Döppersberger Brunnen (1968)

Der Döp­pers­ber­ger Brun­nen von 1968, im Volks­mund auch Het­zelt-Dusche genannt.

Am 13. April 1968, dem Oster­sams­tag die­ses Jah­res, weih­te der Wup­per­ta­ler Bau­de­zer­nent Prof. Fried­rich Het­zelt den Döp­pers­ber­ger Brun­nen an der Ecke Hofaue und Alte Frei­heit ein, den er feder­füh­rend geplant hat­te. 150.000 DM kos­te­te der am 17. Juli 1967 vom Rat der Stadt beschlos­se­ne Brun­nen. Er bestand aus einem drei­stu­fi­gen Was­ser­be­cken. Das gro­ße Becken ver­füg­te über acht Fon­tä­nen, zudem besaß der Brun­nen 20 Unter­was­sergei­ser. Im Dun­keln wur­den die Was­ser­spie­le ange­strahlt. Die Aus­sen­ver­klei­dung bestand aus Tes­si­ner-Gra­nit, die Innen­ver­klei­dung aus geschlif­fe­nen Gani­ten. Der hel­le Mosa­ik­bo­den der Becken war aus spaltrau­hen Quar­zi­ten aus den Dolo­mi­ten.


Der Brun­nen von oben.

Als der Brun­nen in den 1980er Jah­ren zu einem belieb­ten Treff­punkt von Woh­nungs­lo­sen und der Dro­gen­sze­ne wur­de, ver­schmutz­te er zuse­hens und man ent­schied sich ihn zu ent­fer­nen, was im Som­mer 1988 aus­ge­führt wur­de. Er wur­de durch den neu­en Döp­pers­ber­ger Brun­nen ersetzt, wel­cher frei­lich beim Bau der City-Arca­den ent­fernt und ersetzt wur­de — durch einen Brun­nen der heu­te defekt und außer Funk­ti­on ist.1


Rai­ner Wermke / CC-BY-SA-3.0 (via Wiki­me­dia Com­mons)

Gustav-Platzhoff-Denkmal

Post­kar­te mit Bril­ler Vier­tel und dem Gus­tav-Platz­hoff-Denk­mal, gelau­fen 1912. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.6

Es war der 24.Juli 1910, als der Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­ein am Nüt­zen­berg am obe­ren Ende der Sado­wa­stra­ße ein Denk­mal für sei­nen ers­ten und spä­ter Ehren­vor­sit­zen­den Gus­tav Platz­hoff ein­weih­te. In Anwe­sen­heit von Mit­glie­dern der Fami­lie Platz­hoff-de Weerth, des Bei­geord­ne­ten Schoe­ne­fel­der als Ver­tre­ter des Ober­bür­ger­meis­ters Funck und von Mit­glie­dern des Ver­eins sprach der Vor­sit­zen­de Frei­herr August von der Heydt über die Ver­diens­te des Geehr­ten um den Ver­schö­ne­rungs­ver­ein und im Beson­de­ren um die Anla­ge am Nüt­zen­berg, die die­ser durch eine Schen­kung des Wald­be­sit­zes und mit Geld­spen­den ermög­licht hat­te.


Das Platz­hoff-Denk­mal auf einer Foto­gra­fie mit dem Bron­ze­re­li­ef Platz­hoffs. Ent­nom­men aus: Dr.Wilhelm de Weerth, Ahnen­ta­fel von Ellen de Weerth geb.Jung, Düs­sel­dorf 1939, S. 12.

Das Denk­mal in Form einer gro­ßen, anfangs bepflanz­ten, Vase auf einem drei Meter hohen, sich ver­jün­gen­dem Pos­ta­ment mit leich­ten Jugend­stil­ele­men­ten, an des­sen Front ein Bron­ze­re­li­ef und die Inschrift zu fin­den war, schuf der Elber­feld Kunst­ge­wer­be­leh­rer Prof. Lou­is Heitsch, der zwei Jah­re zuvor bereits den Flag­gen­mast vor dem Elber­fel­der Rat­haus geschaf­fen hat­te. Die Inschrift lau­te­te:

Dem ers­ten
Vor­sit­zen­den und
Mit­be­grün­der des
Ver­schö­ne­rungs-
Ver­ei­nes
Gus­tav Platz­hoff
1910”


Gus­tav Platz­hoff wur­de am 19.Mai 1821 in Elber­feld gebo­ren und war ein Uren­kel von J.P. Bemberg, der 1792 eine Wein­hand­lung gegrün­det hat­te, die spä­ter ein Far­ben­han­del und dann eine Tür­ki­schrot­fär­be­rei wur­de. 1865 zog die Fir­ma, deren Teil­ha­ber Platz­hoff war, an die Oeh­de in Hecking­hau­sen um, da dort mehr Platz vor­han­den war. Neben der Arbeit enga­gier­te sich Platz­hoff als Stadt­ver­ord­ne­ter (1853–1861), Bei­geord­ne­ter (1864–1878) und als ers­ter Vor­sit­zen­der des Elber­fel­der Ver­schö­ne­rungs­ver­eins (1870–1881). Dar­über hin­aus war er zwan­zig Jah­re lang Reprä­sen­tant der refor­mier­ten Gemein­de Elber­felds. Ab 1881 war er Ehren­vor­sit­zen­der des EVV. Am 23.August 1880 erhielt er den Kro­nen­or­den IV.Klasse und die 1860 ange­leg­te Platz­hoff­stras­se trägt bis heu­te sei­nen Namen. Am 7.Oktober 1887 starb er in Elber­feld.
Gus­tav-Platz­hoff-Denk­mal und der Ein­gang des Sado­wastol­lens im März 2011.

Wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs ging das Bron­ze­re­li­ef und die Inschrift
ver­lo­ren. Im August 1968 wur­de eine neue Bron­ze­ta­fel ange­bracht, auf der
die Inschrift zu lesen ist. 1


Die neue Gedenk­ta­fel von 1968

Das im Hin­ter­grund zu sehen­de Por­tal wur­de 1879 errich­tet und gehört zum Sado­wastol­len, der 1877 ange­legt wur­de und unter dem Nüt­zen­berg die Sado­wa­stra­ße und den Wey­er­busch­weg ver­bin­det. Der reprä­sen­ta­ti­ve Abschluss des 700 Meter lan­ge Stol­lens, der als Was­ser­re­ser­voir dien­te, war Bedin­gung des Ver­schö­ne­rungs­ver­ein für die Erlaub­nis zum Bau. 1994 wur­de das bau­fäl­li­ge Por­tal für 370.000 DM2 von den WSW saniert.3


Ein Eich­hörn­chen ist an der Sei­te des Pos­ta­ments zu sehen.

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Otto-Schüller-Denkmal

Otto-Schül­ler-Denk­mal im Jahr 1910. Foto­gra­fie im Besitz des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins.

Am 28.April 1902 weih­te der Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein in den unte­ren Bar­mer Anla­gen in Anwe­sen­heit des Bar­mer Ober­bür­ger­meis­ters Dr.Lentze das Denk­mal für Otto Schül­ler ein. Die­ser wur­de am 5.Oktober 1829 in Bar­men gebo­ren und spä­ter “Chef eines bedeu­ten­den Com­mis­si­ons- und Export­ge­schäf­tes”, das sei­nen Namen trug. 1867 wur­de er zum Stadt­ver­ord­ne­ten gewählt, 1869 wur­de er Bei­geord­ne­ter. Die­ses Amte übte bis in das Jahr sei­nes Todes aus und wur­de auf eige­nen Wunsch am 28.März 1899 ent­las­sen. Zu die­sem Anlass wur­de er zum Ehren­bür­ger ernannt. Vom preu­ßi­schen König erhielt er den Roten Adler Orden IV.Klasse und den Kro­nen­or­den III.Klasse. Seit der Grün­dung des BVV 1864 gehör­te er die­sem an und stand ihm vie­le Jah­re als Vor­sit­zen­der vor. Am 30.November 1899 ver­starb Otto Schül­ler.


Aus­schnitt des obi­gen Bil­des.

Sein lang­jäh­ri­ger Freund und Mit­ar­bei­ter im Vor­stand, Hugo Hoesch, war nur weni­ge Mona­te zuvor gestor­ben und hat­te in sei­nem Tes­ta­ment Mit­tel für die Errich­tung eines Denk­mals bereit­ge­stellt. Die Kos­ten von 4000 Gold­mark für die Büs­te aus wei­ßem Marmor.vom Bild­hau­er Wil­helm Gies­ecke und für das Pos­ta­ment aus wei­ßem Seye­nit vom Bild­hau­er Adolf Bröck­ler wur­den davon zu drei Vier­teln gedeckt.


Die Inschrift auf dem Pos­ta­ment lau­te­te:
“Otto Schül­ler
Ehren­bür­ger
der
Stadt Bar­men
Vor­sit­zen­der
des
Ver­schö­ne­rungs-
ver­eins
1880–1899”
Ober­bür­ger­meis­ter Dr.Lentze erklär­te in sei­ner Anspra­che zur Ein­wei­hung des Denk­mals, wel­ches öst­lich des Weges lag, der die bei­den Tei­che trennt:
“Möge das Bild­nis von Otto Schül­ler einem Jeden der zahl­lo­sen Besu­cher unse­rer Anla­gen zum Bewußt­sein brin­gen, daß hier Alles aus Bür­ger­sinn und unei­gen­nüt­zi­ger Arbeit im Diens­te der Gesammtheit[sic!] geschaf­fen ist, möge sein Anblick einen Jeden zu ähn­li­chem Thun begeis­tern und vor allen Din­gen die kom­men­den Geschlech­ter anfeu­ern, es ihm gleich zu thun in der selbst­lo­sen Arbeit und Sor­ge für das Gemein­wohl!”

1946 wur­de das Denk­mal, das den Welt­krieg über­stan­den hat­te, zer­stört. Im August 1953 fand man bei Rei­ni­gungs­ar­bei­ten im Schlamm des was­ser­lo­sen Tei­ches den Kopf und brach­te ihn am Denk­mal wie­der an. Im April 1957 kam es erneut zu einer Atta­cke auf das Denk­mal, bei der am Hin­ter­kopf der Büs­te Mar­mor abplatz­te. Im Mai 1968 konn­te eine Nach­bil­dung auf dem Pos­ta­ment befes­tigt wer­den. Sie wur­de von Otto Pie­per geschaf­fen. Im Som­mer 1983 wur­de das Denk­mal so zer­stört, dass eine erneu­te Instand­set­zung nicht in Fra­ge kam.1


Res­te der Umfrie­dung des Denk­mals?

Ringel-Denkmal

Ein­trag aktua­li­siert am 6. August 2013. Am 18.September 1883 beschloss die Bar­mer Stadt­ver­ord­ne­ten-Ver­samm­lung, dass man im sog. Rin­gel­tal in den Bar­mer Anla­gen ein Denk­mal für Lud­wig Rin­gel errich­ten wol­le. Die­ser war Begrün­der vie­ler städ­ti­scher und pri­va­ter gemein­nüt­zi­ger Stif­tun­gen und man hat­te bereits einen Teil der Bar­mer Anla­gen nach ihm benannt, da er die­ses Gründ­stück erwor­ben und dem Ver­schö­ne­rungs­ver­ein über­las­sen hat­te. Der gebür­ti­ge Len­ne­per Kauf­mann war auch in sei­nem Tes­ta­ment frei­gie­big und bestimm­te, dass ca. 1 Mil­li­on Mark für ver­schie­de­ne Zwe­cke in Bar­men und Len­nep ver­wen­det wur­den, u.a. 400.000 Mk zum Bau der Chris­tus­kir­che in Unt­er­bar­men.


Blick vom Rin­gel-Denk­mal auf das Rin­gel­tal.

Für den Ent­wurf des Stadt­bau­meis­ters Carl Win­chen­bach stell­ten die Stadt­ver­ord­ne­ten 40.000Mk zur Ver­fü­gung. Am 22.Juni 1886 wur­den noch ein­mal 13.000 Mk zuge­schos­sen, um Ände­run­gen bei der Aus­füh­rung zu finan­zie­ren. Ver­mut­lich wur­de das Denk­mal in die­sem Jahr (1886) dann auch fest­ge­stellt, auch wenn die Inschrift auf das vor­an­ge­gan­ge­ne Jahr ver­weist.


Das Rin­gel-Denk­mal auf einer alten Post­kar­te im Ori­gi­nal-Zustand.

Bereits 1900 gab es die ers­ten Zer­stö­run­gen am Denk­mal. Eine Gedenk­ta­fel für den Erbau­er Carl Win­chen­bach wur­de zer­stört, eine Vase  in der rech­ten Nische beschä­digt. 1938 beschäf­tig­te sich der Denk­mal­aus­schuss der Stadt mit dem Denk­mal, dass es ver­wit­tert war und “häss­lich” aus­sah. Plä­ne zur Besei­ti­gung wur­den aber fal­len gelas­sen, dafür “über­flüs­si­ges Bau­werk” besei­tigt. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg war das Denk­mal ver­fal­len, die Nischen zuge­mau­ert, Trep­pen und Balus­tra­de bau­fäl­lig. 1968 erneu­er­te Stein­metz­meis­ter Man­fred Stöl­zel das Denk­mal, aller­dings konn­ten die Trep­pen nicht wie­der­her­ge­stellt wer­den.1


Das Rin­geldenk­mal auf einer alten Post­kar­te. Post­kar­ten­samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Das Rin­gel-Denk­mal heu­te 2011. Es ist zuge­wach­sen, vie­le Zier­ele­men­te sind ver­schwun­den, die Nischen ver­schlos­sen.

Blick von der ande­ren Sei­te.

Auch von oben sieht das Denk­mal ver­nach­läs­sigt aus.

Die Tafel mit der Inschrift. Das Reli­ef Rin­gels ging im Zwei­ten Welt­krieg ver­lo­ren.

 Die Inschrift auf der braun­ro­ten Gra­nit­ta­fel lau­tet:

Zur Erin­ne­rung
an
Lud­wig Rin­gel
geb. 10.Nov.1808
gest. 15.Nov 1881
die dank­ba­re Stadt
Bar­men
1885”


Ergän­zung vom 6. August 2013:
Das Denk­mal im August 2013

2012 wur­de das Denk­mal durch den Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein gründ­lich reno­viert. Das nöti­ge Geld (70.000 von ins­ge­samt 75.000 €) stell­te die Ilse­lo­re-Luc­k­ow-Stif­tung zur Ver­fü­gung. Der Erhalt von Denk­mä­lern des 19. Jahr­hun­derts gehört zum aus­drück­li­chen Stif­tungs­zweck. Rüdi­ger Hof­mann vom BVV-Arbeits­kreis für die Denk­mä­ler und Gott­hard Geis­ler von der Fir­ma Con­cret, die bereits die Sanie­rung des Bar­mer Krie­ger­denk­mals für die Gefal­le­nen der Krie­ge von 1864 und 1866 zusam­men durch­ge­führt hat­ten, nah­men fol­gen­de Arbei­ten vor:


“Alle frei­ge­leg­ten Fugen und Fehl­stel­len wur­den mit spe­zi­el­lem Stein­re­stau­ra­ti­ons­mör­tel bei­gear­bei­tet. Das gesam­te, 250 Qua­drat­me­ter gro­ße Objekt wird gerei­nigt: Aus­sichts­platt­form, Ansichts­tei­le Park­sei­te und Sei­ten­tei­le, Strahl­ar­bei­ten. Die losen mine­ra­li­schen Tei­le (Fugen), Algen und Wur­zeln wur­den ent­fernt, Aus­blü­hun­gen bear­bei­tet. Alle Stei­ne wur­den mit Anti­graf­fi­ti-Pro­tec­to­sil schutz­be­schich­tet.“2
Außer­dem wur­de die Ter­ras­se abge­dich­tet, die Boden­plat­ten neu­ver­legt und Was­ser­ab­läu­fe her­ge­stellt. Die bepflanz­te Flä­che vor dem Denk­mal wur­de “plat­tiert” und die Sei­ten­be­rei­che gesi­chert.
Neu und hübsch.

Zwei neue Mar­mor­ta­feln infor­mie­ren über Lud­wig Rin­gel und die Sanie­rung des Denk­mals. Die zen­tra­le Mar­mor­ta­fel wur­de restau­riert und mit einem Foto (anstatt des ursprüng­li­chen Por­traitme­dail­lons) Rin­gels ver­se­hen. Die neue Frei­flä­che vor dem Denk­mal ermög­li­che viel­leicht Sonn­tags-Kon­zer­te, träum­te Rüdi­ger Hof­mann anläss­lich der Ein­wei­hung.


Die neue Tafel.

Die neue lin­ke Tafel trägt fol­gen­de, sehr schlecht les­ba­re Inschrift:

“Denk mal — ein Denk­mal für einen Mäzen­die Bar­mer Stadt­ver­ord­ne­ten beschloss­sen am 18.02.1883 zu Ehren des am / 15.11.1881 Bei­geord­ne­ten Lud­wig Rin­gel ein Denk­mal zu errich­ten. [sic!] / Bewil­ligt wur­de die Bau­sum­me von 53.000,- Mark. / Den Ent­wurf lie­fer­te Stadt­bau­meis­ter Carl Win­chen­bach. Obwohl das / Bau­werk im Rin­gel­tal bereits 1884 fer­tig war, fand die Ein­wei­hungs­fei­er erst / am 10.November 1887, dem Geburts­tag Lud­wig Rin­gels und sechs Jah­re nach / sei­nem Tod statt. 1938/1939 woll­te die Stadt Wup­per­tal das stark ver­wit­ter­te / Denk­mal abrei­ßen las­sen. Nach­dem sich der Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein für / den Erhalt aus­ge­spro­chen hat­te, wur­de nur angeb­lich über­flüs­si­ges Bei­werk / besei­tigt. Nach dem zwei­ten Welt­krieg (1939–1945) war das Denk­mal teilweise/ ver­fal­len. 1968 restau­rier­te Stein­meis­ter Man­fred Stöl­zel das Bau­werk. Auf die / Wie­der­her­stel­lung der monu­men­ta­len Trep­pen­an­la­ge wur­de aus Kos­ten­grün­den / ver­zich­tet. Ursprüng­lich befand sich über dem Text im Mit­tel­bo­gen ein bron­ze­nes / Por­traitme­dail­lon des Geehr­ten, das ver­mut­lich im Krieg ein­ge­schmol­zen wur­de. / Sti­lis­tisch weist die Anla­ge Ele­men­te der Renais­sance und des Barock aus, / was für die Zeit des His­to­ris­mus im 19. Jahr­hun­dert cha­rak­te­ris­tisch ist. 2012 hat die Düs­sel­dor­fer Ilse­lo­re-Luc­k­ow-Stif­tung, die sich neben ande­ren Zwe­cken der Erhal­tung von
Denk­mä­lern wid­met, eine behut­sa­me Restau­rie­rung durch die Fir­ma
Con­cret GmbH ermög­licht.”

Die rech­te Tafel, die mit einer Post­kar­ten­an­sicht des ursprüng­li­chen Denk­mals ver­se­hen ist, erklärt:

Was kann ich für mei­ne Stadt tun?

Lud­wig Rin­gel sag­te vor der Wahl der Bei­geord­ne­ten der Stadt Bar­men
am 19. Janu­ar 1858: “Ich freue mich, wenn ich mit mei­nen schwa­chen
Kräf­ten etwas zum Woh­le und Bes­ten der Stadt bei­zu­tra­gen ver­mag.”
Über eige­ne gute Taten zu reden war nicht sei­ne Sache. Lud­wig Rin­gel
(10. Novem­ber 1808–15.November 1881) ver­mach­te der Stadt Bar­men,
der Unt­er­bar­mer Kir­chen­ge­mein­de für die Chris­tus­kir­che und der
Anstalt für ver­las­se­ne Kin­der, auch in sei­ner Geburts­stadt Len­nep
gro­ße Stif­tun­gen. 1000.000,- [sic!] Mark depo­nier­te der Unter­neh­mer 1880 für den Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein bei der Stadt Bar­men.
Die Zin­sen soll­ten für die Pfle­ge des spä­ter nach ihm benann­ten
Rin­gel­ta­les ver­wen­det wer­den. Rin­gel hat­te das “Vor­me­tal” erwor­ben
und von zwei mit gekauf­ten Wohn­häu­sern befrei­en las­sen.
Mit der Park­ge­stal­tung wur­de Hof­gar­ten­di­rek­tor Hering beauf­tragt.
Fazit damals wie heu­te: “schöns­te von allen Par­ti­en”.
Bit­te gehen Sie links oder rechts vom Denk­mal die Wege hin­auf.
Die obe­re Platt­form ist erhal­ten geblie­ben und von einer Balus­tra­de
begrenzt, die frü­her an den Außen­sei­ten je zwei Vasen trug.
Die­ser “Archi­tek­tur-Kulis­se” war ein mehr­fach geglie­der­te Frei­trep­pe
vor­ge­la­gert. Die Ter­ras­se erlaubt einen herr­li­chen Blick auf das
gar­ten­ar­chi­tek­to­nisch her­vor­ra­gend gestal­te­te, ehe­mals tief ein­ge­schnit­te­ne Tal und das Bar­mer Zen­trum bis hin­über zu den Nord­hö­hen.”


Das Rin­gel-Denk­mal von oben

Am 23. Novem­ber 2012 wur­de das reno­vier­te von dem BVV- Vor­sit­zen­dem Peter Pran­ge und Ober­bür­ger­meis­ter Peter Jung wie­der­ein­ge­weiht. Der Ober­bür­ger­meis­ter erklär­te:

“Es ist schön die­ses wun­der­ba­re Denk­mal wie­der in Besitz zu neh­men. Lud­wig Rin­gel gilt noch heu­te als Vor­bild für ehren­amt­li­chen Ein­satz für unse­re Stadt, um den uns vie­le ande­re Städ­te benei­den. Das bür­ger­schaft­li­che Enga­ge­ment des Ver­schö­ne­rungs­ver­eins seit 1864 macht Wup­per­tal zu einer rei­chen Stadt. Die Bar­mer Anla­gen sind ein Schmuck­stück und ein kos­ten­lo­ses groß­ar­ti­ges, täg­li­ches Geschenk an die Mit­bür­ger. Es soll­te selbst­ver­ständ­lich sein, dass jeder Nut­zer pfleg­lich mit dem Ver­eins­ei­gen­tum umgeht!”

Kriegerdenkmal auf dem Langerfelder Markt

Auf dem Lang­er­fel­der Markt steht seit dem 27.Oktober 1872 ein Denk­mal für 13 gefal­le­ne Lang­er­fel­der Bür­ger der Krie­ge von 1864 (Deutsch-Däni­scher Krieg), 1866 (Deut­scher Krieg) und 1870/71 (Deutsch-Fran­zö­si­scher Krieg). Es war der 2.Jahrestag der Kapi­tu­la­ti­on der Fes­tung Metz, am glei­chen Tag wur­de auch das Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen des 8.Westfälischen Inf.Reg.57 auf der Hardt ein­ge­weiht.
Das Krie­ger­denk­mal auf dem Lang­er­fel­der Markt.

Das Lang­er­fel­der Denk­mal ist in neu­go­ti­schen Stil erschaf­fen wor­den, die Kos­ten wur­den durch den Erlös einer Lot­te­rie unter den Lang­er­fel­der Bür­gern erbracht. Auf sechs Sei­ten­flä­chen sind in ver­gol­de­ten Buch­sta­ben die Inschrif­ten ange­bracht. 1968 und 1990 wur­de das Denk­mal restau­riert.1 Die Inschrif­ten lau­ten:


Über die­ser Inschrift ist ein Eiser­nes Kreuz zu sehen.

Den für Deutsch-
lands Einig­keit
gefal­le­nen Hel­den
aus dem Amte
Lang­er­feld zum
ehren­den Gedächt
-nis”


“Möge Gott uns das erhal­ten, was die Tap­fe­ren erfoch­ten.” ver­kün­det die­se Inschrift.

1864 war ein glück­li­ches Jahr für Lang­er­fel­der Sol­da­ten

1870/1871

Die Tafel für 1870/71 ver­zeich­net zehn Gefal­le­ne, die für 1866 auf der sechs­ten Tafel drei Namen.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te