Spieltiere auf dem Werth

Spiel­krö­te.

Im April 1991 bezo­gen bron­ze­ne Schild­krö­ten ihr neu­es Domi­zil, den Werth in der Bar­mer Innen­stadt, um dort als Spiel­mög­lich­keit für Kin­der nach der Umge­stal­tung der Fuß­gän­ger­zo­ne zu die­nen. Die Skiz­ze stamm­te von Rein­hold Baron, die Metall­werk­statt Karl Heinz Frotz fer­tig­te die Model­le für den Bron­ze­guss, der von der Fir­ma Uppen­dahl aus Wee­ze besorgt wur­de. Eine der Schild­krö­ten wur­de auf den Rücken lie­gend plat­ziert, um Kin­der zu Gleich­ge­wichts­übun­gen anzu­re­gen. Nach­dem Tier­schüt­zer sich beschwer­ten, dass die Kin­der so zu Tier­miss­hand­lun­gen ver­führt wür­den, wur­de die Schild­krö­te wie­der umge­dreht. 200.000 DM stan­den für die Spiel­tie­re zur Ver­fü­gung.1


Spie­le­fant.

Im April 1992 folg­te noch ein bron­ze­ner Ele­fant in Höhe der Spar­kas­se.2 Er erhielt den Spitz­na­men Tuf­fi.3


Posi­ti­on des Kunst­wer­ke auf der Kar­te


Bergische Sonne

Die Ber­gi­sche Son­ne bei typisch ber­gi­schem Herbst­wet­ter.

Vor dem ehe­ma­li­gen Frei­zeit­bad auf Licht­scheid, das der­zeit vor sich hin vege­tiert, steht die “Ber­gi­sche Son­ne”, eine Plas­tik des Künst­lers Prof. Klaus Rin­ke. Am 26. April 1992 weih­ten der Künst­ler und sein Käu­fer, Die­ter Rosen­kranz, einer der Inves­to­ren in das Frei­zeit­bad, die gel­be Plas­tik ein, wäh­rend der Wind ihnen die Ent­hül­lung abnahm. Die Son­ne besteht aus 8 Alu­mi­ni­um Seg­men­ten, hat einen Durch­mes­ser von fünf Metern und steht in einem Beton­be­cken, das einst Was­ser ent­hielt. Auf­grund der Grö­ße muss­te die Skulp­tur vor Ort mon­tiert und dann im Win­ter beheizt wer­den, um den Anstrich auf­zu­brin­gen. Die Plas­tik war auch Namens­ge­ber des Frei­zeit­ba­des.1


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Schleifstein zur Erinnerung an das 100jährige Jubiläum des CHBV

Im Vor­der­grund der Schleif­stein zur Erin­ne­rung an das 100jährige Jubi­lä­um des CHBV.

Als im Jahr 1992 der Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein 100 Jah­re alt wur­de, stif­te­ten Karin und Man­fred vom Cleff zu die­sem Anlass ein klei­nes Denk­mal. Die­se besteht aus einem 150 Jah­re alten Schleif­stein, der an der klei­nen Grün­flä­che an der Ecke Hauptstraße/Holzschneiderstraße auf­ge­stellt wur­de. (Von 1896 bis zum Zwei­ten Welt­krieg stand hier das Cro­nen­ber­ger Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen von 1864, 1866 und 1870/71.)


Eine Foto­gra­fie von der Ein­wei­hung des Schleif­steins am 6.März 1992. Mit Dank an das Archiv des CHBV.

Zur Ein­wei­hung am 6. März 1992 — dem 100. Jah­res­tag der Grün­dung des “Cro­nen­ber­ger Bür­ger­ver­eins” im Hotel zur Post — erschie­nen auf Ein­la­dung des Vor­sit­zen­den Hans-Otto-Bil­stein Bür­ger­meis­ter Kurt Drees, Rein­hard Graetz MdL, Alt­bür­ger­meis­ter Hans Rau­haus, Ver­tre­ter der Bezirks­ver­tre­tung, der Cro­nen­ber­ger Ver­ei­ne und eini­ge hun­dert Bür­ger. Bil­stein erin­ner­te an die Ent­wick­lung der Arbeits­stät­ten in Cro­nen­berg und die Bedeu­tung der Schlei­fer, der Posau­nen­chor und der Cro­nen­ber­ger Män­ner­chor sorg­ten für die musi­ka­li­sche Beglei­tung und die Stif­ter “tauf­ten” “ihren” Stein mit hoch­pro­zen­ti­gem “Schlie­per­was­ser”. Außer­dem berich­te­te der 90jährige Knie­schlei­fer Richard Klin­gel­hö­fer von sei­ner 50jährigen Tätig­keit. Anschlie­ßend hielt Stadt­ar­chi­var Dr.Uwe Eck­hardt im Mar­tin-Luther-Haus einen Vor­trag über die Zeit, in der sich 31 Män­ner über 24 Jah­ren zusam­men fan­den, den Ver­ein grün­de­ten und Leb­recht Toell­ner zum ers­ten Vor­sit­zen­den wähl­ten. Die ers­te Ein­ga­be des Ver­eins ver­lang­te vom Steu­er­amt mehr Steu­er­ge­rech­tig­keit, offen­sicht­lich ein zeit­lo­ses The­ma.1


Der vor­ge­la­ger­te Stein mit Inschrift.

Am Rand der Grün­an­la­ge ver­weist eine klei­ne Metall­ta­fel auf den Sinn und die Stif­ter des Schleif­steins:

Ein­hun­dert­fünzig Jah­re alter
Schleif­stein der tra­di­ti­ons-
rei­chen Cro­nen­ber­ger Werk­zeug-
indus­trie.
Den Cro­nen­ber­ger Bür­gern gewid­met
von Man­fred und Karin vom Cleff.
CHBV 1992”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Der Bleicherbrunnen auf dem Wupperfelder Markt

Der Blei­cher­brun­nen im August 2011 auf dem Wup­per­fel­der Markt.

Der 21.Mai 1884 war der Tag vor Chris­ti Him­mel­fahrt und der Tag, an dem Fried­rich von Eynern als Ver­tre­ter der Wup­per­fel­der Bür­ger­schaft den neu­en Blei­cher­brun­nen fei­er­lich in die Obhut der Stadt Bar­men über­gab. Ober­bür­ger­meis­ter Fried­rich Wil­helm Wen­ger, Bür­ger­meis­ter Johan­nes Gus­tav Brod­zi­na, meh­re­re Stadt­ver­ord­ne­te und eine gro­ße Men­schen­men­ge nah­men an der Fei­er teil. Die nöti­gen Mit­tel (6000 Mark) hat­ten die Wup­per­fel­der aus den Über­schüs­sen der Ver­mie­tung des “Wup­per­fel­der Bür­ger­haus’ ” an der Wup­per­fel­der Stra­ße Nr.2 gewon­nen. Die Ent­schei­dung zur Errich­tung des Brun­nens durch die Ver­wal­tung des Bür­ger­hau­ses wur­de am 22.Juni 1883 getrof­fen, eine Idee, die erst durch die am 5.Mai 1883 erfolg­te zen­tra­le Ver­sor­gung Bar­mens mit Ruhr­was­ser durch das Was­ser­werk Vol­mar­stein ermög­licht wur­de. Der Brun­nen sym­bo­li­sier­te somit nicht nur für die Tra­di­ti­on der Blei­cher, son­dern auch die moder­ne städ­ti­sche Was­ser­ver­sor­gung.


Der Blei­cher auf der Spit­ze des Brun­nens von Fried­rich Küst­hardt d.Ä.

Die Figur des Blei­chers erin­nert dar­an, dass das von Her­zog Johann von Berg erteil­te Pri­vi­leg der Garn­nah­rung die Grund­la­ge für die Ent­wick­lung der blü­hen­den Tex­til­in­dus­trie des Wup­per­tals war. Mit der Schau­fel, “Güte“1genannt,  schleu­der­ten die Blei­cher das Wup­per­was­ser auf die zum Blei­chen aus­ge­leg­ten Tuche auf den Wup­per­wie­sen. Den Rest der Arbeit über­nah­men dann die Son­nen­strah­len.

Den drei­stu­fi­gen Blei­cher­brun­nen, bei dem von der Brun­nen­säu­le aus fei­nen Düsen das Was­ser in die Scha­len läuft, ent­warf Stadt­bau­meis­ter Carl Win­chen­bach. Zusätz­lich fließt aus den Mäu­lern der Del­phi­ne am unte­ren Teil Was­ser in das unters­te baro­cke Becken. Der Blei­cher und die wei­te­ren Stein­metz­ar­bei­ten wur­den vom Hil­des­hei­mer Bild­hau­er Fried­rich Küst­hardt d.Ä. geschaf­fen.


Was­ser­spu­cken­de Del­fi­ne.

1884 befand sich der Stand­ort des Brun­nens auf der ande­ren Sei­te der Ber­li­ner Stra­ße, die damals noch nicht so breit aus­ge­baut war wie heu­te. 1954 ver­setz­te man den Brun­nen im Zuge der Stra­ßen­bau­ar­bei­ten an sei­nen heu­ti­gen Stand­ort auf dem Wup­per­fel­der Markt. Die Kos­ten dafür über­nahm die Fir­ma Bart­hels-Feld­hoff anläss­lich ihres 125jährigen Bestehens. Thil. Bart­hels hat­te sich schon 1884 für den Bau des Brun­nens ein­ge­setzt.
1966/67 muß­te der Brun­nen auf­grund der Beschä­di­gun­gen durch die Umwelt­ein­flüs­se zum ers­ten Mal restau­riert wur­de, signi­fi­kan­ter­wei­se zehn Jah­re nach dem Aus­bau der Ber­li­ner Stra­ße. Der Bild­hau­er Joa­chim Wolf-Mül­ler führ­te die Restau­rie­rung durch. 1977 — zur 450-Jahr­fei­er der Garn­nah­rung — über­gab der IHK-Prä­si­dent Dr.Salzer Ober­bür­ger­meis­ter Gott­fried Gur­land einen Beu­tel mit 861 blan­ken Mark­stü­cken zur Erin­ne­rung an die gol­de­nen Gul­den, mit denen das Pri­vi­leg von den Blei­chern gekauft wor­den war. Ergänzt wur­de das Geschenk um einen Scheck in Höhe von 8.610 DM zur erneu­ten Über­ho­lung des Brun­nens.2


Aus den Del­fin­köp­fen floss im Som­mer 2011 kein Was­ser mehr.

Anfang Janu­ar 1992 begann dann im Anschluss an die Neu­ge­stal­tung des Plat­zes die bis­lang letz­te Restau­rie­rung des Brun­nens, die Kos­ten betru­gen stol­ze  100.000 DM.3 Dafür wur­de der Brun­nen von der Fir­ma Bouil­lon-Bau aus Dort­mund in 39 Ein­zel­tei­le zer­legt und in Dort­mund fach­ge­recht saniert. Mit Hil­fe des “Steiner­gän­zungs­ver­fah­rens”, bei dem mit­hil­fe eines Pul­vers, das mit Was­ser ver­rührt wird, die Bau­sub­stanz wie­der her­ge­stellt wird, wur­den auch Bau­sün­den der vor­he­ri­gen Restau­rie­run­gen besei­tigt. Man hat­te damals vor­nehm­lich mit Beton die Schad­stel­len behan­delt.4 Am 5.Mai 1992 war der Blei­cher­brun­nen wie­der kom­plett und saniert auf dem Wup­per­fel­der Markt zu fin­den5 und am 11.Juli 1992 wur­de der Brun­nen dann mit einem Fest  von Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Kraus wie­der ein­ge­weiht.6