Springende Bälle

Sprin­gen­de Bäl­le — leicht zuge­wach­sen — an der Zufahrt zur Bay­er-Hal­le in Sonnborn.

Am 10. Janu­ar 2001 weih­te Dr. Heinz Bahn­mül­ler, Lei­ter des Wup­per­ta­ler Bay­er-Werks, an der Zufahrt zur Bay­er-Hal­le in Sonn­born die Skulp­tur “Sprin­gen­de Bäl­le” ein. Die drei ver­schie­den­far­bi­gen gezack­ten Ele­men­te stün­den für die unter­schied­li­chen Dyna­mi­ken beim Sport, erklär­te er. Das Werk ist der Gewin­ner eines Wett­be­werbs des SV Bay­er Wup­per­tal und der Uni­ver­si­tät Wup­per­tal zum The­ma “Infor­ma­ti­ve Skulp­tur” und wur­de vom damals 27jährigen Indus­trie­de­sign­stu­den­ten Mario Mina­le ein­ge­reicht. Umge­setzt wur­de es dann in enger Zusam­men­ar­beit mit zwei Aus­zu­bil­den­den der Lehr­werk­statt der Wup­per­ta­ler Stadt­wer­ke, Meh­met Öztürk und Klaus Peter Lohaus, sowie Mit­ar­bei­tern der Bay­er-Werk­stät­ten.1


Sei­ten­an­sicht mit dem Wap­pen des SV Bayer.

Castanea Rodo

Cas­ta­nea Roo­do im Rosen­gar­ten der Hardt.

Nach­dem im Febru­ar 2006 die Bron­ze­skulp­tur “Die Sin­nen­de” auf der Hardt gestoh­len wor­den war, rief die Stadt im Herbst 2008 einen Wett­be­werb für eine Nach­fol­ge­skulp­tur aus. Zur Ver­fü­gung stan­den 25.000 Euro aus der Ver­si­che­rungs­sum­me, die Jury bestand aus Mit­ar­bei­tern der Stadt und des Von der Heydt-Muse­ums. Den Wett­be­werb gewann Vanes­sa Nie­der­stras­ser, deren Skulp­tur in strah­len­dem Rot an den Blu­men und Kak­teen des nahen Bota­ni­schen Gar­tens erin­nern soll. Die Fan­ta­sie­pflan­ze trägt den Namen von klei­nen Ein­zellern (Strah­len­tier­chen) namens Cas­ta­nea und dem Namen des Cafés in Isra­el, in dem Nie­der­stras­ser die Idee für die­se Skulp­tur bekam. Die Far­be Rot soll einen bewuss­ten Gegen­satz zu dem im Som­mer vor­herr­schen­den Grün der Hardt dar­stel­len.1 Am 12. Juli 2009 wur­de sie am ver­las­se­nen Platz der Sin­nen­den ein­ge­weiht und der Öffent­lich­keit über­ge­ben.2


Die Skulp­tur.

Tony Craggs’ Von-der-Heydt-Skulptur

Die Skulp­tur rechts vom Eingang.

Es ist ein pro­mi­nen­ter Platz im Her­zen Elber­felds, der Ein­gang des Von der Heydt-Muse­ums. Als es noch das ers­te Elber­fel­der Rat­haus war, wur­de er flan­kiert von den bei­den Rauch­schen Löwen, deren Nach­bil­dun­gen nun an der ehe­ma­li­gen Bun­des­bahn­di­rek­ti­on zu fin­den sind, wäh­rend der restau­rier­te “über­le­ben­de” Löwe auf dem Wil­ly-Brandt-Platz die Kin­der auf sich rei­ten lässt. Anfang der 1990er Jah­re debat­tier­te man im Tal, ob die Löwen ihren ange­stamm­ten Platz wie­der ein­neh­men soll­ten oder ob der Ein­gang des bekann­tes­ten Wup­per­ta­ler Muse­ums ein neu­es Gesicht erhal­ten solle.


Die Skulp­tur links vom Eingang.

Man ent­schied sich schluss­end­lich für den Kauf und die Auf­stel­lung einer Dop­pel­skulp­tur des in Wup­per­tal leben­den bri­ti­schen Bild­hau­ers Tony Cragg. Die bei­den 256.800 DM teu­ren bron­ze­nen Objek­te zei­gen 2000 Jah­re kul­tu­rel­ler All­tags­ge­schich­te, in denen Ampho­re und Mör­ser in Blech­do­se und Plas­tik­fla­sche über­ge­hen. Die Kos­ten wur­den vom Land NRW und dem Kunst- und Muse­ums­ver­ein zur Hälf­te über­nom­men. Am 17. März 1991 wur­den sie ein­ge­weiht.1


Die rech­te Skulp­tur frontal.

Die lin­ke Skulp­tur frontal.

Eine Pla­ket­te am Kunstwerk.

Elastisch schwebend

Elas­tisch schwe­bend von Claus Bury.

Elas­tisch schwe­bend” heißt die größ­te Skulp­tur des Skulp­tu­ren­parks Johan­nis­berg, die 2001 hin­ter dem Hotel am Johan­nis­berg ihren Platz fand. Eigent­lich war die Skulp­tur von Claus Bury, der von 1997 bis 2002 Pro­fes­sor für Grund­la­gen der Gestal­tung an der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät war, für den Park der Bar­me­nia Ver­si­che­rung an der Kron­prin­zen­al­lee vor­ge­se­hen, konn­te dort auf­grund von Bau­ar­bei­ten nicht auf­ge­stellt wer­den. Des­halb fand die aus Anlass des 100jährigen Jubi­lä­ums der Schwe­be­bahn ent­stan­de­ne Plas­tik als Leih­ga­be ihren Platz am Johan­nis­berg und wur­de dort am 5. April 2001 auf­ge­stellt. Die im Leim­bin­der­ver­fah­ren her­ge­stell­te Skulp­tur besteht aus Lär­chen­holz und ist 12,4 Meter breit und 3,5 Ton­nen schwer. Am 20. Mai 2001 wur­de sie im Bei­sein von Ober­brür­ger­meis­ter Dr. Kre­men­dahl offi­zi­ell der Stadt über­ge­ben und 2004 sogar der Stadt geschenkt.1


Eine ande­re Perspektive.

Pla­ket­te an der Skulptur.
Update vom 10. April 2021

Am 26. Okto­ber 2018 muss­te die Skulp­tur ein­ge­rüs­tet wer­den, nach­dem eine sta­ti­sche Son­der­prü­fung der 3,5 Ton­nen schwe­ren Skulp­tur man­geln­de Stand­si­cher­heit fest­ge­stellt hat­te. Die Sanie­rungs­kos­ten wur­den mit etwa 7.000 Euro ver­an­schlagt.2

Inzwi­schen wur­de die Skulp­tur repariert. 


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Karte


Anröchter Dolomit

Der Anröch­ter Dolo­mit hin­ter der Stadthalle.

Am 23. August 2000 wur­de hin­ter der Stadt­hal­le dem Skulp­tu­ren­park Johan­nis­berg ein wei­te­res Ele­ment hin­zu­ge­fügt: Der Anröch­ter Dolo­mit des Bild­hau­ers Ulrich Rück­riem. Die vier Ton­nen schwe­re Stein­skulp­tur aus Mine­ral­ge­stein kommt eher unschein­bar daher und wirkt ein wenig, als hät­te man sie ver­ges­sen weg­zu­räu­men oder als hät­te sie einst als Gedenk­stein gedient. In der Tat, so äußer­te sich die dama­li­ge Lei­te­rin des Von der Heyft-Muse­ums, Dr. Sabi­ne Feh­le­mann, sei “der Stein als sol­cher dar­ge­stellt”. Mini­ma­list­si­che Stren­ge erkann­te die WZ am Tag der Ein­wei­hung, einen Fel­sen, der durch Geo­me­tri­se­rung eine Erha­ben­heit erlangt habe und ganz bei sich sei und nur wenig Bot­schaft aus­sen­de. Mit Hil­fe der Erklä­run­gen von Dr. Sabi­ne Feh­le­mann wur­den wei­te­re Details des Stein frei­ge­legt: Er schim­me­re nicht grau, son­dern grün und röt­lich, er sei in vier Tei­le gespal­ten und dann wie­der zusam­men­ge­setzt wor­den, das Ergeb­nis des bra­chia­len Boh­rens, Spren­gen und Sägens sei stil­le Ele­ganz. Gestif­tet wur­de die Skulp­tur vom Wup­per­ta­ler Rota­ry- und Lions-Club sowie dem Kunst- und Muse­ums­ver­ein.1


In unmit­tel­ba­rer Nähe steht die weni­ge Wochen zuvor ein­ge­weih­te Skulp­tur 229,5° arc x5

Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Karte


229,5° arc x5

Die Skulp­tur

Es sind fünf Rin­ge, aus denen die am 21. Juni im Gar­ten der Stadt­hal­le auf­ge­stell­te Stahl­skulp­tur besteht. Doch sie alle voll­enden den Kreis nicht, son­dern zei­gen statt 360 nur 229,5 Grad. Daher hat sie ihren etwas kryp­ti­schen Namen: 229,5° arc x5. Geschaf­fen wur­de sie vom fran­zö­si­schen Bild­hau­er und künst­le­ri­schem Tau­send­sass­sa Ber­nar Venet, gestif­tet wur­de sie von Dr. Jörg Mit­tels­ten Scheid. An ihn rich­te­te sich der Dank des Ober­bür­ger­meis­ters Dr. Hans Kra­men­dahl im Namen der Stadt Wup­per­tal am Tag der Ein­wei­hung.1


Die Skulp­tur.

Das Kunst­werk trägt sei­nen Namen selbst.

Rondo

Ron­do

1999 stif­te­te Heinz-Olof Brenn­scheidt der Stadt Wup­per­tal die Skulp­tur “Ron­do” des bay­ri­schen Bild­hau­ers Alf Lech­ner. Die 10,5 Ton­nen schwe­re Skulp­tur aus Cor-Ten-Stahl, der nur an der Ober­flä­che ros­tet, wur­de in der Dil­lin­ger Hüt­te an der Saar gewalzt und anschlie­ßend per Tief­la­der nach Wup­per­tal gebracht. Sie zeigt zwei Teil­stü­cke eines Krei­ses, die im spit­zen Win­kel abge­knickt und in Bezie­hung zuein­an­der gesetzt wur­den. Ein Bogen liegt kon­vex über dem ande­ren, der wie­der­um kon­kav auf dem Fun­da­ment ruht. Am Tag der Ein­wei­hung der Skulp­tur vor der Stadt­hal­le, es war der 23. Sep­tem­ber, dank­te Ober­bür­ger­meis­ter Kre­men­dahl dem Stif­ter, anschlie­ßend wur­de eine klei­ne Pla­ket­te am Fun­da­ment ange­bracht.1


Ande­re Perspektive.

Pla­ket­te am Kunstwerk

Ron­do” ist Teil des Skulp­tu­ren­parks Johannisberg. 


Atoll

Ein Atoll in Wuppertal

1997 zog der Wup­per­ta­ler Bild­hau­er Prof. Wil Sen­sen nach Süd­frank­reich und über­gab sei­ne bis­her im Gar­ten ste­hen­de Skulp­tur “Atoll”, die er im Jahr 1975 fer­tig­te, als Dau­er­leih­ga­be der Stadt Wup­per­tal, nach­dem das Von der Heydt-Muse­um sich nicht in der Lage sah, die Skulp­tur zu erwer­ben. Sie fand dar­auf­hin ihren Platz vor dem Haupt­ein­gang der Stadt­hal­le, mitt­ler­wei­le steht sie an der Stra­ße Am Johan­nis­berg zwi­schen der Pal­las Athe­ne und den Himm­li­schen Stür­zen.

Die Skulp­tur misst 75 x 90 x 85 cm und besteht aus Gra­nit aus dem Fich­tel­ge­bir­ge, der in Schei­ben gesägt wur­de, die durch­lö­chert und mit Stahl­stan­gen ver­bun­den wur­den. Die West­deut­sche Zei­tung schrieb 1997:


“ ‘Es han­delt sich um ein sen­si­bel gestal­te­tes Werk mit reiz­vol­len Lini­en­ver­läu­fen und Mate­ri­al­wir­kun­gen, die im natür­li­chen Licht der Außen­dar­stel­lung am bes­ten zur Gel­tung kom­men’, heißt es in einer Emp­feh­lung des Muse­ums, die den der­zei­ti­gen Platz der Auf­stel­lung für ide­al hält. Auf Rea­lis­mus bedach­te Gemü­ter könn­ten in dem Gra­nit- Stahl­ge­bil­de auch einen ver­frem­de­ten Fahr­rad­stän­der erken­nen.“1

Atoll” ist Teil des Skul­pu­ren­parks Johannisberg. 


Die Himmlischen Stürze

Die Himm­li­schen Stürze

Als die Spar­kas­se Wup­per­tal 1996 ihr neu­es Ver­wal­tungs­ge­bäu­de zwi­schen Bahn­hof­stra­ße und Wil­helm- Dör­pfeld- Gym­na­si­um errich­te­te, sorg­te man auch für eine künst­le­ri­sche Aus­ge­stal­tung des Gelän­des. Hier­für erwarb man die 1995 ent­stan­de­nen Mar­mor­skulp­tu­ren “Die Himm­li­sche Stür­ze” der Bild­hau­er Frank Brei­den­bruch und A. R. Prenk. Die fünf­tei­li­ge Skulp­tur besteht aus Car­ra­ra-Mar­mor und ent­stand in 18 Mona­ten Arbeit. Am 13. Novem­ber 1996 wur­de sie auf der Wie­se am Park­deck nahe der Schu­le eingeweiht.


Ein Teil der Skulptur.

Fast auf den Tag genau neun Jah­re spä­ter, am 12. Novem­ber 2005, wur­de die Skulp­tur beschä­digt, als ein her­ren­lo­ser Bag­ger durch das Ensem­ble pflüg­te und ein Ele­ment schwer­be­schä­dig­te und ein ande­res sogar zer­brach. Immer­hin sorg­ten sie so dafür, dass der Bag­ger nicht wei­ter auf den Böckel­brun­nen zusteu­ern konn­te. Der Scha­den betrug eini­ge Hun­dert­tau­send Euro.1 Am 21. Juli 2006 wur­den die von Frank Brei­den­bruch repa­rier­ten Ele­men­te erneut an Ort und Stel­le auf­ge­stellt und befes­tigt. Zur Repa­ra­tur hat­te er einen neu­en Mar­mor­block in die beschä­dig­ten Stel­len ein­set­zen müs­sen.2


Ein Teil der Skulptur.

Ein Teil der Skulptur.

Ein Teil der Skulptur.

Zufuhr

Die Skulp­tur

1996 errich­te­te die Wup­per­ta­ler Spar­kas­se zwi­schen der Bahn­hof­stra­ße und der Stra­ße Am Johan­nis­berg ein neu­es Ver­wal­tungs­ge­bäu­de. An der Ecke Südstraße/Am Johan­nis­berg ent­stand der Ansaug­stut­zen für die Kli­ma­an­la­ge, der von einer Plas­tik ver­deckt wer­den soll­te. Die Aus­schrei­bung gewann der in Wup­per­tal leben­de und arbei­ten­de bri­ti­sche Künst­ler Tony Cragg. In sei­nem Wich­ling­hau­ser Ate­lier und mit Hil­fe des Düs­sel­dor­fer Kunst­gie­ßers Karl-Heinz Schmä­cke schuf er die acht Meter hohe und 8,5 Ton­nen schwe­re Skulp­tur “Zufuhr”, die am 6. Sep­tem­ber 1996  ein­ge­weiht wur­de. Die West­deut­sche Zei­tung schrieb:


Win­ter­im­pres­sio­nen

Run­de, orga­ni­sche For­men stan­den am Ende des Pro­zes­ses. Aus­ge­hend von einem durch die Kli­ma-Tech­nik vor­ge­ge­be­nen Radi­us in drei Meter Höhe — dort wo die Luft haupt­säch­lich ange­saugt wird — ver­jüngt sich die Plas­tik nach oben, biegt sich weich zu einem har­mo­ni­schem Pro­fil. Der Plas­tik­kör­per ist durch­bro­chen — 25 000 Löcher mit vier Zen­ti­me­ter Grö­ße sor­gen für eine Trans­pa­renz, las­sen die Plas­tik an Leich­tig­keit gewin­nen.“1

Über den Preis äußer­te sich die Spar­kas­se nicht.


Win­ter­im­pres­sio­nen

Win­ter­im­pres­sio­nen

Zufuhr” ist Teil des Skul­pu­ren­parks Johannisberg. 


Posi­ti­on des Kunst­werks auf der Karte