Reinhart-Schmidt-Denkmal

Am 25. Novem­ber 1911, einem Sams­tag, weih­te der Hardtver­ein das Denk­mal für Rein­hart Schmidt ein. Die­ser war Mit­be­grün­der, Vor­sit­zen­der und Ehren­vor­sit­zen­der des Hardtver­eins gewe­sen und hat­te sich unter ande­rem in die­sen Funk­tio­nen um den Auf­bau und die Erwei­te­rung des Elber­fel­der Parks ver­dient gemacht.
Das Rein­hart-Schmidt-Denk­mal auf der west­li­chen Hardt ober­halb des Ber­gi­schen Hau­ses. Foto aus dem Nach­lass des Bild­hau­ers Wil­helm Neu­mann-Tor­borg, NDS 92, Stadt­ar­chiv Wup­per­tal.

Das Denk­mal mit drei­stu­fi­gem Vor­bau zeig­te auf einem Sockel eine Bron­ze­büs­te von Rein­hart Schmidt, die der Elber­fel­der Bild­hau­er Wil­helm Neu­mann-Tor­borg geschaf­fen hat­te. Zwei Lor­beer­krän­ze aus Bron­ze und eine Tafel mit einer Inschrift ver­voll­stän­dig­ten das Denk­mal. Die Wid­mung dar­auf lau­te­te ver­mut­lich (ohne dass wir die Aus­ge­stal­tung ken­nen):

“Dem För­de­rer und Meh­rer der Hardtan­la­gen, dem um das Gemein­wohl hoch­ver­dien­ten Mit­bür­ger Rein­hart Schmidt
Hardtver­ein”
Die Bron­ze­büs­te des Denk­mals.

Rein­hardt Schmidt wur­de am 14.Juni 1838 in Sprock­hö­vel gebo­ren. Sein Vater, Peter Lud­wig Schmidt, besaß ein Eisen­han­dels­ge­schäft am Kip­dorf. Er selbst grün­de­te 1869 in Elber­feld eine Brief­um­schlag­fa­brik. 1873 wur­de er zum Stadt­ver­ord­ne­ten gewählt und blieb es bis zu sei­nem Tod mit einer Unter­bre­chung von sie­ben Jah­ren. 1881 zog er als Abge­ord­ne­ter für den Kreis Elber­feld-Bar­men in den Reichs­tag ein und war von 1895–1900 Vize­prä­si­dent die­ses Par­la­ments. Er war vor allem auf dem Gebiet der Sozi­al­po­li­tik tätig und arbei­te­te an der Gesetz­ge­bung zur Gewer­be­ord­nung, der Unfall­ver­si­che­rung und der Inva­li­den­ver­si­che­rung mit. In sei­ner Hei­mat­stadt Elber­feld sorg­te er dafür, dass die Hardt mit sei­nen und den Mit­teln von Freun­den um 32.000 Qua­drat­me­ter erwei­tert und zum Park aus­ge­baut wer­den konn­te. 1905 spen­de­te er die Mit­tel für den Bau der Wal­d­er­ho­lungs­stät­te im Burg­holz. Am 21.Oktober 1909 starb Rein­hart Schmidt in Elber­feld. Sei­ne Fir­ma fei­er­te 1970 ihr 100jähriges Bestehen und wur­de 1998 von der „Wolf-Bau­wens-Grup­pe“ über­nom­men. Die­se wur­de wie­der­um 2000 durch die schwe­di­sche Bong Grup­pe über­nom­men und seit­dem fir­miert die Fir­ma an der Indus­trie­stra­ße 77 als deren deut­sche Nie­der­las­sung unter dem Namen Bong GmbH.


Am 10.Juli 2012 konn­te ich die Bron­ze­büs­te bei der Bong GmbH foto­gra­fi­ern. Vie­len Dank dafür an Wolf­gang Schrei­ber. Beschä­di­gun­gen (s.u.) sind nicht zu erken­nen.

An der rech­ten Sei­te fin­det sich unten die Signa­tur des Bild­hau­ers.

1923 wur­de die Bron­ze­büs­te beschä­digt und sicher­ge­stellt. Spä­ter kam sie in das Kasi­no der Fir­ma Rein­hardt Schmidt GmbH und ist heu­te noch am Fir­men­stand­ort vor­han­den, aller­dings spä­tes­tens seit den Über­nah­men nicht mehr aus­ge­stellt.


Post­kar­te des Denk­mals nach 1924. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 2.11.2

1924 schuf der Bild­hau­er Erich Cleff nach dem Vor­bild Neu­mann-Tor­borgs eine Mar­mor­büs­te als Ersatz. Das Denk­mal wur­de ver­än­dert, womög­lich auch an einen ande­ren Stand­ort ver­setzt und bestand nun aus einem schmuck­lo­sen oben abge­stuf­ten Sockel mit fol­gen­der Inschrift an der Vor­der­sei­te:

Dem För­de­rer
der Hardtan­la­gen
unse­rem
um das Gemein­wohl
ver­dien­ten Mit­bür­ger
Rein­hart Schmidt
der Hardtver­ein
1911”


1951 befand sich das Denk­mal noch auf der Hardt, aller­dings war es beschä­digt. 1955 woll­te Dr. Wer­ner Schmidt mit einer Spen­de das Denk­mal wie­der instand­set­zen, was aber offen­bar auf­grund der Schä­den nicht durch­ge­führt wur­de. Statt­des­sen wur­de 1959 mit Mit­teln der Fami­lie Schmidt eine Schutz­hüt­te auf der Hardt errich­tet und an die­ser 1964 die Rein­hart-Schmidt-Gedenk­ta­fel ange­bracht. Die Mar­mor­büs­te wur­de sicher­ge­stellt und angeb­lich ins Von der Heydt-Muse­um gebracht.1 Dort ist sie aber nicht mehr (oder war nie dort)[2]2, ihr Ver­bleib ist unge­klärt.

Wie bei vie­len Denk­mä­lern auf der Hardt ist auch hier die Posi­ti­on des Denk­mals nicht genau zu bestim­men.


Denkmal für Friedrich Wilhelm III. (“Königs-Denkmal”)

Die Unt­er­bar­mer Haupt­kir­che.
Nach­dem 1813 die Fran­zo­sen aus dem Wup­per­tal ver­trie­ben wor­den waren, kam das Her­zog­tum Berg 1815 zum König­reich Preu­ßen und des­sen Staats­ober­haupt, König Fried­rich Wil­helm III., wur­de auch Herr­scher über die Ber­gi­schen. Im Jahr 1817 rief Fried­rich Wil­helm III. anläß­lich des 300. Jah­res­ta­ges der Refor­ma­ti­on die Pro­tes­tan­ten dazu auf, die Spal­tung in Luthe­ra­ner und Refor­mier­te zu been­den und ver­ei­nig­te evan­ge­li­sche Gemein­den zu grün­den. Die ers­te Gemein­de, die die­sem Auf­ruf im Ber­gi­schen Land nach­kam, war die Unt­er­bar­mer Gemein­de im Jahr 1822. Sie errich­te­te anschlie­ßend die Unt­er­bar­mer Haupt­kir­che, die zehn Jah­re spä­ter 1832 ein­ge­weiht wer­den konn­te.
Am 7.Juni 1840 starb Fried­rich Wil­helm III. nach 43 Regie­rungs­jah­ren und 25 Jah­ren der Herr­schaft über das Ber­gi­sche Land. Kurz nach dem Tod des Königs baten die Bar­mer des­sen Sohn, Fried­rich Wil­helm IV., um die Geneh­mi­gung ein Denk­mal für den Ver­stor­be­nen zu errich­ten.1 Eine auf den 15.August 1840 datier­te Urkun­de, die bei der Grund­stein­le­gung des Denk­mals ein­ge­mau­ert wur­de, ent­hält die Erlaub­nis des Königs:

Ich habe die von den Bür­gern der Stadt Bar­men in der Anzei­ge vom 21. v.M. aus­ge­spro­che­ne Gesin­nung wohl­ge­fäl­lig auf­ge­no­menn, und will die beab­sich­ti­ge Errich­tung des bezeich­ne­ten Denk­mals ger­ne geneh­mi­gen.
Sans-sou­ci, den 8.August 1840

                                                                                 Fried­rich Wil­helm“2


Denk­mal für Fried­rich Wil­helm III., im Hin­ter­grund die Unt­er­bar­mer Haupt­kir­che. Dazwi­schen ist die heu­ti­ge Fried­rich-Engels-Allee zu sehen. Ent­nom­men aus: Deut­sches Geschlech­ter­buch, Genea­lo­gi­sches Hand­buch Bür­ger­li­cher Fami­li­en, her­aus­ge­ge­ben von Bern­hard Kör­ner, Bd.35, zugleich Ber­gi­sches Geschlech­ter­buch, her­aus­ge­ge­ben von Bern­hard Körner,Bd.2, Gör­litz 1922, vor S.65. Laut RMK S.32. han­delt es sich um einen Stahl­stich, gez. v. L.Rohbock, gest.v.G.Heisinger.

Am 28.August 1842 wur­de das Denk­mal auf dem Fried­rich-Wil­helm-Platz (heu­te Fried­rich-Wil­helm-Stra­ße/Wit­ten­stein­stra­ße) in Anwe­sen­heit des Königs Fried­rich Wil­helm IV. und sei­ner Gemah­lin ein­ge­weiht. Die Nacht hat­te das könig­li­che Paar in der Woh­nung der Wit­we Bredt-Rübel in Unter­dör­nen ver­bracht, zum ers­ten Mal hat­te ein Fürst in Bar­men über­nach­tet. Das Denk­mal wur­de im neu­go­ti­schen Stil errich­tet und stand auf einer klei­nen Anhö­he gegen­über der Unt­er­bar­mer Haupt­kir­che, um den Bezug zwi­schen dem Gebäu­de und der Idee Fried­rich Wil­helms her­zu­stel­len. Der Schaft des Denk­mals dien­te nicht zur Auf­nah­me einer Figur, son­dern bot Platz für die bron­ze­nen Gedenk­ta­feln.3[3] Die­se ent­hiel­ten an den vier Sei­ten des Denk­mals


“[…]die könig­li­chen Wor­te der bei­den vom 1.Dezember 1827 datier­ten Doku­men­te, von denen das eine bezeich­net war ‘Mein letz­ter Wil­le’ und das ande­re mit den Wor­ten: ‘Auf Dich Mei­nen lie­ben Fritz’.“4[4]

Ober­halb der Gedenk­ta­feln befand sich im Gie­bel über dem Maß­werk je ein preu­ßi­scher Adler, ver­mut­lich auch aus Bron­ze gefer­tigt.


Auf die­ser Post­kar­te aus dem Jahr 1912 wird das Denk­mal als “Krie­ger­denk­mal” bezeich­net. Die Gedenk­ta­feln sind aus wei­ßem Stein. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.6.7

Eine wei­te­re Post­kar­te mit einer eben­so fal­schen Beschrif­tung, das Denk­mal was Fried­rich Wil­helm III. gewid­met. Die Per­son vor dem Denk­mal macht die Grö­ßen­ver­hält­nis­se deut­lich. (Bild ergänzt am 24. Janu­ar 2014)

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de das Denk­mal so beschä­digt, dass man es bei anste­hen­den Stra­ßen­bau­ar­bei­ten nicht ver­set­zen konn­te. 1946 beschloss man des­halb die Besei­ti­gung. Im April 1955 ent­deck­te man bei Bau­ar­bei­ten unter den Res­ten des Denk­mals eine ein­ge­mau­er­te Kas­set­te, die dem Stadt­ar­chiv über­ge­ben wur­de. Dar­in fan­den sich die oben erwähn­te Urkun­de, sechs Mün­zen aus dem Jahr 1841, zwei Amts­blät­ter der Regie­rung zu Düs­sel­dorf vom 23. und 24.August 1841 sowie das Werk “Bar­men in his­to­ri­scher, topo­gra­phi­scher und sta­tis­ti­scher Bezie­hung von sei­ner Ent­ste­hung bis zum Jah­re 1841”.5


Eine sel­te­ne Foto­gra­fie des Denk­mals. Samm­lung His­to­ri­sches Zen­trum 020/8/137. Dort wird ver­wie­sen auf: “Stü­ring, Album von Bar­men von 1891” (Bild ergänzt am 8.November 2012)

Das Bar­mer Denk­mal, das auch Königs-Denk­mal genannt wird, gilt als das ers­te Denk­mal für Fried­rich Wil­helm III. in Preu­ßen. An der Stel­le des Denk­mals befin­det sich heu­te der Spiel­platz Wittensteinstraße/ Fried­rich-Wil­helm-Stra­ße.6


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Mahnmal zum Gedenken an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus

Am Sonn­tag, den 16.Oktober 1955, wur­de unter gro­ßer Anteil­nah­me der Wup­per­ta­ler Bevöl­ke­rung  auf dem jüdi­schen Fried­hof am Wein­berg das Mahn­mal für die jüdi­schen Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus ein­ge­weiht. Die­sen Fried­hof leg­te die jüdi­sche Kul­tus­ge­mein­de um die Jahr­hun­dert­wen­de 1900 an.11933 leb­ten noch 2.471 Juden in Bar­men und Elber­feld, 1939 waren es noch 1093.2 1.500 Juden wur­den vor und wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges depor­tiert und ermor­det, nur 80 über­leb­ten den Holo­caust.3


Das Mahn­mal zum Geden­ken an die jüdi­schen Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus auf dem Fried­hof am Wein­berg.

Das 2,50m brei­te und 3,50m hohe Denk­mal aus Beton und Glas­mo­sa­ik wur­de vom Wup­per­ta­ler Bau­in­ge­nieur Fried­rich Col­len­busch im Auf­trag der jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­de ent­wor­fen und von der Bau­un­ter­neh­mung Her­mann Seyn­sche aus­ge­führt. Die Pflanz­scha­le kam aus der Kera­mik­werk­statt des Bild­hau­ers Grüt­te­fi­en.4


Ansicht des Mahn­mals

Ergän­zung vom 03. April 2012:

Ruth Mey­er-Kahr­weg erklärt, dass die deut­sche und hebräi­sche Inschrift iden­tisch ist und so wur­de es auch an die­ser Stel­le behaup­tet. Dies ist jedoch falsch. Die hebräi­sche Inschrift zitiert einen Teil des Jis­kor-Gebets, einem tra­di­tio­nel­len Gebet zur “See­len­ge­dächt­nis­fei­er” für Ver­stor­be­ne. Die deut­sche Über­set­zung lau­tet:

“Es geden­ke Gott der See­le der Mär­ty­rer, die da Star­ben in der Zeit der Ver­nich­tung. Gott schwei­ge nicht zu mei­nem Blu­te!“5

Der zwei­te Teil der Inschrift in latei­ni­schen Buch­sta­ben und deut­scher Spra­che lau­tet:

Dem Geden­ken
der Opfer des Has­ses
der Nach­welt
zur
Mah­nung

1933                           1945”

Zur Ein­wei­hung erin­ner­te der Vor­sit­zen­de der Jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­de Wup­per­tal, Josef Hei­mann, an das Schick­sal der Depor­tier­ten und sprach den Wunsch aus, dass nicht Hass und Rache die Men­schen lei­te, son­dern die Hoff­nung auf Lie­be und Ver­stän­di­gung. Anschlie­ßend war­ben Ober­bür­ger­meis­ter Schmeißing, Ober­ra­bi­ner Dr.Holzer, Juli­us Drey­fuß, Voris­t­zen­der des Lan­des­ver­bands der Jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­de,  Super­in­ten­dent Stö­ver und Stadt­de­chant Meiß um Ver­ant­wor­tung für­ein­an­der und gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis.6
Dem jüdi­schen Ele­ment in der Wup­per­ta­ler (und ber­gi­schen) Geschich­ten wid­met sich die Dau­er­aus­stel­lung der Begeg­nungs­stät­te Alte Syn­ago­ge Wup­per­tal. Auf der Home­page fin­det sich auch eine Lis­te mit aktu­el­ler Lite­ra­tur zum The­ma.

Emil-Röhrig-Gedenktafel

Am 31. Okto­ber 1858 wur­de in Bar­men Emil Röh­rig gebo­ren. Sein Vater Wil­helm besaß an der Mit­tel­str. 23 (heu­te Teil des west­li­chen Werth) eine Kon­di­to­rei und war seit der Grün­dung des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein des­sen Mit­glied. Emil Röh­rig arbei­te­te spä­ter als Pro­ku­rist bei der Bar­mer Tex­til­fir­ma Bart­hels-Feld­hoff und ging für die­se 1898 nach Nord­ame­ri­ka. 1937 kehr­te er nach Wup­per­tal zurück, am 25. Okto­ber 1941 starb er in der Schweiz, sei­ne Asche wur­de auf dem Fried­hof an der Hecking­hau­ser Str./Freiligrathstr. bei­ge­setzt. Zeit sei­nes Lebens war er Mit­glied des BVV 1928 wur­de er sogar zum Ehren­mit­glied ernannt. Nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs über­gab Röh­rigs Nef­fe, Paul Döp­per, der in den USA leb­te, 25.000 DM aus dem Nach­lass Röh­rigs an den BVV. Im Mai 1954 einig­te man sich, mit dem Geld einen Platz nahe der Hal­te­stel­le Tal­blick der Bar­mer Berg­bahn anzu­le­gen.


Tal­blick vom Emil-Röh­rig-Platz

Am 30. Okto­ber 1955 weih­te der Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­ein in Anwe­sen­heit Paul Döp­pers den Platz ein, indem zunächst Ober­bür­ger­meis­ter Schmeißing und der 1. Vor­sit­zen­de des BVV Wil­helm Vor­werck eine Metall­kap­sel mit einer Urkun­de und Zeit­do­ku­men­ten in einer Aus­spa­rung der Mau­er ableg­ten. Anschlie­ßend setz­te man die Gedenk­ta­fel davor:1


Wuppertal | 12.07.2011 | Barmer Anlagen | Emil-Röhrig-PLatz

Sie trägt die Inschrift:

Emil Röh­rig
Platz
1955”

Gedenkstein für Adolph Werth

Adolph Werth wur­de am 25. April 1839 gebo­ren und starb am 22. Febru­ar 1915 in sei­ner Geburts­stadt Bar­men. Er war Inha­ber der väter­li­chen Fabrik für Bar­mer Arti­kel, die am Müh­len­weg ange­sie­delt war. Adolph Werth fühl­te sich der Geschichts­for­schung ver­pflich­tet. Er war Mit­glied des Ber­gi­schen Geschichts­ver­eins seit des­sen Bestehen und grün­det die Abtei­lung Bar­men 1868, deren Schrift­füh­rer er war. 1869 wur­de er Vor­sit­zen­der die­ser Abtei­lung. 1887 gehör­te zu den Grün­dern des Schloß­bau­ver­eins Burg a.d. Wup­per, wo er 15 Jah­re Schrift­füh­rer war. Ab 1913 küm­mer­te er sich um den Auf­bau eines Archivs und einer ber­gi­schen Biblio­thek. Als Nach­fol­ger sei­nes Vaters ver­wal­te­te er das Archiv der refor­mier­ten Gemein­de Gemar­ke seit 1872. Zu sei­nem For­schungs­ge­biet gehör­te die Geschich­te der Gemein­de Gemar­ke, die Geschich­te der Garn­nah­rung und der Stadt Bar­men und er doku­men­tier­te die Wie­der­errich­tung von Schloss Burg.
Denk­mal für Adolph Werth in den Bar­mer Anla­gen

Am 15. Juli 1916 ent­hüll­te der Ber­gi­sche Geschichts­ver­ein Bar­men unter Vor­sitz des Geheim­rats Albert Moli­n­eus das Denk­mal für Adolph Werth. Es besteht aus einem Gra­nit­find­ling aus dem Oden­wald mit einer bron­zier­ten Kup­fer­plat­te. Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de die Pla­ket­te ein­ge­schmol­zen, am 5.Februar 1955 konn­te sie durch Bemü­hun­gen des Ber­gi­schen Geschichts­ver­eins und des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins ersetzt wer­den. Die neue Tafel  mit gering­fü­gig ver­än­der­ter Inschrift fer­tig­te die Fir­ma August Lan­ge, aus Kup­fer­blech mit Bron­ze­buch­sta­ben.


Die Inschrift

Die Inschrift lau­tet:

ADOLF WERTH
1839–1915
Der Begrün­der des Berg.
Geschichts­ver­eins von
Bar­men. Sein Lebens­werk
war die Erfor­schung der
Geschich­te sei­ner
Vater­stadt.”

Adolph Werth wur­de auf dem Fried­hof Batho­lo­mä­us­stra­ße bei­ge­setzt, bis 1986 befand sich dort sein Grab und ein wei­te­rer Gedenk­stein des Ber­gi­schen Geschichts­ver­eins.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


 

Ehrentafel für die im Zweiten Weltkrieg Gefallenen des ehem. Neusprachlichem Gymnasiums Aue

Am 8. Juli 1955 weih­te man aus Anlass der 125-Jahr-Fei­er des Neu­sprach­li­chen Gym­na­si­ums Aue, dem heu­ti­gen Carl-Fuhl­rott-Gym­na­si­um im Schul­zen­trum Süd, die eicher­ne Ehren­ta­fel zur Erin­ne­rung an die 239 gefal­le­nen und 33 ver­miß­ten frü­he­ren Schü­lern der Lehr­an­stalt ein. Ange­fer­tigt wur­de sie auf Initia­ti­ve des Ver­eins der Ehe­ma­li­gen vom Holz­bild­hau­er Carl Zim­mer­mann. Um den zen­tra­len Teil mit den Jah­res­zah­len 1939–1945, der einen abs­trak­ten Stahl­helm dar­stel­len soll, sind die Namen der Opfer des Krie­ges in die fünf Zent­ner schwe­re Eichen­holz­ta­fel gear­bei­tet. Anfangs hing die Tafel im Schul­ge­bäu­de am Robert-Daum-Platz neben dem Leh­rer­zim­mer, heu­te hat sie ihren Platz im Schul­zen­trum Süd.1


Die Ehren­ta­fel im Carl-Fuhl­rott-Gym­na­si­um

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Heimkehrer Mahnmal im Barmer Nordpark

In unmit­tel­ba­rer Nähe des Denk­mals für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs, das meh­re­re Bar­mer Ver­ein im Nord­park errich­te­ten, das soge­nann­te Schwarz-Weiß-Denk­mal, fin­det sich seit dem 27.November 1955 ein wei­te­res Denk­mal. Es erin­nert, wie das Mahn­mal am Rott, an die noch nicht heim­ge­kehr­ten Kriegs­ge­fan­ge­nen des Zwei­ten Welt­kriegs.


Sog. Schwarz-Weiß-Denk­mal (li.) und Heim­keh­rer Denk­mal im Bar­mer Nord­park

Das Denk­mal besteht aus einer Mau­er aus gro­ßen Qua­dern, die aus dem Hügel wächst, auf dem das Welt­kriegs-Denk­mal steht. An dem Ende der Mau­er, fin­det sich ein Plat­te mit einem Reli­ef des Bild­hau­ers Joa­chim Wolf-Mül­ler, der selbst erst 1952 aus Gefan­gen­schaft heim­kehr­te.1 An der Sei­te der Mau­er ist fol­gen­de Inschrift zu fin­den:
“Den Leben­den zur Mah­nung -

den Opfern des Kriegs zum Geden­ken”


Das Reli­ef des Heim­keh­rer-Denk­mals

Das Reli­ef zeigt einen Mann in einem lan­gen Man­tel, ver­mut­lich einem Sol­da­ten­man­tel, der breit­bei­nig und auf­recht steht, der mit lee­ren, unbe­waff­ne­ten Hän­den gezeigt wird. Den Kopf hat er nach hin­ten gelegt und er guckt offen­sicht­lich in den Him­mel oder in die Fer­ne.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Kriegerdenkmal für die Opfer der Weltkriege in Beyenburg

Da das Krie­ger­denk­mal für die Gefal­len des Ers­ten Welt­krie­ges in Bey­en­burg nach dem Zwei­ten Welt­krieg repa­ra­tur­be­dürf­tig war, ent­schloss man sich 1955, ein neu­es Denk­mal auf­zu­stel­len, um auch die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs zu ehren. Es dau­er­te bis in das Jahr 1959, bis sich die Ver­tre­ter des Bür­ger- und Hei­mat­ver­eins Bey­en­burg und die Stadt Wup­per­tal über die neue Aus­füh­rung des Denk­mals einig waren.


Das 1962 errich­te­te Denk­mal für die Opfer und Gefal­le­nen der Welt­krie­ge.

Am Abend des 22.Mai 1962 wur­de das Denk­mal ein­ge­weiht. Aus einer Natur­stein­plat­te ste­hen zehn Kreu­ze her­vor, außer­dem sind die Jah­res­zah­len der Krie­ge ver­zeich­net. Wie an vie­len Orten hat sich das Denk­mal auch in Bey­en­burg im Stra­ßen­na­men nie­der­ge­schla­gen, denn es steht “Am Krie­ger­mal”. Der Vor­sit­zen­de der Bezirks­ver­tre­tung, Voogt, berich­te anläss­lich der Ein­wei­hung über die lan­ge Zeit der Vor­be­rei­tung, der Vor­sit­zen­de des Bür­ger- und Hei­mat­ver­eins, Hel­mut Hein­richs, hielt die Gedenk­re­de und der Stadt­ver­ord­ne­te Eugen Huth sprach als Ver­tre­ter des Ober­bür­ger­meis­ters.1

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Ehrentafel des ATV 1860 Elberfeld für die Opfer des Zweiten Weltkriegs

Am 20. Novem­ber 1955 weih­te der All­ge­mei­ne Turn­ver­ein 1860 e.V. in der Turn­hal­le der Real­schu­le Neue Fried­rich­stra­ße die Gedenk­ta­fel für die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs ein. Gefer­tigt wur­de sie von den Mit­glie­dern der Jugend­ab­tei­lung des ATV. Lei­der ist die­se Tafel wohl beim Umbau der Empo­re der Real­schu­le Neue Fried­rich­stra­ße ver­lo­ren gegan­gen. In der Obhut des Ver­eins befin­det sich heu­te nur noch die Mes­sing­ta­fel mit den Namen der 30 Gefal­len und Opfer des Krie­ges, dar­un­ter 2 Tur­ne­rin­nen.1


In der Fest­schrift zum 100jährigen Bestehen des ATV fin­det sich die obi­ge Abbil­dung der Gedenk­ta­fel.

Die Inschrift der Gedenk­ta­fel lau­tet:

ATV 1860
Zum Geden­ken an
unse­re im Krie­ge
1939/1945 gefal­le­nen
Turn­schwes­tern
und Turn­brü­dern”


Die Mes­sing­ta­fel mit den 30 Namen, dar­un­ter zwei Frau­en.

Eine Turn­ka­me­ra­din des ATV 1860 Elber­feld hat ein Bild zur Ver­fü­gung gestellt, dass die Toten­eh­rung des Ver­eins im Jahr 1960 zeigt. Hier ist auch die Tafel für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs zu sehen.


Links im Bild die Tafel für die Gefallenen des 2.Weltkrieges, rechts im Bild die Tafel für die Gefallenen des 1.Weltkriegs.
Links im Bild die Tafel für die Gefal­le­nen des 2.Weltkrieges, rechts im Bild die Tafel für die Gefal­le­nen des 1.Weltkriegs.

An die­ser Stel­le bedan­ke ich mich bei der Ober­turn­war­tin des Ver­eins, Frau Pfef­fer­ku­chen, für ihre Hil­fe und die Geneh­mi­gung, die Fotos der Tafeln hier zu ver­öf­fent­li­chen.


Da die Tafel zur Zeit pri­vat hin­ter­stellt ist, gibt es an die­ser Stel­le kei­ne Kar­te.