Mahnfenster zur Erinnerung an Justizunrecht in der Zeit des Nationalsozialismus

Als am 6. Mai 1995 vor dem Land­ge­richt Wup­per­tal das Mahn­mal zur Erin­ne­rung an die Wup­per­ta­ler Gewerk­schafts­pro­zes­se ein­ge­weiht wur­de, wur­de  noch ein wei­te­res Mahn­mal vor­ge­stellt, das seit­dem weni­ger in der Öffent­lich­keit prä­sent ist. Es ist das Haupt­trep­pen­fens­ter im Wup­per­ta­ler Land­ge­richt, wel­ches vom Vel­ber­ter Gla­ser­meis­ter Fal­ko Schmidt gestal­tet wur­de. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass Minis­ter­prä­si­dent Johan­nes Rau, Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Kraus, DGB-Kreis­vor­sit­zen­den Hei­no Ahr, NRW-Jus­tiz­mi­nis­ter Dr. Rolf Krum­sieck und Rudi Höff­gen, der sei­ner­zeit selbst zu den Opfern gehör­te, bei der Vor­stel­lung zuge­gen waren.1


Das Mahn­fens­ter im Land­ge­richt Wup­per­tal.

Das Fens­ter erin­nert dar­an, dass in den Jah­ren 1935 und 1936 in den Räu­men des Wup­per­ta­ler Land­ge­richts Mas­sen­pro­zes­se gegen Gewerk­schaf­ter und Geg­ner der NSDAP unter Lei­tung vom 1.Senat des Volks­ge­richts­hof und vom 2. und 3.Senat der Ober­lan­des­ge­richts Hamm statt­fan­den. Auf 1.200 Ver­haf­tun­gen durch ein Son­der­kom­man­do der Gesta­po folg­ten “mons­trö­se Gerichts­pro­zes­se”, so die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin am Land­ge­richt, Karin Bel­ker, in der Rück­schau. Die Pro­zes­se gegen zum Teil 100 Ange­klag­te in einem Ver­fah­ren, in denen mit hohen Stra­fen der Wider­stand erstickt wer­den soll­te — was auch teil­wei­se gelang — erreg­ten inter­na­tio­na­les Auf­se­hen, sodass die Son­der­ge­rich­te sich am Ende wie­der nach Ber­lin und Hamm zurück­zo­gen.


In der Aus­ein­an­der­set­zung um das Mahn­mal zur Erin­ne­rung an die Gewerk­schafts­pro­zes­se der Künst­le­rin Ulle Hees war es den Rich­tern des Land­ge­richts beson­ders wich­tig zu beto­nen, dass es kei­ne Wup­per­ta­ler Rich­ter waren, die dar­an betei­ligt waren und dass sich so ein Rechts­ver­ständ­nis nie wie­der­ho­len darf. Die Prio­ri­tä­ten des DGB lagen ver­ständ­li­cher­wei­se eher im Andenken an die von den Pro­zes­sen betrof­fe­ne Per­so­nen­grup­pe. Das Land­ge­richt ent­schloss sich schließ­lich 1993 zusätz­lich zum Mahn­mal und des­sen Gedenk­ta­feln eine eige­ne Gedenk­ta­fel im Gebäu­de anzu­brin­gen. Schließ­lich ent­schied man sich dazu, das Haupt­trep­pen­fens­ter, dass dem ein­tre­ten­den Besu­cher als Blick­fang dient, zur Mah­nung zu ver­wen­den.

Der Vel­ber­ter Innen­ar­chi­tekt und Gla­ser­meis­ter Fal­ko Schmidt konn­te für das Pro­jekt gewon­nen wer­den und leg­te zwei Ent­wür­fe vor. Einer nutz­te Pas­tell­tö­ne und pas­send zum Gebäu­de Jugend­stil­ele­men­te, der zwei­te war in Form und Farb­ge­bung eher modern gestal­tet. Ein­stim­mig wähl­te man in Abspra­che mit dem Staat­li­chen Bau­amt Wup­per­tal den zwei­ten Ent­wurf. 2 Karin Bel­ker beschreibt das Ergeb­nis mit fol­gen­den Wor­ten:


Das Fens­ter besteht aus Opa­que­über­fang­glas in der Grund­far­be Sand. Das mund­ge­bla­se­ne Echt-Antik-Glas (sic!) stammt aus der Glas­hüt­te Lam­bertz in Wald­sas­sen. Es hat die Eigen­schaft zugleich licht­durch­läs­sig und undurch­sich­tig zu sein.

Im mitt­le­ren Rund­bo­gen des mitt­le­ren Fens­ters befin­den sich Seg­men­te aus och­sen­blut­far­be­nem schat­tier­ten Über­fang­glas, die in ihrer Form­ge­bung an das Aus­se­hen von Kon­ti­nen­ten erin­nern. In die­se och­sen­blut­ro­ten Seg­men­te ist die aus dem Glas her­aus­ge­ätz­te Gedenk­in­schrift auf­ge­nom­men. Wäh­rend die Seg­men­te mit der Schrift von links oben nach rechts unten lau­fend ange­ord­net sind, zieht von oben nach unten über den inne­ren Rund­bo­gen­teil eine von rechts nach links aus­ge­rich­te­te Linie, die immer wie­der unter­bro­chen wird, nach der Inten­ti­on des Künst­lers die Linie des gebro­che­nen Rechts. Sie stößt im unte­ren Seg­ment des inne­ren Rund­bo­gens auf eine hori­zon­tal ver­lau­fen­de wei­ße Linie und setzt sich — nun unge­bro­chen — durch’s unte­re Seg­ment fort, nach der Vor­stel­lung des Künst­lers das Ende des gebro­che­nen und der Beginn des unge­bro­che­nen Rechts. Die­ser unte­re, die Neu­zeit dar­stel­len­de Fens­ter­aus­schnitt trägt die Jah­res­zahl 1995.” 3


Die Inschrift.

Die Inschrift lau­tet:

“1933- 1945
Zum Geden­ken an die Män­ner und Frau­en,
denen durch die Jus­tiz Unrecht geschah.
Ihre Lei­den sind Ver­pflich­tung
zur Ver­tei­di­gung des Rechts.”

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Mahnmal zum Gedenken an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus

Am Sonn­tag, den 16.Oktober 1955, wur­de unter gro­ßer Anteil­nah­me der Wup­per­ta­ler Bevöl­ke­rung  auf dem jüdi­schen Fried­hof am Wein­berg das Mahn­mal für die jüdi­schen Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus ein­ge­weiht. Die­sen Fried­hof leg­te die jüdi­sche Kul­tus­ge­mein­de um die Jahr­hun­dert­wen­de 1900 an.11933 leb­ten noch 2.471 Juden in Bar­men und Elber­feld, 1939 waren es noch 1093.2 1.500 Juden wur­den vor und wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges depor­tiert und ermor­det, nur 80 über­leb­ten den Holo­caust.3


Das Mahn­mal zum Geden­ken an die jüdi­schen Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus auf dem Fried­hof am Wein­berg.

Das 2,50m brei­te und 3,50m hohe Denk­mal aus Beton und Glas­mo­sa­ik wur­de vom Wup­per­ta­ler Bau­in­ge­nieur Fried­rich Col­len­busch im Auf­trag der jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­de ent­wor­fen und von der Bau­un­ter­neh­mung Her­mann Seyn­sche aus­ge­führt. Die Pflanz­scha­le kam aus der Kera­mik­werk­statt des Bild­hau­ers Grüt­te­fi­en.4


Ansicht des Mahn­mals

Ergän­zung vom 03. April 2012:

Ruth Mey­er-Kahr­weg erklärt, dass die deut­sche und hebräi­sche Inschrift iden­tisch ist und so wur­de es auch an die­ser Stel­le behaup­tet. Dies ist jedoch falsch. Die hebräi­sche Inschrift zitiert einen Teil des Jis­kor-Gebets, einem tra­di­tio­nel­len Gebet zur “See­len­ge­dächt­nis­fei­er” für Ver­stor­be­ne. Die deut­sche Über­set­zung lau­tet:

“Es geden­ke Gott der See­le der Mär­ty­rer, die da Star­ben in der Zeit der Ver­nich­tung. Gott schwei­ge nicht zu mei­nem Blu­te!“5

Der zwei­te Teil der Inschrift in latei­ni­schen Buch­sta­ben und deut­scher Spra­che lau­tet:

Dem Geden­ken
der Opfer des Has­ses
der Nach­welt
zur
Mah­nung

1933                           1945”

Zur Ein­wei­hung erin­ner­te der Vor­sit­zen­de der Jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­de Wup­per­tal, Josef Heimann, an das Schick­sal der Depor­tier­ten und sprach den Wunsch aus, dass nicht Hass und Rache die Men­schen lei­te, son­dern die Hoff­nung auf Lie­be und Ver­stän­di­gung. Anschlie­ßend war­ben Ober­bür­ger­meis­ter Schmeiß­ing, Ober­ra­bi­ner Dr.Holzer, Juli­us Drey­fuß, Voris­t­zen­der des Lan­des­ver­bands der Jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­de,  Super­in­ten­dent Stö­ver und Stadt­de­chant Meiß um Ver­ant­wor­tung für­ein­an­der und gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis.6
Dem jüdi­schen Ele­ment in der Wup­per­ta­ler (und ber­gi­schen) Geschich­ten wid­met sich die Dau­er­aus­stel­lung der Begeg­nungs­stät­te Alte Syn­ago­ge Wup­per­tal. Auf der Home­page fin­det sich auch eine Lis­te mit aktu­el­ler Lite­ra­tur zum The­ma.

Gedenktafeln zur Erinnerung an die Wuppertaler Synagogen

Seit dem 15.September 1865 gab es in Elber­feld an der Genüg­sam­keits­stra­ße eine Syn­ago­ge für die jüdi­sche Gemein­de, seit dem 22.Januar 1897 auch in Bar­men, dort in der Stra­ße Zur Scheu­ren. Bei­de Gemein­den hat­ten 1930, nun als Teil der neu­en Stadt Wup­per­tal unge­fähr 3000 Mit­glie­der, besa­ßen je einen eige­nen Kin­der­gar­ten und in Elber­feld zwei Alters­hei­me. Wäh­rend der Reichs­po­grom­nacht 1938 brann­ten bei­de Syn­ago­gen aus und wur­de voll­kom­men zer­stört, die meis­ten jüdi­schen Bür­ger Wup­per­tals wur­den unter der Herr­schaft der Natio­nal­so­zia­lis­ten ermor­det.

24 Jah­re spä­ter, am 9.November 1962, wur­den auf Anre­gung der Gesell­schaft für christ­lich-jüdi­sche Zusam­men­ar­beit an bei­den Stand­or­ten Gedenk­ta­feln ange­bracht. Ober­bür­ger­meis­ter Dr.Frowein, Lan­des­rab­bi­ner Dr. Salo­mo­no­witsch, der Vor­sit­zen­de der jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­de, Rosen­tahl, und der Vor­sit­zen­de der jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­den in NRW, Drey­fuß spra­chen aus die­sem Anlass.1


Die Gedenk­ta­fel für die Elber­fel­der Syn­ago­ge an der heu­ti­gen Begeg­nungs­stät­te.

Der Bild­hau­er Kurt Schwip­pert ent­warf die Gedenk­ta­feln, die von Eugen Bus­mann und Gerd Mau­el aus­ge­führt wur­de. Bei­de Tafeln zei­gen die glei­che Inschrift:

Hier stand die Syn­ago­ge der
jüdi­schen Gemein­de. Sie
wur­de am 9.November 1938
ein Opfer des Ras­sen­wahns
Die Stadt Wup­per­tal
9. Novem­ber 1962”


Die Gedenk­ta­fel in Bar­men.

Die Gedenk­ta­fel für die Bar­mer Syn­ago­ge am Wohn­haus Zur Scheu­ren 18 (über der Tür).

Seit 1994 befin­det sich auf dem Gelän­de der alten Elber­fel­der Syn­ago­ge die Begeg­nungs­stät­te Alte Syn­ago­ge, “ein außer­ge­wöhn­li­cher geschicht­li­cher Lern­ort für Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne.”

Seit dem 8. Dezem­ber 2002 gibt es an der Gemar­ker Stra­ße im Her­zen von Bar­men wie­der eine Ber­gi­sche Syn­ago­ge, deren Bau nötig gewor­den war, nach­dem seit dem Ende des Kal­ten Krie­ges die jüdi­sche Gemein­de Wup­per­tals von 65 auf über 2000 Mit­glie­der gewach­sen war.

Mahnmal zur Erinnerung an die Barmer Theologische Erklärung

Mahn­mal zur Erin­ne­rung an Bar­mer Theo­lo­gi­sche Erklä­rung.

Am 27. Mai 1984  — heu­te vor 27 Jah­ren — wur­de auf dem Werth Ecke Röder­gas­se aus Anlass des 50.Jahrestages der Bar­mer Theo­lo­gi­schen Erklä­rung ein Denk­mal zur Erin­ne­rung dar­an von Ober­bür­ger­meis­ter Gur­land und Super­in­ten­dent Pil­der ent­hüllt. Es soll an die muti­gen und auf­rech­ten Kir­chen­män­ner erin­nern, die in der Erklä­rung sich gegen den Ein­fluss die natio­nal­so­zi­lais­ti­schen Ideo­lo­gie wand­ten und die Beken­nen­de Kir­che grün­de­ten.

Das Mahn­mal wur­de geschaf­fen von Ulle Hees, die auch das Mahn­mal zur Erin­ne­rung an die Gewerk­schafts­pro­zes­se schuf. Die Kos­ten betru­gen 27.000 DM, wovon die Evan­ge­li­sche Lan­des­kir­che 6.000 DM trug und den Rest die Stadt Wup­per­tal über­nahm. Ulle Hees ver­zich­tet auf ein Hono­rar.

Das Denk­mal besteht aus einem Bron­ze­ku­bus, der auf einem 1,50 m hohen Sockel ange­bracht ist. Es zeigt über den Bron­ze­plat­ten, die die Inschrift tra­gen, eine Grup­pe Men­schen, von denen die vor­de­ren den Hit­ler­gruß zei­gen und die hin­ter sich abwen­den und in Rich­tung der Gemar­ker Kir­che bli­cken, wo die Bar­mer Theo­lo­gi­sche Erklä­rung ver­fasst wur­de. Sie wider­set­zen sich der Ver­füh­rung und dem blin­den Glau­ben an die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ideo­lo­gie.1


Ansicht aus Rich­tung Alter Markt.

Ansicht aus Rich­tung Rat­haus.

Ansicht von vorn.

An der “Vor­der­sei­te” trägt die Bron­ze­ta­fel fol­gen­de Inschrift:

Des Herrn Wort bleibt
in Ewig­keit”


Die bei­den Sei­ten tra­gen die gleich­lau­ten­de Inschrift:

Jesus Chris­tus, wie er uns in der
hei­li­gen Schrift bezeugt wird, ist das
eine Wort Got­tes, das wir zu hören,
dem wir im Leben und Ster­ben
zu ver­trau­en und zu gehor­chen haben.”


Auf der “Rück­sei­te”, also der Gemar­ker Kir­che zuge­wandt, steht:

Am 31. Mai 1934 beschloß die ers­te Bekennt­nis-
syn­ode der Deut­schen Evan­ge­li­schen Kir­che die
Bar­mer Theo­lo­gi­sche Erklä­rung in der Gemar­ker
Kir­che. Sie bekann­te sich damals zu den in 6 The­sen
aus­ge­spro­che­nen bibli­schen Wahr­hei­ten und wies
mit die­ser Erklä­rung “ange­sichts der die Kir­che
ver­wüs­ten­den Irr­tü­mer” einen kla­ren Weg.”

Der Wort­laut der Bar­mer Theo­lo­gi­schen Erklä­rung fin­det sich hier.


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Mahnmal zur Erinnerung an die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse

Mahn­mal mit Blick auf das alte Gebäu­de des Land­ge­richts.

Seit Mai 1995 erin­nert am Land­ge­richt in Wup­per­tal ein Mahn­mal, das die Wup­per­ta­ler Bild­haue­rin Ulla Hees geschaf­fen hat, an die Wup­per­ta­ler Gewerk­schafts­pro­zes­se. Bereits zum 50.Jahrestag der Gewerk­schafts­pro­zes­se gab es Über­le­gun­gen ein Mahn­mal zu errich­ten. Die Wup­per­ta­ler Künst­le­rin Ulle Hees hat­te 1984 einen Ent­wurf im Rah­men einer Rei­he namens “Fin­ger­zei­ge der Geschich­te” vor­ge­legt, jedoch fehl­te es trotz Unter­stüt­zung durch den DGB und des Land­tags­prä­si­den­ten zunächst an finan­zi­el­len Mit­teln, sodass sich Hees 1990 an die WZ wand­te. Damals waren, so geht aus dem Arti­kel her­vor, bereits 2/3 auf 30.000 DM ver­an­schlag­ten Kos­ten als Spen­den gesam­melt wor­den, wie Hei­no Ahr, der Vor­sit­zen­de des DGB Ber­gisch Land, fest­stell­te.1


Das Mahn­mal von oben

1992 war das 36.000 DM Mahn­mal dann fer­tig gestellt, doch Ter­min­schwie­rig­kei­ten, Dis­kus­sio­nen über den Inhalt der Gedenk­ta­fel und der Inschrift, sowie tech­ni­sche Pro­ble­me ver­zö­ger­ten die Auf­stel­lung des Denk­mals.2 Am 6.Mai  1995 wur­de das Denk­mal schließ­lich durch Minis­ter­prä­si­dent Johan­nes Rau, Ober­bür­ger­meis­te­rin Ursu­la Kraus, DGB-Kreis­vor­sit­zen­den Hei­no Ahr, NRW-Jus­tiz­mi­nis­ter Dr. Rolf Krum­sieck und Rudi Höff­gen, der sei­ner­zeit selbst zu den Opfern gehör­te, ein­ge­weiht. Der Minis­ter­prä­si­dent dank­te dem DGB dafür, dass er die “Män­ner und Frau­en des Arbei­ter­wi­der­stan­des” aus der Ver­gan­gen­heit geholt habe.3



Bis 2002 stand das Denk­mal neben dem Jus­tiz­hoch­haus, als die­ses abge­ris­sen wur­de, lager­te man das Mahn­mal ein. Am 29.November 2005 wur­de das Mahn­mal auf dem neu­ge­stal­te­ten Platz vor dem neu­en Jus­tiz­ge­bäu­de wie­der ein­ge­weiht, am glei­chen Tag wur­de auch eine Inter­net­sei­te online gestellt, die sich mit den Gewerk­schafts­pro­zes­sen beschäf­tigt, wes­we­gen an die­ser Stel­le nicht detail­lier­ter auf den Hin­ter­grund ein­ge­gan­gen wird.4


Als der Gesta­po ab dem 17. Janu­ar 1935 die Fest­nah­me meh­re­rer KPD-Funk­tio­nä­re gelang, konn­te sie im Lau­fe ihrer Ermitt­lun­gen die meis­ten ille­ga­len Par­tei- und Gewerk­schafts­grup­pen, die seit Früh­jahr 1934 auf­ge­baut wor­den waren, zer­schla­gen. Die fol­gen­den Mas­sen­ver­haf­tun­gen, bei denen nach einem Bericht des Sicher­heits­diensts der SS (SD) wahr­schein­lich an die 1900 Frau­en und Män­ner aus Wup­per­tal, Vel­bert, Solin­gen und Rem­scheid bis Ende 1936 in die Gewalt der Gesta­po gerie­ten, führ­ten zu den in der Öffent­lich­keit viel beach­te­ten Wup­per­ta­ler Gewerkschaftsprozessen.Der Ver­haf­tungs­er­folg der Gesta­po basier­te unter ande­rem auf deren bru­ta­len Ver­hör­me­tho­den. Im Zuge die­ser Ver­neh­mun­gen kamen meh­re­re Män­ner ums Leben. Ob sie Selbst­mord begin­gen oder an den Fol­gen der Fol­te­run­gen star­ben, lässt sich heu­te nicht mehr klä­ren.

Auch die Jus­tiz trug wesent­lich zum Macht­er­halt des NS-Regimes bei, indem sie Oppo­si­tio­nel­le ver­folg­te und ver­ur­teil­te. Die Staats­an­walt­schaf­ten beim Ober­lan­des­ge­richt (OLG) Hamm und Volks­ge­richts­hof (VGH) in Ber­lin klag­ten meh­re­re hun­dert Per­so­nen wegen „Vor­be­rei­tung zum Hoch­ver­rat“ an. Mehr als 600 von ihnen wur­den für schul­dig befun­den und zwi­schen 1935 und 1937 vom OLG Hamm und dem VGH in meh­re­ren Teil­ver­fah­ren zu Gefäng­nis- und Zucht­haus­stra­fen ver­ur­teilt.” 5


Das Denk­mal besteht aus einem nied­ri­gen Sockel aus Pflas­ter­stei­nen, der an eine Pyra­mi­de erin­nert. Dar­auf fin­det sich die Bron­ze­skulp­tur, die dar­stellt, wie vie­le Men­schen unter einem Urteil lei­den und ver­su­chen Wider­stand dage­gen zu leis­ten.


 


Vor dem Mahn­mal sind zwei Bron­ze­plat­ten mit Inschrif­ten in den Boden ein­ge­las­sen:

 “In den Jah­ren 1935–1937 sind über 700 Wup­per­ta­ler
Arbei­ter und Arbei­te­rin­nen in einem der gröss­ten
Mas­sen­pro­zes­se der NS-Zeit zu dras­tisch hohen
Zucht­haus- und Gefäng­nis­stra­fen ver­ur­teilt wor­den.
Die ein­zel­nen Pro­zes­se wur­den von Straf­se­na­ten
des Ober­lan­des­ge­rich­tes Hamm  und von dem I.Senat des
Volks­ge­richts­ho­fes Ber­lin am Land­ge­richt Wup­per­tal
und in Hamm durch­ge­führt.

Im Geden­ken an die Frau­en und Män­ner, die wider­stan­den
und als akti­ve Kämp­fe­rin­nen und Kämp­fer der
Arbei­ter­be­we­gung unter dem Unrecht gelit­ten haben.

Deut­scher Gewerk­schafts­bund
Kreis Ber­gisch Land”


”… denn wo Unrecht  herrscht, da gibt es
immer auch Sehn­sucht von
Men­schen, die­ses Unrecht zu
besei­ti­gen. Die­se zutiefst mensch­li­che
Eigen­schaft ist unaus­lösch­bar…”

Zur Erin­ne­rung an den geleis­te­te Wider­stand und an die
Wup­per­ta­ler Gewerk­schafts­pro­zes­se

DGB Kreis Ber­gisch Land”


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Mahnmal KZ-Kemna

Mahn­mal KZ Kem­na

In der Kem­na, jener Teil des Wup­per­tals, der zwi­schen Rau­en­tal, Laa­ken und Bey­en­burg liegt, bestand zwi­schen Juli 1933 und Janu­ar 1934 eines der ers­ten Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger im NS-Reich. Es lag zwi­schen der Wup­per und der Wup­per­tal­bahn neben der die Bey­en­bur­ger Stra­ße ent­lang führt. Es war für bis zu 300 Häft­lin­ge aus­ge­legt und war doch mit 1000 Häft­lin­gen heil­los über­füllt. Als es am 19.Januar 1934 geschlos­sen wur­de, waren über 4500 Häft­lin­ge der Gewalt des Nazi-Regimes aus­ge­setzt gewe­sen und ihre Lei­dens­zeit war mit der Auf­lö­sung des Wup­per­ta­ler KZs nicht zu Ende.


Blick auf das Fabrik­ge­län­de, wo ca. ein hal­bes Jahr das KZ bestand. Im Vor­der­grund die Land­stra­ße und die Wup­per­tal­bahn.

1982 — 49 Jah­re spä­ter — reg­te der Jugend­ring Wup­per­tal an ein Mahn­mal an die­ser Stel­le zu errich­ten und der Taten zu erin­nern. Die Stadt Wup­per­tal rich­te­te dar­auf­hin einen Wett­be­werb aus, der an Schü­ler und Aus­zu­bil­de­nen von der 5.Klasse bis zum Alter von 25 Jah­ren gerich­tet war. 18 Grup­pen und acht Ein­zel­per­so­nen betei­lig­ten sich dar­an und der Kunst­kurs 13/2 des Gym­na­si­ums am Kothen ging am 21.Dezember 1982 als Sie­ger dar­aus her­vor. Am 3.Juli 1983 — 50 Jah­re nach Eröff­nung des KZs — wur­de das Mahn­mal unter gro­ßer Anteil­nah­me von 3000 Bür­gern am Hang gegen­über des KZs ein­ge­weiht. Ober­bür­ger­meis­ter Gott­fried Gur­land, Minis­ter­prä­si­dent Johan­nes Rau, Karl Ibach — Über­le­ben­der des KZs und Autor des Kem­na-Reports -, der Vor­sit­zen­de des Jugend­rings Sieg­fried Wirtz und Gre­te Thie­le von der DKP hiel­ten die Anspra­chen.

Das Denk­mal besteht aus roten (Fabrik-)Ziegeln und drei Bron­ze­plat­ten.



Ein ZEIT-Arti­kel beschreibt das zen­tra­le Ele­ment des Mahn­mals:

Drei Ent­wür­fe gestal­te­te der Grund­kurs in drei Grup­pen: der Ent­wurf Rai­ner Lör­kens und sei­ner Mit­schü­le­rin Sil­via Sülz erhielt unter 27 Ein­sen­dun­gen den ers­ten Preis. Das Modell: eine sich aus­stre­cken­de Hand, Bahn­glei­se (als Hin­weis, daß Kem­na für vie­le Durcn­gangs­sta­ti­on war), eine zer­brö­ckeln­de Fabrik­mau­er und Hügel rings­um — ein­fa­che Zei­chen für den Tat­ort Kem­na.“1


Die rech­te Tafel

Die­ses Mahn­mal
wur­de im Rah­men
eines Jugend­wett­be-
werbs von Schü­lern
des Gym­na­si­ums am
Kothen ent­wor­fen
und von Wup­per­ta­ler
Bür­gern und Jugend-
lichen durch Spen-
den und Mit­ar­beit
errich­tet
Wup­per­tal 1983”


Die lin­ke Tafel.

KZ Kem­na
Auf dem gegen­über-
lie­gen­den Fabrik-
gelän­de bestand von
Juli 1933 bis Janu­ar
1934 das Kon­zen­tra-
tions­la­ger Kem­na.
Hier wur­den über
4000 Geg­ner des
Natio­nal­so­zia­lis­mus
gequält und gefol­tert.


Die Kos­ten von 30.000 DM wur­de durch die Eigen­ar­beit der Schü­ler und Spen­den in Höhe von 15.000 DM gedeckt. Der Stand­ort des Mahn­mals liegt heu­te am Karl-Ibach-Weg. Seit Herbst 2001 führt ein Mahn­mal­weg vom Lang­er­fel­der Markt zum Mahn­mal.2

Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus

Das Mahn­mal für die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus im Deweerth­schen Gar­ten.

Am 15.November 1958 wur­de im Deewerth­schen Gar­ten das Mahn­mal für die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus in Wup­per­tal ein­ge­weiht. Es war der Abend vor dem Volks­trau­er­tag. Bereits seit 1949 plan­te man an der Stel­le des Denk­mals eine Erin­ne­rungs­stät­te “für die Opfer des Nazi-Regimes”. Das Mahn­mal am west­li­chen Ende des Lui­sen­vier­tels besteht aus einer Skulp­tur des Bie­le­fel­der Bild­hau­ers Her­bert Vol­wah­sen und dem ehe­ma­li­gen Denk­mal­so­ckel des Kai­ser-Wil­helm-Denk­mals. Die Skulp­tur von vier Metern Höhe besteht aus Würz­bur­ger Muschel­kalk und stell­te eine lei­den­de, gebeug­te Per­son dar.


Skulp­tur von Her­bert Voh­wah­sen. Dahin­ter die Auf­schrift: “Der Mensch sei Mensch.”

Ober­bür­ger­meis­ter Her­mann Her­berts erin­ner­te bei der Ein­wei­hung an die Wup­per­ta­ler Ver­folg­ten, wie dem Sozi­al­de­mo­krat Fritz Sen­ger, Bern­hard Let­ter­haus und auch an die 3000 Mit­glie­der zäh­len­de jüdi­sche Gemein­de. Ihnen allen wur­de der Stein gewid­met, der zugleich mah­nen soll­te, dass Men­schen nicht unge­straft den Miß­brauch der Macht dul­den dürften.Im Mai 1950 wur­de der Sockel bereits mit zwei Inschrif­ten ver­se­hen:



Der
Mensch
sei
Mensch”

Den Opfern des
Natio­nal­so­zia­lis­mus
die
Stadt Wup­per­tal”


1957 wünsch­te die SPD-Frak­ti­on im Rat dann eine Erwei­te­rung des Mahn­mals und der Rat stell­te 12.500 DM zur Ver­fü­gung. Man ent­schied sich für Vol­wah­sens Skulp­tur und der Rat bewil­lig­te die Mehr­kos­ten von 26.000 DM.

Am 5. Juli 1973 beschloss der Rat dem Mahn­mal eine Inschrift zum KZ Kem­na hin­zu­zu­fü­gen. Sie lau­tet:
“K-Z Kem­na
5.Juli 1933-
19.Jan. 1934“1
Gesamt­an­sicht des Mahn­mals vor dem Deweerth’schen Gar­ten. An die­ser Sei­te befin­det sich Inschrift zum KZ Kem­na.

Das Mahn­mal steht am Deweerth’schen Gar­ten in unmit­tel­ba­rer Nähe der Vil­la Fro­wein, in der von 1938 — 1945 der Sitz der Kreis­lei­tung der NSDAP war.


Mahn­mal und Vil­la Fro­wein.

Ergän­zung vom 25.07.2011:
Inzwi­schen wur­de das Denk­mal um eine Gedenk­ta­fel erwei­tert. (Sie­he Ein­trä­ge zur Pla­nung und zur pro­vi­so­ri­schen Ent­hül­lung am 15.April 2011) An der noch frei­en Sei­te zum Deweerth­schen Gar­ten hin wur­de die Tafel mit 3100 Namen der Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus ange­bracht und von Ober­bür­ger­meis­ter Jung am 20. Juli 2011 ein­ge­weiht. In der Fei­er­stun­de erin­ner­te man mit Kranz­nie­der­le­gun­gen an den Wider­stand gegen das Nazi-Regime. Ein­ge­la­den wur­de zu der Gedenk­ver­an­stal­tung von der Stadt Wup­per­tal, der jüdi­schen Kul­tus­ge­mein­de und der Gesell­schaft für Christ­lich-Jüdi­sche Zusam­men­ar­beit.2Der Rat der Stadt hat­te die Anbrin­gung am 18.07.2011 ein­stim­mig gebil­ligt.3


Das Mahn­mal für die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus mit der neu­en Tafel, 25.07.2011.

Die Auf­stel­lung der Tafel wur­de initi­iert vom Ver­ein zur Erfor­schung der Sozia­len Bewe­gun­gen im Wup­per­tal e.V. und finan­ziert von Zuwen­dun­gen der Stif­tung Erin­ne­rung, Land­au, der Stif­tung Kalk­wer­ke Oetels­ho­fen, des Bun­des­pro­gram­mes „Viel­falt tut gut“ und der Stadt­spar­kas­se Wup­per­tal. 4 Das Beson­de­re und Ein­zig­ar­ti­ge an der Tafel, die 2,20 Meter in der Höhe und 1,20 Meter in der Brei­te misst,  ist die unein­ge­schränk­te und unsor­tier­te Auf­zäh­lung der Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus, das ein­zi­ge Ord­nungs­kri­te­ri­um war das Alpha­bet.


Jeder Name steht für ein Schick­sal.

Detail­an­sicht

Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Denkmal für ermordete russische Zwangsarbeiter auf dem ev.-ref. Cronenberger Friedhof

Es war der 28.August 1945, als man nach Ver­hö­ren von drei Poli­zis­ten im Burg­holz ein Mas­sen­grab mit 28 ermor­de­ten Rus­sen, Polen und Bel­gi­ern fand. Es waren Zwangs­ar­bei­ter, dar­un­ter fünf Frau­en, die in den letz­ten Tagen des Krie­ges getö­tet wur­den. Am 31.August 1945 wur­den sie ein­zeln auf dem Refor­mier­ten Fried­hof in Cro­nen­berg an der Schor­fer Str. beer­digt. Anwe­send waren deut­sche Poli­zis­ten, fran­zö­si­sche, eng­li­sche und rus­si­sche Sol­da­ten.
Der genaue Tat­her­gang ist im Ein­trag zur 2004 am Ort des Ver­bre­chens errich­te­ten Gedenk­ta­fel beschrie­ben.

Im Okto­ber des Jah­res wur­de eine Anord­nung des eng­li­schen Mili­tär­re­gie­rung aus­ge­führt und vom Bar­mer Stein­bild­hau­er Hugo Wes­sel­mann nach einem Ent­wurf rus­si­scher Offi­zie­re ein Denk­mal errich­tet.


Denk­mal für ermor­de­te rus­si­sche Zwangs­ar­bei­ter

Die rus­si­sche Inschrift lau­tet in Über­set­zung laut einer Infor­ma­ti­ons­ta­fel:

“Ewi­ges Geden­ken den Kämp­fern
gegen den Faschis­mus.
Hier lie­gen die Lei­chen von
30 sowje­ti­schen Patrio­ten.
Erschos­sen von deut­schen
faschis­ti­schen Hen­kern.”

Die Grä­ber, die sich unmit­tel­ba­rer Nähe befin­den, stam­men von 23 rus­si­schen Zwangs­ar­bei­tern, die bei Luft­an­grif­fen auf Cro­nen­berg ums Leben kamen.


Grab einer rus­si­schen Zwangs­ar­bei­te­rin

Die Grab­plat­ten ver­zeich­nen in der Regel Namen und Lebens­da­ten der Ver­stor­be­nen. Unter den Toten waren auch zwei Kin­der.


Grab einer rus­si­schen Zwangs­ar­bei­ters

Die­ses anony­me Grab ist eine Aus­nah­me. Die Grab­mä­ler wur­den 1987 erneu­ert.

Schon wäh­rend des Krie­ges wur­den auf dem evan­ge­lisch-refor­mier­ten Fried­hof, rus­si­sche (viel­leicht ortho­do­xe, viel­leicht athe­is­ti­sche) Zwangs­ar­bei­ter bestat­tet.1 2004 wur­de am Ort des Ver­bre­chens eine Gedenk­ta­fel ein­ge­weiht.
2015 wur­de die Anla­ge saniert.2

 


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te


Mahnmal “Nie wieder Krieg”

Im Park am Stadt­bahn­hof in Rons­dorf steht ein klei­nes, recht unschein­ba­res Mahn­mal mit einer ein­fa­chen Bot­schaft. In Sicht­wei­te der Denk­mä­ler für die Gefal­le­nen des Ers­ten Welt­kriegs und die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs ist es am 14.November 1981 errich­tet wor­den. Anlass war die Rons­dor­fer Frie­dens­wo­che, die von den Jusos Rons­dorf initi­iert wor­den war. Es betei­lig­ten sich neben die­sen auch die Rons­dor­fer Zei­tung, der Ver­band der Ver­folg­ten des Nazi­re­gimes (VVN), die Jugend der refor­mier­ten und katho­li­schen Gemein­de, die Natur­freun­de und Amnes­ty Inter­na­tio­nal. Die ein­fa­che Bot­schaft lau­tet:

Nie wie­der Krieg”



Der andert­halb Meter hohe Gedenk­stein aus Sand­stein wur­de von der Rons­dor­fer Zei­tung gespen­det und die Inschrift von einem Rons­dor­fer Stein­metz [Gre­gor Rasch, sie­he Kom­men­ta­re, JNK] kos­ten­los ange­bracht. Der Stand­ort in der Nähe des Krie­ger­denk­mals (das Denk­mal für die Opfer des Zwei­ten Welt­kriegs exis­tiert erst seit 1995) war bewusst gewählt wor­den. Pfar­rer Wil­helm Flen­der erin­ner­te bei der Ein­wei­hung mit den Wor­ten des ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten John F. Ken­ne­dy dar­an, dass “der Frie­de nicht kom­men [wird], ohne daß wir etwas dafür tun.” Die Bevöl­ke­rung sol­le von ihrem Fata­lis­mus auf­ge­weckt und zum Aktio­nis­mus gebracht wer­den, das Wett­rüs­ten des Kal­ten Krie­ges müs­se gestoppt wer­den.1


Posi­ti­on des Denk­mals auf der Kar­te