Ehrentafel des Staatlichen Realgymnasiums Elberfeld

Im Staat­li­chen Real­gym­na­si­um Elber­feld (heu­te Gym­na­si­um Bay­reu­ther Stra­ße) wur­de am 20.November 1921 (Toten­sonn­tag) mit einem Fest­akt die Ehren­ta­fel für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs ein­ge­weiht. Stu­di­en­di­rek­tor Ispert hielt die Gedenk­re­de. Die Eichen­ta­fel des Elber­fel­der Bild­hau­ers Edmund Nol­den trägt oben Fah­nen, an den Sei­ten sind Säu­len ange­deu­tet, am unte­ren Ende ist das Eiser­ne Kreuz zu sehen. Über den Säu­len ruht ein “Dach”, in dem fol­gen­de Inschrift steht:


Sei­nen 1914–18
für das Vater­land gefal­le­nen
Hel­den das Staatl. Real­gym­na­si­um Elber­feld”



Dar­un­ter sind die Namen von fünf Leh­rern und 44 Schü­lern ver­zeich­net. Unter dem Namen schließt die Tafel mit dem 5.Vers des Lie­des “Ich hab’ mich erge­ben mit Herz und mit Hand” von Hans Fer­di­nand Maß­mann. Der Vers passt in der heu­ti­gen Zeit über­haupt nicht mehr zu unse­rem Ver­ständ­nis von Vater­land, Kame­rad­schaft und Hel­den­tum, sodass sich die Schul­lei­tung 1985 genö­tigt sah, sich in einer Erklä­rung von der Ehren­ta­fel zu distan­zie­ren.1 Der Vers lau­tet:


Lass Kraft mich erwer­ben in Herz und in Hand
zu leben und zu ster­ben für’s heil’ge Vater­land”


Ich dan­ke dem Rek­tor des Gym­na­si­ums Bay­reu­ther Str., Herrn OStD Appen­zel­ler, für die Erlaub­nis das Foto zu ver­öf­fent­li­chen.

 

Fußnoten:

  1. RMK, S. 214.