Schwebebahndenkmal der Firma Karl Deutsch GmbH + Co KG

Eine aus zwei Tei­len zusam­men­ge­setz­te ver­kürz­te Brü­cke erin­nert an das Ori­gi­nal­ge­rüst der Wup­per­ta­ler Schwe­be­bahn.

Im August 2007 kauf­te die Fir­ma Karl Deutsch Prüf- und Mess­ge­rä­te GmbH + Co KG von den Stadt­wer­ken zwei Tei­le des alten Schwe­be­bahn­ge­rüsts aus dem Elber­fel­der Abschnitt, das beim Umbau des stäh­ler­nen Lind­wurms aus­ge­baut wor­den war. Geschäfts­füh­rer Wolf­ram Deutsch ent­schied sich die Gerüst­tei­le vor der geplan­ten Ver­schrot­tung zu ret­ten und auf dem Gelän­de der Fir­ma auf­zu­stel­len.1 Die bei­den 13 Ton­nen schwe­re Tei­le wur­den ent­lackt und neu zusam­men­ge­setzt, sodass sie eine ver­kürz­te Brü­cke, d.h. einen Längs­trä­ger der Schwe­be­bahn, dar­stel­len. Anschlie­ßend wur­de sie neu in der Ori­gi­nal­far­be lackiert und dann im Febru­ar 2008 am neu­en Stand­ort auf­ge­stellt. Ver­ant­wort­lich hier­für war die Archi­tek­tin Petra Weber. 2


Eine Tafel erklärt unter eine Kon­struk­ti­ons­zeich­nung des Denk­mals:

Die Fir­ma KARL DEUTSCH Prüf- und Mess­ge­rä­te GmbH + Co KG ret­te­te 2006 die­sen Teil der alten Schwe­be­bahn­brü­cke vor der Ver­schrot­tung.

Die Sanie­rung der Schwe­be­bahn­tras­se ist nun fast abge­schlos­sen. Für die alten Gerüst­tei­le konn­te lei­der kei­ne Ver­wen­dung, z.B. als Teil einer Hal­len­de­cke, gefun­den wer­den. Um aber wenigs­tens einen Teil der alten Tras­se zu ret­ten, erwarb die Fir­ma KARL DEUTSCH zwei Brü­cken­seg­men­te, die zu einer “ver­kürz­ten” Schwe­be­bahn­brü­cke ver­bun­den wurden.Das Indus­trie­denk­mal wiegt ca. 13 Ton­nen. Es wur­de mit zwei Schwer­lasts­trans­por­ten zum Otto-Haus­mann-Ring 201 gebracht. Dann wur­de eine umfas­sen­de Sanie­rung der Stahl­kon­struk­ti­on durch­ge­führt. Als neu­er Anstrich wur­den die Ori­gi­nal­far­ben der Schwe­be­bahn ver­wen­det. Das Gerüst ruht auf vier Beton­so­ckeln, die sich im Boden mit einer 40cm dicken Stahl­be­ton­plat­te ver­bin­den.

Die bei­den aus­ge­stell­ten Teil­stü­cke ent­stam­men dem west­li­chen Tras­sen­ab­schnitt und wur­den zwi­schen den Jah­ren 1899 und 1901 als Niet­kon­struk­ti­on gefer­tigt. Eine genaue Loka­li­sie­rung der ursprüng­li­chen Stand­or­te war lei­der nicht mehr mög­lich. Das vor­de­re Teil­stück war Bestand­teil einer Über­füh­rung, wie man sie z.B. in Sonn­born oder bei der Sta­ti­on Klu­se vor­fin­den kann.”


Detail des Denk­mals

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Fußnoten:

  1. Klaus Koch, Das Wahr­zei­chen als Entree, WZ vom 25. August 2007. 
  2. Aus­kunft Wolf­ram A. Karl Deutsch, vom 10. Janu­ar 2013.