Wilberg-Denkmal

Das Wilberg-Denkmal stand einst unweit des Felsbogens auf der Hardt, heute ist hier der Vorplatz zur Waldbühne. Postkarte um 1901.
Stadtarchiv Wuppertal, 2.11.2 (Bild ergänzt am 4.August 2012)

Am 31.August 1867 wurde auf der alten Hardt (am Zugang zur heutigen Waldbühne) ein Denkmal zu Ehren des Pädagogen Johann Friedrich Wilberg vollendet und eingeweiht. Das Comite übergab im Täglichen Anzeiger für Berg und Mark das Denkmal seiner Bestimmung und stellte es unter den Schutz der Bevölkerung und der Stadt. Bereits am 5.November 1866 hatte es in der Realschule eine Schulfeier zu Ehren des 100.Geburtstages Wilbergs gegeben, gefolgt von einem Festmahl für 150 Personen, darunter die einzige noch lebende Tochter Frau Dr.Wirth, im Casino. Diese Feierlichkeiten gelten fälschlicherweise als Datum der Denkmalerrichtung, da dieses Datum auch auf dem Denkmal verzeichnet ist.[1]

Das Wilberg-Denkmal auf einer Postkarte.
Stadtarchiv Wuppertal, 19.6
Das Denkmal wurde geschaffen vom Bildhauer Robert Schöpp. In einer eisernen Einfriedung thronte auf einem Hügel ein Postament aus Stein (aus Andernach) mit vier Marmortafeln, die die Inschriften trugen. Darüber folgte dann eine abgebrochene Säule, als „Symbol des Todes“, wie der Barmer Anzeiger fand.[2]
Auf dieser Fotografie unbekannten Datums ist die Säule mit Efeu bewachsen und kaum noch zu sehen.
Sammlung Historisches Zentrum, 010/9/14
Johann Friedrich Wilberg wurde am 5. November 1766 in Ziesar bei Potsdam geboren. 1790 bestand er das Lehrerexamen und erhielt eine Stelle in Hamme bei Bochum,[3] 1802 kam er als Inspektor und Lehrer an die Elberfelder Armenschule und wirkte an dieser Stelle 30 Jahre. 1817 zeichnete die Universität Tübingen mit dem Titel Magister aus, 1835 promovierte er dort zum Doktor der Philosophie.[4] Am 17.Dezember 1846 verstarb er Bonn.
Das Wilberg Denkmal heute.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal beschädigt. Am 5.November 1966 – zu Wilbergs 200.Geburtstag – wurde es an seinem neuen Standort wieder eingeweiht. Es steht unweit des Bismarkturms nahe der Justizvollzugsschule auf der Hardt. Die Säule und der Unterbau fehlen, von den Marmortafeln blieben drei erhalten. Ihre Inschriften lauten: [5]

„Dr.Joh.Friedr.
Wilberg
weiland Lehrer
u.Schulinspektor in Elberfeld
geb.5.Novbr.1766
in Ziesar
gest.17.Dezbr. 1846
in Bonn.“

„So ihr bleiben werdet
an meiner Rede, werdet
ihr die Wahrheit erken-
nen und die Wahrheit
wird euch frei machen.
Joh.8,31“

Die rechte Inschrifttafel wurde 1966 hinzugefügt, da Orignal-Tafel beschädigt war.

 „‚Es ist eine schöne
Sitte, das Andenken der
Freunde zu feiern, sich
dessen zu erinnern, was
sie für uns waren…
Wilberg
Von dankbaren Schülern
und Freunden errichtet
am 5.Novbr.1866“

Die ursprüngliche vierte Tafel trug bis zur Beschädigung die Inschrift:

„Was ich im Schulwesen nah
und fern gewirkt habe,
kennt Gott allein ganz und
wägt mit rechter Waage,
und er wird dem, was davon
des Bestehens wert ist,
Segen verleihen.Wilberg“ [6]

Heute lautet die Inschrift:

„Errichtet 1866
zum 100.Geburtstag
*
Beschädigt 1943-1945
*
Wieder aufgestellt
am 5.Nov.1866“


[1] RMK S.34

[2] RMK S.36
[5] RMK, S.36.
[6] RMK, S.36


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