Schwebebahn-Denkmal Vohwinkel

Ein Dreh­ge­stell.

Seit dem 14. Novem­ber 2015 erin­nern am Sta­ti­ons­gar­ten in Voh­win­kel, unmit­tel­bar an der End­hal­te­stel­le der Ein­schie­ni­gen Hän­ge­bahn Sys­tem Eugen Lan­gen, vier Expo­na­te an die Geschich­te der Schwe­be­bahn. Ein Dreh­ge­stell mit Schie­ne, zwei Kno­ten des Gerüst­fach­werks aus der obe­ren und unte­ren Hori­zon­ta­len und ein Fuß einer Pen­del­stüt­ze der Land­stre­cke bil­den zusam­men mit erklä­ren­den Tafeln zum Bau, Betrieb und der Erneue­rung der Schwe­be­bahn ein Tech­nik­denk­mal.


Pen­del­stüt­ze

Die Idee dazu stammt von Micha­el Spit­zer, dem Vor­sit­zen­den der “Akti­on V”, die Mit­tel und Aus­stel­lungs­stü­cke stell­ten Spon­so­ren und der För­der­ver­ein His­to­ri­sche Schwe­be­bahn bereit. Die Ein­wei­hung des Parks fand am sel­ben Tag statt, an dem der ers­te neue Schwe­be­bahn­wa­gen Wup­per­tal erreich­te und vor­ge­stellt wur­de.1


Fach­werk aus der unte­ren Hori­zon­ta­len

Fach­werk aus der obe­ren Hori­zon­ta­len.

 

Schwebebahnuhr auf dem Rott

Die Rot­ter Uhr.

Am 9. Novem­ber 2002 wur­de im Zen­trum des Quar­tiers Rott, an der Kreu­zung zwi­schen Eschen­stra­ße und Ulmen­stra­ße, eine öffent­li­che Uhr auf­ge­stellt, ein Geschenk des Rot­ter Bür­ger­ver­eins aus Anlass sei­nes 100jährigen Bestehens. Das beson­de­re an die­ser Uhr: Sie besteht aus einer ehe­ma­li­gen Stüt­ze des Schwe­be­bahn­ge­rüs­tes, die beim Aus­bau ent­fernt und ersetzt wur­de. Im März des Vor­jah­res kam in der Jah­res­haupt­ver­samm­lung die Idee auf, eine Uhr auf­zu­stel­len, nach­dem fünf Jah­re zuvor mit dem Ende des Opti­ker­ge­schäfts des ver­stor­be­nen Rolf Dre­cker die eins­ti­ge Uhr ver­schwun­den war. Einen Monat spä­ter schlug Bei­rats­mit­glied Elke Frie­de-Flen­der vor, ein Stück der Schwe­be­bahn zu ver­bau­en und man nahm Kon­takt zu den WSW auf. Die Kos­ten der Her­stel­lung und Auf­stel­lung ver­riet der Vor­sit­zen­de Karl-Heinz Emde nicht, schließ­lich wäre die Uhr ja ein Geschenk.1 Im März 2003 wur­de die Uhr kurz­fris­tig noch ein­mal ent­fernt, um mehr Zif­fern auf­zu­tra­gen und so die Les­bar­keit zu erhö­hen.2


Eine klei­ne Metalla­fel an der Uhr erklärt den Hin­ter­grund.

 “- 9.November 2002 -
100 Jah­re
Rot­ter Bür­ger­ver­ein 1902 e.V.

Die­se Uhr ist ein Geschenk des Bür­ger­ver­eins
für die Rot­ter Bevöl­ke­rung.
Die Uhr wur­de auf einem Teil­stück
der Ori­gi­nal­stüt­ze Nr. 376 der Schwe­be­bahn mon­tiert.
Der Bür­ger­ver­ein dank der WSW AG und der BV Bar­men.”


Schwebebahnbrücke “Mühlenbrücke”

Die Müh­len­brü­cke von Nor­den.

Am 12. Sep­tem­ber 2005 beschloss der Rat der Stadt Wup­per­tal den Neu­bau einer Brü­cke über die Wup­per, um die Sack­gas­sen der Warndt­stra­ße zu ver­bin­den und so für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer eine Ver­bin­dung zwi­schen der B7 und der Hüne­feld­stra­ße in Unt­er­bar­men zu schaf­fen. Durch Ein­spa­run­gen bei der Sanie­rung der Stütz­mau­er an der Schloß­blei­che konn­ten 200.000 € für das mit 554.000 € geplan­te Pro­jekt gesi­chert wer­den, den Rest erle­dig­ten Finanz­mit­tel vom Land NRW im Rah­men der Regio­nal­e­för­de­rung 2006. Der beson­de­re Clou an der Brü­cke ist, dass sie von einer alten Schwe­be­bahn­brü­cke (so hei­ßen die Längs­trä­ger des Gerüs­tes zwi­schen zwei Stüt­zen) getra­gen wird. Bei einer Spe­zi­al­fir­ma in Duis­burg wur­de die 30 Meter lan­ge und 30 Ton­nen schwe­re Brü­cke von Rost gerei­nigt und mit neu­em Kor­ro­si­ons­schutz ver­se­hen.1 Am 22. Sep­tem­ber 2005 kehr­te die Brü­cke saniert aus Duis­burg zurück2 und war somit schon beim Spa­ten­stich zu den Bau­ar­bei­ten am 8. Novem­ber zuge­gen.3 Damit ende­te eine lan­ge Vor­ge­schich­te, die bereits im Novem­ber 2001 mit einer Zustim­mung der Bezirks­ver­tre­tung Bar­men zu dem Pro­jekt begon­nen hat­te.4 Die Idee stammt von Hans-Her­mann Lücke, der als CDU-Ver­tre­ter der BV ange­hör­te.5 In der Nacht auf den 1. April 2006 wur­de die Brü­cke und die an der Sei­te ein­ge­häng­ten je 1,50m brei­ten Geh­we­ge dann von zwei Auto­krä­nen auf ihre neue Posi­ti­on geho­ben.6 Am 14. Juli 2006 waren schließ­lich auch die Zuwe­ge und Trep­pen fer­tig­ge­stellt und die Brü­cke wur­de für die Nut­zung frei­ge­ge­ben. 569.000 € kos­te­te die Brü­cke am Ende, wovon die Stadt 30% und das Land 70% zu stem­men hat­ten.7 Beim Talach­sen­fest am 9. Sep­tem­ber 2006 wur­de die Brü­cke schließ­lich fei­er­lich ein­ge­weiht und die ehe­ma­li­ge Schwe­be­bahn­brü­cke Nr. 320 erhielt einen neu­en Namen: “Müh­len­brü­cke” nach der Cleff’schen Korn­müh­le neben der Brü­cke.8


An bei­den Sei­te wur­de je eine Metall­ta­fel ange­bracht.

Ein paar wei­te­re Impres­sio­nen die­ser ein­zig­ar­ti­gen Brü­cke:
Wei­te­re Impres­sio­nen …

…die­ser ein­zig­ar­ti­gen Brü­cke.

Schwebebahndenkmal der Firma Karl Deutsch GmbH + Co KG

Eine aus zwei Tei­len zusam­men­ge­setz­te ver­kürz­te Brü­cke erin­nert an das Ori­gi­nal­ge­rüst der Wup­per­ta­ler Schwe­be­bahn.

Im August 2007 kauf­te die Fir­ma Karl Deutsch Prüf- und Mess­ge­rä­te GmbH + Co KG von den Stadt­wer­ken zwei Tei­le des alten Schwe­be­bahn­ge­rüsts aus dem Elber­fel­der Abschnitt, das beim Umbau des stäh­ler­nen Lind­wurms aus­ge­baut wor­den war. Geschäfts­füh­rer Wolf­ram Deutsch ent­schied sich die Gerüst­tei­le vor der geplan­ten Ver­schrot­tung zu ret­ten und auf dem Gelän­de der Fir­ma auf­zu­stel­len.1 Die bei­den 13 Ton­nen schwe­re Tei­le wur­den ent­lackt und neu zusam­men­ge­setzt, sodass sie eine ver­kürz­te Brü­cke, d.h. einen Längs­trä­ger der Schwe­be­bahn, dar­stel­len. Anschlie­ßend wur­de sie neu in der Ori­gi­nal­far­be lackiert und dann im Febru­ar 2008 am neu­en Stand­ort auf­ge­stellt. Ver­ant­wort­lich hier­für war die Archi­tek­tin Petra Weber. 2


Eine Tafel erklärt unter eine Kon­struk­ti­ons­zeich­nung des Denk­mals:

Die Fir­ma KARL DEUTSCH Prüf- und Mess­ge­rä­te GmbH + Co KG ret­te­te 2006 die­sen Teil der alten Schwe­be­bahn­brü­cke vor der Ver­schrot­tung.

Die Sanie­rung der Schwe­be­bahn­tras­se ist nun fast abge­schlos­sen. Für die alten Gerüst­tei­le konn­te lei­der kei­ne Ver­wen­dung, z.B. als Teil einer Hal­len­de­cke, gefun­den wer­den. Um aber wenigs­tens einen Teil der alten Tras­se zu ret­ten, erwarb die Fir­ma KARL DEUTSCH zwei Brü­cken­seg­men­te, die zu einer “ver­kürz­ten” Schwe­be­bahn­brü­cke ver­bun­den wurden.Das Indus­trie­denk­mal wiegt ca. 13 Ton­nen. Es wur­de mit zwei Schwer­lasts­trans­por­ten zum Otto-Haus­mann-Ring 201 gebracht. Dann wur­de eine umfas­sen­de Sanie­rung der Stahl­kon­struk­ti­on durch­ge­führt. Als neu­er Anstrich wur­den die Ori­gi­nal­far­ben der Schwe­be­bahn ver­wen­det. Das Gerüst ruht auf vier Beton­so­ckeln, die sich im Boden mit einer 40cm dicken Stahl­be­ton­plat­te ver­bin­den.

Die bei­den aus­ge­stell­ten Teil­stü­cke ent­stam­men dem west­li­chen Tras­sen­ab­schnitt und wur­den zwi­schen den Jah­ren 1899 und 1901 als Niet­kon­struk­ti­on gefer­tigt. Eine genaue Loka­li­sie­rung der ursprüng­li­chen Stand­or­te war lei­der nicht mehr mög­lich. Das vor­de­re Teil­stück war Bestand­teil einer Über­füh­rung, wie man sie z.B. in Sonn­born oder bei der Sta­ti­on Klu­se vor­fin­den kann.”


Detail des Denk­mals

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Schwebebahndenkmal im Nordpark

Das Schwe­be­bahn­denk­mal im Bar­mer Nord­park

Am Sams­tag, dem 6.November 2004, wur­de mit einem Fest­akt ein klei­nes aber fei­nes Schwe­be­bahn­denk­mal im Bar­mer Nord­park der Öffent­lich­keit über­ge­ben. Ein Jahr zuvor hat­te der ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de des Nord­städ­ter Bür­ger­ver­eins Bar­men, Wer­ner Zan­ner, dem Vor­stand vor­ge­schla­gen ein Stück der Schwe­be­bahn, deren Gerüst seit 1995 Schritt für Schritt erneu­ert wird, als tech­ni­sches Denk­mal im Nord­park zu prä­sen­tie­ren. Im Früh­jahr 2004 nahm der NBV Kon­takt zum För­der­ver­ein His­to­ri­sche Schwe­be­bahn auf, der zahl­rei­che Relik­te des Ori­gi­nal­ge­rüs­tes für eine spä­te­re Ver­wen­dung lagert. Zusam­men mit dem stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den Prof. Hans Fried Schierk wur­de ein Schwe­be­bahn­ele­ment gewählt, dass sich beson­ders für ein tech­ni­sches Denk­mal eig­ne­te, der Eigen­tü­mer über­gab es dem För­der­ver­ein als Geschenk. Die Wup­per­ta­ler Stadt­wer­ke erklär­ten sich bereit das Gerüst­teil auf­zu­ar­bei­ten und das Res­sort Grün­flä­chen und Fors­ten küm­mer­te sich um die Prä­sen­ta­ti­on auf einer Klin­ker­schu­le, deren Kos­ten aller­dings der NBV zu tra­gen hat­te.1


Ein his­to­ri­sches Ele­ment der Schwe­be­bahn: Ein Ober­gurt­kno­ten.

Am 6. Novem­ber 2004 konn­te dann das Denk­mal bei hef­ti­gem Regen in Anwe­sen­heit von 40 Mit­glie­dern des Nord­städ­ter Bür­ger­ver­eins, des Ober­bür­ger­meis­ters und Ver­eins­mit­glieds Peter Jung, des evan­ge­li­schen Pfar­rers der Gemein­de Wich­ling­hau­sen-Nächs­te­breck, Tho­mas Kro­emer, des Vor­sit­zen­den des För­der­ver­eins His­to­ri­sche Schwe­be­bahn, Frank Lind­gren, und Ver­tre­tern der benach­bar­ten Bür­ger­ver­ei­ne vom Rott, aus Lang­er­feld und aus Hecking­hau­sen der Öffent­lich­keit über­ge­ben wer­den. Der Vor­sit­zen­de des NBV, Ulrich Föh­se, wies dar­auf hin, dass der NBV in den letz­ten Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich an der Auf­bes­se­rung und “Möblie­rung” des Nord­parks gear­bei­tet habe.  Der von den WSW ent­gra­te­te und gestri­che­ne Ober­gurt­kno­ten war Teil des Schwe­be­bahn­ge­rüsts in Höhe des Arbeits­am­tes zwi­schen den Sta­tio­nen Völk­lin­ger Stra­ße und Land­ge­richt. 2


Ein Tafel erklärt die Her­kunft des Gerüst­teils und ver­an­schau­licht sie anhand eines Schau­bilds.

Auf einem ein­fa­chen Metall­schild wird am Denk­mal anhand eines Schau­bilds die Her­kunft des Ober­gurt­kno­tens als Teil des Schwe­be­bahn­ge­rüsts erklärt. Die Inschrift lau­tet:

Ober­gurt­kno­ten des his­to­ri­schen
Schwe­be­bahn­ge­rüs­tes
Ehe­ma­li­ge Stand­ort:
gegen­über dem Arbeits­amt — Hüne­feld­stras­se

[Schau­bild]

Die­ser Teil des Schwe­be­bahn­ge­rüs­tes wur­de 2004
vom Nord­städ­ti­schen Bür­ger­ver­ein Bar­men auf­ge­stellt.
Der Kno­ten wur­de dem NBV vom För­der­ver­ein
His­to­ri­sche Schwe­be­bahn Wup­per­tal e.V. über­las­sen”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Gedenktafel für Eugen Langen im Schwebebahnhof Döppersberg

Wer sich bei der Über­schrift bereits gefragt hat: “Hä? Wo?”, der geht ver­mut­lich immer den glei­chen Abgang hin­ab (oder hin­auf), näm­lich jenen, der direkt auf die Alte Frei­heit mün­det. Doch wer vom Bahn­steig Rich­tung Ober­bar­men in das Schwe­be­bahn­bahn­hofs­ge­bäu­de hin­ein geht, der ent­deckt am Absatz der Trep­pe die Gedenk­ta­fel für Eugen Lan­gen, bestehend aus einer Inschrift und einem Reli­ef­bild­nis aus Bron­ze, ange­fer­tigt vom Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Harald Schmahl.


Gedenk­ta­fel für Eugen Lan­gen, den Erfin­der der Schwe­be­bahn.

Die Inschrift lau­tet:

Eugen Lan­gen
Geh.Kommerzienrat
dem Inge­nieur und
Erbau­er der
Schwe­be­bahn
zur Erinnerung/
erbaut 1898 bis 1903”


Ein­ge­weiht wur­de das Denk­mal am 19.Juli 1957. Die Inschrift ist aller­dings miss­ver­ständ­lich. Eugen Lan­gen, gebo­ren am 9.Oktober 1833, war zwar Erfin­der des Sys­tem Schwe­be­bahn, auch der Name stammt von ihm, doch erbaut hat er die Wup­per­ta­ler Schwe­be­bahn nicht. Er starb bereits am 2.Oktober 1895 an einer Fisch­ver­gif­tung in Köln.1 Bis heu­te trägt die Schwe­be­bahn nicht nur den Namen, den er ihr gab, son­dern offi­zi­ell auch sei­nen:

Ein­schie­ni­ge Hän­ge­bahn Sys­tem Eugen Lan­gen”