Ehrenschrein für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen der Landwirtschaftsschule Vohwinkel

Irgend­wann zwi­schen 1919 und 1939 schuf man in der Land­wirt­schafts­schu­le in Voh­win­kel einen Ehren­schrein für die 27 im Ers­ten Welt­krieg gefal­le­nen Schü­ler. Weder Ent­ste­hungs­da­tum, noch der Bild­hau­er sind bekannt. Wie aus der Wid­mung her­vor­geht, wur­de der Schrein vom Ver­ein der ehe­ma­li­gen Schü­ler gestiftet.


Der Ehren­schrein für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs der Land­wirt­schafts­schu­le Vohwinkel.

Die Fron­ten der Türen zei­gen Soldat..

… und Bäuerin.

Die Land­wirt­schafts­schu­le wur­de vom Kreis Mett­mann 1879 in Wülf­rath gegrün­det und hat­te als Win­ter­schu­le die Auf­ga­be der Aus­bil­dung des bäu­er­li­chen Nach­wuchs. Die 14–20 Jah­re alten Schü­ler kamen aus den Krei­sen Düs­sel­dorf, Len­nep, Düs­sel­dorf, aus Elber­feld, Bar­men, Essen und Mül­heim, eini­ge auch aus Gel­sen­kir­chen, Bochum und Reck­ling­hau­sen. In Len­nep und Kett­wig wur­den spä­ter wei­te­re Win­ter­schu­len gegrün­det, 1892 wur­de durch die Zahl der Schü­ler der Umzug in ein grö­ße­res Gebäu­de in der heu­ti­gen Goe­the­stra­ße nötig. 1900 wur­de die Schu­le ins ver­kehrs­güns­ti­ge Voh­win­kel ver­legt, am 1. Mai 1906 konn­te das Schul­ge­bäu­de in der dama­li­gen Hohen­zol­lern­stra­ße bezo­gen wer­den — heu­te Cor­ne­li­us­str. 31 -, wo auch der Ehren­schrein sei­nen Platz fand. 1925/1926 waren 86 Schü­ler ange­mel­det. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg ging die Schü­ler­zahl durch die Tech­ni­sie­rung der Land­wirt­schaft zurück. Am 27. Okto­ber 1969 wur­de die Land­wirts­schafts­schu­le mit jener in Ratin­gen zusam­men­ge­legt und nach Mett­mann ver­legt, wo der Schrein zusam­men mit der Gedenk­ta­fel für die Gefal­le­nen des Zwei­ten Welt­kriegs sei­nen Platz fand.1 2006 zog die Schu­le aus dem Gebäu­de in der Gold­ber­ger­stra­ße 30 aus. Seit 2010 sind sie im Archiv des Krei­ses Mett­mann zu Hause.


Der Schrein mit offe­nen Türen.

Der aus dunk­lem Holz gefer­tig­te Schrein zeigt rund um die Türen 16 Medail­len mit Moti­ven aus der Land­wirt­schaft und aus dem “Kriegs­hand­werk”, auf der Front­sei­te der Türen sind der Mann als Krie­ger und die Frau als Bäue­rin abge­bil­det, um ihre Auf­ga­be im Krieg zu sym­bo­li­si­ern. Öff­net man die Türen, sieht man die Inschrift und die Namen der Gefal­le­nen in gol­de­ner Far­be auf schwar­zem Grund.


1914 — 1918
fie­len im Kamp­fe um den
deut­schen Heimatboden”


Neben den Namen der Gefal­len ver­zeich­net die Tafel auch den Her­kunfts­ort und das Todes­da­tum. Die Namen sind geord­net nach Todes­da­tum, von links nach rechts. Bereits 19 Tage nach Kriegs­aus­bruch fiel August Bas­sen­haus, Otto Gier­lich starb an sei­nen Ver­wun­dun­gen “erst” am 4. April 1920.
Am unte­ren Rand des Schreins fin­det sich die ins Holz geschrie­be­ne Widmung:
“Sei­nen Gefallenen
Gewid­met vom Ver­ein der
ehem. Winterschüler”

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Kriegerdenkmal des SC Alemannia Vohwinkel

Ein­wei­hung des Krie­ger­denk­mals des SC Ale­man­nia Voh­win­kel, unver­kenn­bar unter dem Ein­fluss des NS-Regimes. Ent­nom­men aus: Ber­gisch-Mär­ki­sche-Zei­tung vom 25.11.1935.

Am 24. Novem­ber 1935 weih­ten die Mit­glie­der des Sport­clubs Ale­man­nia Voh­win­kel an der Wald­kampf­bahn ihr klei­nes Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs ein. Es bestand aus einem 40 Zent­ner schwe­ren Kalk­stein­find­ling, an dem eine hand­ge­trie­be­ne Kup­fer­ta­fel ange­bracht wor­den war, die, von einem Eiser­nen Kreuz gekrönt, die Namen der gefal­le­nen Ver­eins­mit­glie­der bewah­ren soll­te. Die Kos­ten wur­den von den Ver­eins­mit­glie­dern getra­gen, die auch die Auf­stel­lung des Stei­nes organisierten.

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg war der Find­ling zuge­wach­sen und ver­ges­sen, die Kup­fer­ta­fel mit den neun Namen gestoh­len. Nach­dem der SC Ale­man­nia Voh­win­kel 1954 mit ande­ren Ver­ei­nen zum Wup­per­ta­ler SV fusio­nier­te, wur­de das Ehren­mal end­gül­tig ver­ges­sen, sodass der Find­ling heu­te über­wu­chert und ver­ges­sen am Sport­platz steht.1


Der Find­ling im Gebüsch im Juni 2012.

Gedenktafel für die Vohwinkler Opfer des Nationalsozialismus

Am links im Bild zu sehen­den Pfei­ler hing die Gedenk­ta­fel von Novem­ber 2011 bis Mai 2012.

Ende Janu­ar 2012 ent­deck­te ich am mitt­le­ren Pfei­ler der Schwe­be­bahn­sta­ti­on Voh­win­kel eine klei­ne metal­le­ne Gedenk­ta­fel, die an die Voh­wink­ler Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus erin­nert. Ers­te Recher­chen zum Hin­ter­grund ver­lie­fen erfolg­los. Die WSW wuss­ten selbst nichts von der Gedenk­ta­fel, auch die Bezirks­ver­tre­tung Voh­win­kel war nicht infor­miert.1 Am 23.Mai 2012 ent­schied die Geschäfts­füh­rung der WSW die Gedenk­ta­fel zu ent­fer­nen, da sie ohne jede Kon­takt­auf­nah­me instal­liert wor­den war.2 Die ein­zi­ge Spur, die von einer Gedenk­ta­fel in Voh­win­kel berich­tet, fin­det sich in einer Ter­min­an­kün­di­gung zu einer Demons­tra­ti­on am 9.November 2011 auf der Home­page des Anti­fa-Cafés Wup­per­tal. Dort heißt es:


“17:00 Uhr Kaiserstrasse/ Ecke Edith-Stein Strasse:
Gedenk­kund­ge­bung für die Voh­wink­ler NS-Opfer mit Gedenk­ta­fel­ent­hül­lung“3

Ob damit die­se Gedenk­ta­fel gemeint ist, bleibt unklar. Die Schwe­be­bahn­sta­ti­on fin­det sich nicht an der Kai­ser­stra­ße/E­dith-Stein-Stra­ße, son­dern an der Voh­wink­ler Stra­ße in Höhe der Ein­mün­dung der Ruben­sstra­ße. Alle wei­te­ren Recher­chen blie­ben erfolglos.


Die Gedenk­ta­fel.

Die Gedenk­ta­fel selbst ver­zeich­net unter der Inschrift:

In Erin­ne­rung an die Voh­wink­ler NS-Opfer”

24 Namen von Opfern der NS-Dik­ta­tur, dar­un­ter Juden, Eutha­na­sie-Opfer, KZ-Häft­lin­ge und Zwangs­ar­bei­ter. Wie die­se Namen zustan­de kom­men und ob die Lis­te voll­stän­dig ist, konn­te auch nicht geklärt wer­den. Ver­gleicht man die Namen mit dem Gedenk­buch Wup­per­tal, fällt auf, dass z.B. die Zwangs­ar­bei­te­rin Valen­ti­na Bori­sen­ko fehlt. Dafür fin­det sich zu Mar­ga­re­te Stri­cker im Gedenk­buch kein Ein­trag. Die Tafel schließt mit dem Versprechen:

Nichts und nie­mand ist vergessen!
9.November 2011”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Der Astropfad

Sech­zehn Schü­ler und zwei Leh­rer (Hans Joa­chim Hybel und Mat­hais Kenn1) des Gym­na­si­ums Sedan­stra­ße hat­ten sich in einer Pro­jekt­wo­che im Okto­ber 1988 mit dem Son­nen­sys­tem beschäf­tigt. Man ent­schloss sich, die Erkennt­nis­se dar­aus der Bevöl­ke­rung nahe­zu­brin­gen. Vor allem die Ent­fer­nun­gen und Grö­ßen­ver­hält­nis­se hat­ten es wohl den Schü­lern ange­tan und sie plan­ten, das Son­nen­sys­tem, in dem unse­rer Pla­net zu Hau­se ist, als Modell in Wup­per­tal darzustellen.
Die Modell­son­ne: Der Wert­her Brunnen.

Schließ­lich ent­schied man sich dazu, den Wert­her Brun­nen als Modell­son­ne anzu­neh­men und davon aus­ge­hend mit Bron­ze­ta­feln in der gan­zen Stadt sowohl die Grö­ße des Pla­ne­ten als auch die Ent­fer­nung kor­rekt abzu­bil­den. Der Maß­stab beträgt 1:5,5238 x108.

Am Frei­tag, dem 18.Mai 1990, wur­de aus Anlass des Bar­mer City-Fes­tes der Astropf­ad durch die Vor­sit­zen­de des Kul­tur­aus­schus­ses, Ursu­la Schulz, auf dem Geschwis­ter Scholl-Platz eröff­net. Die Bron­ze­ta­feln wur­den von Spen­dern gestif­tet, die ers­ten bei­den von den CDU- und SPD-Rats­frak­tio­nen.2
Die Bron­ze­ta­fel mit der Pro­jekt­be­schrei­bung am Wert­her Brunnen.

Die Inschrift der Erläu­te­rungs­ta­fel lautet:

Astropf­ad
Hier beginnt ein mass­st­ab­ge­rech­tes Modell
unse­res Sonnensystems.
Die Kugel des vor ihnen ste­hen­den Brunnens
stellt die Son­ne dar.
Lage und Grös­se der neun Pla­ne­ten und einiger
Mon­de sind durch Bron­ze­plat­ten im Wuppertaler
Stadt­ge­biet festgehalten:

Mer­kur: Werth 86
Venus: Werth 73
Erde: Werth 62
Mars: Werth 46
Jupi­ter: Fried­rich-Engels-Allee 387
Saturn: Nom­mensen­weg 12
Ura­nus: Lui­sen­stras­se 110
Nep­tun: Ecke Sonnbornerstrasse/Sonnborner Ufer
Plu­to: Schwe­be­bahn­hal­te­stel­le Vohwinklerstrasse

Ein Pro­jekt des städt. Gym­na­si­ums Sedanstrasse”


Mer­kur ist im Janu­ar 2011 wegen der gro­ßen Rutsch­ge­fahr in den Win­ter­mo­na­ten ent­fernt wor­den und wird im Betriebs­hof der Stadt aufbewahrt.

Venus.

Astropf­ad
Venus
Durch­mes­ser: 12.104 km
Bahn­ra­di­us: 108.200.000 km
Umlauf­dau­er: 225 Tage
Stand­ort der Son­ne: Brunnenkugel/Werth
Nach­bar­pla­ne­ten: Mer­kur: Werth 86
Erde: Werth 62
Ent­fer­nung zur Modell­son­ne: 195.8 m
Gestif­tet von der CDU Frak­ti­on in der Bezirks­ver­tre­tung Barmen”


Erde und Mond. Die bei­den Tafeln waren in den 2000er Jah­ren bereits ein­mal gestoh­len wor­den und wur­den vom För­der­ver­ein “Unse­re Alte Pen­ne” ersetzt.[1]

Astropf­ad
Zu Gast auf einem schö­nen Stern
Hel­mut Thielke
Erde
Durch­mes­ser: 12 756 km
Bahn­ra­di­us: 149 600 000 km
Umlauf­dau­er: 365 Tage
Stand­ort der Son­ne: Brunnenkugel/Werth
Nach­bar­pla­ne­ten: Venus: Werth 73
Mars: Werth 46Entfernung zur Modell­son­ne: 270.7 m
För­der­ver­ein Unse­re alte Penne”


Blick vom Stand­ort der Erde zum Wert­her Brun­nen, der sich kurz vor den roten Fah­nen der Spar­kas­se am Hori­zont befindet.


Mars wur­de am 7. Okto­ber 2010 ent­fernt und wird eben­falls im Betriebs­hof der Stadt gela­gert. Im vor­an­ge­gan­ge­nen Win­ter hat­ten sich auf die­ser Bron­ze­ta­fel vor der dama­li­gen Gale­rie im Con­cordia-Haus drei schwe­re Stür­ze ereig­net. Beim drit­ten Gerichts­ver­fah­ren, dass auf­grund der Stür­ze geführt wur­de, mahn­te der Rich­ter an, dass die Sturz­ge­fahr nun bekannt sei und die Stadt aktiv wer­den müs­se. Was mit den Bron­ze­ta­feln pas­siert, ist von den anhän­gi­gen Gerichts­ver­fah­ren abhän­gig. Aus­kunft Stadt Wup­per­tal am 12.Februar 2012. Bild ent­nom­men aus: RMK S. 540.

Astropf­ad
Mars
Durch­mes­ser: 6.704 km
Bahn­ra­di­us: 227.600.000 km
Umlauf­dau­er: 1 Jahr 322 Tage
Stand­ort der Son­ne: Brunnenkugel/Werth
Nach­bar­pla­ne­ten: Erde: Werth 62
Jupi­ter: Fried­rich-Engels-Allee 367
Ent­fer­nung zur Modell­son­ne: 412.4 m
Stadt Wuppertal”


Jupi­ter und vier Mon­de (Io, Euro­pa, Kal­lis­to, Ganymed)

Jupi­ter

Astropf­ad
Jupiter
Durch­mes­ser: 142.769 km
Bahn­ra­di­us: 779.000.000 km
Umlauf­dau­er: 11 Jah­re 314 Tage
Stand­ort der Son­ne: Brunnenkugel/Werth
Nach­bar­pla­ne­ten: Mars: Werth 46
Saturn: Nom­mensen­weg 12
Ent­fer­nung zur Modell­son­ne: 1409 m
Gestif­tet von Dr. Wil­fried Pen­ner, MdB”


Saturn

Astropf­ad
Saturn
Durch­mes­ser: 120.000 km
Bahn­ra­di­us: 1.432.000.000 km
Umlauf­dau­er: 29 Jah­re 168 Tage
Stand­ort der Son­ne: Brunnenkugel/Werth
Nach­bar­pla­ne­ten: Jupi­ter: Fried­rich-Engels-Allee 367
Ura­nus: Lui­sen­stras­se 110
Ent­fer­nung zur Modell­son­ne: 2591 m
Stadt Wuppertal”


Ura­nus wur­de im März 2009 repa­riert, nach­dem sich die Tafel gelo­ckert hatte.[3]

Astropf­ad
Uranus
Durch­mes­ser: 51.800 km
Bahn­ra­di­us: 2.888.000.000 km
Umlauf­dau­er: 84 Jah­re 7 Tage
Stand­ort der Son­ne: Brunnenkugel/Werth
Nach­bar­pla­ne­ten: Saturn: Nom­mensen­weg 12
Nep­tun: Ecke Sonnbornerstr./Sonnborner Ufer
Ent­fer­nung zur Modell­son­ne: 5226 m
Stadt Wuppertal”


Nep­tun.

Astropf­ad
Neptun
Durch­mes­ser: 49.000 km
Bahn­ra­di­us: 4.509.000.000 km
Umlauf­dau­er: 164 Jah­re 289 Tage
Stand­ort der Son­ne: Brunnenkugel/Werth
Nach­bar­pla­ne­ten: Ura­nus: Lui­sen­stras­se 110
Plu­to: Voh­wink­ler Str. Schwebebahnhaltestelle
Ent­fer­nung zur Modell­son­ne: 8160 m
Stadt Wuppertal”


Am 7. Mai 2012 ent­deck­te der 2.Vorsitzende des Bür­ger­ver­eins Sonn­born-Zoo-Var­res­beck, Rein­hald Schnei­der, dass die Bron­ze­ta­fel von Nep­tun vor der Sonn­bor­ner Haupt­kir­che gestoh­len wor­den war. Bereits vor eini­gen Jah­ren war die Tafel ent­wen­det und in einem nahen Schnee­hau­fen von Rein­hald Schnei­der gefun­den wor­den. Die Bezirks­ver­tre­tung West wird Anzei­ge erstat­ten und man über­legt, wie die Tafeln bes­ser gesi­chert wer­den kön­nen.3
Auch wenn er nun nicht mehr zu den Pla­ne­ten gehört, ist Plu­to wei­ter­hin Teil des Astropfads.

Astropf­ad
Pluto
Durch­mes­ser: 2.420 km
Bahn­ra­di­us: 5.966.000.000 km
Umlauf­dau­er: 247 Jah­re 256 Tage
Stand­ort der Son­ne: Brunnenkugel/Werth
Nach­bar­pla­ne­ten: Nep­tun: Ecke Sonnbornerstr.
/Sonnborner Ufer
Ent­fer­nung zur Modell­son­ne: 10.800 m
Stadt Wuppertal”


Im Früh­jahr 1989 erhiel­ten die Schü­ler und Leh­rer einen Son­der­preis der Arbeits­stel­le “Prak­ti­sches Ler­nen” von Kul­tus­mi­nis­ter Hans Schwier. Am 20.September 1989 konn­ten sie außer­dem ihre Arbeit im Land­tag von Nord­rhein-West­fa­len aus­stel­len.4


Zum Astropf­ad exis­tiert eine Home­page mit wei­te­ren Erläu­te­run­gen: www.astropfad.de

Update 2. Novem­ber 2015

Im Okto­ber 2015 sorg­te die Immo­bi­li­en-Stand­ort-Gemein­schaft Bar­men-Werth dafür, dass die Info­ta­fel am Brun­nen sowie Mer­kur und Mars wie­der leicht ver­setzt zum alten Stand­punkt wie­der ange­bracht wur­den. Knapp 1000 Euro wur­den inves­tiert.5


Da dies ein dezen­tra­les Kunst­werks ist, gibt es an die­ser Stel­le kei­ne Karte.

Der Siegesbrunnen in Vohwinkel

Als am 24.Oktober 1900 Kai­ser Wil­helm II. zusam­men mit Kai­se­rin Augus­te das Wup­per­tal besuch­te, weih­te er erst in Bar­men die Kai­ser­stand­bil­der in der Ruh­mes­hal­le ein, dann das neue Elber­fel­der Rat­haus und kam anschlie­ßend gegen 13:00 Uhr mit der Schwe­be­bahn nach Voh­win­kel. Bevor sich die Majes­tä­ten auf den Weg nach Mett­mann mach­ten, weih­ten sie am Kreis­haus in der Solin­ger Stra­ße (heu­te Grä­f­ra­ther Stra­ße) den Sie­ges­brun­nen ein. Kai­ser Wil­helm I. sprach dem Künst­ler mehr­fach sei­ner Aner­ken­nung aus, wie die Elber­fel­der Zei­tung notier­te. Post­kar­ten­an­sich­ten von die­sem Ereig­nis fin­den sich auf www.wuppertal-vohwinkel.net


Die Anla­ge mit dem Sie­ges­brun­nen vor dem ehem. Kreis­haus in der Grä­f­ra­ther Stra­ße in Voh­win­kel. Post­kar­ten­samm­lung His­to­ri­sches Zentrum

Anläss­lich des 100.Jahrestages der Geburt Kai­ser Wil­helms I. hat­ten sich 1897 die patrio­tisch gesinn­te Bür­ger Voh­win­kels ent­schlos­sen, die­sem Anlass ein ent­spre­chen­des Monu­ment zu errich­ten. Im Früh­jahr 1900 waren dann 30.000 Mark zusam­men­ge­kom­men, von denen 24.000 Mark von den Voh­wink­ler Bür­gern und aus­wär­ti­gen Freun­den stamm­ten und der Rest von der Gemein­de Vohwinkel.


Der Sie­ges­brun­nen auf einer Post­kar­te. Stadt­ar­chiv Wup­per­tal, 19.4.

Die Figur der Sie­ges­göt­tin, mit geflü­gel­tem Helm und dem Reichs­ap­fel auf der gen Him­mel gestreck­ten rech­ten Hand, wur­de vom Bild­hau­er Gus­tav Rutz ent­wor­fen und von der Gal­va­no­plas­ti­schen Kunst­an­stalt Geis­lin­gen-Stei­ge in Gal­va­no­bron­ze aus­ge­führt. Auf dem Schild zeigt die Göt­tin ein Reli­ef eines Män­ner­kop­fes, ver­mut­lich der geehr­te Kai­ser Wil­helm I. Die Göt­tin fand ihren Platz auf einem gewal­ti­gen mehr­stu­fi­gem Unter­bau aus Gra­nit, der von der Fir­ma Rade­ma­cher Söh­ne aus Aachen her­ge­stellt wur­de. Das Was­ser­be­cken des Brun­nens befand sich auf einem 25 m brei­ten Fun­da­ment, von dem das Was­ser dem Betrach­ter in einer Kas­ka­de ent­ge­gen rauschte.


Die Sie­ges­brun­nen auf einer Foto­gra­fie im August 1940. Samm­lung Unte­re Denk­mal­be­hör­de, Nr. 2757.

Am 27.Januar 1901, dem Geburts­tag Kai­ser Wil­helms II., wur­de der Brun­nen unter gro­ßer Anteil­nah­me der Bevöl­ke­rung, der Schu­len und der Ver­ei­ne in die Obhut der Gemein­de über­ge­ben. Ver­mut­lich  wur­de der Sie­ges­brun­nen im Zwei­ten Welt­krieg zer­stört.1Gus­tav Rutz schuf 1907 auch die alle­go­ri­sche Bron­ze­fi­gur der Musik vor der Elber­fel­der Stadt­hal­le.


Der Kai­ser am Sie­ges­brun­nen. Ord­nungs­ge­mäß rap­por­tie­ren die Voh­wink­ler dem Poten­ta­ten. Bild ergänzt am 17. April 2021.

Vohwinkler Denkmal “Gegen das Vergessen”

Am 17. März 2007 weih­te man in Voh­win­kel im Sta­ti­ons­gar­ten einen klei­nen Gedenk­stein mit einer bron­ze­nen Pla­ket­te ein, die von Ulle Hees geschaf­fen wur­de. Anlass war die 650-Jahr-Fei­er des Stadt­teils im Jahr 2006 und das Ziel war die Schaf­fung eines zen­tra­len Gedenk-Ortes für die Opfer von Gewalt und Krieg. Zur Ein­wei­hung spra­chen Bezirks­vor­ste­her Hans Georg Held­mann und Pfar­rer Kurt-Eugen Mel­chi­or, der Blä­ser­chor der Frei­en Evan­ge­li­schen Gemein­de Voh­win­kel beglei­te­te die Ein­wei­hung musi­ka­lisch. (Bil­der von der Ein­wei­hung auf vohwinkel.net)


Der Gedenk­stein

Die Gedenk­ta­fel

Die Bron­ze­ta­fel zeigt ver­schie­de­ne Gesich­ter und Hän­de, dar­un­ter lau­tet die Inschrift:

Gegen das Vergessen
Wir geden­ken der Opfer
von Krieg, Not u. Gewalt
Vohwinkel
2006”

Die dar­un­ter ange­brach­te Pla­ket­te erklärt:

Gestif­tet 2006 von
Bezirks­ver­tre­tung Vohwinkel
Deut­sche Bank
Kalk­wer­ke Oetelshofen
Aus Anlass der 650-Jahr-Fei­er Vohwinkel”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte


Jahn-Gedenkstein des Vohwinkler Turnvereins

Am 28.Mai 1905 weih­te der Voh­wink­ler Turn­ver­ein (heu­te Voh­wink­ler STV 1865/80 e.V.) am Sta­ti­ons­gar­ten direkt am Kai­ser­platz in Voh­win­kel einen Gedenk­stein für “Turn­va­ter Jahn” ein. Anlass war das 25jährige Bestehen des Vereins.
Am Sta­ti­ons­gar­ten, Vohwinkel

Das Denk­mal besteht aus einem Reli­ef­bild­nis Jahns, dem Tur­ner­zei­chen, der Inschrift auf einer Gra­nit­plat­te und der 1925 hin­zu­ge­füg­ten Gedenk­plat­te für die Gefal­le­nen des Ers­ten Weltkriegs.


Das Reli­ef Jahns


Die Inschrift lautet:

Dem Alt­meis­ter
der deut­schen Turnkunst
Fried­rich Lud­wig Jahn

Der Voh­win­ke­ler Turnverein
(1880–1905)
Voh­win­kel, den 28.Mai 1905”

Im Grund­stein des Denk­mals wur­den Doku­men­te aus der Ver­eins­ge­schich­te, Zei­tun­gen und Mün­zen hinterlegt.
Am 12.Juli 1925, füg­te der Voh­wink­ler Turn­ver­ein dem Denk­mal eine bron­ze­ne Gedenk­ta­fel hin­zu, um an die im Ers­ten Welt­krieg Gefal­le­nen zu erin­nern. Ent­wor­fen wur­de sie vom Ver­eins­mit­glied Adolf Wecker, aus­ge­führt von Wil­helm Homann.
Gedenk­ta­fel für die Gefal­le­nen des Ers­ten Weltkrieges

Unter der in den Stein gehaue­nen Inschrift “Sei­nen gefal­le­nen Hel­den” fin­den sich auf der Bron­ze­ta­fel 13 Namen, die Jah­res­zah­len des Krie­ges und in der Mit­te ein Reli­ef, bestehend aus Eiser­nem Kreuz, Eichen­laub­kranz und Stahl­helm.1

Ehrentafel der Freiwilligen Feuerwehr Vohwinkel

Es war ein Sonn­tag, der 2.August 1925 als man in Voh­win­kel anläss­lich des 11. Kreis­feu­er­wehr­ta­ges die Ehren­ta­fel der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Voh­win­kel für die im Ers­ten Welt­krieg gefal­le­nen Kame­ra­den ent­hüll­te. Die Tafel aus Kup­fer­blech wur­de fei­er­lich von Brand­di­rek­tor Rich­ter an den Bür­ger­meis­ter Dr. Land­wehr der damals noch selbst­stän­di­gen Stadt Voh­win­kel übergeben.
Ehren­ta­fel der FFW Vohwinkel

Die Tafel, ver­mut­lich geschaf­fen von Prof. Hans Fischer,  besteht aus Kup­fer­blech und weist unter den drei Spit­zen links und rechts zwei Hel­me auf, einen Stahl­helm mirt Eichen­laub und einen Feu­er­wehr­helm, die sym­bo­lisch die Ver­bin­dung der Feu­er­wehr­män­ner und der Sol­da­ten darstellt.
Stahl­helm

Feu­er­wehr­helm

Unter dem Eiser­nen Kreuz in der mitt­le­ren Spit­ze ist fol­gen­de Inschrift zu lesen:

1914 — 1918
Den im Weltkriege
gefal­le­nen Kameraden
der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Vohwinkel
zum ehren­den Gedächtnis”

Es fol­gen die Namen und Todes­da­ten der zwölf Gefal­len und anschlie­ßend folgt das Motto:
“Einer für Alle — Alle für Einen”
Die Tafel hing an der Außen­wand der Wache Spitz­weg­stra­ße, dann in einem Schu­lungs­raum. Heu­te ist sie in den Räum­lich­kei­ten der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr im ehe­ma­li­gen Rat­haus Voh­win­kel unter­ge­bracht.1

Ich bedan­ke mich bei Brand­in­spek­tor Eric Tribb­le für die Mög­lich­keit die Tafel zu fotografieren.


Kriegerdenkmal im Ehrenhain Vohwinkel

Das Ehren­mal auf einer Foto­gra­fie vor 1943. Bild ent­nom­men aus: RMK, S. 269. Dor­ti­ge Quel­len­an­ga­be: Samm­lung Stadt­ar­chiv Wuppertal.

Am 7. Juli 1929, ein Sonn­tag im letz­ten Monat der Selbst­stän­dig­keit Voh­win­kels, weih­te Bür­ger­meis­ter Dr. Land­wehr das Voh­wink­ler Krie­ger­denk­mal für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs ein. 345 von 3000 Voh­wink­ler Sol­da­ten hat­ten ihr Leben im Fel­de gelas­sen. Ent­wor­fen hat­te die Anla­ge Prof. Hans Fischer aus Bar­men. Auf einer halb­run­den Ter­ras­se, zu der sechs Stu­fen hin­auf führ­ten, stand im Schei­tel auf einem Pos­ta­ment mit einer unbe­kann­ten Inschrift ein dunk­les Holz­kreuz. Davon aus­ge­hend waren acht fla­che Stein­so­ckel auf dem Boden im Halb­rund ange­ord­net, die Bron­ze­ta­feln mit den Namen der Gefal­len trugen.


Das Denk­mal um 1929. Bild ent­nom­men aus: Zieg­ler, Geschich­te der Stadt Voh­win­kel, 1929, Neu­druck 1982, Ver­lag Ute Kier­dorf, Rem­scheid, S. 160.

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de der Ehren­hain und das Denk­mal zer­stört. Auf Antrag des Bezirks­ver­eins Wup­per­tal-Voh­win­kel-Süd wur­de die Anla­ge 1950 not­dürf­tig her­ge­rich­tet. Am 1.Juli 1956 wur­de der Ehren­hain erneut der Bevöl­ke­rung im Rah­men der 600-Jahr-Fei­er über­ge­ben. Auch dies­mal hielt Dr. Land­wehr die Anspra­che am Krie­ger­denk­mal, das seit­dem den Toten bei­der Welt­krie­ge gewid­met ist. Es besteht nun nur noch aus einem Holz­kreuz und einer davor im Boden ein­ge­las­se­nen Inschrift: 1



Die Inschrift.

Den Toten
beider
Weltkriege”


Die Grund­form des Denk­mals ist noch erkennbar.


Ergän­zung vom 3. Janu­ar 2018:
Im Okto­ber 2017 wur­de das Kreuz ent­fernt, da es maro­de und z.T. durch­ge­fault war. Die Stadt bemüht sich um Ersatz im Jahr 2018.2 Vor dem Volks­trau­er­tag 2017 wur­de vom Res­sort Grün­flä­chen und Fors­ten ein 3 Meter hohes Pro­vi­so­ri­um erstellt und auf­ge­stellt.3

Ergän­zung vom 10. April 2021: 

Recht­zei­tig zum Volks­trau­er­tag am 18. Novem­ber 2018 stell­te die Stadt eine neu­es, eben­so gro­ßes Holz­kreuz auf.4



Posi­ti­on des Denk­mals auf der Karte