hat­te enge Kon­tak­te zu den Atten­tä­tern des 20.Juli 1944 und war von ihnen als “Poli­ti­scher Beauf­trag­ter” des Wehr­krei­ses VI mit Sitz in Müns­ter vor­ge­se­hen und soll­te im Kabi­nett Goerde­ler Auf­bau­mi­nis­ter wer­den. Eine per­sön­li­che Betei­li­gung am Hit­ler-Atten­tat lehn­te Let­ter­haus aller­dings ab. Auf eine Flucht in die Nie­der­lan­de nach dem Schei­tern des Atten­tats ver­zich­te­te er. Am 25.7.1944 wur­de er ver­haf­tet. Am 13.11.1944 wur­de Bern­hard Let­ter­haus vom berüch­tig­ten Volks­ge­richts­hof zum Tode ver­ur­teilt und am nächs­ten Tag im Straf­ge­fäng­nis Ber­lin-Plöt­zen­see hin­ge­rich­tet.2


Die Gedenk­ta­fel.

Die Gedenk­ta­fel, die “Beleg sein soll, für die Kraft eines leben­di­gen Glau­bens in gott­lo­ser Zeit“3 trägt fol­gen­de Inschrift:

” ‘Ihr sollt mei­ne Zeu­gen sein’
Zum Geden­ken an
Bern­hard Let­ter­haus
Mär­ty­rer des 20.Jahrhunderts

Gebo­ren am 10.7.1894 in Hecking­hau­sen
getauft am 23.7.1894 in die­ser Kir­che
Ver­bands­se­kre­tär der kath. Arbei­ter­ver­ei­ne
Mit­glied des Preus­si­schen Land­ta­ges
Vize­prä­si­dent des 69.Deutschen Katho­li­ken­ta­ges
wegen Wider­stand gegen das NS-Regime
am 14.11.1944 in Ber­lin hin­ge­rich­tet.”


Wei­te­re Online-Quel­len zum Leben Bern­hard Let­ter­haus’ fin­den sich auf der Web­sei­te zur Fuß­no­te 2.In Wup­per­tal wur­de nach Bern­hard Let­ter­haus eine Stra­ße benannt, es gibt ein Bern­hard-Let­ter­haus-Archiv und außer­dem eine Bern­hard-Let­ter­haus-Gedenk­ta­fel am Stand­ort des Hau­ses, in dem er sei­ne Jugend ver­brach­te, einen Bern­hard-Let­ter­haus-Gedenk­stein, ein Let­ter­haus-Reli­ef an der nach ihm benann­ten katho­li­schen Haupt­schu­le und ein Ehren­grab auf dem Fried­hof Schüt­zen­stra­ße.


Bernhard-Letterhaus-Relief

Das Bern­hard-Let­ter­haus-Reli­ef.

Am 21. Juni 1986 wur­de der Erwei­te­rungs­bau der dama­li­gen Katho­li­schen Haupt­schu­le Wup­per­tal-Ost an der Car­naper Stra­ße ein­ge­weiht. Heu­te heißt sie Bern­hard-Let­ter­haus-Schu­le. Zugleich ent­hüll­te man am Ein­gang des Neu­baus das Bern­hard-Let­ter­haus-Reli­ef des Wup­per­ta­ler Künst­lers Ernst Gerd Jent­ges.1


Detail der zen­tra­len Tafel.

Emil Bern­hard Let­ter­haus wur­de am 10. Juli 1894 in Bar­men gebo­ren. Sein Vater war Schuh­ma­cher­meis­ter und das Eltern­paar streng katho­lisch. Er absol­vier­te die Volks­schu­le, anschlie­ßend eine Leh­re als Band­wir­ker und ging dann an die Preu­ßi­sche Höhe­re Fach­schu­le für Tex­til­in­dus­trie, wo er zum Tex­til­tech­ni­ker aus­ge­bil­det wur­de. Im Ers­ten Welt­krieg erlitt er meh­re­re Ver­wun­dun­gen und erhielt das Eiser­ne Kreuz I.Klasse. 1920 ging er zum Zen­tral­ver­band der christ­li­chen Tex­til­ar­bei­ter nach Düs­sel­dorf und bil­de­te sich an der Staat­li­chen Fach­schu­le für Wirt­schaft sowie in eige­nen Stu­di­en fort.


1927 kam er zum West­deut­schen Ver­band der katho­li­schen Arbei­ter­ver­ei­ne, 1928 wur­de er Abge­ord­ne­ter im Rhei­ni­schen Pro­vin­zi­al­land­tag und im Preu­ßi­schen Land­tag für den Wahl­kreis Düs­sel­dorf-Ost, den er als Mit­glied der katho­li­schen Zen­trums­par­tei gewann. Bereits Anfang Sep­tem­ber 1930 rief er als Vize­prä­si­dent des Deut­schen Katho­li­ken­ta­ges zur Abwehr der NSDAP auf. Nach­dem die­se 1933 die Regie­rungs­ge­walt über­nom­men hat­te, warb er in katho­li­schen Krei­sen für den Wider­stand gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus. Bis 1939 ver­lor er peu á peu sei­ne Beschäf­ti­gungs­fel­der in kirch­li­chen Ver­ei­nen und Orga­nen, da die­se ver­bo­ten und auf­ge­löst wur­den. 1939 wur­de er zum Wehr­dienst ein­ge­zo­gen und nahm an Kriegs­hand­lun­gen sowohl an der West- als auch an der Ost­front teil. 1942 wur­de er zum Haupt­mann beför­dert und zum Ober­kom­man­do der Wehr­macht nach Ber­lin ver­setzt.


Spä­tes­tens seit 1942 war Let­ter­haus Mit­glied des sog. “Köl­ner Krei­ses” in dem sich Geg­ner der NS-Regimes aus den ehe­ma­li­gen katho­li­schen Arbei­ter­ver­ei­nen, christ­li­chen Gewerk­schaf­ten und der Zen­trums­par­tei tra­fen. Er hat­te enge Kon­tak­te zu den Atten­tä­tern des 20.Juli 1944 und war von ihnen als “Poli­ti­scher Beauf­trag­ter” des Wehr­krei­ses VI mit Sitz in Müns­ter vor­ge­se­hen und soll­te im Kabi­nett Goerde­ler Auf­bau­mi­nis­ter wer­den. Eine per­sön­li­che Betei­li­gung am Hit­ler-Atten­tat lehn­te Let­ter­haus aller­dings ab. Auf eine Flucht in die Nie­der­lan­de nach dem Schei­tern des Atten­tats ver­zich­te­te er. Am 25.7.1944 wur­de er ver­haf­tet. Am 13.11.1944 wur­de Bern­hard Let­ter­haus vom berüch­tig­ten Volks­ge­richts­hof zum Tode ver­ur­teilt und am nächs­ten Tag im Straf­ge­fäng­nis Ber­lin-Plöt­zen­see hin­ge­rich­tet.2


Die zen­tra­le Tafel zeigt den “Mär­ty­rer” vor dem Volks­ge­richts­hof, wo er nicht der strah­len­de Held ist, son­dern ein Winz­ling vor der rea­le Gewalt der Unter­drü­ckung. Den­noch sehen wir sein Gesicht und nicht das des Rich­ters.

Das Reli­ef besteht aus einer zen­tra­len Tafel mit den Maßen 120x100cm und im Kreuz dazu ange­ord­net zehn wei­te­ren Tafeln mit den Maßen 40x50cm, in denen der Lebens­weg Let­ter­haus’ nach­ge­zeich­net wird. Ernst Gerd Jent­ges hat­te das Kon­zept für das Reli­ef nach Gesprä­chen mit den Schul­ver­tre­tern ent­wor­fen und die Inhal­te der ein­zel­nen Tafeln mit den Schü­lern anhand der lite­ra­ri­schen Quel­len erar­bei­tet. Den Bron­ze­guss besorg­te die Kunst­gie­ße­rei Erich Jans­sen in Wee­ze.3


Die obe­re Tafel zeigt die Hin­rich­tungs­stät­te Plöt­zen­see.

Die lin­ke Tafel erzählt von der Gebor­gen­heit in der Fami­lie, die Wei­ter­bil­dung wäh­rend der Berufs­jah­re und dem Erle­ben des Ers­ten Welt­kriegs als Sol­dat.

Die unte­re Tafel zeigt Let­ter­haus’ als Leh­rer der Arbei­ter­schaft und auf Rei­sen durch Deutsch­land und Eng­land.

Die rech­te Tafel beschreibt den Jour­na­lis­ten Let­ter­haus, den Red­ner beim 1.Internationalen Kon­greß der katho­li­schen Arbei­ter­ver­ei­ne in Köln und als Sol­da­ten, der in den Zwei­ten Welt­krieg zieht.

In Wup­per­tal wur­de nach Bern­hard Let­ter­haus eine Stra­ße benannt, es gibt ein Bern­hard-Let­ter­haus-Archiv und außer­dem einen Bern­hard-Let­ter­haus-Gedenk­stein, eine Bern­hard-Let­ter­haus-Gedenk­ta­fel am Stand­ort des Hau­ses, in dem er sei­ne Jugend ver­brach­te, eine Gedenk­ta­fel in der Kir­che St. Johann Bap­tist und ein Ehren­grab auf dem Fried­hof Schüt­zen­stra­ße.

Bernhard-Letterhaus-Gedenktafel

Am 14. Novem­ber 1984, dem 40.Todestag des Wider­stands­kämp­fer Bern­hard Let­ter­haus, wur­de um 17:30 Uhr in Fackel­schein in Anwe­sen­heit von Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Kraus und Bern­hard Kep­pe­ler, Vor­sit­zen­der der Katho­li­schen Arbeit­neh­mer­be­we­gung (KAB) eine Gedenk­ta­fel ent­hüllt. Die­se war am Haus Tan­nen­stra­ße 136 ange­bracht wor­den, in des­sen Vor­gän­ger­bau Bern­hard Let­ter­haus sei­ne Jugend ver­brach­te.1


Die Gedenk­ta­fel auf dem Rott am Haus Tan­nen­stra­ße 136.

Emil Bern­hard Let­ter­haus wur­de am 10. Juli 1894 in Bar­men gebo­ren. Sein Vater war Schuh­ma­cher­meis­ter und das Eltern­paar streng katho­lisch. Er absol­vier­te die Volks­schu­le, anschlie­ßend eine Leh­re als Band­wir­ker und ging dann an die Preu­ßi­sche Höhe­re Fach­schu­le für Tex­til­in­dus­trie, wo er zum Tex­til­tech­ni­ker aus­ge­bil­det wur­de. Im Ers­ten Welt­krieg erlitt er meh­re­re Ver­wun­dun­gen und erhielt das Eiser­ne Kreuz I.Klasse. 1920 ging er zum Zen­tral­ver­band der christ­li­chen Tex­til­ar­bei­ter nach Düs­sel­dorf und bil­de­te sich an der Staat­li­chen Fach­schu­le für Wirt­schaft sowie in eige­nen Stu­di­en fort.


1927 kam er zum West­deut­schen Ver­band der katho­li­schen Arbei­ter­ver­ei­ne,  1928 wur­de er Abge­ord­ne­ter im Rhei­ni­schen Pro­vin­zi­al­land­tag und im Preu­ßi­schen Land­tag für den Wahl­kreis Düs­sel­dorf-Ost, den er als Mit­glied der katho­li­schen Zen­trums­par­tei gewann. Bereits Anfang Sep­tem­ber 1930 rief er als Vize­prä­si­dent des Deut­schen Katho­li­ken­ta­ges zur Abwehr der NSDAP auf. Nach­dem die­se 1933 die Regie­rungs­ge­walt über­nom­men hat­te, warb er in katho­li­schen Krei­sen für den Wider­stand gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus. Bis 1939 ver­lor er peu á peu sei­ne Beschäf­ti­gungs­fel­der in kirch­li­chen Ver­ei­nen und Orga­nen, da die­se ver­bo­ten und auf­ge­löst wur­den. 1939 wur­de er zum Wehr­dienst ein­ge­zo­gen und nahm an Kriegs­hand­lun­gen sowohl an der West- als auch an der Ost­front teil. 1942 wur­de er zum Haupt­mann beför­dert und zum Ober­kom­man­do der Wehr­macht nach Ber­lin ver­setzt.


Spä­tes­tens seit 1942 war Let­ter­haus Mit­glied des sog. “Köl­ner Krei­ses” in dem sich Geg­ner der NS-Regimes aus den ehe­ma­li­gen katho­li­schen Arbei­ter­ver­ei­nen, christ­li­chen Gewerk­schaf­ten und der Zen­trums­par­tei tra­fen. Er hat­te enge Kon­tak­te zu den Atten­tä­tern des  20.Juli 1944 und war von ihnen als “Poli­ti­scher Beauf­trag­ter” des Wehr­krei­ses VI mit Sitz in Müns­ter vor­ge­se­hen und soll­te im Kabi­nett Goerde­ler Auf­bau­mi­nis­ter wer­den. Eine per­sön­li­che Betei­li­gung am Hit­ler-Atten­tat lehn­te Let­ter­haus aller­dings ab. Auf eine Flucht in die Nie­der­lan­de nach dem Schei­tern des Atten­tats ver­zich­te­te er. Am 25.7.1944 wur­de er ver­haf­tet. Am 13.11.1944 wur­de Bern­hard Let­ter­haus vom berüch­tig­ten Volks­ge­richts­hof zum Tode ver­ur­teilt und am nächs­ten Tag im Straf­ge­fäng­nis Ber­lin-Plöt­zen­see hin­ge­rich­tet.2



Die bron­ze­ne Gedenk­ta­fel wur­de von der Glo­cken- und Kunst­gie­ße­rei Petit & Gebr. Edel­b­rock GmbH & Co. in Gescher (West­fa­len) gestal­tet und gegos­sen.3 Die Inschrift lau­tet:


““Wenn nur die Arbei­ter­schaft am Den­ken bleibt”
Aus­spruch von Bern­hard Let­ter­haus,
gebo­ren am 10.07.1894 in Bar­men-Hecking­hau­sen,
auf­ge­wach­sen in einem Haus, das frü­her hier stand.
Ver­bands­se­kre­tär der Katho­li­schen Arbei­ter­be­we­gung (KAB),
Mit­glied des preus­si­schen Land­tags. Wegen Wider­stand
gegen das NS-Regime am 14.11.1944 hin­ge­rich­tet.”
In Wup­per­tal wur­de nach Bern­hard Let­ter­haus eine Stra­ße benannt, es gibt ein Bern­hard-Let­ter­haus-Archiv und außer­dem einen Bern­hard-Let­ter­haus-Gedenk­stein, ein Let­ter­haus-Reli­ef an der nach ihm benann­ten katho­li­schen Haupt­schu­le, eine Gedenk­ta­fel in der Kir­che St. Johann Bap­tist und ein Ehren­grab auf dem Fried­hof Schüt­zen­stra­ße.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Bernhard-Letterhaus-Gedenkstein

Am 14. Novem­ber 1965, 21 Jah­re nach der Hin­rich­tung Bern­hard Let­ter­haus’, weih­ten die Bewoh­ner der nach ihm benann­ten Sied­lung am Uel­len­dahl einen Gedenk­stein ein, der an das Leben und den Tod im Wider­stand gegen das NS-Regime erin­nern soll.1
Emil Bern­hard Let­ter­haus wur­de am 10. Juli 1894 in Bar­men gebo­ren. Sein Vater war Schuh­ma­cher­meis­ter und das Eltern­paar streng katho­lisch. Er absol­vier­te die Volks­schu­le, anschlie­ßend eine Leh­re als Band­wir­ker und ging dann an die Preu­ßi­sche Höhe­re Fach­schu­le für Tex­til­in­dus­trie, wo er zum Tex­til­tech­ni­ker aus­ge­bil­det wur­de. Im Ers­ten Welt­krieg erlitt er meh­re­re Ver­wun­dun­gen und erhielt das Eiser­ne Kreuz I.Klasse. 1920 ging er zum Zen­tral­ver­band der christ­li­chen Tex­til­ar­bei­ter nach Düs­sel­dorf und bil­de­te sich an der Staat­li­chen Fach­schu­le für Wirt­schaft sowie in eige­nen Stu­di­en fort. 1927 kam er zum West­deut­schen Ver­band der katho­li­schen Arbei­ter­ver­ei­ne, 1928 wur­de er Abge­ord­ne­ter im Rhei­ni­schen Pro­vin­zi­al­land­tag und im Preu­ßi­schen Land­tag für den Wahl­kreis Düs­sel­dorf-Ost, den er als Mit­glied der katho­li­schen Zen­trums­par­tei gewann. Bereits Anfang Sep­tem­ber 1930 rief er als Vize­prä­si­dent des Deut­schen Katho­li­ken­ta­ges zur Abwehr der NSDAP auf. Nach­dem die­se 1933 die Regie­rungs­ge­walt über­nom­men hat­te, warb er in katho­li­schen Krei­sen für den Wider­stand gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus. Bis 1939 ver­lor er peu á peu sei­ne Beschäf­ti­gungs­fel­der in kirch­li­chen Ver­ei­nen und Orga­nen, da die­se ver­bo­ten und auf­ge­löst wur­den.


1939 wur­de er zum Wehr­dienst ein­ge­zo­gen und nahm an Kriegs­hand­lun­gen sowohl an der West- als auch an der Ost­front teil. 1942 wur­de er zum Haupt­mann beför­dert und zum Ober­kom­man­do der Wehr­macht nach Ber­lin ver­setzt. Spä­tes­tens seit 1942 war Let­ter­haus Mit­glied des sog. “Köl­ner Krei­ses” in dem sich Geg­ner der NS-Regimes aus den ehe­ma­li­gen katho­li­schen Arbei­ter­ver­ei­nen, christ­li­chen Gewerk­schaf­ten und der Zen­trums­par­tei tra­fen. Er hat­te enge Kon­tak­te zu den Atten­tä­tern des 20.Juli 1944 und war von ihnen als “Poli­ti­scher Beauf­trag­ter” des Wehr­krei­ses VI mit Sitz in Müns­ter vor­ge­se­hen und soll­te im Kabi­nett Goerde­ler Auf­bau­mi­nis­ter wer­den. Eine per­sön­li­che Betei­li­gung am Hit­ler-Atten­tat lehn­te Let­ter­haus aller­dings ab. Auf eine Flucht in die Nie­der­lan­de nach dem Schei­tern des Atten­tats ver­zich­te­te er. Am 25.7.1944 wur­de er ver­haf­tet. Am 13.11.1944 wur­de Bern­hard Let­ter­haus vom berüch­tig­ten Volks­ge­richts­hof zum Tode ver­ur­teilt und am nächs­ten Tag im Straf­ge­fäng­nis Ber­lin-Plöt­zen­see hin­ge­rich­tet.2


Nur noch die Spit­ze des Gedenk­steins ist inzwi­schen sicht­bar. Die Gedenk­ta­fel liegt im Schat­ten.

Der Grund­stein für den Gedenk­stein wur­de bereits am 21. Sep­tem­ber 1963 gelegt. Eine Urkun­de zu die­sem Anlass wur­de in einem Haus der Sied­lung ein­ge­mau­ert. Ein Abschnitt dar­aus ent­hielt fol­gen­de Wid­mung:

Zur Erin­ne­rung an einen Sohn unse­rer Stadt, der für sei­ne Gewis­sens­ent­schei­dung gegen Dik­ta­tur und Tyran­nei sein Leben las­sen muß­te, gab sich die Sied­lung den Namen Bern­hard Let­ter­haus”


Zur Ein­wei­hung am 14. Novem­ber 1965 kamen, wie auch zu einer Gedenk­fei­er im Jahr zuvor, die Wit­we und die Toch­ter Bern­hard Let­ter­haus’. Ober­bür­ger­meis­ter Her­mann Her­berts leg­te einen Kranz nie­der und wür­dig­te die Arbeit des Wider­stands­kämp­fers. Der Nach­fol­ger Let­ter­haus als Ver­bands­vor­sit­zen­der der Katho­li­schen Arbei­ter­be­we­gung, MdB Bern­hard Win­kel­hei­de pries den Mah­ner für Frie­den und Frei­heit als Vor­bild.

Der Find­ling wur­de von der Fir­ma W. Sticht­mann gestif­tet und mit einer Bron­ze­ta­fel ver­se­hen, die der Wup­per­ta­ler Gra­fi­ker Heinz Vel­ten gestal­te­te.


Die Gedenk­ta­fel.

Am unte­ren Rand trägt die Tafel den Schrift­zug Bern­hard Let­ter­haus. Das Reli­ef dar­über soll durch die Über­la­ge­rung von zwei For­men (Flä­che und Kreis) den Wider­stand Let­ter­haus ver­deut­li­chen.3

In Wup­per­tal wur­de nach Bern­hard Let­ter­haus eine Stra­ße benannt, es gibt ein Bern­hard-Let­ter­haus-Archiv und außer­dem eine Bern­hard-Let­ter­haus-Gedenk­ta­fel am Stand­ort des Hau­ses, in dem er sei­ne Jugend ver­brach­te, ein Let­ter­haus-Reli­ef an der nach ihm benann­ten katho­li­schen Haupt­schu­le, eine Gedenk­ta­fel in der Kir­che St. Johann Bap­tist und ein Ehren­grab auf dem Fried­hof Schüt­zen­stra­ße.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te