Kreuz zur Erinnerung an die russisch-orthodoxe Gemeinde

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Im Hin­ter­grund die Kapel­le

Vor der Kapel­le am ehe­ma­li­gen Kran­ken­haus St. Anna an der Vogel­s­angs­tr. weist ein 1,60 Meter hohes Kreuz auf das Got­tes­haus der rus­sisch-ortho­do­xen Gemein­de hin. Gemein­de­mit­glied Oga­nes Sar­kis­jan hol­te es im Sep­tem­ber 2012 per­sön­lich mit dem Auto aus Arme­ni­en, eine ein­fa­che Weg­stre­cke von über 4500 km. Nun ist es das Wahr­zei­chen der 150 Per­so­nen star­ken Gemein­de.1


P17502621
Zwei­spra­chi­ge Inschrift.

Stahlwille-Denkmal

Wil­le-Man.

Am 8. Sep­tem­ber 2012 fei­er­te die Cro­nen­ber­ger Fir­ma Stahl­wil­le mit einem gro­ßen Mit­ar­bei­ter­fest das Fina­le des Jubi­lä­ums­jah­res, mit dem man an die Fir­men­grün­dung im Jahr 1862 erin­ner­te. Gegrün­det als Gesenk­schmie­de ist das Unter­neh­men heu­te ein inter­na­tio­nal agie­ren­der Her­stel­ler von hoch­wer­ti­gen Schraub­werk­zeu­gen und der Dreh­mo­ment­tech­nik. Am Ein­gang zum  Ver­wal­tungs­bau steht seit dem Fest der “Wil­le-Man”, ent­stan­den in Zusam­men­ar­beit mit der Event­schmie­de Solin­gen, der aus zahl­rei­chen Metall­tei­len der Schraub­werk­zeug­fer­ti­gung besteht. 1An sei­nem Fun­da­ment erklärt eine klei­ne Pla­ket­te:


150 Jah­re 1862
Men­schen Schmie­den Zukunft
“Wil­le-Man”
Zeit­kap­sel der Beleg­schaft mit Wün­schen für die Zukunft
Ent­stan­den in Zusam­men­ar­beit mit der
Event­schmie­de Solin­gen”


Was Edu­ard Wil­le wohl dazu gesagt hät­te?

Gedenktafel für die Wuppertaler Trümmerfrauen

Am 8.Mai 2012, 67 Jah­re nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs, wur­de im Rat­haus Bar­men eine Gedenk­ta­fel für die Trüm­mer­frau­en Wup­per­tals ein­ge­weiht, die der “För­der­ver­ein Trüm­mer­frau­en e.V.” gestif­tet hat­te. Sie erin­nert an jene Frau­en, die  teils frei­wil­lig, teils von den Besat­zungs­mäch­ten ver­pflich­tet, nach dem Krieg dabei hal­fen, ca. fünf Mil­lio­nen Ton­nen Schutt aus den Rui­nen der Stadt weg­zu­räu­men. Die meis­ten von ihnen, wie Hel­ga Ste­fes, die noch 2011 einem Fern­seh­team des WDR (Bei­trag ist online ver­füg­bar) von ihrer Arbeit erzäh­len konn­te, erleb­ten die­se spä­te öffent­li­che Ehrung nicht mehr mit.1Anwe­send waren ca. 90 Freun­de, För­de­rer und Mit­glie­der des Ver­eins, Ver­tre­ter aus den Frak­tio­nen und Bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Schulz, als die Vor­sit­zen­de und Initia­to­rin des För­der­ver­eins, Inge­borg Gal­brecht, zusam­men mit Ober­bür­ger­meis­ter Peter Jung die Tafel ent­hüll­te.2 Sie hängt im Foy­er des Rat­hau­ses am Zugang zum Licht­hof und damit, wie vom För­der­ver­ein erbe­ten, gegen­über der Gedenk­ta­fel für die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs.

Wir hof­fen, dass vie­le Men­schen die Tafel lesen und sich erin­nern. Nur durch eine star­ke Soli­da­ri­tät sind Kri­sen jeg­li­cher Art gemein­sam zu bewäl­ti­gen. Dafür ste­hen die Trüm­mer­frau­en ges­tern und heu­te glei­cher­ma­ßen.“3Inge­borg Gal­brecht


Die Gedenk­ta­fel zur Erin­ne­rung an die Wup­per­ta­ler Trüm­mer­frau­en.

Die Gedenk­ta­fel wur­de von Stein­metz­meis­ter Jörg Her­hau­sen aus Gra­nit geschaf­fen und ent­hält fol­gen­de Inschrift:

“In Erin­ne­rung an die
Trüm­mer­frau­en,
die mit ihrem Ein­satz
hal­fen, nach 1945
unse­re zer­stör­te Stadt
wie­der auf­zu­bau­en.”

Die Idee zu die­ser Ehrung kam der Initia­to­rin Inge­borg Gal­brecht bei einer Stadt­füh­rung mit dem Sozi­al­ver­band VdK im Jahr 2008 in Hamm, wo sie auf ein Denk­mal für die Trüm­mer­frau­en der Stadt auf­merk­sam wur­de. Sie begann zu recher­chie­ren. Die Trüm­mer­frau­en in Wup­per­tal sind nicht so bekannt wie die ande­rer Städ­te, z.B. Ber­lin, aber auch in Wup­per­tal leis­te­ten sie har­te Arbeit bei schreck­li­chen Lebens­be­din­gun­gen in der zur Hälf­te zer­stör­ten Stadt. Sie ris­sen die Rui­nen der Bom­ben­näch­te mit ein­fa­chem Gerät ab, führ­ten die Bau­stof­fe der Wie­der­ver­wer­tung zu, befrei­ten zum Bei­spiel Zie­gel­stei­ne von Mör­tel, und sorg­ten so dafür, dass aus den Rui­nen neu­er Wohn­raum geschaf­fen wer­den konn­te.

2009 grün­de­te Inge­borg Gal­brecht dann den För­der­ver­ein Trüm­mer­frau­en und über­zeug­te Freun­de und Ver­wand­te von ihrem Anlie­gen, am Ende waren es 40 Mit­glie­der, die mit einer Prä­sen­ta­ti­on durch die Ver­ei­ne, Insti­tu­tio­nen und Fir­men zogen und um Spen­den war­ben. Die Stadt­spar­kas­se, die Bar­me­nia Ver­si­che­rung und die Jack­städt-Stif­tung und ande­re zeig­ten sich bereit, das Vor­ha­ben zu unter­stüt­zen.4

Gedenktafel für die Vohwinkler Opfer des Nationalsozialismus

Am links im Bild zu sehen­den Pfei­ler hing die Gedenk­ta­fel von Novem­ber 2011 bis Mai 2012.

Ende Janu­ar 2012 ent­deck­te ich am mitt­le­ren Pfei­ler der Schwe­be­bahn­sta­ti­on Voh­win­kel eine klei­ne metal­le­ne Gedenk­ta­fel, die an die Voh­wink­ler Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus erin­nert. Ers­te Recher­chen zum Hin­ter­grund ver­lie­fen erfolg­los. Die WSW wuss­ten selbst nichts von der Gedenk­ta­fel, auch die Bezirks­ver­tre­tung Voh­win­kel war nicht infor­miert.1 Am 23.Mai 2012 ent­schied die Geschäfts­füh­rung der WSW die Gedenk­ta­fel zu ent­fer­nen, da sie ohne jede Kon­takt­auf­nah­me instal­liert wor­den war.2 Die ein­zi­ge Spur, die von einer Gedenk­ta­fel in Voh­win­kel berich­tet, fin­det sich in einer Ter­min­an­kün­di­gung zu einer Demons­tra­ti­on am 9.November 2011 auf der Home­page des Anti­fa-Cafés Wup­per­tal. Dort heißt es:


“17:00 Uhr Kaiserstrasse/ Ecke Edith-Stein Stras­se:
Gedenk­kund­ge­bung für die Voh­wink­ler NS-Opfer mit Gedenk­ta­fel­ent­hül­lung“3

Ob damit die­se Gedenk­ta­fel gemeint ist, bleibt unklar. Die Schwe­be­bahn­sta­ti­on fin­det sich nicht an der Kai­ser­stra­ße/E­dith-Stein-Stra­ße, son­dern an der Voh­wink­ler Stra­ße in Höhe der Ein­mün­dung der Rubensstra­ße. Alle wei­te­ren Recher­chen blie­ben erfolg­los.


Die Gedenk­ta­fel.

Die Gedenk­ta­fel selbst ver­zeich­net unter der Inschrift:

In Erin­ne­rung an die Voh­wink­ler NS-Opfer”

24 Namen von Opfern der NS-Dik­ta­tur, dar­un­ter Juden, Eutha­na­sie-Opfer, KZ-Häft­lin­ge und Zwangs­ar­bei­ter. Wie die­se Namen zustan­de kom­men und ob die Lis­te voll­stän­dig ist, konn­te auch nicht geklärt wer­den. Ver­gleicht man die Namen mit dem Gedenk­buch Wup­per­tal, fällt auf, dass z.B. die Zwangs­ar­bei­te­rin Valen­ti­na Bori­sen­ko fehlt. Dafür fin­det sich zu Mar­ga­re­te Stri­cker im Gedenk­buch kein Ein­trag. Die Tafel schließt mit dem Ver­spre­chen:

Nichts und nie­mand ist ver­ges­sen!
9.November 2011”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Der Gerechtigkeitsbrunnen (2012)

Am 30.Juli 1910 wur­de auf dem dama­li­gen Exer­zier­platz, dem heu­ti­gen Platz der Repu­blik, am Osters­baum der von Frei­herr August von der Heydt gestif­te­te Gerech­tig­keits­brun­nen ein­ge­weiht. Wäh­rend die drei eiser­nen Löwen und die Brun­nen­scha­le aus Muschel­kalk die Zei­ten über­dau­er­ten, wur­de die stadt­bild­prä­gen­de Figur Bern­hard Hoet­gers von den Natio­nal­so­zia­lis­ten ein­ge­schmol­zen.1


Der Gerech­tig­keits­brun­nen auf einer unda­tier­ten Foto­gra­fie. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.4

Im Okto­ber 2011 kün­dig­te der Wup­per­ta­ler Mäzen Hans-Joa­chim Cam­p­hau­sen an, dass die Figur rekon­stru­iert wer­den soll­te. Mit Hil­fe von Spen­den hat­te Cam­p­hau­sen bereits die Rekon­struk­ti­on des Rit­ters von Elber­feld und der Figu­ren Wahr­heit und Gerech­tig­keit am Elber­fel­der Rat­haus (2010) und des Armen­pfle­ge-Denk­mals (2011) in Zusam­men­ar­beit mit dem Kunst- und Muse­ums­ver­eins Wup­per­tal orga­ni­siert. Die Kos­ten für die Rekon­struk­ti­on betru­gen laut der Pro­gno­se im Okot­ber 2011 175.000 €. Neben der Bedeu­tung des Kunst­werks führ­te Cam­p­hau­sen gegen­über der WZ noch eine wei­te­re Begrün­dung für die Wahl des Brun­nens als nächs­tes Pro­jekt an: „Der rekon­stru­ier­te Brun­nen wäre ein Zei­chen der Wert­schät­zung für die vie­le Arbeit, die von Ehren­amt­li­chen und Ver­ei­nen zur Auf­wer­tung des Stadt­teils geleis­tet wird.“2


Der Brun­nen nach der Restau­ra­ti­on, am Tag bevor die Figur ihren Platz wie­der ein­nahm.

Am Bau­zaun zeigt sich Vor­freu­de…

.. und Mah­nung. Der Osters­bau­mer Kon­sens.

Der alte “Gib mich Honig Rap” (s.u.)

Am 19.Juni 2012 wur­de die neue vier Meter hohe Figur auf den zuvor reno­vier­ten Brun­nen gesetzt.3 Dabei wur­de ein Restau­ra­ti­ons­feh­ler von 1955–1957 nicht rück­gän­gig gemacht. Damals wur­de das Stif­tungs­schild in den Pran­ken eines Löwen durch ein Wap­pen der Stadt Wup­per­tal ersetzt.


Das fal­sche Wup­per­ta­ler Wap­pen.

Beim Ver­gleich mit den his­to­ri­schen Bil­der fällt außer­dem auf, dass die Figur um 90° gedreht wur­de und nun Rich­tung Hage­nau­er Stra­ße blickt, exakt über einem Löwen ste­hend. Frü­her sah sie zur heu­ti­ge Stra­ße “Platz der Repu­blik”. Her­ge­stellt wur­de sie von der Gie­ße­rei Kay­ser in Düs­sel­dorf, deren Bild­hau­er Schwan Kamal für die Rekon­struk­ti­on ver­ant­wort­lich zeich­net. Dar­über hin­aus speit der neue Basi­lisk kein Was­ser mehr.


Der neue Gerech­tig­keits­brun­nen nach der Ein­wei­hung.

Am 24. Juni 2012 wur­de um 11 Uhr auf dem Platz der Repu­blik die neue Figur der Ado­ran­tin (Anbe­ten­den) ein­ge­weiht.


Zunächst sprach der Ober­bür­ger­meis­ter zu den ca.100 Bür­gern, die sich auf dem Platz der Repu­blik ver­sam­melt hat­ten. Er beton­te die Initia­ti­ve der Bür­ger­schaft, die wich­tig sei in einer Stadt mit deso­la­ter Finanz­la­ger und dank­te allen Spon­so­ren, die die­ses Wun­der geschaf­fen haben. Beson­de­rer Dank ging natür­lich an den Initia­tor Hans-Joa­chim Cam­p­hau­sen, an des­sen vori­ge Wer­ke – den Rit­ter von Elber­feld am dor­ti­gen Rat­haus und das Armen­pfle­ge­denk­mal – der Ober­bür­ger­meis­ter noch ein­mal erin­ner­te. Außer­dem dank­te der Ober­bür­ger­meis­ter, wäh­rend­des­sen leich­ter Regen ein­setz­te, dem Vor­sit­zen­den des Kunst- und Muse­ums­ver­eins, Dr. Joa­chim Schmidt-Her­mes­dorf, des­sen 1.500 Mit­glie­der sich beson­ders für die Erneue­rung der Sta­tue ein­setz­ten. Jung erklär­te, dass der Platz der Repu­blik und das Vier­tel eine groß­ar­ti­ge Ent­wick­lung genom­men hät­ten, dank des Abris­ses des Bun­kers und des Nach­bar­schafts­heim. Er hof­fe, die Figur blei­be von Van­da­lis­mus ver­schont und sei gespannt, das rich­te­te er an Cam­p­hau­sen, was als nächs­tes kom­me.


Für die musi­ka­li­sche Beglei­tung sorg­te der Inter­na­tio­na­le Chor der Else-Las­ker-Schü­ler-Gesamt­schu­le, der anschlie­ßend das Lied „Oh, Hap­py Day“ zum Bes­ten gab. Dann sprach der Vor­sit­zen­de des Kunst- und Muse­ums­ver­eins, Dr. Joa­chim Schmidt-Her­mes­dorf, der an den ursprüng­li­chen Stif­ter, Frei­herr August von der Heydt, erin­ner­te und sei­ne Geleit­wor­te zur Ein­wei­hung im Jahr 1910 zitier­te und damit auch an den „Geist der Gerech­tig­keit“, den der „Gerch­tig­keits­en­gel“ ver­kör­pe­re. Dar­aus sei im Volks­mund die Bezeich­nung „Engel“ gewor­den, eine von vie­len Namen, die man am Osters­baum der Figur gege­ben hat­te. Der Gerech­tig­keits­brun­nen möge allen Bür­gern an die Ver­ant­wor­tung gegen­über sei­nem Nächs­tem erin­nern, dem man gerecht begeg­nen soll­te. Außer­dem appel­lier­te er an die Bür­ger sich für ihre Stadt zu enga­gie­ren. Das Was­ser des Brun­nens sym­bo­li­sie­re die Gerech­tig­keit. Schmidt-Her­mes­dorf dank­te dem Bild­hau­er Schwan Kamal für die Rekon­struk­ti­on der Hoet­ger­schen Ado­ran­tin.


Nach­dem eine Schü­le­rin des Inter­na­tio­na­len Chors der Else Las­ker-Schü­ler-Gesamt­schu­le ein selbst-kom­po­nier­tes Lied mit den Titel „Leben“ vor­ge­tra­gen und dem Regen getrotzt hat­te, sprach dann der Initia­tor Hans-Joa­chim Cam­p­hau­sen. Er hat­te viel Lob und Dank für die erfolg­rei­che
Zusam­men­ar­beit zu ver­tei­len und nann­te die zahl­rei­chen Spen­der und unter ihnen beson­ders den Kunst- und Muse­ums­ver­ein, eine „älte­re Dame in Ham­burg“ die bedin­gungs­los die Urhe­ber­rech­te zur Ver­fü­gung stell­te, Dr. Flun­kert und sei­nen Mit­ar­bei­tern vom Gebäu­de­ma­nage­ment, Rolf Kay­ser von der Gie­ße­rei Kay­ser, dem dort wir­ken­den Bild­hau­er Schwan Kamal, des­sen schwe­re Auf­ga­be er noch ein­mal beton­te, da er anhand von schlech­ten Fotos die Figur rekon­stru­ie­ren muss­te. Außer­dem dank­te er dem Stein­bild­hau­er Mül­ler für die noch schwie­ri­ge­re Rekon­struk­ti­on des Basi­lis­ken, für die sich der Bild­hau­er in den „Geist Hoet­gers“ ein­ar­bei­ten muss­te. Dar­über hin­aus bedank­te sich Cam­p­hau­sen bei den Restau­ra­to­ren, den Bau­ar­bei­tern, dem Kran­füh­rer, dem Sta­ti­ker und dem Büro des KMVs. Dann been­de­te er sei­ne Anspra­che und kehr­te aber noch ein­mal zurück, als er bemerk­te, dass er ver­ges­sen hat­te, die zwei Schü­ler der Else-Las­ker-Schü­ler-Gesamt­schu­le zur Ent­hül­lung der Figur auf­zu­for­dern.


Um 11:32 Uhr…

fie­len die Hül­len.

Der neue Basi­lisk, der kein Was­ser mehr speit.

Dann folg­te eine aktua­li­sier­te Ver­si­on des „Gib mich Honig Raps“ des Chors, des­sen ursprüng­li­cher Lied­text (sie­he Bild oben) auf eine Begeg­nung mit Senio­rin­nen zurück­ging, die von der ver­lo­re­nen Figur erzähl­ten und berich­te­ten, dass sie als „Gib mich  Honig-Figur“ ver­spot­tet hät­ten und mit­un­ter auch lee­re Honig­töp­fe an der Figur hin­gen, als wür­de es Man­na reg­nen. Ande­re Namen, so der Chor­lei­ter, waren “Alma” oder „Regnet’s noch Mäd­chen“.


Der Brun­nen mit Blick Rich­tung Hage­nau­er Stra­ße.

Die Ein­wei­hung des Brun­nens im Jahr 1910. Der Basi­lisk spuckt Was­ser in das Brun­nen­be­cken. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum, 010/10/15

Abschlie­ßend bedank­te sich Gabrie­le Kamp als Ver­tre­te­rin vom Ver­ein Nach­bar­schafts­heim Wup­per­tal stell­ver­tre­tend für die Nach­bar­schaft  für die Wie­der­her­stel­lung der Figur und ver­sprach, sich um den neu­en Gerech­tig­keits­brun­nen zu küm­mern, des­sen Was­ser nun wie­der ange­stellt wur­de.


Der Kopf der “Alma”, des “Engels”, des “Regnet’s noch Mäd­chens”, der Ado­ran­tin.

Ringel-Denkmal

Ein­trag aktua­li­siert am 6. August 2013. Am 18.September 1883 beschloss die Bar­mer Stadt­ver­ord­ne­ten-Ver­samm­lung, dass man im sog. Rin­gel­tal in den Bar­mer Anla­gen ein Denk­mal für Lud­wig Rin­gel errich­ten wol­le. Die­ser war Begrün­der vie­ler städ­ti­scher und pri­va­ter gemein­nüt­zi­ger Stif­tun­gen und man hat­te bereits einen Teil der Bar­mer Anla­gen nach ihm benannt, da er die­ses Gründ­stück erwor­ben und dem Ver­schö­ne­rungs­ver­ein über­las­sen hat­te. Der gebür­ti­ge Len­ne­per Kauf­mann war auch in sei­nem Tes­ta­ment frei­gie­big und bestimm­te, dass ca. 1 Mil­li­on Mark für ver­schie­de­ne Zwe­cke in Bar­men und Len­nep ver­wen­det wur­den, u.a. 400.000 Mk zum Bau der Chris­tus­kir­che in Unt­er­bar­men.


Blick vom Rin­gel-Denk­mal auf das Rin­gel­tal.

Für den Ent­wurf des Stadt­bau­meis­ters Carl Win­chen­bach stell­ten die Stadt­ver­ord­ne­ten 40.000Mk zur Ver­fü­gung. Am 22.Juni 1886 wur­den noch ein­mal 13.000 Mk zuge­schos­sen, um Ände­run­gen bei der Aus­füh­rung zu finan­zie­ren. Ver­mut­lich wur­de das Denk­mal in die­sem Jahr (1886) dann auch fest­ge­stellt, auch wenn die Inschrift auf das vor­an­ge­gan­ge­ne Jahr ver­weist.


Das Rin­gel-Denk­mal auf einer alten Post­kar­te im Ori­gi­nal-Zustand.

Bereits 1900 gab es die ers­ten Zer­stö­run­gen am Denk­mal. Eine Gedenk­ta­fel für den Erbau­er Carl Win­chen­bach wur­de zer­stört, eine Vase  in der rech­ten Nische beschä­digt. 1938 beschäf­tig­te sich der Denk­mal­aus­schuss der Stadt mit dem Denk­mal, dass es ver­wit­tert war und “häss­lich” aus­sah. Plä­ne zur Besei­ti­gung wur­den aber fal­len gelas­sen, dafür “über­flüs­si­ges Bau­werk” besei­tigt. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg war das Denk­mal ver­fal­len, die Nischen zuge­mau­ert, Trep­pen und Balus­tra­de bau­fäl­lig. 1968 erneu­er­te Stein­metz­meis­ter Man­fred Stöl­zel das Denk­mal, aller­dings konn­ten die Trep­pen nicht wie­der­her­ge­stellt wer­den.1


Das Rin­geldenk­mal auf einer alten Post­kar­te. Post­kar­ten­samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum (Bild hin­zu­ge­fügt am 27.12.2011)

Das Rin­gel-Denk­mal heu­te 2011. Es ist zuge­wach­sen, vie­le Zier­ele­men­te sind ver­schwun­den, die Nischen ver­schlos­sen.

Blick von der ande­ren Sei­te.

Auch von oben sieht das Denk­mal ver­nach­läs­sigt aus.

Die Tafel mit der Inschrift. Das Reli­ef Rin­gels ging im Zwei­ten Welt­krieg ver­lo­ren.

 Die Inschrift auf der braun­ro­ten Gra­nit­ta­fel lau­tet:

Zur Erin­ne­rung
an
Lud­wig Rin­gel
geb. 10.Nov.1808
gest. 15.Nov 1881
die dank­ba­re Stadt
Bar­men
1885”


Ergän­zung vom 6. August 2013:
Das Denk­mal im August 2013

2012 wur­de das Denk­mal durch den Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein gründ­lich reno­viert. Das nöti­ge Geld (70.000 von ins­ge­samt 75.000 €) stell­te die Ilse­lo­re-Luc­k­ow-Stif­tung zur Ver­fü­gung. Der Erhalt von Denk­mä­lern des 19. Jahr­hun­derts gehört zum aus­drück­li­chen Stif­tungs­zweck. Rüdi­ger Hof­mann vom BVV-Arbeits­kreis für die Denk­mä­ler und Gott­hard Geis­ler von der Fir­ma Con­cret, die bereits die Sanie­rung des Bar­mer Krie­ger­denk­mals für die Gefal­le­nen der Krie­ge von 1864 und 1866 zusam­men durch­ge­führt hat­ten, nah­men fol­gen­de Arbei­ten vor:


“Alle frei­ge­leg­ten Fugen und Fehl­stel­len wur­den mit spe­zi­el­lem Stein­re­stau­ra­ti­ons­mör­tel bei­gear­bei­tet. Das gesam­te, 250 Qua­drat­me­ter gro­ße Objekt wird gerei­nigt: Aus­sichts­platt­form, Ansichts­tei­le Park­sei­te und Sei­ten­tei­le, Strahl­ar­bei­ten. Die losen mine­ra­li­schen Tei­le (Fugen), Algen und Wur­zeln wur­den ent­fernt, Aus­blü­hun­gen bear­bei­tet. Alle Stei­ne wur­den mit Anti­graf­fi­ti-Pro­tec­to­sil schutz­be­schich­tet.“2
Außer­dem wur­de die Ter­ras­se abge­dich­tet, die Boden­plat­ten neu­ver­legt und Was­ser­ab­läu­fe her­ge­stellt. Die bepflanz­te Flä­che vor dem Denk­mal wur­de “plat­tiert” und die Sei­ten­be­rei­che gesi­chert.
Neu und hübsch.

Zwei neue Mar­mor­ta­feln infor­mie­ren über Lud­wig Rin­gel und die Sanie­rung des Denk­mals. Die zen­tra­le Mar­mor­ta­fel wur­de restau­riert und mit einem Foto (anstatt des ursprüng­li­chen Por­traitme­dail­lons) Rin­gels ver­se­hen. Die neue Frei­flä­che vor dem Denk­mal ermög­li­che viel­leicht Sonn­tags-Kon­zer­te, träum­te Rüdi­ger Hof­mann anläss­lich der Ein­wei­hung.


Die neue Tafel.

Die neue lin­ke Tafel trägt fol­gen­de, sehr schlecht les­ba­re Inschrift:

“Denk mal — ein Denk­mal für einen Mäzen­die Bar­mer Stadt­ver­ord­ne­ten beschloss­sen am 18.02.1883 zu Ehren des am / 15.11.1881 Bei­geord­ne­ten Lud­wig Rin­gel ein Denk­mal zu errich­ten. [sic!] / Bewil­ligt wur­de die Bau­sum­me von 53.000,- Mark. / Den Ent­wurf lie­fer­te Stadt­bau­meis­ter Carl Win­chen­bach. Obwohl das / Bau­werk im Rin­gel­tal bereits 1884 fer­tig war, fand die Ein­wei­hungs­fei­er erst / am 10.November 1887, dem Geburts­tag Lud­wig Rin­gels und sechs Jah­re nach / sei­nem Tod statt. 1938/1939 woll­te die Stadt Wup­per­tal das stark ver­wit­ter­te / Denk­mal abrei­ßen las­sen. Nach­dem sich der Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein für / den Erhalt aus­ge­spro­chen hat­te, wur­de nur angeb­lich über­flüs­si­ges Bei­werk / besei­tigt. Nach dem zwei­ten Welt­krieg (1939–1945) war das Denk­mal teilweise/ ver­fal­len. 1968 restau­rier­te Stein­meis­ter Man­fred Stöl­zel das Bau­werk. Auf die / Wie­der­her­stel­lung der monu­men­ta­len Trep­pen­an­la­ge wur­de aus Kos­ten­grün­den / ver­zich­tet. Ursprüng­lich befand sich über dem Text im Mit­tel­bo­gen ein bron­ze­nes / Por­traitme­dail­lon des Geehr­ten, das ver­mut­lich im Krieg ein­ge­schmol­zen wur­de. / Sti­lis­tisch weist die Anla­ge Ele­men­te der Renais­sance und des Barock aus, / was für die Zeit des His­to­ris­mus im 19. Jahr­hun­dert cha­rak­te­ris­tisch ist. 2012 hat die Düs­sel­dor­fer Ilse­lo­re-Luc­k­ow-Stif­tung, die sich neben ande­ren Zwe­cken der Erhal­tung von
Denk­mä­lern wid­met, eine behut­sa­me Restau­rie­rung durch die Fir­ma
Con­cret GmbH ermög­licht.”

Die rech­te Tafel, die mit einer Post­kar­ten­an­sicht des ursprüng­li­chen Denk­mals ver­se­hen ist, erklärt:

Was kann ich für mei­ne Stadt tun?

Lud­wig Rin­gel sag­te vor der Wahl der Bei­geord­ne­ten der Stadt Bar­men
am 19. Janu­ar 1858: “Ich freue mich, wenn ich mit mei­nen schwa­chen
Kräf­ten etwas zum Woh­le und Bes­ten der Stadt bei­zu­tra­gen ver­mag.”
Über eige­ne gute Taten zu reden war nicht sei­ne Sache. Lud­wig Rin­gel
(10. Novem­ber 1808–15.November 1881) ver­mach­te der Stadt Bar­men,
der Unt­er­bar­mer Kir­chen­ge­mein­de für die Chris­tus­kir­che und der
Anstalt für ver­las­se­ne Kin­der, auch in sei­ner Geburts­stadt Len­nep
gro­ße Stif­tun­gen. 1000.000,- [sic!] Mark depo­nier­te der Unter­neh­mer 1880 für den Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein bei der Stadt Bar­men.
Die Zin­sen soll­ten für die Pfle­ge des spä­ter nach ihm benann­ten
Rin­gel­ta­les ver­wen­det wer­den. Rin­gel hat­te das “Vor­me­tal” erwor­ben
und von zwei mit gekauf­ten Wohn­häu­sern befrei­en las­sen.
Mit der Park­ge­stal­tung wur­de Hof­gar­ten­di­rek­tor Hering beauf­tragt.
Fazit damals wie heu­te: “schöns­te von allen Par­ti­en”.
Bit­te gehen Sie links oder rechts vom Denk­mal die Wege hin­auf.
Die obe­re Platt­form ist erhal­ten geblie­ben und von einer Balus­tra­de
begrenzt, die frü­her an den Außen­sei­ten je zwei Vasen trug.
Die­ser “Archi­tek­tur-Kulis­se” war ein mehr­fach geglie­der­te Frei­trep­pe
vor­ge­la­gert. Die Ter­ras­se erlaubt einen herr­li­chen Blick auf das
gar­ten­ar­chi­tek­to­nisch her­vor­ra­gend gestal­te­te, ehe­mals tief ein­ge­schnit­te­ne Tal und das Bar­mer Zen­trum bis hin­über zu den Nord­hö­hen.”


Das Rin­gel-Denk­mal von oben

Am 23. Novem­ber 2012 wur­de das reno­vier­te von dem BVV- Vor­sit­zen­dem Peter Pran­ge und Ober­bür­ger­meis­ter Peter Jung wie­der­ein­ge­weiht. Der Ober­bür­ger­meis­ter erklär­te:

“Es ist schön die­ses wun­der­ba­re Denk­mal wie­der in Besitz zu neh­men. Lud­wig Rin­gel gilt noch heu­te als Vor­bild für ehren­amt­li­chen Ein­satz für unse­re Stadt, um den uns vie­le ande­re Städ­te benei­den. Das bür­ger­schaft­li­che Enga­ge­ment des Ver­schö­ne­rungs­ver­eins seit 1864 macht Wup­per­tal zu einer rei­chen Stadt. Die Bar­mer Anla­gen sind ein Schmuck­stück und ein kos­ten­lo­ses groß­ar­ti­ges, täg­li­ches Geschenk an die Mit­bür­ger. Es soll­te selbst­ver­ständ­lich sein, dass jeder Nut­zer pfleg­lich mit dem Ver­eins­ei­gen­tum umgeht!”

Kriegerdenkmal Cronenberg


Das Krie­ger­denk­mal in Cro­nen­berg (Am Ehren­mal) wur­de am 14. Okto­ber 1928 ein­ge­weiht. Vor­an­ge­gan­gen waren der Beschluss zur Errich­tung eines sol­chen Denk­mals der Cro­nen­ber­ger Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung am 10.Februar 1925, eine Sam­mel­ak­ti­on unter den Cro­nen­ber­ger Bür­gern, die die finan­zi­el­len Mit­tel erbrach­te, eine Aus­ein­an­der­set­zung um die Fra­ge, ob das Denk­mal mit­ten in der Stadt errich­tet wer­den soll­te oder lie­ber im Wald, wel­cher Bild­hau­er es aus­füh­ren soll­te und die Grund­stein­le­gung am 17. Juli 1927 anläss­lich der Fei­er 100 Jah­re Stadt­rech­te.

Man ent­schloss sich schließ­lich Edu­ard Timaeus aus Kas­sel mit dem Bau des Denk­mal zu beauf­tra­gen, dass inner­halb eines neu­en Parks zwi­schen den Stra­ßen Hüt­ter­str, Am Ehren­mal und Auf dem Eigen ent­ste­hen soll­te. Timä­us hat­te bereits 1925 die Gedenk­ta­fel der Cro­nen­ber­ger Real­schu­le gestal­tet. Die Anla­ge selbst plan­ten Prof. Peter Klotz­bach aus Bar­men und der Cro­nen­ber­ger Stadt­bau­rat Sie­den­topf.



Der Bild­hau­er wähl­te die unge­wöhn­li­che Form einer Pyra­mi­de für das Ehren­mal. Vor­ge­la­gert ist eine schlich­te, kni­en­de, trau­ern­de Frau­en­fi­gur, auf der lin­ken, vor­de­ren und rech­ten Sei­te sind die Namen der Gefal­len (über 400) ange­bracht. Auf der Spit­ze der Pyra­mi­de pran­gen die Wor­te “1914–18”, “Cro­nen­berg”, “sei­nen”, “Hel­den”. Am Fun­da­ment links neben der Frau­en­fi­gur: “Ihr starbt”, rechts: “Ihr lebt!”. Unter­halb der Frau­en­fi­gur brach­te man am 26.Juli 1956 eine ergän­zen­de Tafel für die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs an, die der Bild­hau­er Harald Schmahl schuf. In den 1980er Jah­ren wur­de das Denk­mal von Stein­metz­meis­ter Barnd Wald restau­riert.1


Das Band, wel­ches die Namen ent­hält, ist an den Sei­ten zwei­mal durch Sym­bol­ta­feln unter­bro­chen, die Sym­bo­le von Krie­ge und Frie­den zei­gen.

Zu sehen sind Reichs­ad­ler, Schwert mit Blät­tern, Artil­le­rie­ge­schoss, Cro­nen­ber­ger Wap­pen (Ber­gi­scher Löwe mit Sen­se)

Zu sehen sind Frie­dens­tau­be, Stahl­helm, Eiser­nes Kreuz, Sie­ger­kranz

Die Inschrift des Denk­mals ist nicht leicht zu erken­nen. An der Spit­ze der Pyra­mi­de steht an drei Sei­ten: “Cro­nen­berg — sei­nen — Hel­den — 1914- 1918” Unter dem Band der Namen steht ein­ge­mei­ßelt in den Stein links und rechts der Figur “Ihr starbt — Ihr lebt”

In Cro­nen­berg fan­den sich kurz nach dem Volks­trau­er­tag die meis­ten Krän­ze. Es ist inter­es­sant, wel­che Insti­tu­tio­nen und Ver­ei­ne heu­te noch der Toten geden­ken: Die Stadt Wup­per­tal, Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein, CDU Cro­nen­berg, DRK Bereit­schaft Cro­nen­berg, RSC Cro­nen­berg, Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Cro­nen­berg, SSV 07 Sud­berg, Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Hah­ner­berg, Sozi­al­ver­band VdK Cro­nen­berg, Cro­nen­ber­ger Sport­club, Bür­ger­ver­ein Hahnerberg/Cronenfeld, Ski-Club Cro­nen­berg 1929, Volks­bund Deut­sche Kriegs­grä­ber­für­sor­ge e.V.


Am 26. Juli 1958 wur­de zum Geden­ken der Opfer des Zwei­ten Welt­krie­ges eine Bron­ze­ta­fel ange­bracht, die vom Bild­hau­er Harald Schmahl gestal­tet wur­de. Plä­ne für ein eigen­stän­di­ges Denk­mal wur­den ver­wor­fen. Über dem Eichen­blatt steht die schlich­te Inschrift: “Den Toten des Welt­kriegs 1939–1945”

Ergän­zung vom 06.Juni 2012:
In der Nacht auf Diens­tag, den 5.Juni 2012 haben Bron­ze­die­be die Tafeln mit den Namen der Gefal­le­nen und die Sym­bol­ta­feln ent­wen­det. Mit gro­ßer Bru­ta­li­tät wur­den die ein­ze­men­tier­ten ver­an­ker­ten Tafeln her­aus­ge­bro­chen, die Wie­der­her­stel­lungs­kos­ten lie­gen bei 30.000 Euro. Nur eine der 22 Tafeln wur­den an Ort und Stel­le gelas­sen.2


Eine der nun gestoh­le­nen Gedenk­ta­feln.

Ergän­zung vom 18.06.2012:
Der Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein und der SPD-Stadt­ver­ord­ne­te Oli­ver Wag­ner haben 1200 € Beloh­nung für sach­dien­li­che Hin­wei­se aus­ge­setzt, davon stam­men 1000 € vom CHBV.3 Die Befürch­tun­gen, dass die Namen nicht mehr rekon­stru­iert wer­den kön­nen (s.Kommentare), haben sich zum Glück auf­ge­löst. Die Namen sind im Stadt­ar­chiv in der Akte S VII 65, “Gedenk­ta­fel der im Welt­krieg 1914–1918 gefal­le­nen…, Ein­wei­hung des Ehren­mals, 14.10.1928” ent­hal­ten.4

Der CHBV sam­melt nun Spen­den zur Wie­der­her­stel­lung der Bron­ze­ta­feln: Das Kon­to des CHBV: „Stadt­spar­kas­se Wup­per­tal, Kon­to-Num­mer 219 0 14, BLZ 330 50 000.[3]Ergän­zung vom 01.11.2012:

Wie die Cro­nen­ber­ger Woche berich­tet, beant­wor­te­te die Stadt eine Anfra­ge der Bezirks­ver­tre­tung Cro­nen­berg zur Wie­der­her­stel­lung der Tafel nega­tiv, es ist kei­ne Geld dafür vor­han­den. 30.000 Euro ver­an­schlagt das Res­sort Grün­flä­chen für die Her­stel­lung und dieb­stahl­si­che­re Anbrin­gung. Dage­gen sag­te das Res­sort zu, im Win­ter die Bäu­me und Sträu­cher im Bereich zurück­zu­schnei­den, um das Are­al bes­se­re ein­seh­bar zu gestal­ten.5


Zum Volks­trau­er­tag am 18.11.2012 stell­te man als pro­vi­so­ri­schen Ersatz für die gestoh­le­nen Namen­s­ta­feln die­se Tafel auf

Ergän­zung vom 21.11.2012 :
Am Volks­trau­er­tag 2012 sorg­te der Dieb­stahl der Namen­s­ta­feln für eine Ver­än­de­rung im übli­chen Ritu­al. Neben Schü­lern und Pfar­rer Mon­hof ergriff auch der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Cro­nen­be­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­eins, Ste­phan Ries, das Wort und erklär­te den 150 Teil­neh­mern, dass die Wei­ge­rung der Stadt, die Tafeln zu erset­zen, eine “wei­te­re Schan­de” sei. 94 Jah­re nach Kriegs­en­de und 84 Jah­re nach der Errich­tung des Denk­mals beton­te er, dass die­ses kein “anony­mes, nack­tes Bau­werk aus Stein” sei, und die Namen­s­ta­feln der Trau­er und Erin­ne­rung ein Gesicht geben wür­de. Sie sei­en tra­gen­de Säu­len des Erin­nerns. Mitt­ler­wei­le bezif­fert die Stadt die Kos­ten der Wie­der­her­stel­lung und dieb­stahl­si­che­ren Anbrin­gung auf 65.000 €.6


Das Pro­vi­so­ri­um

Ergän­zung vom 02.01.2013:
Am Neu­jahrs­tag 2013 wur­de die­se pro­vi­so­ri­sche Ehren­ta­fel zer­stört auf­ge­fun­den. Ob die Ursa­che Van­da­lis­mus oder Wind­bö­en waren, war unklar. Rolf Tesche, Vor­sit­zen­der des CHBV, erklär­te, das Pro­vi­so­ri­um mög­lichst schnell repa­rie­ren zu las­sen, da es nicht nur die Toten ehren, son­dern auch mah­nen, dass die Stadt die gestoh­le­nen Tafeln ersetzt.7


Ergän­zung vom 08.12.2013:
Im Dezem­ber 2013 wur­de zwi­schen dem CHBV und der Stadt Wup­per­tal auf­grund des hart­nä­cki­gen Nach­ha­kens sei­tens des Bür­ger­ver­eins ver­trag­lich ver­ein­bart, dass die Stadt bei der Wie­der­her­stel­lung der Gedenk­ta­feln die Hälf­te der Kos­ten über­nimmt, die ande­re Hälf­te in Höhe von 18.000 € wird vom CHBV (3.000 €), von der Spar­kas­se (3.000 €), der Ein­zel­han­dels­ge­mein­schaft W.I.C (1.000 €), dem Ver­si­che­rungs­bü­ro Gross & Co (3.000 €) und sowie Pri­vat­spen­dern getra­gen, wes­we­gen erneut ein Spen­den­auf­ruf getä­tigt wur­de. Im Dezem­ber 2013 begann die kos­ten­freie Sanie­rung des Denk­mals durch den Maler­be­trieb Tesche und die Gerüst­bau­fir­ma Klaus Hobels­ber­ger.8


Ergän­zung 16.10.2015
Am 12. Okto­ber 2015 teil­te die Stadt mit, dass eine Ste­le mit einer Info­ta­fel am nord­west­li­chen Zugang zum Denk­mal auf­ge­stellt wur­de. Der Text vom His­to­ri­schen Zen­trum erklärt die Geschich­te des Denk­mals bis in die jüngs­te Zeit, her­ge­stellt wur­de sie vom Res­sort Grün­flä­chen und Fors­ten, die Auf­stel­lung über­nah­men durch Kräf­te des zwei­ten Arbeits­mark­tes der GESA.9
Seit April 2014 ist das Denk­mal auch wie­der voll­stän­dig, nach­dem die gestoh­le­nen Namen­s­ta­feln durch Repli­ken ersetzt wur­den. Die­se bestehen aber nicht aus Bron­ze, son­dern aus Kunst­guß und wur­den von der Fir­ma EGO3D aus Mül­heim her­ge­stellt. Damit konn­ten die Kos­ten von 65.000 € auf 35.000 € redu­ziert wer­den.10


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te