Themenpfad “Spuren der Barmer Bergbahn”

Von 2009 bis 2015 wur­den ent­lang der Tras­se der ehe­ma­li­gen Bar­mer Berg­bahn (1894–1959) vom Ver­ein Bar­mer Berg­bahn, dem Heid­ter Bür­ger­ver­ein und der Kol­ping­fa­mi­lie Bar­men rote Erin­ne­rungs­ta­feln für die Bar­mer Berg­bahn auf­ge­stellt, die mit Bil­dern und Tex­ten an das beson­de­re und noch lan­ge ver­miss­te Ver­kehrs­mit­tel erin­nern.1  Am 4. Juli 2009, dem 50. Tag der Still­le­gung wur­den die ers­ten fünf Tafeln auf­ge­stellt, am 18. April 2015 wur­de der fer­ti­ge The­men­pfad mit sei­nen 27 Gedenk­ta­feln vom Kraft­werk am Clef bis zum Toel­le­turm offi­zi­ell zum ers­ten Mal began­gen.2 Die Tafeln wur­den von Klaus-Gün­ther Con­rads und Jür­gen Eidam gestal­tet.3


Ein Bei­spiel für eine sol­che The­men­ta­fel am Fischer­tal.

Sie­he auch: Denk­mal zur Erin­ne­rung an die Berg­bahn­tras­se und Berg­bahn-Denk­mal.


Alpinium-Gedenktafel

Das Alpi­ni­um im Win­ter­schlaf.

1914 stif­te­ten Mit­glie­der des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins, dem Trä­ger der Bar­mer Anla­gen, ihrem Ver­ein ein Alpi­ni­um. Der Alpen­gar­ten wur­de von Gar­ten­ar­chi­tekt Artur Stü­ting im Fischer­tal ange­legt und dien­te unter ande­rem als Schul­gar­ten. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­de das Alpi­ni­um nicht mehr gepflegt und über­wu­cher­te. Zum 150. Jubi­lä­um des BVV wur­de das Alpi­ni­um wie­der­ent­deckt und von der Bar­mer Sek­ti­on des Deut­schen Alpen­ver­eins und der Rons­dor­fer Jugend­feu­er­wehr rekul­ti­viert. Am 14. Juni 2014 wur­de der Gar­ten erneut ein­ge­weiht und eine Gedenk­ta­fel auf­ge­stellt.1 Ange­regt wur­de die Restau­rie­rung und Gedenk­ta­fel von Klaus-Gün­ther Con­rads.2 Ein­drucks­vol­le Vor­her-Nach­her-Bil­der gibt es auf wuppertals-gruene-anlagen.de


Die Gedenk­ta­fel.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

William-Booth-Gedenktafel der Heilsarmee

Fotografie der Tafel mit freundlicher Erlaubnis des Korps Wuppertal der Heilsarmee.
Foto­gra­fie der Tafel mit freund­li­cher Erlaub­nis des Korps Wup­per­tal der Heils­ar­mee.

Am 19. Sep­tem­ber 1928 weih­te die Bar­mer Heils­ar­mee, die heu­te natür­lich das Korps Wup­per­tal stellt, in ihrem Haus in der Bar­tho­lo­mä­us­str. eine Gedenk­ta­fel ein, die den Grün­der der Heils­ar­mee, Wil­liam Booth, anläss­lich sei­nes bevor­ste­hen­des 100. Geburts­ta­ges ehr­te. Bri­ga­dier Hein sprach den Will­kom­mens­gruß, Pas­tor Krafft von der refor­mier­ten Gemein­de Bar­men über­brach­te Glück­wün­sche und beton­te die erfreu­li­che christ­li­che Welt­an­schau­ung der Heils­ar­mee im Ange­sicht eines gleich­zei­ti­gen Kul­tur­tags der Frei­den­ker. Stadt­syn­dis­kus Dr. Brem­me über­brach­te die Glück­wün­sche der Bar­mer Stadt­ver­wal­tung. Die Wei­he­re­de sprach die Enke­lin Booth’, Mary Booth, die dar­an erin­ner­te, das Booth im März 1897 das Wup­per­tal besuch­te.1


Die Gedenk­ta­fel trägt die Inschrift:

Zum Gedächt­nis an die bei­den Ver­samm­lun­gen die
GENERAL WILLIAM BOOTH
der Grün­der der Heils­ar­mee
am 13.+14. März 1897 in die­sem Saal hielt
in denen 55 See­len zum Herrn kamen
wur­de die­se Tafel geweiht
und am 19. Sep­tem­ber 1928 von sei­ner Enke­lin
OBERSTIN MARY BOOTH
Lei­te­rin der Heils­ar­mee in Deutsch­land ent­hüllt
Ret­tet See­len! Geht den Schlimms­ten nach!


Entelechie II

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Die Skulp­tur

Am 13. Dezem­ber 2005 schenk­te Eber­hard Rob­ke, lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der des Kunst- und Muse­ums­ver­eins und Mit­grün­der der “Rena­te und Eber­hard Rob­ke-Stif­tung”, die das Von der Heydt-Muse­um unter­stützt, der Stadt die Skulp­tur Ent­el­echie II des Bar­mer Künst­lers Fried­rich Werth­mann, die seit­dem im Foy­er des Bar­mer Rat­hau­ses steht.1


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Ande­re Per­spek­ti­ve

Germinal

Rückansicht
Rück­an­sicht

Seit 2005 steht am dama­li­gen Art Far­bik Hotel, der­zeit umge­baut zur nicht bezugs­fä­hi­gen Flücht­lings­un­ter­kunft, die Skulp­tur “Ger­mi­nal” des Ber­gisch Glad­ba­cher Künst­lers Eugen Igna­ti­us. Der Name bezieht sich auf den ers­ten Monat des Früh­lings­quar­tals des fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on­s­ka­len­ders. Die Pla­ket­te am Sockel trägt die Inschrift:


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“Ger­mi­nal / Apo­ka­lyp­se und Neu­be­ginn / Die Dia­lek­tik der mensch­li­chen Exis­tenz / 2005”

Vorderansicht
Vor­der­an­sicht

Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Elliptical Column

Blick vom Emil-Röh­rig-Platz

Seit dem 24. Okto­ber 2015 steht im Fischer­tal in den Bar­mer Anla­gen die Skulp­tur “Ellip­ti­cal Column” von Tony Cragg. Der in Eng­land gebo­re­ne und in Wup­per­tal leben­de Künst­ler hat sich den Platz für sei­ne 5,8 Meter hohe Skulp­tur selbst aus­ge­sucht. Die Skulp­tur, die Cragg zum 150-Geburts­tag des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins ver­spro­chen hat­te und nun von Fami­lie Schmid­bau­er und der Deut­schen Bank finan­ziert wur­de, zeigt “ver­schie­de­ne Pro­fi­le von Gesich­tern, wel­che sich dem Betrach­ter beim Umschrei­ten der Skulp­tur offen­ba­ren, um sich beim nächs­ten Schritt wie­der in geo­me­tri­schen For­men zu ver­lie­ren. Jeder Quer­schnitt der Skulp­tur ergibt eine exak­te Ellip­se.“1


Detail.

quer.

Die “Ellip­ti­cal Column” wur­de aus meh­re­ren Ein­zel­tei­len gefer­tigt und anschlie­ßend auf Hoch­glanz poliert. Ein Pro­blem bei der Gie­ße­rei ver­zö­ger­te die Fer­tig­stel­lung zum 8. Dezem­ber 2014, dem Jubi­lä­ums­tag des BVV.2 Zur Ein­wei­hung war neben den 200 Schau­lus­ti­gen, dem Vor­stand des BVV, dem Künst­ler, den Spon­so­ren auch Ober­bür­ger­meis­ter Mucke zuge­gen.3


hoch­kant.

Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te


Sursum Corda

Sur­sum Cor­da aus Chrom­ni­ckel­stahl.

2007 schenk­te Lilo Zem­pelin der Kirch­li­chen Hoch­schu­le Wuppertal/Bethel auf der Hardt die Skulp­tur Sur­sum Cor­da von Ger­tru­de Reum aus dem Oden­wald. Am 23. Okto­ber des Jah­res fand die fei­er­li­che Ein­wei­hung statt, zwei Mona­te nach der Auf­stel­lung. Stif­te­rin und Künst­le­rin besa­hen sich im Ent­ste­hungs­pro­zess das Gelän­de und wähl­ten den Stand­ort aus. Der Name der Skulp­tur “sur­sum cor­da” ent­stammt aus der Abend­mahls­ka­te­go­rie und bedeu­tet “Die Her­zen in die Höhe”. Der Rek­tor der Kirch­li­chen Hoch­schu­le, Prof. Dr. Hell­mut Zschoch, bemerk­te zu Ein­wei­hung, dass “[d]er Name des Kunst­werks aber nicht in ers­ter Linie an die­sen sakra­men­ta­len Kon­text [erin­nert], son­dern dar­an, daß die Theo­lo­gie, die auf die­sem Gelän­de zu Hau­se ist, daß der Glau­be, dem sie dient, als Bewe­gung der Her­zen, also des gan­zen Men­schen, zu ver­ste­hen sind.“1


Spieltiere auf dem Werth

Spiel­krö­te.

Im April 1991 bezo­gen bron­ze­ne Schild­krö­ten ihr neu­es Domi­zil, den Werth in der Bar­mer Innen­stadt, um dort als Spiel­mög­lich­keit für Kin­der nach der Umge­stal­tung der Fuß­gän­ger­zo­ne zu die­nen. Die Skiz­ze stamm­te von Rein­hold Baron, die Metall­werk­statt Karl Heinz Frotz fer­tig­te die Model­le für den Bron­ze­guss, der von der Fir­ma Uppen­dahl aus Wee­ze besorgt wur­de. Eine der Schild­krö­ten wur­de auf den Rücken lie­gend plat­ziert, um Kin­der zu Gleich­ge­wichts­übun­gen anzu­re­gen. Nach­dem Tier­schüt­zer sich beschwer­ten, dass die Kin­der so zu Tier­miss­hand­lun­gen ver­führt wür­den, wur­de die Schild­krö­te wie­der umge­dreht. 200.000 DM stan­den für die Spiel­tie­re zur Ver­fü­gung.1


Spie­le­fant.

Im April 1992 folg­te noch ein bron­ze­ner Ele­fant in Höhe der Spar­kas­se.2 Er erhielt den Spitz­na­men Tuf­fi.3


Posi­ti­on des Kunst­wer­ke auf der Kar­te


Das zerbrochene Herz

Die Bal­lons gehö­ren nicht zum Kon­zept.

Im Dezem­ber 2000 stell­te man im Rat­haus Bar­men die Skulp­tur “Das zer­bro­che­ne Herz” auf, mit der die 2012 ver­stor­be­ne Wup­per­ta­ler Bild­haue­rin Ulle Hees an die Dich­te­rin Else Las­ker-Schü­ler erin­ner­te. Das zer­bro­che­ne Herz sym­bo­li­siert die drei Begrif­fe Trau­er, Exil und Poe­sie, die das Wesen und Leben Else Las­ker-Schü­lers beschrei­ben. Sie mahnt vor der von Natio­nal­so­zia­lis­ten ver­ord­ne­ten Wort­lo­sig­keit durch erzwun­ge­ne Emi­gra­ti­on und Bücher­ver­bren­nung, erin­nert an das lite­ra­ri­sche Schaf­fen Las­ker-Schü­lers, ihre Weg­be­glei­ter und ihre Kind­heit in Elber­feld. Die 1,65 m hohe Ste­le wur­de der Stadt Wup­per­tal vom Rons­dor­fer Unter­neh­mer Enno Spring­mann gestif­tet. Nach­dem sie zunächst im Ein­gang des Bar­mer Rat­hau­ses eine Hei­mat gefun­den hat­te, soll­te sie zur Spiel­zeit 2001/2002 ins Schau­spiel­haus umzie­hen.1


Auf den Herz­tei­len fin­den sich Wort und Moti­ve aus Las­ker-Schü­lers Wer­ken.

Im Juni 2014 zog die Skulp­tur dann vom Opern­haus in das Rat­haus Elber­feld. Enno Spring­mann hat­te dar­um gebe­ten, da er der Mei­nung war, dass im Opern­haus zu wenig Betrach­ter “Das zer­bro­chen Herz” sehen konn­ten. Nun steht sie auf dem ers­ten Trep­pen­ab­satz gegen­über dem Haupt­ein­gang.2


Die Inschrift

Das zer­bro­che­ne Herz
Bron­ze-Ste­le von Ulle Hees
zur Erin­ne­rung an die Dich­te­rin Else Las­ker Schü­ler
Geb. 1869 in Wup­per­tal, Gest. 1945 in Jeru­sa­lem
Geschenk der Enno- und Chris­ta Spring­mann-Stif­tung
an die Stadt Wup­per­tal, Dezem­ber 2000


Die Boden­plat­te.

Wei­te­re Gedenk­zei­chen zur Erin­ne­rung an Else Las­ker-Schü­ler:
Mein­wärts
Gedenk­ta­fel am Geburts­haus
Gedenk­ta­fel am Wohn­haus


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Ein Barmer Löwe am Goethe-Platz

1914 hieß der Hubert-Pfeif­fer-Platz in den Bar­mer Süd­hö­hen noch Goe­the-Platz und war alles in allem in einem bedau­er­li­chen Zustand, sodass die Stadt­vä­ter beschlos­sen, ihn zu sanie­ren und Park­bän­ke auf­zu­stel­len, damit man in Ruhe den damals wei­ten Blick nach Lang­er­feld und auf den Ehren­berg genie­ßen konn­te. Zur Erin­ne­rung an die Arbei­ten ließ man in die Stützwand an der Möri­ke­stra­ße ein Stein­re­li­ef ein, das das Bar­mer Wap­pen, den Ber­gi­schen Löwen mit dem Garn­bün­del, und die fol­gen­de Inschrift zeigt.1


Zur Zeit des begin­nen­den gro­ßen Krie­ges, aus­ge­führt durch die Stadt Bar­men, MDCCCCXIV


Das Reli­ef

Nach der Ver­ei­ni­gung Bar­mens mit den ande­ren vier Städ­ten zu Wup­per­tal muss­te der Goe­the-Platz 1935 wie vie­le dop­pel­te Stra­ßen­na­men umbe­nannt wer­den. Er erhielt den Namen des blin­den Kom­po­nis­ten Hubert Pfeif­fer, an den in Unt­er­bar­men inzwi­schen ein eige­nes Denk­mal erin­nert.


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Kar­te