Es gibt nichts auf der Welt, was so unsichtbar wäre wie Denkmäler.
(R. Musil)

Dienstag, 5. März 2013

Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Sänger

Am 29. Juni 1930 weihte die Barmer Bezirksgruppe des Rheinischen Sängerbundes anlässlich des 27. Rheinischen Sängerbundfestes und des ersten Deutschen Liedertages in den Barmer Anlagen einen Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Sänger ein. Der Gedenkstein fand seinen Platz, der vom Barmer Verschönerungsverein zur Verfügung gestellt wurde (im Gegensatz zum Uthmann-Denkmal), neben dem Planetarium. Die Gestaltung oblag Stadtbaudirektor Eugen Rückle. Der Gedenkstein bestand aus einem Granitfindling aus dem Odenwald, der an seiner Vorderseite eine Bronzeplakette mit dem Abbild einer Harfe und folgender Inschrift trug:
Foto des "Sänger-Gedenksteins" in den Barmer Anlagen.
Entnommen aus: General-Anzeiger vom 21.11.1932.
"Zum Gedenken an die im Weltkrieg
gefallenen Sänger
Die Barmer Bezirksgruppe des
Rheinischen Sängerbundes"
Zur Einweihung sang der Barmer Gesamtchor, der aus ca. 800 Sängern bestand, unter der Leitung Max Beschles Schuberts "Heilig", anschließend sprach Wilhelm Mirbach, der Vorsitzende des Rheinischen Sängerbundes, die Weiherede. Die Barmer Bezirksgruppe legte einen Kranz nieder, der mit folgenden Worten vom Vorsitzenden Emil Ey gewidmet wurde:
"Unseren gefallenen Helden zur Ehr'
unseren Sängern zur Einigkeit
dem deutschen Liede zum Rihm,
jetzt und für alle Zeit."
Der Beigeordnete Baurat Köhler übernahm dann in Vertretung des Oberbürgermeisters das Denkmal in die Obhut der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde es ebenso wie das nahe Planetarium zerstört.

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RMK, S. 283 f.

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